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Wer lebt in Isolation?

B(orlaxg hat die Diskussion gestartet


Lebt hier jemand größtenteils alleine, d.h. ohne Freunde, Familie, Partner, seltener Umgang mit anderen Menschen, verbringt seine Zeit also größtenteils zuhause?

Wie geht ihr damit um? Wie habt ihr gelernt eure Situation zu akzeptieren?

Zwar interessiert mich primär, wie ihr langfristig damit leben könnt (also über Jahre und Jahrzehnte), aber über die Erfahrungen von Nutzern, die nur kurze Zeit (einige Wochen/Monate) in dieser Situation waren interessieren mich.

Antworten
VNo]rzeisgeusexr


Mich würde zusätzlich interessieren, ob ihr gerne mal eine Woche Urlaub in völliger Isolation leben wollt

SGchw+eiss~erXin


Ich kenne das gar nicht mehr anders. Auf der Arbeit habe ich mit Menschen zu tun, aber danach nicht mehr. Außer der Kassierer an der Kasse. Ich habe nur eine beste Freundin, meine Mutter sehr ich nur zwei bis drei mal im Jahr, und an GB und Weihnachten sitze ich auch alleine da, keine Geschenke, nix. Da ich es nicht anders kenne, will ich auch nix dran ändern. Zuviele Kontakte engen mich ein, ich kann damit einfach nicht umgehen. Vermutlich auch wegen meiner Vorgeschichte

D^.o\ris xL.


Lebt hier jemand größtenteils alleine, d.h. ohne Freunde, Familie, Partner, seltener Umgang mit anderen Menschen, verbringt seine Zeit also größtenteils zuhause?

Ich habe niemanden, auch kein Interesse jemanden näher kennen zu lernen.

Aber größtenteils bin ich nicht Zuhause, ich laufe draußen herum , heute waren es 2 Stunden . Brombeerblätter für Tee habe ich gesammelt und fotografiert. Nur Zuhause bleiben würde mich verrückt machen. Ein paar Monate war ich ohne Arbeit , da habe ich mir etwas nützliches gesucht ,also ein Ehrenamt. Jetzt habe ich einen 450 € Job in der Richtung . Ich bin immer sehr zurückhaltend bei Menschen , will alleine sein , aber auf Dauer ist das nichts.

S[chwei'sserixn


Gut, raus gehe ich auch, wie heute, außer Samstags.

Mein Job ist grade im Sommer anstrengend, da brauche ich einen Tag um zu regenerieren

SVchweyisse}rin


Ach ja, der Urlaub. Ich war seit 15 Jahren nicht mehr im Urlaub, und wenn, dann ein Tag am Meer. Aber stets alleine. Ich will einfach keinen haben, der mir am Arsch hängt und mich zutextet. Und Weihnachten ist schon sehr hart, wenn ich so nachdenke. Gut, ich habe auch 6 psychische Erkrankungen, dass macht es nicht grade leichter

DX.orisx L.


Wie meinst du mit völliger Isolation ? Gilt da auch eine Ferienwohnung für 2 Wochen wo man außer mit den Vermietern keinen Kontakt hat ? Wenn ich Urlaub mache dann in eher ruhigen Gegenden wo kaum ein anderer Urlaub machen würde. Dann laufe ich den größten Teil des Tages draußen herum , meistens langsam , damit ich alles sehen kann was es zu sehen gibt. Dann setze ich mich zwischendurch auch mal hin und schreibe die Eindrücke in mein Tagebuch .

Oder meinst du sowas wie Bushcraft , die Leute suchen sich auch mal so Orte wie Bunker oder Höhlen oder abgeschiedene Waldstücke wo sie sich auf ihrem Hobo ein Kaffee kochen ?

c=unct6atoxr


@ Borlag

Ich bin in eine ähnliche Situation geraten, so wie du es beschrieben hast. Durch meine Arbeit habe ich zwar sehr viele (teils sehr unangenehme) Menschen um mich herum, muss eigentlich ständig auf der Hut sein, dann außerhalb der Arbeit fast keiner da, der mich überhaupt näher kennt, mit dem man mal einfach reden könnte.

Mich belastet das sehr, das war nicht meine Zukunftsvorstellung, und ich denke immer wieder darüber nach, wie ich da heraus kommen kann. Da türmen sich dann die Hindernisse auf. Und leider werden die Probleme mit der Zeit immer größer ... ich vermute auch, dass einen das auf die Dauer krank machen kann.

K*lreio


Borlag

Lebt hier jemand größtenteils alleine, d.h. ohne Freunde, Familie, Partner, seltener Umgang mit anderen Menschen, verbringt seine Zeit also größtenteils zuhause?

Außer der Arbeit, verbringe ich meine Zeit größtenteils zu Hause. Als Isoltation würde ich das nicht sehen, ich habe während der Arbeit sehr viel Umgang mit Menschen, was toll ist und finde es zu Hause toll. Insofern wäre es interessant zu erfahren, wie Du Isolation definierst?

LpaJRuckola


Ich hatte mal Phasen wo ich sehr einsam war, ausgegrenzter Aussenseiter, da kam es mir wie eine tolle Sache vor, überhaupt Freunde zu haben, "Leute treffen" war per se besser als "alleine sein".

Irgendwann hab ich erkannt dass das eher mit dem Selbstwertgefühl zu tun hatte und eine Art Flucht ist, ausserdem die besagten Freundschaften oft alles andere als wirklich wertvoll waren (eher so ne Art Saufkumpel teilweise).

Seitdem meide ich sowas und bin gerne bewusst alleine. Es gibt eigentlich nur wenige Leute, deren Gesellschaft mir lieber ist, als einfach alleine zu sein und irgendwas interessantes zu machen (programmieren etc).

Allerdings - Einsamkeit ist Mist, da muss man differenzieren. Aber man kann auch sehr viel alleine sein, und trotzdem nicht einsam; genauso auch ständig unter Leuten, aber innerlich sehr einsam. Ich denke, der richtige Weg ist es, sich bewusst auf die "richtigen Leute" zu konzentrieren.

bodak


Die Leute im Gefängnis, zum Teil im Krankenhaus - sind auch isoliert. Vielleicht ist aber eine andere Isolation gemeint?

P_;schbYiest


Ich vermute, es geht um Menschen die an so sozialer Phobie leiden und sich deswegen zu Hause einigeln.

S\chweigsserxin


Soziale Phobie habe ich auch, aber ist dank Therapie schon besser. Vorher konnte ich nicht mal mehr einkaufen ohne Panikattacken...

BHorl6ag


Mich würde zusätzlich interessieren, ob ihr gerne mal eine Woche Urlaub in völliger Isolation leben wollt

Es sollte hier eigentlich um bereits gesammelte Erfahrungen mit unfreiwilliger Isolation gehen. Eventuell interessieren dich ja auch Erfahrungen von kurzzeitiger Isolation im Urlaub?

Ich kenne das gar nicht mehr anders. Auf der Arbeit habe ich mit Menschen zu tun, aber danach nicht mehr. Außer der Kassierer an der Kasse. Ich habe nur eine beste Freundin, meine Mutter sehr ich nur zwei bis drei mal im Jahr, und an GB und Weihnachten sitze ich auch alleine da, keine Geschenke, nix. Da ich es nicht anders kenne, will ich auch nix dran ändern. Zuviele Kontakte engen mich ein, ich kann damit einfach nicht umgehen. Vermutlich auch wegen meiner Vorgeschichte

Ach ja, der Urlaub. Ich war seit 15 Jahren nicht mehr im Urlaub, und wenn, dann ein Tag am Meer. Aber stets alleine. Ich will einfach keinen haben, der mir am Arsch hängt und mich zutextet. Und Weihnachten ist schon sehr hart, wenn ich so nachdenke. Gut, ich habe auch 6 psychische Erkrankungen, dass macht es nicht grade leichter

Da du es nicht anders kennst: Würdest du generell sagen, dass dich deine Situation belastet? Oder nur an gewissen Tagen?

Oder ist es dir eher egal, sodass dir nichts wirklich fehlt?

Gut, raus gehe ich auch, wie heute, außer Samstags.

Mein Job ist grade im Sommer anstrengend, da brauche ich einen Tag um zu regenerieren

Ich habe niemanden, auch kein Interesse jemanden näher kennen zu lernen.

Aber größtenteils bin ich nicht Zuhause, ich laufe draußen herum , heute waren es 2 Stunden . Brombeerblätter für Tee habe ich gesammelt und fotografiert. Nur Zuhause bleiben würde mich verrückt machen. Ein paar Monate war ich ohne Arbeit , da habe ich mir etwas nützliches gesucht ,also ein Ehrenamt. Jetzt habe ich einen 450 € Job in der Richtung . Ich bin immer sehr zurückhaltend bei Menschen , will alleine sein , aber auf Dauer ist das nichts.

Und auch in deinem Fall würde mich interessieren, ob du mit der Situation im Großen und Ganzen zufrieden bist, oder ob du Sehnsucht nach etwas hast, was andere Menschen bieten könnten.

Es ist allerdings schön, dass ihr beide euch dazu begeistern könnt draußen etwas zu tun. Hier wo ich lebe laufen leider überall Menschen rum. Da ist nix mit alleine draußen herumspazieren.

Ich bin in eine ähnliche Situation geraten, so wie du es beschrieben hast. Durch meine Arbeit habe ich zwar sehr viele (teils sehr unangenehme) Menschen um mich herum, muss eigentlich ständig auf der Hut sein, dann außerhalb der Arbeit fast keiner da, der mich überhaupt näher kennt, mit dem man mal einfach reden könnte.

Mich belastet das sehr, das war nicht meine Zukunftsvorstellung, und ich denke immer wieder darüber nach, wie ich da heraus kommen kann. Da türmen sich dann die Hindernisse auf. Und leider werden die Probleme mit der Zeit immer größer ... ich vermute auch, dass einen das auf die Dauer krank machen kann.

Das tut mir Leid, dass du dich in einer ähnlichen Situation befindest. :-|

Meinst du denn nicht, dass du diese Hindernisse, die du erwähnt hast, überwinden könntest?

Außer der Arbeit, verbringe ich meine Zeit größtenteils zu Hause. Als Isoltation würde ich das nicht sehen, ich habe während der Arbeit sehr viel Umgang mit Menschen, was toll ist und finde es zu Hause toll. Insofern wäre es interessant zu erfahren, wie Du Isolation definierst?

Eigentlich so ähnlich wie deine Situation, nur mit dem bedeutenden Unterschied, dass ich (derzeit) keinen Job habe und auch anderweitig im Alltag kaum (bzw so wenig wie möglich) auf Menschen treffe.

Aber auch mit Beruf, bei dem man unweigerlich mit anderen Menschen zu tun hat kann man isoliert sein, wenn die Mitarbeiter und Kunden nichts als ein notwendiges Übel sind und man nach der Arbeit sein Leben ohne Bekannte, Freunde, Familie, etc verbringt.

Die Leute im Gefängnis, zum Teil im Krankenhaus - sind auch isoliert. Vielleicht ist aber eine andere Isolation gemeint?

Auch solche Erfahrungen könnten mir möglicherweise weiterhelfen. :)z

Ich vermute, es geht um Menschen die an so sozialer Phobie leiden und sich deswegen zu Hause einigeln.

So ähnlich ja. Auf jeden Fall Menschen, die sich zuhause einigeln.

c*uncxtator


Irgendwann hab ich erkannt dass das eher mit dem Selbstwertgefühl zu tun hatte und eine Art Flucht ist, ausserdem die besagten Freundschaften oft alles andere als wirklich wertvoll waren (eher so ne Art Saufkumpel teilweise).

Ich habe auch schon länger die Vermutung, dass es mit dem Selbstwertgefühl zu tun hat, nur kann man da ja jetzt nicht von heute auf morgen etwas ändern (und auch nicht mal eben etwas im Supermarkt kaufen ;-) ). Also was hast du konkret gemacht?

@ schweisserin

Darf ich dich mal fragen, welche Formen der Therapie bzw. Übungen dir da besonders geholfen haben? Gibt es da Hoffnung bei sozialer Phobie?

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