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Als Baby von der Mutter verstoßen

S).? wa9llisxii


Es sind Deine Gedanken. Nichts daran ist falsch.

Ich wünsche Dir viel Glück, eine Schwangerschaft ohne Komplikationen und viel Kraft und alles Gute für Deinen weiteren Lebensweg.... :)* :)* :)* :)* :)*

:)^ dem schließe ich mich an!

Wie geht man damit um, wenn man weiß, dass man nie gewollt wurde?

Hm, ich glaub die Schwierigkeit ist da eher dass es auch später zwischen euch nicht so gut war. Meine Geburt war auch ungeplant und als ich das mal erzählt bekam war das natürlich schon ein kleiner Stich aber mehr nicht, glaub nicht dass das Wissen darum Schaden angerichtet hat. Insofern kann ich da diesbezüglich nichts sagen wie man genau sowas verarbeiten kann.

Aber so generell was das Verarbeiten wegen Elternsachen angeht: hab das Gefühl du machst das schon richtig, du nimmst deine Gefühle ihr gegenüber wahr und verleugnest die Gefühle nicht, auch wenn es schwer ist. Und da verstehe ich dich nur zu gut, Eltern zu hassen oder auch nur was vorzuwerfen, instinktiv meint man das gehört sich nicht und hat ein schlechtes Gewissen deswegen.

Erlaub es dir weiterhin so gut es geht, das wird auch nicht ewig so gehen, irgendwann wenn die Verarbeitung fortgeschritten ist werden sich deine Gefühle ihr gegenüber wieder verändern - weiß natürlich nicht wie genau aber ganz sicher besser als Hass oder Wut, solang du eben wirklich verarbeitest. Bis dahin durchlebe die Gefühle und halte sie nicht fest wenn es an der Zeit ist sie wieder loszulassen.

Meine Therapeutin meint, die Schwangerschaft hat mich empfindlicher gemacht. Sie meint es hätte was gutes, denn wenn, ich Gefühle zulassen kann, kann ich meine Vergangenheit besser verarbeiten.

Ja :)z das glaube ich auch!

Wenn dies, das einzige Problem zwischen unsere Beziehung gewesen wäre, könnte ich hinweg sehen. Aber es gab sehr viele Situationen, in denen sie mir das Gefühl gegeben hat, dass sie mich nie geliebt und gewollt hat.

Du musste ein wirklich starker Mensch sein, mich hätte das restlos zerbrochen. Dass du heute noch zu kämpfen hast ist absolut nachvollziehbar. Und deine momentanen Gefühle für deine Mutter sind es auch. Wenn dir die Leute jetzt hier erzählen, sie konnte ja nichts dafür usw.. naja, wie auch immer, das ist im Moment völlig unerheblich!

Alles Gute und gute Verarbeitung! :)*

cJriecBharlixe


Ich kreise nun schon seit Tagen um den Faden und was mich als jemanden, der immer wieder mit psychisch auffälligen Leuten zu tun hat:

mir ist nicht so ganz klar, wieso Du Deiner Mutter vorwirfst, dass Du im ersten Jahr nicht bei ihr warst. Erstens hast Du keine bewußte Erinnerung daran und für Dich als Baby war es besser, bei Leuten zu sein, die sich um Dich kümmern als bei jemandne mit einer postnatalen Depression.

Es war im GEgenteil ein Zeichen von Weisheit und Liebe Deiner Mutter, dass sie so vernünftig war, Dich aufgrund Ihrer Krankheit gut unter zu bringen. Das kann nicht jeder und ein Baby bei einem psychisch Erkrankten halte ich für nicht klug.

Ich sehe das gerade in der Verwandtschaft und ich bin der ehrlichen Meinung.

Zweitens leidest Du selbst unter Depressionen und müßtest für Deine Mom alles Verständnis der Welt haben, etwas, was Du in Deiner Umgebung bestimmt auch einforderst.

Drittens haben psychische Erkrankungen eine starke genetische Komponente, Du trägst es nun anscheinend schon in die mind. 3. Generation weiter, ich denke, Du solltest anfangen, die Krankheitsform als für Eure Familie typisch zu erachten und Deine Mutter etwas großzügiger behandeln.

cwriec_harlixe


und mein Vater haben sich um mich gekümmert.

Dann passt doch eigentlich alles. Es muß nicht die Mutter sein, sondern nur JEMAND.

fdalcLo pePlegvrinoxides


Ihr geht es ja nicht nur darum, daß sich die Mutter um sie als Baby nicht kümmern konnte, sondern es gab andere Situationen in denen sie sich nie geliebt oder gewollt gesehen hat. Wenn das nicht so wäre, würde sie sicher eher die Depression der Mutter verstehen.

w{in~tersonmne 0x1


"und mein Vater haben sich um mich gekümmert".

Dann passt doch eigentlich alles.

na ganz so locker kann man es nun aber nicht abbtun, normaler Weise kümmern sich Vater und Mutter.... dass die Mutter nach ihren Depressionen auch keine liebevolle Mutter sein konnte (oder vielleicht nur zm Teil), darum darf man ruhig traurig sein...nur zu ändern ist eben nicht smehr, man muss sich abfinden und seinen eigenen Weg im Leben gehen, ohne sich zu sehr von der vergangehit, die man eh nicht mehr ändern kann beeiflussen zu lassen .

C(ytex


Wieso soll sie Verständnis für die Mutter aufbringen? Das ist falsch und der Heilung abträglich. Schon erstaunlich, wie die Täter immer geschützt werden.

S^ilbeermbon)daugxe


Vor allem: Schwester war selber noch ein Kind und schulpflichtig und Vater hat bestimmt gearbeitet. Ausserdem wurde die diesbezueglich angelogen

Aub0ends(teFrnx33


Leider, ist es wirklich so gewesen, dass meine Schwester mit 12 Jahre überfordert mit mir war, das hat sie mir gesagt. Ich wurde nicht gestillt und damals konnte man nicht so leicht in Supermarkt gehen und Milch für ein Baby kaufen. Ich habe kuhmilch bekommt und habe nicht vertragt. Ich wurde immer schwächer und dann bekam ich eine Lungenentzündung und deshalb wäre ich auch fast gestorben.

Ich weiß, wie gesagt, nur von meiner Schwester, daß meine Mutter postnatale Depression hatte. Ich kann aber mich das kaum vorstellen. Meine Mutter ist nicht der Mensch, der zu Depressionen neigt. Mein Vater litt jahrelang unter schweren Depressionen, zwei seine Geschwister haben sich wegen Depression sogar das Leben genommen. Daher kenne ich diese Krankheit schon sehr lang, aber nur von der Seite meines Vaters und seiner Familie.

Und wie ich schon mal erwähnt habe, es macht mich zwar traurig, dass meine Mutter mich als Baby nicht wollte. Aber das ist nicht das Hauptproblem, wir haben uns nie gut verstanden, außer jetzt, da ich 12000 Kilometer entfernt von ihr wohne und wir uns nur alle paar Jahre sehen.

In meiner Pubertät konnte ich für sie nichts richtig machen, egal was, sie hat mich immer nur kritisiert.

fralcoR pelJegrinoi:dxes


Liebe Abendstern,

das ist traurig, was du da schreibst. Ich verstehe, daß du dich verlassen gefühlt hast, denn das warst du ja im gewissen Sinne auch. Daß deine Mutter eine Posnatale Depression hatte, Kann wirklich stimmen. Dafür könnte sie nichts aber daß sie sich später nicht richtig um dich gegümmert hat, ist was anderes. Hat dein Vater da nie was gesagt?

Vielleicht war sie auch überfordert, weil der Vater krank war?

Ich weiß nicht, ob die 33 sich auf dei Alter bezieht. In welchem Land du aufgewachsen bist? In Deutschland gab es zu dieser Zeit Babynahrung nur in Drogerien, das weiß ich, weil mein jüngster Bruder etwa so alt ist.

Klar, daß deine Schwester mit ihren 12 Jahren noch zu jung war und vielleicht dich aus diesem Grund mit Kuhmilch ernährt hat. Sie wusste es nicht anders.

Wo haben sie dich gelassen, als deine Schwester zur Schule musste? Dein Vater war ja arbeiten?

Das alles hatte sicherlich Einfluss auf deine Psyche.

Depressionen kann jeder noch so starke Mensch bekommen. Bei einigen ist es nur einmal im Leben, andere haben eine depressive Erkrankung.

Vielleicht würde dir eine Psychotherapie helfen, um das alles zu verarbeiten.

Bist du so weit von zu hause weggezogen, weil du dich von deiner Mutter nie akzeptiert gefühlt hast?

Liebe Grüße.

gjereRchtiCgkeixt


Deine Geschichte ist nicht schön und dass du das verarbeiten musst, kann ich gut verstehen.

Eine Frage: weisst du etwas über postpartale Depressionen? Mir scheint, du weisst nicht viel über diese Krankheit. Vielleicht hilft es dir dich damit auseinander zu setzen, damit du deine Mutter besser verstehst. Du solltest von dem Bild wegkommen, dass sie dich verstoßen hat. Dass sie anfängt zu weint, zeigt nur, dass sie das Thema auch nicht verarbeitet hat.

gato

:)^

S". wa>llisxii


Wieso soll sie Verständnis für die Mutter aufbringen? Das ist falsch und der Heilung abträglich. Schon erstaunlich, wie die Täter immer geschützt werden.

seh ich auch so

c7riec6harlixe


äh,

weil sie selbst psychisch auffällig ist? ":/ Sie müßte doch wissen, wie das ist..... und wenn sie eher sagen kann, okay, das war "die Krankheit" und nicht "die Mutter", denke ich schon, dass das für sie passend wäre.

Das müssen sich Angehörige von psychisch Kranken immer vor Augen halten - sie auch und wie gesagt kann sie aus Sicht der Betroffenen das Ganze noch mal besser verstehen.

Sg. w/allxisii


"auffällig" ist dass du das wohl nicht nachvollziehen kannst :-D Für "jemanden, der immer wieder mit psychisch auffälligen Leuten zu tun hat" ist das schon erstaunlich.

Das müssen sich Angehörige von psychisch Kranken immer vor Augen halten - sie auch und wie gesagt kann sie aus Sicht der Betroffenen das Ganze noch mal besser verstehen.

Dafür gibt's bestimmte Zeitpunkte, und die sind nicht wenn man grad wütend ist oder Gefühle von Verletzung durchlebt. Es ist doch absolut logisch dass in solchen Momenten eine verständnissuchendes Einfühlen in den Verursacher der Auslebung dieser Gefühle stark entgegensteht sondern sie stattdessen unterdrückt wie es im Regelfall jahrelang vorher der Fall war.

cVriNec harl`ie


naja,

sind halt verschiedene Sichtweisen. Sie unterstellt ja eine Absicht, weil 11. Kind etc.., daraus leiten sich ihre schlechten Gefühle und Probleme ab. Wenn sie sich klar machen könnte - eben vor dem Hintergrund der eigenen vita - dass es wohl nicht so viel "Absicht" war, wie sie denkt, würde das evtl. ihre Vorwürfe relativieren. Es wäre mehr ein:

"kann ja eh nichts dafür - warum soll ich mich dann davon beeindrucken lassen?". Ich habe nicht geagt, dass es nicht schlimm ist, was sie erlebt hat, aber die emotional-besetzte Perspektive läßt einen leiden. Evtl. kann sie davon etwas abrücken, eben für ihr eigenes Wohl. Bissl mehr ratio (wenn sie das aufgrund ihrer eigenen Verfassung kann), weniger affektiv.

S:. walllisixi


würde das evtl. ihre Vorwürfe relativieren

ja genau, aber was raus muss muss eben raus und durchlebt werden, jetzt zu relativieren würde das doch verhindern.

die emotional-besetzte Perspektive läßt einen leiden

sicher, aber für mehr ratio ist später auch noch Zeit, Verletzungen lassen sich leider nicht wegrationalisieren.

"kann ja eh nichts dafür - warum soll ich mich dann davon beeindrucken lassen?"

Das funktioniert doch nur auf selbsttäuscherischer Basis wenn da noch Verletzung akut ist.

sind halt verschiedene Sichtweisen.

hm.. scheint so, aber meine scheint mir logischer auch wenn's gerade die emotionalere Vorgehensweise ist^^ Die Therapeutin sagt ja auch dass es gut dieses jetzt zu empfinden.

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