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Neuroleptika, Angst, Erfahrungen und Hilfe

A"nonytmo?us88 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich befinde mich derzeit in stationärer Behandlung wegen Depression, Borderline und Angststörung.

Meine Medikamention wurde auf eigenen Wunsch von Fluoxetin (40 mg) auf Fluvoxamin (50 mg) umgestellt, obwohl mir meine Ärztin erst Venlafaxin (SNRI) verschreiben wollte.

Grund dafür war das ich Fluoxetin zwar gut vertragen habe, aber gegen meine Ängste nicht spürbar geholfen hat.

Fluvoxamin soll diesbezüglich besser wirken und zudem von allen SSRI am wenigsten sexuelle NW haben.

(Quelle: [[https://de.wikipedia.org/wiki/Fluvoxamin)]].

Nun wurde mir in der letzten Arztvisite aufgrund meiner Ängste/Paranoia empfohlen, zusätzlich ein Neuroleptikum zum SSRI zu nehmen. In meinem Falle das Amisulprid (Solian).

Dies habe ich jedoch auch abgelehnt, da es mir zu viel in Kombination ist.

Ich hatte jedoch mal bei starken Unruhe-/Erregungs- und Angstzuständen sowie zum Einschlafen das NL Chlorprothixen (Truxal) als Bedarfsmedikamention zum Fluoxetin genommen, was ich abgesehen von extremer Müdigkeit am nächsten Tag auch gut vertragen habe.

Nun hatte ich letztens wieder solche Zustände und wollte etwas zum Runterkommen und Einschlafen haben, jedoch am nächsten Tag nicht so gerädert wie beim Chlorpr. sein, da hat man mir eine Tablette Perazin (Taxilan) gegeben.

Eingeschlafen bin ich, jedoch zum Preis das ich danach tagelang wie ein Zombie durch die Gegen gelaufen bin: ich war müde ohne Ende, dementsprechend nur am schlafen und stand völlig neben mir.

Dann hab ich mich mal erkundigt und siehe da, mittelpotentes NL, während Chlorpr. ein niedrigpotentes ist.

Dann noch Horrorgeschichten über bleibende Bewegungsstörungen, irreversible Hirnschäden und Persönlichkeitsveränderungen durch NL :-o

(Quelle u.a. [[http://www.borreliose-berlin.de/druckversionen/neuroleptika.pdf)]]

Mich ärgert es jetzt noch das ich so leichtsinnig war wo ich mich sonst immer vorher erkundige was ich da eigentlich einnehme.

Mir zum beruhigen mal eben ein mittelpotentes NL zu geben halte ich für völlig fahrlässig und medizinisch nicht gerechtfertigt >:(

ich werde das Zeugs jedenfalls nie wieder anrühren, zumal ich mich jetzt noch absolut lustlos fühle :-(

Da würde ich lieber ab und an ein Benzodiazepin schlucken.

Was sagt ihr dazu, und vor allem wie sind eure Erfahrungen mit (den o.g.) NL? Sind die wirklich so krass schädlich und können bei einer Tablette schon solche Folgeschäden auftreten?

LG

Antworten
Aunyonym;omusx88


Hier hat ja sicherlich jemand Erfahrungen mit NL ;-)

fKalsco# pelegr}inoxides


Vielleicht hat niemand Erfahrung mit diesen Neuroleptika, sondern mit anderen. Ich habe schon mehrere verschiedene genommen aber diese hier nicht. Leider kann jedes Medikament Nebenwirkungen haben.

Auch Benzos sind nicht gerade harmlos. Aber das weißt du ja bestimmt auch selber, wenn du dich über die Medikamente informierst.

Ich habe zB Invega schon gleich am Anfang überhaupt nicht vertragen, andere Neuroleptika, wie Quetiapin und Levomepromazin, erst nach längerer Einnahmezeit. (Die Namen der anderen habe ich vergessen aber auch nur kurz eingenommen).

Bleibende Schäden sind nicht geblieben. Aber daß Schäden nach einmaliger Einnahme entstehen können, glaube ich eher nicht.

Wahrscheinlich hat dir auch deshalb niemand geantwortet, weil hier zum Glück keiner diese Erfahrung machen musste.

Liebe Grüße.

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