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Fühle mich leer ohne Drogen

Cjin1nxia


Ich weiß halt, wie ich bin. Und wenn diese KH-Aufenthalte nichts geändert haben, was dann? Die meisten hätten wohl diesen Klick-Moment.

Byrigxie


Aber was ist, wenn es doch funktioniert? Ich normal meiner Arbeit/Ausbildung nachgehe, funktioniere und gleichzeitig ab und zu Drogen nehme? Warum soll das nicht gehen? Wo ist da der Fehler drin? Und nein, es fällt mir nicht schwer. Nur es macht mich nicht glücklicher ohne. Ja, ich weiß, dass Drogen mir nur eine Illusion vorgaukeln. Aber ich finde die Illusion schön so. Ich weiß, wie die Realität ist und ja, ich kann auch mit ihr umgehen und einfach wie so ein Zombie meiner Arbeit nachgehen und über das Wetter reden, aber so ist es einfach besser sich ab und zu mal was zu gönnen.

Und irgendwie ist das doch logisch, dass Heroin extreme Glücksgefühle verursacht, das kann man nie einfach so erreichen. Das ist doch allein chemisch nicht möglich, dass wir so ein Glück fühlen können ohne Substanzen? Klar.. es gibt diese Glück a la "Ich habe einen tollen Beruf, Familie, Freunde blabla"-Glück, aber das wird von der Intensität nie so sein wie mit Substanzen.

Cinnia, solange Du noch solche Gedanken hast - nur die Droge kann die echten und wahren Glücksgefühle hervorrufen, und warum nicht ab und zu "gönnen"? - solange du noch am PC sitzen kannst und dich mit Drogen oder Alk im Bauch "so richtig wohlfühlst" und das genießt - wo ist Deine Motivation, aufzuhören, wirklich?

Lediglich dass du die negativen Fernwirkungen nebulös zu sehen meinst, scheint dich ansatzweise zu ernüchtern. Ansonsten bist du das, was die Anonymen Alkoholiker oder Narkotiker als "trocken besoffen" bezeichnen: Deine Gedanken sind praktisch "betrunken und betäubt", die ganze Zeit, wei sie die Realität nicht erkennen und dir ein schönes "Ich nehm ab und zu mal Drogen"-Leben vorgaukeln.

Du kannst sicher sein, dass dieses ersehnte Konzept bei dir nicht aufgehen wird. Bevor du nun wieder fragst, wieso wir das so negativ sehen und dich keiner hier zum gelegentlichen Einwerfen oder Spritzen oder Rauchen ermutigt: Weil es dich am Ende töten wird. Schlicht und einfach, nicht mehr und nicht weniger.

Wenn dir der Preis nicht zu hoch ist, wird dich kein Mensch davon wegholen können. Aber ich glaube auch nicht, dass du das in Wirklichkeit (schon) willst. Trotzdem wünsche ich dir alles Gute.

Eglaf?ReUmi$ch081x5


Jeder ist seines Glückes Schmied. Jeder hat das Recht eine Meinung zu haben. Jeder hat das Recht sein Leben zu leben. Jeder hat das Recht gute Dinge zu tun und schlechte Dinge zu tun. Jeder hat das Recht glücklich zu sein. Jeder hat das Recht zu Glauben die Wahrheit gefunden zu haben. Jeder hat das Recht seinen Weg zu gehen. Und jeder hat das Recht sich auf diesem Wege umzubringen...

Du bist die typische Suchtkranke! Weil nicht sein kann was nicht sein darf und bisher alles gut gegangen ist wird das auch so bleiben. Augenblick verweile doch, du bist so schön.

Ohne Drogen, ohne chemische Substanzen die den Körper mal langsamerm mal schneller aber immer vergiften, zerstören und überlasten, kann man sich unmöglich so glücklich fühlen? Seltsam, denn alle nicht drogenabhängigen können das!

Willst du sterben? Willst du auf den Augenblick hin arbeiten wo du wirklich zusammenbrechen wirst und danach nichts mehr so sein wird wie früher? Dir alle Chancen und Möglichkeiten verbauen? Für einen künstlichen Kick? Für eine Illusion? Du hast nur dieses eine Leben. Es wurde dir geschenkt. Du bist verantwortlich dafür. Du hast nur dieses eine. Warum es wegwerfen?

Ist mir völlig unbegreiflich. Aber ich respektiere dich als Mensch der seine eigenen Entscheidungen fällen darf. Nur darfst du vielen dann nicht böse sein wenn sie sich von dir abwenden, weil ich muss mir das selbst auferlegte Leid anderer Menschen nicht antun. da teile ich lieber Freude und Zufriedenheit.

PS: Niemand ist für deine Situation verantwortlich. Außer dir selber. Und nur du kannst dein Leben ändern. Deine Entscheidung!

l_osPgaetr[etexn


wow, cinnia. :-o :-o

ich will nicht sagen, das du es nie schaffst, von deinen süchten (ich spreche hier in der mehrzahl, denn ich sehe hier nicht nur eine drogensucht) loszukommen, aber ich sage dir, dass du noch einen langen, langen weg vor dir hast. und ja, dieser weg wird hart und nicht nur von erfolgserlebnissen gekrönt sein. aber du musst es zuallererst wollen. wollen, von den dingen, die dir ein schönes leben vorgaukeln, loszukommen.

doch noch fehlt dir die einsicht. du redest dir dinge nach wie vor schön. du bist eben einfach noch nicht so weit.

ich zitiere dich hier mal und möchte gerne was dazu sagen.

Es gibt Millionen von Menschen, die hin und wieder sich was einwerfen ohne es ausarten zu lassen. Da funktioniert es ja?

es gibt sicherlich einige (wenige), die sich hin und wieder was einwerfen und nie süchtig werden. aber die waren auch vorher dann nie süchtig. viele werden aber irgendwann süchtig oder sie machen es eben über einige jahre und hören dann komplett damit auf. du bist süchtig und ich sags dir jetzt beinhart, damit du es dir nicht mehr schönreden kannst: bei allen süchten, die man loswerden will, funktioniert nur absolute abstinenz.

alles andere ist papperlapapp und quatsch. also: entweder du bleibst süchtig oder du beginnst, dich mit einem leben als nicht-süchtige anzufreunden und ja, du wirst nicht immer glücklich sein, es wird anders werden, aber mit der richtigen untersützung kannst du dein leben nicht nur erträglich machen, sondern du wirst auch wieder freude empfinden können.

Dabei bin ich rein bmi-technisch an der Grenze zum Untergewicht (18.6)

Mein Ziel ist ein BMI von 16/17, weil ich eben leichte Knochen habe und zudem von Natur aus breit gebaut bin (breites Kreuz, hervorstechender Brustkorb, breite Hüftknochen

Naja, darüber zundiskutieren, ob ich ne Wahrnehmungsstörung habe oder nicht, macht keinen Sinn, da ihr meinen Körper noch nie gesehen habt. Ich denke, ihr würdet mich Grenze zur normal-moppelig oder leichtes ÜG einstufen.

nein, wir brauchen nicht diskutieren, da hast du recht. du kannst hier noch tausende wörter schreiben von wegen leichten knochen und schwabbelnder haut. DU BIST UNTERGEWICHTIG. egal, ob mit festem oder schwachem bindegewebe und deinen körperbau kannst du weder mit sport, noch mit massiver abnahme verändern. punkt. gesteh dir das ein. erst wenn du das tust, bist du bereit, dich zu bewegen und dein leben zu verändern.

Ich lebte bevor ich Drogen genommen habe, auch in der Realität und trotzdem war ich unglücklich. Warum soll es jetzt anders werden?

weil du in deinem noch sehr jungen alter noch sehr viel entwicklungspotential hast. du wirst noch sooooo viele erfahrungen machen, manche positiv, manche auch negativ. es gibt noch sooo viel raum, um an deinem eigenen wohlbefinden zu arbeiten.

Warum denkt ihr alle, ich schaffe das nicht? Und was ist, wenn ich das doch schaffe? Bin ich dann ein zufälliger Ausnahmefall?

ja, dann bist du ein zufälliger ausnahmefall.

zumindest, wenn du in dieser haltung verharrst, in der du jetzt bist. dieses beschönigen. du wirst es NICHT schaffen, vom süchtigen zum teilzeit-süchtigen zu werden. so etwas gibt es nicht. aber wenn du dich irgendwann aus freiem willen heraus entschließen kannst, aufzuhören und das leben auszuhalten (natürlich nur mit professioneller unterstützung), dann kannst du das schaffen. daran glaube ich ganz fest. @:)

Es gibt auch ehemalige Alkoholiker, die auch mal ein Glas Wein trinken können ohne wieder anzufangen zu saufen

wie gesagt - zufällige ausnahmefälle. wenn es diese überhaupt gibt.

Nicht-Alkoholiker trinken auch manchmal mehr als ihnen gut tuen würde.

natürlich tun sie das manchmal. ist wahrscheinlich schon jedem von uns mal passiert. der unterschied: diese menschen waren zuvor nicht süchtig und am nächsten tag des rausches haben sie im besten fall davon gelernt und lassen es nicht mehr so weit kommen.

kurz zusammengefasst: du kannst es schaffen. niemand will dir das hier ausreden. aber an diesem punkt, an dem du jetzt stehst, sehe ich noch keine lösung für dich. tut mir leid. da muss noch einiges passieren und ich hoffe, nicht das schlimmste. %:|

E:heBmzaliger *Nutzepr (#d58344x2)


Und irgendwie ist das doch logisch, dass Heroin extreme Glücksgefühle verursacht, das kann man nie einfach so erreichen. Das ist doch allein chemisch nicht möglich, dass wir so ein Glück fühlen können ohne Substanzen? Klar.. es gibt diese Glück a la "Ich habe einen tollen Beruf, Familie, Freunde blabla"-Glück, aber das wird von der Intensität nie so sein wie mit Substanzen.

Du bist noch sehr jung und musst dir halt etwas suchen worauf du hinausarbeiten kannst. Und wenn du das geschafft hast ist jeder Drogenrausch ein Witz dagegen. Durch Drogen induzierte Gefühle sind eben auch nur bedingt echt oder komplett falsch. Das muss dir bewusst werden.

Leider ist das bei einigen Substanzen leichter zu verstehen als bei anderen. Besonders Opioide und Alkohol sind sehr hartnäckig.

C+in#nixa


Nur weil ich nach wie vor die Wirkung mag, heißt das doch nicht, dass ich keine Motivation habe damit aufzuhören. Die ist da, ich möchte nicht als körperliches Wrack enden, dass nur noch dahinvegetiert. Ich habe das Gefühl mein Herz braucht echt mal eine Pause. Ich hatte zwar vor ca. 1 Jahr ein EKG, da war auch alles okay, aber ich habe mittlerweile manchmal Schmerzen in der Gegend und habe keine Ahnung, woher die kommen könnten. Dachte erst, das sei Muskelkater, aber ich weiß es nicht.

Ich weiß ja auch, dass Drogen nur eine Illusion sind. Aber diese Illusion gefällt mir. Warum auch nicht? Es gibt sonst nichts.

Und dass ich eine mehr oder weniger kleine Baustelle bin, das ist mir auch bewusst. Ich habe ja nicht mal wirklich angefangen dagegen was aktiv zu tun, ich lasse das eher alles an mir vorbeilaufen.

Eigentlich könnte man irgendwie schon sagen, dass ich mich zu einem "Teil-Suchti" entwickeln möchte, wobei ich nicht sagen würde, dass ich wirklich süchtig bin. Ich nehme es. Aber ich kann auch ohne, da passiert nichts mit meinem Körper, wenn kein Nachschub kommt.

Da ist eigentlich soooo viel, was ich ändern müsste, aber ich habe wirklich keine Lust an den Symptomen rumzuwerkeln, das führt eh wieder alles zurück zum Ausgangspunkt, das ist mir oft genug passiert. Anderseits weiß auch niemand die Ursachen - weder ich, Therapeut noch Psychiater. Vielleicht gibt es auch keine und ich bin halt so wie ich bin.

Zum Thema Tod: ich mag es nicht zu leben. Ich wäre gerne tot, aber zuliebe meiner Eltern bleibe ich hier und versuche irgendwie das Beste daraus zu machen, sodass es so angenehm wie möglich ist. So als Kompromiss.

Eqhemaliyger Nutz er} (#58-34x42)


Nur weil ich nach wie vor die Wirkung mag, heißt das doch nicht, dass ich keine Motivation habe damit aufzuhören. Die ist da, ich möchte nicht als körperliches Wrack enden, dass nur noch dahinvegetiert. Ich habe das Gefühl mein Herz braucht echt mal eine Pause. Ich hatte zwar vor ca. 1 Jahr ein EKG, da war auch alles okay, aber ich habe mittlerweile manchmal Schmerzen in der Gegend und habe keine Ahnung, woher die kommen könnten. Dachte erst, das sei Muskelkater, aber ich weiß es nicht.

Kann auch psychosomatisch sein, Opioide werden aber auch ihren Teil dazu beitragen -> ab zum Arzt

Ich weiß ja auch, dass Drogen nur eine Illusion sind. Aber diese Illusion gefällt mir. Warum auch nicht? Es gibt sonst nichts.

Doch gibt es, abstinent wird dir das hoffentlich bewusst.

Eigentlich könnte man irgendwie schon sagen, dass ich mich zu einem "Teil-Suchti" entwickeln möchte, wobei ich nicht sagen würde, dass ich wirklich süchtig bin. Ich nehme es. Aber ich kann auch ohne, da passiert nichts mit meinem Körper, wenn kein Nachschub kommt.

Das sagt jeder Süchtige über sich bis er keine Krankheitseinsicht bekommt. Bei deiner Einstellung zu Drogen und zum Leben generell möchte ich dir dringend professionelle Hilfe anraten. Alleine kommst du da wirklich nicht mehr raus, sei kooperativ und fang an dir ein selbstständiges schönes Leben aufzubauen.

CRiMnnixa


Gibt es denn etwas, woran man erkennen kann, dass es sich nicht um psychosomatische Beschwerden handelt? Gerade z.B. habe ich keine Schmerzen. Ich habe sie häufig (und stärker), wenn ich Hunger kriege oder bei Anstrengung. Aber das kann defintiv keine Herzmuskelentzündung sein, da ich jeden Tag Sport mache und wohl wahrscheinlich einfach umgeknickt wäre, hätte ich eine ":/ Zudem habe ich oft Magenprobleme und Übelkeit, aber das liegt wohl an den ganzen Tabletten, da bin ich mir eigentlich sicher.

Ich muss etwas hinzufügen: "Es gibt nichts für mich". Das war mir auch klar bevor ich angefangen habe, etwas zu nehmen.

Ich bin seit 1 1/2 Jahren in Behandlung, nur mir persönlich bringt das nichts. Ich muss damit selbst irgendwie klarkommen und das Beste daraus machen, solange mir Zeit & Gesundheit bleibt.

Es ist wohl schwierig mich zu verstehen... stellt euch vor, ihr wollt wirklich einfach nichtmehr leben und ihr könnt euch einfach nicht umbringen. Das einzige was ihr habt, ist Essen; Nicht-Essen; Kotzen; Drogen; Schneiden und alle wollen euch das wegnehmen und verbieten, damit ihr "gesund" seid, untergeordnet, funktionstüchtig, ein normaler Mensch halt. Ich persönlich kann sagen, dass ich mit diesen ganzen Sachen besser fühle als ohne diese ganzen Sachen. Nur für die anderen scheint es nicht so, es nimmt sie mehr mit als mir selbst.

B(rigixe


Ich persönlich kann sagen, dass ich mit diesen ganzen Sachen besser fühle als ohne diese ganzen Sachen.

Und genau das wird dich in den Drogen festhalten. Deine Gründe, sie nicht zu nehmen, sind - obwohl sie dir positiv erscheinen - negative Gründe: Du willst nicht als Wrack enden. Das ist so ziemlich das einzige, was von dir kommt, warum du überhaupt etwas ändern "willst". Nein, es tut mir sehr Leid für dich, aber da ist nicht wirklich zu erkennen, dass du das willst. Du beschreibst mit jedem Beitrag erneut, wie wichtig und unverzichtbar für dich der Konsum ist. Dass du ihn auf "gelegentlich" beschränken möchtest, hat mit Aufhören nichts zu tun. So reden auch Alkoholiker, die weit vom Trockensein entfernt sind.

A5lAterisacxk56


Das war vermutlich vor einer Sucht.

Dir kann ich nur empfehlen gänzlich aufzuhören.

ICH würde jetzt nicht weiter experimentieren um auszuloten was noch geht.

Hör komplett auf und nimm die Hilfe deines Therapeuten in Anspruch!

MfG

B;rigixe


Um zu deinem Seelenzustand noch etwas zu sagen: Du fragst, ob wir dich denn nicht ein bisschen verstehen können. Ich verstehe, dass du im Grunde unter einer milderen Form der Depression leidest; deine Gleichgültigkeit gegenüber dem Tod oder sogar eine gewisse Todessehnsucht weisen darauf hin (was durch den Drogenkonsum noch gefördert wird!) Mir scheint es aber so, dass du nicht WIRKLICH sterben, möchtest sondern im Grunde nur nicht so leben willst, wie es heute für dich ist.

Was du erreichen könntest ohne Drogen und mit psychologischer Aufarbeitung, ist ein ganz anderes Lebensgefühl; so wie du es dir bisher aufgrund dieser grundsätzlichen Niedergeschlagenheit nicht vorstellen kannst. Wie solltest du es auch wissen, wenn du es noch gar nicht kennst: Es gibt ein Leben im glücklichen, "aufgehellten" Zustand - du hast es eben nur noch nicht kennengelernt.

Das bringt mich zu der Frage: Wie schaut es eigentlich aus mit medikamentöser Hilfe seitens deiner Ärzte? Die neue Generation der stimmungsaufhellenden Mittel wäre vielleicht anzudenken: Es sind zwar auch "Drogen", können aber deine Grundstimmung anheben, ohne dich gleich abhängig zu machen.

Caomr+an


Nur weil ich nach wie vor die Wirkung mag, heißt das doch nicht, dass ich keine Motivation habe damit aufzuhören.

Ich persönlich kann sagen, dass ich mit diesen ganzen Sachen besser fühle als ohne diese ganzen Sachen.

Was denn jetzt? ":/

Wenn du dich liest, wirst du feststellen, dass du eigentlich keine Motivation hast. Du möchtest die negativen Begleiterscheinungen höchstens loswerden, aber nicht den Rausch.

Ich wäre gerne tot

Naja, wenn du freiwillig Nicht-Essen, Kotzen, Drogen und Schneiden als deinen Lebensinhalt beschreibst, kann ich ein bisschen nachvollziehen, dass du am liebsten tot wärst. Kurioserweise sind das aber genau die Dinge, die dir im Leben wichtig erscheinen. Das finde ich paradox. "Tot sein" ist übrigens kein subjektiver Zustand, von dem du irgendwas hast. Du bist dann ja nicht mehr.

wobei ich nicht sagen würde, dass ich wirklich süchtig bin. Ich nehme es. Aber ich kann auch ohne, da passiert nichts mit meinem Körper, wenn kein Nachschub kommt.

Die Sucht ist da, wenn du nicht aufhören kannst. Das, was du beschreibst, ist körperliche Abhängigkeit - das ist nur ein Teilaspekt der Sucht, der nicht bei allen Drogen eintritt. Süchtig bist du definitiv, daran gibt es nichts zu rütteln :)z .

Das Schlimme an der Sucht ist, dass sie vom Süchtigen als Normalität wahrgenommen wird. Aus dem High wird irgendwann der Normalzustand, d.h. dein Rausch wird zum Leben, die Nüchternheit zur Depression. In der Folge wird die Dosis erhöht - zumindest steigt das Verlangen. Das Aufhören wird immer schwieriger und die Akzeptanz der Nüchternheit sinkt.

Du sagst zwar, dass dein Leben auch schon vor den Drogen Mist war. Das mag sein, viele Menschen haben mal schlechte Phasen und Tiefs, gerade in jungen Jahren. Du weißt aber nicht, ob du dich jetzt in einem Teufelskreis befindest, wo du Henne und Ei nicht mehr differenzieren kannst. Wer weiß - vielleicht hättest du deine unglückliche Zeit längst überwunden, wenn du sie nicht mit Drogen, sondern mit Ehrgeiz und Geduld bekämpft hättest? Niemand kann sagen, ob deine heutigen Depressionen ohne Drogen immer noch die gleichen Ursachen haben wie damals, oder inwieweit einfach nur die Abwesenheit des Highs dafür mitverantwortlich ist. Du findest es aber nur heraus, wenn du mal dauerhaft die Nüchternheit probierst und dir selbst eine Chance gibst, dich daran wieder zu gewöhnen. Ansonsten bleibst du nur bei der simplen Methode, die dir damals mal spontane Abhilfe versprochen hat. Langfristig wirst du so aber verlieren und selbst mit Drogen schwindet das Glücksgefühl. Weil es eben zum Normalzustand wird. Die Rückkehr wird dir so immer schwerer fallen. Und es gibt nichts, was du dann noch "obendrauf setzen" kannst, um dich noch mehr zu stimulieren. Da ist kein Spielraum mehr - die Gefühlsdynamik kennt nur noch eine Richtung: nach unten.

Deine Aussagen zu deinem Gewicht zeigen, wie verzerrt deine eigene Wahrnehmung ist. Ich kann dir nur raten, auf jeden Fall wieder einen Realitätsbezug zu finden. Zu deinem Körper, zu deinen Süchten und zum Leben an sich. Und eine Therapie funktioniert nur, wenn man auch bereit dazu ist. Vielleicht musst du dafür erst noch weiter abstürzen - wer weiß. :-/

fqalco pTeleNgri?noigdes


Hallo Cinna,

gestern laß ich deinen anderen Thread und kann dich deswegen besser verstehen, warum in den Drogen ein Fluchtmittel suchst aber dadurch schaffst du dir nur ein neues Problem.

Du bist noch minderjährig und traust dich auch nicht alles in deiner Therapie anzusprechen, weil dein Therapeut deine Mutter kennt und glaubt, daß sie eine gute Person ist. Versuche, sobald wie nur möglich, dir einen neuen Therapeuten zu suchen. In Deutschland gibt es doch auch noch den sozialtherapeutischen Dienst, versuche doch dort einen Termin zu bekommen.

Liebe Grüße

ltosCgDeBtretxen


brigie

hat ganz denke ich ganz etwas wichtiges angesprochen:

Was du erreichen könntest ohne Drogen und mit psychologischer Aufarbeitung, ist ein ganz anderes Lebensgefühl; so wie du es dir bisher aufgrund dieser grundsätzlichen Niedergeschlagenheit nicht vorstellen kannst. Wie solltest du es auch wissen, wenn du es noch gar nicht kennst: Es gibt ein Leben im glücklichen, "aufgehellten" Zustand - du hast es eben nur noch nicht kennengelernt.

du weißt doch noch gar nicht, wie sich das leben anfühlen kann. warum willst du es dann also nicht herausfinden?

du kannst dann nachher immer noch entscheiden, ob es sich nun besser anfühlt oder nicht. was ist denn schon dabei? die zeit, die du zum clean werden und zum aufarbeiten deiner geschichte brauchst, kannst du nun auch noch hier auf dieser erde bleiben. du willst ja eh nicht gehen. also nütz diese chance.

CBinn.ixa


Vielleicht bin ich zu ungeduldig. Ich bin ja auch dafür alles Mögliche auszuprobieren, bevor ich den endgültigen Entschluss fassen würde, mich umzubringen. Mir fällt kein anderer Grund ein, warum ich es nicht ausprobieren sollte. Das würde aber wiederum heißen, ich müsste Monate oder Jahre einfach so dahinleben ohne diese ganzen Sachen.

Ich habe nie geschrieben, dass mir die Drogen unwichtig wären oder dass mir deren Wirkung nicht gefallen würde. Meine Motivation ist halt wirklich, dass ich körperlich gesund sein möchte. Aber anderseits ist es auch so, wie ihr schreibt..: Drogen wirken nicht mehr so wie sollen und werden nur genommen, damit es "weniger schlimm" ist. Aber das würde mich nur zu einer Pause motivieren, um meine ganze Hirnchemie etwas in Ordnung zu bringen. :-/

Medikamente (SSRI) habe ich schon probiert. Hat auch nach 2 Monaten nicht mal ein bisschen gewirkt. Irgendwie bestätigt das, dass ich garnicht depressiv bin (obwohl ich weiß, dass nicht jedes Medikament bei jedem wirkt.. da müsste man ja 1000 verschiedene ausprobieren). Ich denke, dass dieser Zustand 'Unglücklich' = 'Ich' = 'Keine Krankheit, sondern Persönlichkeit' so am besten beschrieben werden kann.

Vielleicht bin ich wirklich noch nicht bereit, etwas zu ändern und versuche mir das die ganze Zeit einzureden. Warum auch immer...

Ich halte diesen Therad am Laufenden und berichte euch über Veränderungen. Seien es welche nach unten oder nach oben..

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