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Unbegründete Angst, die mich körperlich krank macht

BKonnieR Beqnnextt hat die Diskussion gestartet


Ich muss mir das jetzt alles mal von der Seele schreiben.

Ich habe mein Studium vor einem Jahr aufgeben müssen, weil ich plötzlich vor lauter Angst vor/beim Referieren richtig schlimm krank geworden bin. Es waren richtig heftige Panikattacken und gehäufte Migräne - meine Ärzte (toller Hausarzt, Therapeutin und Neurologe) konnten mir nicht helfen und ich war wirklich am Ende. Es half nur die Flucht aus der Situation und ich habe anschließend gleich eine tolle Stelle in dem fast ganz gleichen Bereich gefunden.

Die Bezahlung war gut und ich war zufrieden, bis auf dass ich etwas unterfordert war.

Trotzdem habe ich seitdem ich angefangen hab im September noch keinen einzigen Tag gefehlt und ich bin recht angesehen.

Doch dann fing es vor einiger Zeit wieder an, dass meine Migräne immer häufiger kam und ich Stimmungsschwankungen bekam.

Also bat ich quasi um Versetzung und mehr Arbeitsstunden und am Montag fange ich an einem neuen Platz mit mehr Herausforderung, Verantwortung und Zeitaufwand an.

Mittlerweile bereue ich das aber zutiefst.

Ich glaube sogar, dass der Beruf überhaupt nichts mehr für mich ist.

Ich habe eine Scheißangst und kann seit 2 Wochen nicht vor 3 Uhr nachts einschlafen, habe 2-3 Migräneattacken pro Woche, wo ich auch zu Triptan greifen muss.

Ich möchte mich am liebsten krank schreiben lassen, bis ich gekündigt werde, aber dann kann ich es endgültig abhaken in dem Bereich jemals wieder zu arbeiten.

Ich müsste im Grunde nur 9 Wochen durchstehen, weil im August wieder ein neuer Vertrag gemacht werden muss, aber ich hab keine Ahnung wie ich das schaffen soll.

Ich will es wirklich. Ich will es bis zum Schluss ohne Krankschreibung hinkriegen und alle zufriedenstellen. Aber ich komme auf dem Zahnfleisch daher mit dem Schlafentzug und dieser permanenten Angst.

Körperlich ist alles in Ordnung, sagen die Ärzte und Medikamente und Gespräche und Verhaltenstipps, -Übungen helfen leider nichts.

Was kann ich denn nur machen?

Jedesmal macht mir meine Psyche alles kaputt, was ich mir mühsam aufgebaut und erarbeitet habe!!!!

Antworten
aQug`23x3


Die Bezahlung war gut und ich war zufrieden, bis auf dass ich etwas unterfordert war.

Worin liegt der Unterschied zwischen der zu leistenden Arbeit oder dem Aufgabengebiet und einem Studium in diesem Bereich? Ich kann es nicht sagen, weil ich in einer solchen Situation nie steckte.

Auf der anderen Seite: ein Studium abbrechen, weil bestimmte Anforderungen nicht erfüllt werden können. Ist ein Versuch gemacht worden dieses Problem zu lösen? Wenn nein, warum nicht? (muss hier nicht erörtert werden, soll nur ein Denkansatz sein!)

Der heutige Arbeitsplatz ist samt Bezahlung in Ordnung. Und dann kommt der "Höhenflug" mit noch mehr leisten wollen und darauf die Reaktion, dass dies der Körper nicht mitmachen will. Was wäre so schlimm gewesen es bei dem ersten Zustand für die Laufzeit des Vertrages zu belassen? Und erst die nächste Aufgabe mit etwas mehr Anforderungen an die Leistungsfähigkeit anzunehmen?

B*onnie CBennxett


Ich wollte auf den Beruf eigentlich nicht näher eingehen, aber für das Verständnis ist es vermutlich wichtig.

Ich habe auf Lehramt studiert und natürlich habe ich versucht, gegen die Angst vorzugehen, ich war beim Hausarzt, Neurologen, hab Medikamente bekommen und Verhaltenstherapie (5 Sitzungen, zusätzlich zur Gesprächstherapie) gemacht, aber nach 1,5 Jahren war ich einfach am Ende.

Jetzt arbeite ich als Schulbegleitung/Integrationshelfer.

Die Verträge gehen immer nur für ein Schuljahr und bei dem letzten Kind habe ich auf die Beendigung der Maßnahme hinplädiert, weil ich nur noch 15 Stunden bei ihm war und es mich eh nicht mehr gebraucht hat, was die Unterforderung meinerseits ganz gut erklärt. Die hat vermutlich auch die Symptome erneut ausgelöst und ich sah mich gezwungen, zu handeln.

Zudem hatte mein Arbeitgeber gleich eine neue Schulbegleitung für mich im Angebot.

Aber ich hatte den "chilligsten" Job überhaupt, total nette Lehrkräfte, bis Ende Juli wäre es noch weitergegangen, wenn ich nicht gesagt hätte, dass ich eh nichts mehr zu tun hab. Und die neue Stelle wird definitiv stressiger.

Vielleicht wird es gar nicht so schlimm, wie ich es mir vorstelle, aber meine Psyche dreht total am Rad und ich habe heute Nacht nur 2 Stunden schlafen können.

awugx233


Was würde in das eigene Weltbild passen? Unterhalb von Lehramt und ähnlichem Beruf? Und was wurde vor dem Studium unternommen die eigene psychische und physische Belastbarkeit zu testen? -alles nur Denkanstöße! müssen nicht beantwortet werden! -

B&onniae nBennxett


Nach dieser Woche muss ich revidieren.

Meine Ängste waren zu keinem Zeitpunkt unbegründet, sondern richtungsweisend.

Ich sollte in jedem Fall gleich auf mein Bauchgefühl hören, denn ich weiß sehr wohl, was gut für mich ist, was mir liegt und Spaß macht, was ich gut kann, wo meine Grenzen liegen.

Ich sollte lernen auf mich und mein Gefühl zu vertrauen und akzeptieren, dass ich Grenzen habe. Mir wäre so viel Ärger erspart geblieben.

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