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Als Baby von der Mutter verstoßen

c1riechxarlie


nein, die Therapeutin meint nur, sie soll "Gefühle" raus lassen. Und das Gefühl kann auch ein "leck mich doch, kannst ja eh nichts dafür, Du arme Sau" sein, oder?

Wer sagt, dass "Gefühle" immer nur Herzschmerz sind?

c6riJecharxlie


Depressionen und Grübeln bedingt sich gegenseitig und schaukelt sich dann so hoch, dass man emotional nicht mehr mitkommt. Besser ist es, irgendwann die Reissleine ziehen, sonst dominieren die schlechten Gefühle/Gedanken die Psyche und vor allem auch den Körper (da werden greifbare "ich bin down-"Botenstoffe frei). Wann die Bremse zu ziehen ist, ist natürlich individuell.

SS. wal&lisixi


leck mich doch

das ist der potentielle Schritt drei vor dem Zweiten, funktioniert meiner Erfahrung nach nicht. Nicht ganz so schlimm wie die "Du musst verzeihen"-Ansicht, aber die gleiche Richtung.

Depressionen und Grübeln bedingt sich gegenseitig und schaukelt sich dann so hoch, dass man emotional nicht mehr mitkommt. Besser ist es, irgendwann die Reissleine ziehen, sonst dominieren die schlechten Gefühle/Gedanken die Psyche und vor allem auch den Körper (da werden greifbare "ich bin down-"Botenstoffe frei). Wann die Bremse zu ziehen ist, ist natürlich individuell.

Da hab ich nichts gegen einzuwenden, dann muss man halt ne Verarbeitungspause machen. Und in der Praxis ist Verarbeitung wohl i.d.R. auch nicht immer so sonderlich linear, aber das ne Wegrationalisierung/Relativierung ne Lösung darstellen würde, v.a. während oder gar vor einer "Herzschmerzphase" dagegen sag ich was und es ist eben hier im Faden so dass viele Beiträge genau in diese Bresche schlagen "Du musst sie doch verstehen/Verständnis haben" Ne, muss sie nicht, es ist zu diesem Zeitpunkt kontraproduktiv und ehrlich gesagt: Die Reflexhaftigkeit mit der sowas in solchen Themen angebracht wird ist meiner Meinung nach ihrerseits "psychisch auffällig".

@ Abendstern33

Wenn dich unser Grundsatzgequatsche nervt sag einfach was.

mEond+Esterxne


@ criecharlie

Wenn sie sich klar machen könnte - eben vor dem Hintergrund der eigenen vita - dass es wohl nicht so viel "Absicht" war, wie sie denkt, würde das evtl. ihre Vorwürfe relativieren.

Abendstern fühlt sich verstoßen. Sie leidet darunter. So sehe ich es. Zu meiner Sichtweise gehört es, sich mit Abendstern zu identifizieren und ihr Leid zu sehen.

Du hast eine andere Sichtweise. Zunächst einmal hast Du das, was Abendstern geschrieben hat, als Vorwurf interpretiert. Das kann man natürlich machen. Ich mache es nicht, weil mir die Frage wichtiger ist, worunter Abendstern leidet, wie sie sich fühlt.

Danach hast Du indirekt behauptet, Abendstern würde Absicht unterstellen. Das ist Deine Fantasie darüber, was Abendstern denkt. Geschrieben hat sie es nicht. Ob sie es gemeint hat, weiß ich nicht.

Ich finde die Frage, ob es Absicht war, nicht wichtig, weil es den Schmerz und die Verletzungen von Abendstern nicht verringert.

f6a*lco/ peleMgrinoides


Abendstern schreibt ja kaum, deshalb kann ich mir gut denken, daß sie es nervt oder besser ausgedrückt schmerzt.

Abendstern fühlte doch schon bevor sie von der Depression der Mutter erfuhr, daß sie nicht erwünscht war. Irgendwoher kommt doch das Gefühl, da muss doch was wahres dran sein.

mxon3d+stNernxe


@ S. wallisii

Wenn ich TE bin, finde ich es gut, wenn die Diskussionsteilnehmer ihre Nebendiskussionen mit einem "@User" kennzeichnen. Dann weiß ich, was ich überlesen kann.

Ich könnte mir vorstellen, auch die TE dieses Fadens stört Euer "Grundsatzgequatsche" weniger, wenn ihr es so macht. (Das nur mal so als Idee)

K leixo


Abendstern33

Woher ich weiß, dass sie mich verstoßen hat? Ich durfte nicht in ihre Nähe sein, sie konnte meinen Schreien nicht hören und sie wollte mich auch nicht sehen. Ich finde, das ist schon jemand zu verstoßen

Meinst Du damit, dass Deine Mutter Dich verstoßen hat die postnatale Depression? Für mich hört es sich auch so an, als würdest Du ihr Absicht vorwerfen.

Dass sie nichts gegen die Depression Konnte, ist mir völlig klar. Sie hätte, aber trotzdem ehrlich sein können und mir, als ich erwachsen war, die Wahrheit erzählen.

Scheinbar konnte sie das nicht, wobei das ja alles auf Hören und Sagen durch Deine Schwester basiert. Ich würde direkt mit meiner Mutter darüber sprechen und sie danach fragen, wenn es noch interessant ist. Liegt halt alles in der Vergangenheit und ändern kann man daran sowieso nichts mehr. Es würde für mich auch nichts ändern – also das Verhältnis würde sich weder verschlechtern noch verbessern, wenn ich zusätzlich etwas erfahren würde. Meine Mutter hat mir auch erzählt, dass sie die ersten Wochen überhaupt keine emotionale Bindung zu mir hatte. Es ist nicht an mir sie zu richten. Ich kann mich sowieso nicht erinnern. Ich konnte es später noch mehr verstehen, als ich älter war und auch verstanden habe, wie die Beziehung zwischen ihr und meinem Vater war. Noch später, also ab 25 haben mich solche Informationen nur sekundär interessiert.

Ich bin mir allerdings auch ziemlich sicher, dass mir meine Eltern nicht alles gesagt haben und auch das ist in Ordnung. Gerade als Erwachsene lag mir ab einem Alter auch nichts mehr an solchen Wahrheiten. Es änderte sowieso nichts an der Vergangenheit. Da ging es mir darum, meine Mitte zu finden.

Wenn dies, das einzige Problem zwischen unsere Beziehung gewesen wäre, könnte ich hinweg sehen. Aber es gab sehr viele Situationen, in denen sie mir das Gefühl gegeben hat, dass sie mich nie geliebt und gewollt hat.

Das wird ja in der Therapie hoffentlich behandelt.

Sie meint es hätte was gutes, denn wenn, ich Gefühle zulassen kann, kann ich meine Vergangenheit besser verarbeiten.

Dann scheinst Du auf einem guten Weg zu sein.

Ich weiß, was meine Mutter angeht, bin ich sehr verbittert, ich bin auch nicht glücklich darüber. Welche Tochter will schon seine Mutter hassen? So was gehört sich ja garnicht in unsere Gesellschaft! Aber so sind in Moment meine Gefühle.

Es gibt genug Erwachsene, die ihre Eltern hassen oder den Kontakt abgebrochen haben.Das ist ja auch in Ordnung, wenn Du das so siehst. Du hast ja gefragt, wie andere damit umgehen. Ich fand irgendwann meine Zeit zu schade, um andere zu hassen. Damit schade ich nur mir.

Früher habe ich meine Mutter geliebt, einfach aus dem Grund, dass sie meine Mutter war. Ich habe alle eine heile Welt vorgespielt, aber das kann ich nicht mehr. Das kommt mir falsch und heuchlerisch vor.

Es ist Deine Entscheidung, wie viel Gewicht Du auf die Vergangenheit legst und was Du aus der Vergangenheit brauchst, um es in Deine Zukunft mitzunehmen.

Ich weiß, wie gesagt, nur von meiner Schwester, daß meine Mutter postnatale Depression hatte. Ich kann aber mich das kaum vorstellen. Meine Mutter ist nicht der Mensch, der zu Depressionen neigt. Mein Vater litt jahrelang unter schweren Depressionen, zwei seine Geschwister haben sich wegen Depression sogar das Leben genommen. Daher kenne ich diese Krankheit schon sehr lang, aber nur von der Seite meines Vaters und seiner Familie.

Was sagt Deine Therapeutin dazu, wenn Du ihr das erzählst?

Und wie ich schon mal erwähnt habe, es macht mich zwar traurig, dass meine Mutter mich als Baby nicht wollte. Aber das ist nicht das Hauptproblem, wir haben uns nie gut verstanden, außer jetzt, da ich 12000 Kilometer entfernt von ihr wohne und wir uns nur alle paar Jahre sehen.

Abstand zu Eltern kann hilfreich sein.

In meiner Pubertät konnte ich für sie nichts richtig machen, egal was, sie hat mich immer nur kritisiert.

Ja, das können Eltern teilweise ganz gut – ihre Kinder kritisieren. Als Erwachsene kann man nur noch schauen, dass man es besser macht.

m'ond+sUternxe


@ Kleio criecharlie

Ich finde es Blödsinn, der Mutter vorzuwerfen, sie hätte ihre Tochter mit Absicht verstoßen. Ich kann gut verstehen, dass ihr der Tochter diesen Blödsinn in die Schuhe schiebt.

Ich finde das allerdings unverschämt.

f[al7c.o pelAegr8inoidexs


@ mond+sterne,

ich verstehe deinen Beitrag nicht.

Abendstern fühlt sich verstoßen. Es sind ihre Gefühle, es ist kein Blödsinn. Die Posnatale Depression stimmt sicher und da sind Mütter nicht in der Lage sich um ihre Kinder zu kümmern.

Aber es geht ihr doch nicht nur darum, es geht ihr um die Jahre danach. Sie fühlte sich oft nicht verstanden. Das kommt vor. Und sie darf sich so fühlen.

@ Abendstern,

es ist gut, daß du die Therapie machst. Außerdem finde ich es positiv, daß du dich telefonisch mit ihr jetzt besser verstehst Wenn man erwachsen ist, ändert sich oftmals die Bezeichnung zu den Eltern. An deiner Stelle würde ich sie einfach mal ganz ruhig ansprechen.

Liebe Grüße

Kjlexio


mond+sterne

Ich finde es Blödsinn, der Mutter vorzuwerfen, sie hätte ihre Tochter mit Absicht verstoßen. Ich kann gut verstehen, dass ihr der Tochter diesen Blödsinn in die Schuhe schiebt.

Ich sehe keinen Zusammenhang zu meiner Aussage. Ich schrieb, wie ich den Text der TE verstehe. Dadurch kann sie (sofern sie Lust hat) reflektieren, ob sie es so meint oder anders. Blödsinn finde ich es nicht. Die TE wirft ja der Mutter so einiges vor, warum also nicht auch das. Meiner Ansicht nach gehört das zum Aufarbeitungsprozess.

Ich finde das allerdings unverschämt.

Du kannst gerne die Meinung anderer bewerten, auch wenn ich meine Meinung nicht zur Diskussion gestellt habe ;-) . Ich finde es absolut legitim, wenn die TE es so sehen würde. Abgesehen davon hat sie ja danach gefragt, wie andere damit umgehen würden. ":/

C$yt<ex


@ Wüstenfalke

Die Posnatale Depression stimmt sicher ...

Wieso soll das sicher stimmen? Plausibler finde ich diese Variante: Sie wollte das Kind von Anfang an nie (das 11!). Verhüten war gar nicht auf dem Radar. Sie hat das Kind abgelehnt, bevor es da war. Und als es kam, hat sie sich verweigert und es vernachlässigt, die Verantwortung ihrer älteren Tochter abgegeben etc.

Und später hat sie alles verdrängt, und war weiterhin abweisend zum Kind, sogar noch mehr, weil sie jedesmal an ihr Unrecht erinnert wird. Und wenn die Tochter darüber reden will, dann spielt sie das arme Opfer, die halt überfordert war.

m[ond+sBternxe


@ falco pelegrinoides

Abendstern fühlt sich verstoßen. Es sind ihre Gefühle, es ist kein Blödsinn. Die Posnatale Depression stimmt sicher und da sind Mütter nicht in der Lage sich um ihre Kinder zu kümmern.

Ja, so sehe ich es auch.

ich verstehe deinen Beitrag nicht.

Den Eindruck habe ich auch, und von mir aus brauchen wir es nicht genauer aufzuklären.

@ Kleio

Du kannst gerne die Meinung anderer bewerten, auch wenn ich meine Meinung nicht zur Diskussion gestellt habe ;-) .

Danke, das ist nett von Dir. ;-)

@:)

fjalco pHeluegrinoixdes


@ Cytex,

das könnte natürlich auch leider wahr sein.


Wir sollten mal auf Abendsterns Antwort warten.

A>benzdste*rn33


Hallo Leute,

Nun, ich sehe, dass es verschiedene Meinungen gibt und das ist in Ordnung so. Ich weiß, es ist ein tabu Thema und für mich ein Thema,das sehr starke Gefühle hervorruft.

Ich kann und ich will nicht in Moment meine Gefühle unterdrücken, denn genau das habe ich mein Leben lang getan und das hat mir nicht gut getan. Es hat sich in Angststörung und Depression geäußert.

Wegen der Depression Konnte meine Mutter nichts, aber sie war nachher auch keine gute Mutter. Ich kann nicht einfach verstehen und vergessen. Irgendwann vielleicht, aber nicht jetzt.

Ich bin jetzt wütend und finde es unfair, dass sie mich immer so behandelt hat. Und ich bin auch Mutter, ich weiß wie schwer es manchmal ist eine gute Mutter zu sein. Aber ich gebe mir immer große Mühe. Mein Sohn weiß, wie sehr ich ihn liebe, er weiß, dass er mich vertrauen kann. Ich habe meine Mutter nie vertraut, damals als ich sexuell missbraucht wurde, habe ich ihr nichts gesagt, weil ich Angst hatte sie würde mir die Schuld geben und mich dafür bestrafen. Meine Mutter weiß bis heute nicht, dass ich als Kind sexuell missbraucht wurde. Und das finde ich furchtbar, denn, wenn man seine Mutter nicht vertrauen kann, wem kann man sonst?

Sou9nflow&er_x73


Du schreibst, dass DU best. Dinge "nicht kannst".

Vielleicht kann es sin Ziel sein, die Defizite Deiner Mutter eines Tages ähnlich zu sehen: Vielleicht KONNTE sie nicht anders. Dass Dir das nicht gut getan hat: Kein Thema. Aber vielleicht kannst Du trotzdem versuchen, es nicht als persönliche Ablehnung zu sehen. Was weißt Du über die Kindheit und Erziehung Deiner Mutter? Darüber, wie sie mit so vielen Kindern zurechtkam? Oder oder oder?

Mein Vater ist auch sehr... speziell. Ich habe mich lange daran aufgerieben. Mittlerweile weiß ich: Er KANN nicht anders. Er hat es nie gelernt, nie lernen können - und zu vieles erlebt, was ihn zu dem Menschen macht, der er (leider!) ist. Vieles tat mir nicht gut, aber es ging NICHT GEGEN MICH. Es war SEIN Problem, auch wenn es mich indirekt getroffen hat und weiterhin in manchen Bereichen trifft.

Er war das Jüngste von 9 Kindern und hat halt einfach nicht viel mitbekommen, zumal die Mutter noch vor seiner Einschulung verstorben ist und sein Vater im Krieg geblieben ist.

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