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Depressionen aufgrund falscher Erwartungen?!

C'yt0ex


Ich meine eine übergeordnete, "ewige",universelle Autorität

Ok, aber vielleicht so etwas wie ein lenkendes Prinzip, Kräfteflüsse - nichts Statisches, aber dennoch auch nichts rein Zufälliges. Schwierig in Woerte zu fassen.

a].fisxh


Ich auch nicht, wenn's mir gut geht...

Mir komischerweise auch oder besonders, wenn es mir schlecht geht. Wenn es mir gut geht, erwische ich mich manchmal dabei, wie ich denke, dass vielleicht doch irgendwer, Gaia oder so, gütig auf uns herabblickt. Aber nee. ;-D Mich beruhigt es ungemein, wenn ich mich selbst weniger wichtig nehmen/fühlen kann. Kein Gott, der speziell mich im Auge behält. Keine Anforderungen, denen ich gerecht werden müsste (naja, theoretisch zumindest, praktisch gibt es da so einige natürlich).

Wenn mir Aufgaben (so krasse Sachen wie Aufräumen oder Duschen) unüberwindbar erscheinen, wenn mich meine eigenen Gefühle erdrücken, wenn ich nur um mich selbst und meine Gedanken kreisele, dann zoome ich in meiner Vorstellung raus, weg von mir, meinem Haus, der Stadt, dem Land, der Erde, der Milchstraße, raus aus den tausenden Galaxien um uns herum und wenn man dann einmal blinzelt und wieder reinzoomt, sind schon tausend Jahre vergangen und dann habe ich alles schon gemacht und erlebt, was mir gerade so unmöglich erscheint. Und Millionen andere Menschen auch. Easy-peasy, ich komme quasi gar nicht darum herum. Und oft kann ich es dann wirklich machen, weil ich mich dann nicht mehr so eingewoben, so eng und begrenzt fühle, weil meine Perspektive dann weiter ist und nicht so tunnelig und auf mich selber fixiert.

weiß nicht, macht vllt schon Angst, da gibt es keinerlei Halt als den eigenen und wenig Berührungspunkte zu anderen Menschen bzw deren Fühlen (ach keine Ahnung^^)

Ja, das stimmt schon. Wobei ich es halt noch furchteinflößender fände, hätte ich tatsächlich irgendeinen Auftrag und müsste den erfolgreich erfüllen.

Aber die Natur kennt weder Güte, Grausamkeit noch Gerechtigkeit

Stimmt. Egal, wie groß mir meine Probleme erscheinen, egal, wie schlecht ich mich gerade fühle, das Leben findet weiter um mich herum statt. Ich finde, daran kann man sich ein bisschen anlehnen. Man kann es gleichgültig finden, aber unterstellt man damit nicht wieder Bewusstsein, legt menschliche Maßstäbe an. Ich finde es verlässlich und tröstend, dass es Konstanten gibt, die ich gar nicht beeinflussen kann, egal, wie blöd oder schädlich ich mich anstelle. Es gibt diesen doofen Spruch: Die Sonne ist jeden Tag neu. Ich finde: 'Die Sonne ist jeden Tag dieselbe' eigentlich viel schöner - darauf kann man sich verlassen.

b-dack


Warum habe ich diese unrealistischen Erwartungen?

könnte verschiedene oder auch mehrere Gründe auf einmal haben.

Aber was könnten das für Erwartungen denn sein? Man wünscht sich was ganz Süßes, um dann festzustellen, dass es dann eher geschmacksneutral war..?

Txhis ?Twi&ligYht qGar,den


Ja, ich bin tatsächlich "schockiert" und traurig über die Gleichgültigkeit des Universums gegenüber uns. Die Erkenntnis, das es keine wohlwollende, Autorität gibt, weil es ja überhaupt keine Autorität gibt, ist deprimierend.

An solchen Punkten fängt eben für viele Menschen der Glaube (an wen/was auch immer) an... sie würden sich sonst ebenso verloren/unwichtig fühlen wie du es jetzt beschreibst...

Dieses rauszoomen, was a.fish beschreibt, finde ich eine sehr gute Methode um Abstand zu allen und v.a. zu sich selbst zu bekommen :)^

mSenZeas


JA; ich beneide die religiösen Menschen. Aber für mich ist das leider nur eine Illusion, Religion. Ich fühle mich tatsächlich verloren und unbedeutend, wie Wasser das ohne eine feste Form in alle Richtungen fließt, ohne Ziel. Ich sehen mich mich nach einer Art von "Behältnis" das mir feste Formen gibt. Aber jedes Behältnis wäre ja ebenfalls willkürlich und austauschbar... :-(

a$.fixsh


Was würde denn passieren, wenn Du trotzdem eines wählst? Warum muss es ein ganz besonderes, nicht beliebiges sein?

TPhis` Tw+iwlight xGarden


Mal eine ganz bodenständige Frage: Lebst du in einer Beziehung? Hast du Kinder?

S}alxdo


meneas, ich empfehle dir folgende Übung:

stelle dich locker vor den Spiegel, nimm dich als ICH wahr (also nicht nur dein Spiegelbild, um die Haare zu kontrollieren) und dann schaue Dir 5 min in die eigenen Augen.

Was das soll? Ich behaupte, das schaffst Du keine 10 sec. Und wenn das so ist, dann kannst Du dich fragen, warum - und hast einen Startpunkt für deine Suche.

Mit welchem Ziel?

Keine Ahnung, ist bei jedem anders. Aber ganz bestimmt wirst Du auf dem Weg einige deiner Fragen hier selber beantworten können.

Jeder Marathon beginnt mit dem ersten Schritt.

TChis ;TwilighIt Gardxen


:)z :)^

mEenexas


@ Saldo,

ja wahrscheinlich hast du recht. Ich sehe m ich auch ein wenig als "versager" obwohl ich nicht wirklich einer bin.

S#alHdxo


Eigentlich ist kein Mensch ein Versager. Manche Leute blockieren sich aber selbst und bleiben dann unter ihren Möglichkeiten.

SHaldxo


Wie siehts inzwischen aus, meneas?

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