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Kein regelmäßiger Schlaf, Angstzustände und Leere

phrRinses}salle hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Mein Schlafrhythmus hatte sich eigentlich gebessert, aber nun ist wieder alles durcheinander. Ich bleibe nachts bis drei oder vier wach und finde keine Ruhe. Der Schlaf ist nicht erholsam.

Ich bekomme Angstanfälle, wenn ich an Verpflichtungen und kleine Arbeiten denke, da reicht es schon, dass ich einfach noch die Küche aufräumen muss oder einen Teller in den Geschirrspüler bringen muss. Und ich wirke apathisch auf andere, ich schaue niemandem mehr in die Augen, ich bewege mich langsam. Irgendwie fühlt es sich oft so an, als wäre ich gar nicht in meinem Körper.

Es fällt mir sehr schwer, nicht an den Alkohol bei uns zu hause zu gehen, wenn ich allein bin. Ich habe noch nie etwas getrunken und es geht entgegen aller meiner Werte und Vorstellungen, aber wäre ich nicht so streng prinzipientreu, dann hätte ich schon längst was getrunken. Und ich kann nicht aufhören Dinge zu essen, die mir nicht schmecken. Letzte Nacht habe ich Chips gegessen (oder eher gestopft?), sie waren so eklig, viel zu überladen mit Geschmack, aber ich konnte einfach nicht aufhören, obwohl ich davor eine große, leckere Mahlzeit zu mir genommen hatte, satt war und auch keinen Appetit auf irgendetwas hatte. Langsam verliere ich alle Kontrolle über das was ich tue (und auch sage), ich weine jeden Tag und kann nicht einmal sagen, warum es mir so unglaublich schlecht geht.

Ich hab Angst, dass ich mir etwas antue.

Antworten
flalco p]eleWgrinxoides


HalloPrinsessalle,

wann hast du denn deinen nächsten Termin bei deiner Psychologin? Hast du mit ihr schon darüber gesprochen? Es wäre sehr wichtig das zu tun.

Merken deine Eltern, wie es dir geht? Kannst du ihnen vertrauen?

Du gehst zur Schule und hast logischerweise auch den ganzen Schulstress aber du beschäftigst dich noch zu dem mit vielen anderen Dingen wie, Umwelt, Tierleid, etc. Das alles nimmt dich seelisch sehr mit und du kommst nicht mehr zur Ruhe.

Ich rate dir wirklich das alles in der Psychotherapie anzusprechen. Falls du nicht bald einen Termin hast, solltest du oder wenn möglich, deine Eltern einen Notfalltermin für dich besorgen.

Liebe Grüße @:)

p rins=essaxlle


Nächste Woche Freitag ist der nächste Termin. Das letzte Mal bei der Therapie ging es mir danach zum ersten Mal irgendwie besser, es hat ein wenig gegen die Schuldgefühle (die von allen möglichen Dingen kommen, unter anderem auch daher, dass ich meine Probleme nicht als legitim ansehe, also befinde ich mich in einer Abwärtsspirale) geholfen und gut getan...

Ich weiß nicht, wie lange ich das noch durchhalte. Morgen schreibe ich Klausur und werde danach wahrscheinlich krank geschrieben.

a{.fiEsh


Es ist vielleicht ganz gut, wenn Du eine Pause bekommst. Nur verbring die Zeit nicht mit Grübeln, versuch sie mit schönen, konstruktiven Dingen zu füllen, ja?

Was Du schreibst klingt furchtbar anstrengend. Ich kenne solche Gefühle von meinen depressiven Zeiten und geholfen haben mir Gesprächstherapie + eine Weile ein Antidepressivum. Dass Dir Deine Therapie hilft, ist ja schon einmal super, auch wenn es erst einmal nur kurzfristig ist. Es kann auch langfristig wieder besser werden, hab das Vertrauen. :)_

Psychische und emotionale Probleme und Krankheiten sind so real wie körperliche. Eine Verstauchung schmerzt, weil es eine Verletzung des Körpers ist, die Heilung benötigt - da fragt man nicht nach einem weiteren "Warum". Genauso ist es bei psychischen Problemen. Die Psyche, oder wenn man so will die Seele, ist verletzt und benötigt Heilung. Die gibt es, die bekommst Du in Deiner Therapie, aber währenddessen tut es weh, das ist leider so. Dann geht es einem schlecht. Das ist legitim. Mir hilft es, diese Gefühle anzunehmen - sie gehören quasi dazu, auch wenn das natürlich furchtbar ist, aber sich dafür noch zusätzlich schlecht zu fühlen oder selber zu machen, hilft nicht. Man würde sich ja auch keine Vorwürfe machen, weil einem der verstauchte Knöchel weh tut!

Vielleicht hilft es Dir, alles,was Dich akut belastet, aufzuschreiben, so als würdest Du mit Deiner Therapeutin sprechen. Ob Du das dann alles in der nächsten Stunde genau so unterbekommst oder ob es dann überhaupt noch akut ist, ist dabei nicht so wichtig. Du kannst das ja mal ausprobieren.

Hast Du von Deiner Therapeutin Tipps bekommen, was Du in akuten Tiefs tun kannst? Wenn nicht, frag sie mal direkt danach, dann könnt ihr ein paar Ideen zusammentragen.

Ich hatte lange Zeit die "Hausaufgabe" jeden Tag drei Dinge aufzuschreiben, die ich gut gemacht oder über die ich mich gefreut habe - das war anfangs unheimlich schwierig und hat sich öfter auch einfach falsch angefühlt, aber mit der Zeit verschiebt sich der Fokus und man findet wirklich welche. Und durch das Aufschreiben bleiben sie auch länger im Gedächtnis - wenn es mir dann mal wieder besonders schlecht ging und ich mich völlig nutzlos und unfähig gefühlt habe, konnte ich mir die Zettel dazu anschauen und so sehen, dass ich zumindest nicht 100%ig so dumm und unfähig bin, wie ich mich gerade fühlte.

fJalco) peAlegri?noidexs


Hallo,

warst du inzwischen beim Arzt? Hat er dich krankgeschrieben? Ich hoffe es.

Ich weiß nicht, ob du hier momentan unterwegs bist.

Wünsche dir auf jeden Fall, daß es dir so bald wie nur möglich, wieder besser geht.

@:) :)*

ARnkQa201x4


Hallo prinsessalle,

ich hoffe, du hattest mitlerweile wieder einen tollen Termin bei deiner Therapeutin!

Manschmal steckt man so tief drin in dieser Negativspirale, dass es einiges an Kraft kostet, dort wieder rauszukommen. Kraft, von der man glaubt, dass man sie gar nicht mehr hat. Meist findet man irgendwo in sich drin, doch noch einen kleinen Impuls. Wenn du diesen spürst, dann nutze ihn, um ganz klein anzufangen.

Mach etwas ganz kleines, dass dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert und belohne dich innerlich zu diesem Erfolg. Vielleicht etwas, wovon du weißt, dass du es früher gerne getan hast. Oder etwas schönes, was du noch nie getan hast. Hauptsache, es weckt in dir das Leben, das mit 100prozentiger Sicherheit in dir drin steckt ;-)! Es ist da und besteht nicht nur aus Schmerz! Du musst es nur wieder spüren.

Male ein kleines Mandala bunt an, gehe eine ganz kleine Runde im Regen ohne Schirm spazieren, laufe zu einer Wiese und pflücke 3 Blumen, sammle Blütenblätter und presse sie in einem Buch, geh raus und beobachte spielende Hunde. Das Leben ist da und du darfst mitmachen :-)! Spüre es!

Manchmal hilft es, wenn man keinen Impuls entdecken kann, auch wenn man danach sucht, eine Weile antidepressive Mittelchen zu nehmen. Es gibt leichte Medikamente, die einfach deine Glückshormone etwas ankurbeln, die ja scheinbar bei dir gerade Urlaub sonstwo machen. Leider dauert es etwas, bis sich der Körper drauf einstellt. Glaube, ein paar Wochen, brauchst du dann Geduld.

Und es hilft mit sicherheit auch, wenn du dich wirklich mal zwei Wochen krank schreiben lässt. Die Welt dreht sich manchmal so schnell, dass man ab und zu auststeigen muss, um sich zu orientieren und Energie zu sammeln. Das ist ganz normal, Urlaub heißt das ;-).

Aus einer depressiven Phase herauszukommen, kostet Mut, Kraft, Zeit und braucht viel Akzeptanz und Liebe zu sich selbst. Du kannst in solchen Phasen verdammt viel über dich lernen, weil du dich ganz tief mit deinem inneren beschäftigst, und das ist positiv. Du redest von Schulgefühlen. Ob sie begründet sind, oder nicht. Mit Schuld kann man lernen zu leben und aus soclhen Gefühlen zu lernen. Die Menschen sind nicht dafür gemacht, immer und überall perfekt zu handeln. Das geht nicht in unserer komplexen Welt. Wir machen Fehler und müssen das auch tun, um zu lernen. Wir lernen aus Fehlern mehr, als aus dem, was wir richtig tun. Du kannst lernen, so zu entscheiden, dass es sich für dich und dein Gewissen richtig anfühlt (natürlich zwischenmenschliche Werte beachtend). Das muss nicht heißen, dass andere das für genauso richtig halten.

Ich wünsche dir alles Gute!

pirin6szessalZlxe


Vielen Dank euch.

Ich werde bald aus meiner stationären Behandlung entlassen und mache danach mit einer ambulanten Therapie weiter, glücklicherweise brauche ich vielleicht keine Medikamente.

fYalco3 pe|legri.noi+des


Alles Gute dir! Schön, daß du den Mut hattest, zum Arzt zu gehen.

Auch wenn du für eine Weile Medikamente einnehmen müsstest, wäre es nicht schlimm, hauptsache es geht dir bald wieder besser. @:) :)*

aq.f,ish


Auch wenn du für eine Weile Medikamente einnehmen müsstest, wäre es nicht schlimm, hauptsache es geht dir bald wieder besser. @:)

:)z

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