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Plötzlich Panikattacken und Angst Leben zieht vorbei / Verluste

a?yabuxl hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

seit ich vor drei Monaten die Pille abgesetzt habe, steht meine Gefühlswelt irgendwie Kopf.

Angefangen hat alles, dass ich (23) nach 2 Wochen plötzlich eine richtige Panikattacke (meine erste, mit hyperventilieren und richtig, richtig schlimmer Angst sowie Heulkrämpfen die ich nicht stoppen konnte, über mehrere Stunden) hatte, dass mein Papa (wird diesen Sommer 50) sterben könnte.

Und das ganze, obwohl er gerade zu besuch da war und bei uns (wohne mit meinem Freund zusammen) auf der Couch geschlafen hat.

Konnte mich da erst nach einigen Stunden beruhigen.

Dann ging es los, dass ich immer öfter traurig verstimmt war. Ständig diese Angst in mir aufkeimen spürte, dass ich meine Eltern verlieren könnte (habe ein super Verhältnis zu ihnen).

Außerdem auch, dass mein Leben irgendwie schon vorbei ist. Ich spiele mein Leben oft vor dem inneren Auge durch. Studium beenden. Job. Heiraten. Kinder. Sterben. Dann hab ich Angst, was wohl sein wird, wenn ich 60 bin, oder wenn mein Freund irgendwann mal vor mir stirbt usw.

Auch, dass die Zeit ja so schnell vergeht und wie sinnlos das ganze ist, da es ja eh schon fast vorbei ist, in meinem Kopf. Als ginge es nur noch einen Wimpernschlag und schon bin ich 80.

Ständig dreht sich alles nur noch darum, dass ich jemanden geliebten verlieren könnte, dass das Leben kurz und sinnlos ist und ich mich verloren fühle. Und sehr oft hab ich einfach dieses bedrückende Gefühl in mir, wie Angst langsam in mir hochkommt. Dann versuche ich auch oft dagegen anzukommen, schaffe es aber nicht immer.

Ich habe auch rationale Tage an denen mir total klar ist, dass ich keine Angst vor Dingen haben brauche, die noch nicht eingetroffen sind. Dass jeder mal stirbt und dass das auch gut so ist, aber dass meine Eltern (Papa 50, Mama 43) eh noch super jung sind und ich mir keine Sorgen machen muss.

Ich weiß nicht was mit mir los ist... Am liebsten würde ich manchmal wieder zurück zu meinen Eltern rennen, in mein altes Zimmer. Aber das werde ich natürlich nicht tun, ist ja auch keine Option.

Mein Freund und ich sind letzten Sommer 600 km zum studieren weggezogen, vielleicht spielt das eine Rolle. Habe aber davor auch schon 2 Jahre nicht bei meinen Eltern gewohnt, sondern knapp 90 km weg und da ging es mir super...

So kenn' ich mich überhaupt nicht und normalerweise war ich immer sehr, sehr lebensfroh und hab jeden Moment genossen, bin viel gereist und hatte zwar auch immer meine Liebsten im Hinterkopf, aber fand es schön, wie jung noch alle sind.

Hat hier vielleicht jemand einen Rat? Das muss wieder aufhören, denn die Lebensqualität nimmt wirklich ab und ich will das einfach nicht. Ich will nicht mit dieser doofen Angst rumlaufen müssen.

Liebe Grüße

Antworten
BFeanxz


Die Angst ist berechtigt!

Denn es wird uns alle treffen. Dieses sich zu wichtig nehmen und eben diese Endlichkeit zu ignorieren ist ja genau der Fehler den die meisten machen.

Genieße jede Minute mit deinem Papa denn schon im nächsten Moment könnte es die letzte sein.

Dabei weiß niemand ob du oder dein Papa zuerst sterben wird.

So ist eben das Leben!

B$igBlue6Wolxf


@ Beanz

Was ist denn das für ein merkwürdiger Ratschlag?

Leben bedeutet (Er-)Leben und nicht sich dieses mit dem ständigen Gedanken an das Ableben schwer zu machen.

Jeder weiß um seine Endlichkeit, da bin ich mir sicher; es gehört aber nicht zum Leben, sich damit auseinandersetzen zu müssen, nur um es wertschätzen zu lernen. Wie schon Konfuzius sagte: "Der Tod geht mich nichts an". Und so ist es.

@ ayabul

Mir klingt das sehr nach einer Depression. Es hilft immer, über so etwas zu sprechen - man muss sich auch nicht dafür schämen, das in einem therapeutischen Rahmen zu tun.

Aber es wäre wichtig, dass du das nicht mit dir alleine ausmachst und mit dir rumschleppst. Mit Sicherheit können dir offene Gespräche mit Personen, denen du vertraust und die dir zuhören, die Angst nehmen. Darüber hinaus wird es dir helfen, Dinge zu tun, die dir Freude bereiten und natürlich auch Zeit zu verbringen mit Leuten, die dir wichtig sind, wie eben z. B. deine Familie. Auch wenn es nur Telefongespräche sind.

Hast du eigentlich schon mal über psychotherapeutische Hilfe nachgedacht?

Das Aufbauen seines eigenen Lebens, weit weg von der Familie, welche einen immer behütet hat, kann schon einschüchternd wirken. Aber du bist noch jung, dir steht die Welt offen. Und du wirst das auch schaffen, dir dein Leben aufzubauen. Solltest du dabei auf Hilfe angewiesen sein, um deine Zweifel und Ängste loszuwerden, dann ist es halt so. Viele brauchen das, um über den Berg zu kommen, hin zum Unabhängigen.

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