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Behandlung von Ess-Störung bei normalem Bmi

BqoQrlag hat die Diskussion gestartet


Werden Ärzte/Spezialisten auch eine Behandlung beginnen, wenn der BMI der Betroffenen Person im Normbereich liegt und nichts außergewöhnliches, wie beispielsweise eine Bulimie, vorliegt? Ich habe bisher vermieden das Thema bei meinem Therapeuten anzusprechen, weil ich nicht weiß, ob er mein Anliegen ernst nehmen wird, weil ich laut BMI ein 'normales' Gewicht habe.

Gibt es Medikamente, die Hunger und Appetit anregen? Und in welchen Fällen werden diese verschrieben?

Antworten
fFalcon pe*legri@noixdes


Hallo Borlag,

was für Probleme hast du denn mit dem Essen? Du sagst, du hast einen normalen BMI Wert, hast aber keinen Hunger, habe ich das so richtig verstanden? Seit wann hast du denn keinen Appetit mehr?

Liebe Grüße

BCorlaxg


Hallo Borlag,

was für Probleme hast du denn mit dem Essen? Du sagst, du hast einen normalen BMI Wert, hast aber keinen Hunger, habe ich das so richtig verstanden?

Ja genau, ich schaffe es einfach nicht mehr zu essen. Jeder Biss ist eine Herausforderung und ich kriege ihn kaum runter.

Seit wann hast du denn keinen Appetit mehr?

Hatte ich noch nie. Man hat mir gesagt, dass ich schon als Kleinkind nie essen wollte und auch seit ich mich erinnern kann war das so.

f*alcno pele]grin7oidexs


Du solltest Vertrauen in deine Psychotherapeutin haben und mit ihr darüber reden. Sicherlich kennt sie solche Probleme von anderen Patienten und kann dir helfen.

Ich stelle mir das ganz schön schwer vor. Wenn man nie Apetitt hat und nur deshalb ißt, weil man als Kind immer dazu gezwungen worden wurde.

Ich könnte das wahrscheinlich nicht, ohne Hunger essen. Es gibt bei mir Zeiten, wenn ich nicht mehr essen kann. Das ist dann immer so, wenn es mir psychisch sehr schlecht geht. Ich finde es positiv, daß du trotzdem was ißt. Es ist nicht gut für den Körper nichts zu essen.

Aber ich, in deiner Situation würde den Mut aufbringen und mit der Therapeutin darüber reden, denn sie wird dir da bestimmt zu helfen wissen.

Wann hast du denn den nächsten Termin?

S unfGlowerx_73


1. Es gibt Medikamente. Ob die Sinn machen, sollte man mit einem Arzt abklären. Tendenziell werden sie aber verordnet, wenn das Gewicht zu niedrig ist!

2. Klar wird jeder Therapeute das Symptom ernst nehmen! Deine Problem lassen sich sicherlich nicht durch eine Diagnose wie Magersucht oder Bulimie, d.h. als eigenständige Erkrankung definieren. Aber sie sind ein SYMPTOM bei jemandem, der ja offensichtlich schon wegen anderer Probleme in Behandlung ist. Und in dem Kontext wird man es ernst nehmen.

Erlaube mir einen etwas deutlichen Kommentar:

Du hast dieses Problem. Du bist in Behandlung. Wie soll die aber rundum effektiv sein, wenn Dein Therapeut nicht mal dasGesamtbild kennt? Wo doch jedes Puzzlesteinchen sehr wichtig sein kann für eine erfolgreiche Behandlung? Du unterschlägst quasi wichtige Infos, die auch den Behandlungserfolg der bereits angesprochene Probleme beeinflussen!

Jwul%e^y


2. Klar wird jeder Therapeute das Symptom ernst nehmen! Deine Problem lassen sich sicherlich nicht durch eine Diagnose wie Magersucht oder Bulimie, d.h. als eigenständige Erkrankung definieren. Aber sie sind ein SYMPTOM bei jemandem, der ja offensichtlich schon wegen anderer Probleme in Behandlung ist. Und in dem Kontext wird man es ernst nehmen.

Sunflower da muss ich leider widersprechen. Mir wurde letztes Jahr von einer Therapeutin ins Gesicht gesagt, ich wäre "zu dick für meine Essstörung". Obwohl ich die gesicherte Diagnose habe.

Auch von Ärzten musste ich mir schon einiges anhören. So wie ich aussehe kann ich keine ES haben, macht doch nix wenn ich nix esse weil ich noch genug Reserven habe usw.

Zum Glück hab ich genug andere professionelle Helfer die es ernst nehmen. Hoffe das für den TE auch!

SVunflo?w0er_x73


Juley,

die aktuellen Magersuchtskriterien setzenhalt ein entsprechendes Untergewicht voraus. Fakt. Daher "geht" die Diagnose ggf. nicht. Es bleibt aber immer noch die "atypische" Diagnose für solche Fälle.

[...] Zu einer Diagnsoe gehört auch Leidensdruck; Du zelebrierst Deine Symptome gerne auch mal im Wechsel.

S&un`flgower_x73


Und auch wenn DU blöde Erfahrungen gemacht hast: Deine Situation ist Deine und Borlags Situation seine. Es macht immer Sinn, etwas anzusprechen. Und mit Deiner komplexen Situation jemand anderen zu entmutigen finde ich nicht fair.

SHimon*e86]3


Hallo Borlag, auf jeden Fall mit deiner Therapeutin darüber sprechen, wenn es dich belastet. In so einer Therapie gilt es ja auch zu lernen, sich für sich und seine Bedürfnisse einzusetzen. Das kannst du mit diesem Thema gleich mal "üben". Ich würde dir bei dieser Thematik außerdem zu einer Familienaufstellung raten, das kann man auch begleitend zu einer Psychotherapie machen (und in Absprache). Da kann man recht schnell rausfinden, worum es bei deinem Problem wirklich geht. Und auch, wie der Lösungsweg aussieht. Da geht es um Fragen: Wer in deiner Familie konnte oder durfte nichts essen (Mutter, Großmutter)? Mit wem bist du mit dem Symptom verbunden? Vielleicht jemand, der schon gestorben ist oder der hungern musste bzw. verhungert ist (z. B. im Krieg).

Falls du nichts über die Methode weißt, googel das mal, z. B. [[http://www.sorge-dich-nicht-liebe.de/familienaufstellung]] oder [[https://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung]]. Gute Besserung und alles Gute auf deinem Weg wünscht Simone


(Anm. d. Moderation: Verlinkungen "repariert".)

Jjulexy


Sunflower es ist nicht meine Absicht, hier jemanden zu entmutigen.

[...]

JRulexy


Und wie schon oben gesagt: ich habe die Diagnose ja. Schwarz auf weiß.

B%o=rlag


Du solltest Vertrauen in deine Psychotherapeutin haben und mit ihr darüber reden. Sicherlich kennt sie solche Probleme von anderen Patienten und kann dir helfen.

Ärzte haben meine Probleme bisher leider kaum ernstgenommen, deswegen bin ich etwas verunsichert. Aber ja: Darüber reden muss ich sowieso.

Ich stelle mir das ganz schön schwer vor. Wenn man nie Apetitt hat und nur deshalb ißt, weil man als Kind immer dazu gezwungen worden wurde.

Ich könnte das wahrscheinlich nicht, ohne Hunger essen. Es gibt bei mir Zeiten, wenn ich nicht mehr essen kann. Das ist dann immer so, wenn es mir psychisch sehr schlecht geht. Ich finde es positiv, daß du trotzdem was ißt. Es ist nicht gut für den Körper nichts zu essen.

Aber ich, in deiner Situation würde den Mut aufbringen und mit der Therapeutin darüber reden, denn sie wird dir da bestimmt zu helfen wissen.

Wann hast du denn den nächsten Termin?

Nächste Woche :-)

1. Es gibt Medikamente. Ob die Sinn machen, sollte man mit einem Arzt abklären. Tendenziell werden sie aber verordnet, wenn das Gewicht zu niedrig ist!

Das ist es ja eigentlich, nur laut BMI nicht, also irgendwie auch nicht %-| Dämliche Richtlinien haben Mediziner da

2. Klar wird jeder Therapeute das Symptom ernst nehmen! Deine Problem lassen sich sicherlich nicht durch eine Diagnose wie Magersucht oder Bulimie, d.h. als eigenständige Erkrankung definieren. Aber sie sind ein SYMPTOM bei jemandem, der ja offensichtlich schon wegen anderer Probleme in Behandlung ist. Und in dem Kontext wird man es ernst nehmen.

Gut! Ich hoffe du behälst recht.

Erlaube mir einen etwas deutlichen Kommentar:

Du hast dieses Problem. Du bist in Behandlung. Wie soll die aber rundum effektiv sein, wenn Dein Therapeut nicht mal das Gesamtbild kennt? Wo doch jedes Puzzlesteinchen sehr wichtig sein kann für eine erfolgreiche Behandlung? Du unterschlägst quasi wichtige Infos, die auch den Behandlungserfolg der bereits angesprochene Probleme beeinflussen!

Ich war ja nur zögerlich, weil ich geglaubt habe, dass man mich eh nicht für voll nimmt |-o

Hallo Borlag, auf jeden Fall mit deiner Therapeutin darüber sprechen, wenn es dich belastet. In so einer Therapie gilt es ja auch zu lernen, sich für sich und seine Bedürfnisse einzusetzen. Das kannst du mit diesem Thema gleich mal "üben". Ich würde dir bei dieser Thematik außerdem zu einer Familienaufstellung raten, das kann man auch begleitend zu einer Psychotherapie machen (und in Absprache). Da kann man recht schnell rausfinden, worum es bei deinem Problem wirklich geht. Und auch, wie der Lösungsweg aussieht. Da geht es um Fragen: Wer in deiner Familie konnte oder durfte nichts essen (Mutter, Großmutter)? Mit wem bist du mit dem Symptom verbunden? Vielleicht jemand, der schon gestorben ist oder der hungern musste bzw. verhungert ist (z. B. im Krieg).

Falls du nichts über die Methode weißt, googel das mal, z. B. [[http://www.sorge-dich-nicht-liebe.de/familienaufstellung]] oder [[https://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung]]. Gute Besserung und alles Gute auf deinem Weg wünscht Simone

Danke für den Tipp, da fällt mir sogar spontan schon eine mögliche Verbindung ein

B#orxlag


Ich hatte die Diskussion zwischen Juley und Sunflower nicht kommentiert, weil ich nicht wollte, dass das eskaliert. Aber es ist unfair überhaupt nicht darauf einzugehen:

Ich habe mich durch Juleys Beitrag nicht entmutigt gefühlt, auch wenn ich die Befürchtung von Sunflower nachvollziehen kann. Es ist gut von beiden Seiten lesen zu können, so hat man ein realistischeres Bild von dem, was einen erwarten kann :)z

B0orlaxg


1. Es gibt Medikamente. Ob die Sinn machen, sollte man mit einem Arzt abklären. Tendenziell werden sie aber verordnet, wenn das Gewicht zu niedrig ist!

Welche Medikamente wären das denn?

Und wie sieht so eine Therapie dann aus? Die Richtung, dass man lernen soll essen zu genießen etc?

Ich hatte bisher leider keinen weiteren Gesprächstermin, nur einen zur Dosisanpassung :-/

B#or?lag


Das würde mich weiterhin brennend interessieren

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