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Die Angststörung meiner Mutter macht mich ratlos...

_FParvlati_


@ Sunflower

Vielleicht solltest Du erstmal versuchen, sie zu verstehen,

Möchte sie ja. Steht doch gleich im ersten Satz.

@ 276works

Wenn knubbelinchen ein Problem mit ihrer Mutter hat, weil Muttern nicht mehr so funzt wie früher, dass man muß knubbelinchen an sich arbeiten und nicht die Mutter, denn die ist mit ihrem Leben so wie es jetzt ist ja zufrieden und braucht sich auch nicht zwingen zu lassen, sich zu ändern, nur weil es anderen, in dem Falle der Tochter, nicht passt.

Es wird im Text absolut deutlich, dass hier knubbelinchen das Problem hat und nicht die Mutter.

Und ich finde sowas ziemlich mies, nötigend und belästigend für die Mutter, da jetzt ständig was erzwingen zu wollen. Der Tochter muß da dringend der Riegel vorgeschoben werden.

Übertreibst du da nicht etwas?

Woher willst du denn wissen, dass die Mutter zufrieden mit ihrem Leben ist? Wenn sie schon vor ein paar Jahren ein Therapieversuch hatte, war sie also mal willens etwas zu ändern, und man sucht sich ja keine professionelle Hilfe, wenn man zufrieden mit seinem Leben ist.

Zudem lese ich von Seiten der TE mehr Besorgnis heraus, als den Zwang, die Mutter auf Biegen und Brechen ändern zu wollen. Ich glaub die TE weiß einfach selbst nicht, wie sie mit der Situation umgehen soll. Sicher liest man hier auch eine Erwartungshaltung raus, die sie an ihre Mutter hat, aber das kann man ihr doch auch in einem vernünftigen Ton erklären, das Erwartungshaltungen, vor allem einem psychisch labilen Menschen gegenüber, problematisch sind. Und klar, muss da die TE auch an sich arbeiten.

Swunflo"wer_\7x3


Es wird im Text absolut deutlich, dass hier knubbelinchen das Problem hat und nicht die Mutter.

Und ich finde sowas ziemlich mies, nötigend und belästigend für die Mutter, da jetzt ständig was erzwingen zu wollen. Der Tochter muß da dringend der Riegel vorgeschoben werden.

Ich lese da - neben aller Enttäuschung - auch eine Menge Besorgnis heraus. Die ich teile. Denn wenn jemand angstbedingt nicht mehr in der Lage ist, sich ggf. selber zu versorgen, dann ist das ein Problem. Sich nur noch wenige Schrite vom Haus entfernen zu können IST ein Problem. Wir wissen nicht, wie es der Mutter mit den Einschrnkungen geht. Man muss im Alter auch nicht mehr alles machen. Aber man sollte SICH entscheiden können, statt angstbedingt zu Hause zu hocken und dem Leben zuzugucken.

Von daher sollte die TE ihre eigenen Bedürfnisse bzgl. Aktivitäten mit der Mutter ggf. hintenanstellen. Aber definitiv versuchen, die Mutter bei der Erweiterung ihres Bewegungsradius zu unterstützen. Denn solch eeinscränkungen sind problematisch! Ich kenne Fälle, wo nicht mal mehr die Wohnung verlassen werden konnte, wo kein Arzt oder Therapeut mehr aufgesucht werden konnte und und und.

kLnubbbAelinHchxen


Ich habe aus dem Eingangsbeitrag eher Sorge gelesen. So verschieden können Interpretationen sein

danke...war auch eigentlich mein ansinnen. sorge gepaart mit fehlemden hintergrundwissen und dem wunsch, mehr über das thema ängste zu erfahren.

nach solchen sätzen

Der Tochter muß da dringend der Riegel vorgeschoben werden

scheint das hier aber nicht möglich zu sein.

danke an die, die wenigstens in ansätzen versucht haben, ein bisschen licht ins dunkel zu bringen.

und an alle, die hier auf den gefühlen von menschen,die verzweifelt sind und angehörigen helfen wollen, rumtrampeln: schämt euch

SSu%nflo'wexr_73


Wie verlaufen denn Eure Gespräche über das Thema? Was weißt Du im Detail?

mSond+cster7nxe


@ knubbelinchen

Ich habe mich schon an vielen Diskussionen mit einem ähnlichen Hintergrund beteiligt. Meine bisherige Erfahrung mit derartigen Diskussionen ist leider, es ist nicht möglich, der TE, in diesem Falle also Dir, zu helfen.

Das tut mir leid. Mehr kann ich leider nicht dazu schreiben.

@:)

_SPatrvatiw_


@ knubbelinchen

Unhöfliche Beiträge zukünftig einfach ignorieren :)

sorge gepaart mit fehlemden hintergrundwissen und dem wunsch, mehr über das thema ängste zu erfahren.

Da kann ich dir auch den Ratgeber, den Sunflower verlinkt hat, empfehlen. Habe selbst schon Bücher aus der Ratgeberreihe des Verlags gelesen und fand es immer kurz und bündig beschrieben.

Mkayflowxer


Du schreibst nicht, wie alt Deine Mutter ist. Da sie aber bereits vor 10 Jahren pensioniert wurde, dürfte sie in den 70ern sein.

"Ach ja, so ist das eben im Alter" sagt Deine Mutter und sie hat nicht ganz unrecht. Im Alter verändern sich viele Dinge und einige davon können einem ordentlich Angst machen.

Angst vor Krankheit, Angst vor Abhängigkeit, Angst vor Einsamkeit, Angst vor Verarmung, Angst vor dem Nachlassen der körperlichen und geistigen Kräfte, Angst, sich in der modernen Welt nicht mehr zurecht zu finden, Angst vor den Dingen, die da in der Welt draussen passieren, Angst, Ansprüchen nicht mehr gerecht zu werden, Angst vor dem Vergehen und Sterben, und, und, und.

Sie will nicht mit Dir drüber sprechen, weil das Themen sind, die in ihre, aber nicht in Deine Welt gehören. Du stehst mitten im Leben, hast kleine Kinder, hast Perspektiven, da wird noch ganz viel passieren. Alt werden bedeutet von vielen Dingen Abschied nehmen und zu akzeptieren, dass viele Lebensthemen abgeschlossen und unwiederbringlich sind. Der Radius (geografisch, im Denken, in Plänen und Aktivitäten) wird kleiner und kleiner.

Natürlich gibt es die topfitten Alten, welche geistig und körperlich das Maximum rausholen und noch voll dabei sind. Aber die Mehrheit ist nun mal durchschnittlich. Und zwar durchschnittlich in ihrer eigenen Altersgruppe. Und die Streuung ist gross, die einen Menschen altern schon relativ früh und stark, andere weniger stark und erst später. Das ist sicher zum grössten Teil genetisch bedingt.

Deine Mutter war in Therapie, d.h. es gab/gibt eine Krankheitseinsicht. Aber wenn ihre "Krankheit" im Aelterwerden an sich liegt, dann bleibt oft nur das Akzeptieren der Tatsachen. Beim Altwerden gibt es keine Heilung.

Angsterkrankungen und Depressionen sind im Alter weit verbreitet. Es werden auch sehr viele Medikamente dagegen verschrieben. Zu Recht, finde ich, niemand sollte im Alter unnötig leiden. Viele alte Menschen setzen die Medis aber wieder ab, weil die Dosierung im Alter schwieriger wird und sich Nebenwirkungen häufig in erhöhter Sturzanfällig und Vergesslichkeit äussern.

Ich würde Deine Mutter so ihr Leben führen lassen, wie es für sie – im Moment – passt. Das kann durchaus von ihrer jeweiligen Tagesform abhängig sein. Es gibt gute Tage/Phasen und schlechte Tage/Phasen. Deshalb mag sie auch nicht mehr im Voraus planen, sondern möchte sich aus dem Moment hinaus für irgendwelche Aktivitäten entscheiden. Akzeptiere, dass sie keine Verantwortung mehr für Deine Kinder tragen möchte, das kann eine durchaus richtige Selbsteinschätzung sein.

SkunXfloweru_x73


Weiterer Link:

[[http://www.bptk.de/patienten/psychische-krankheiten.html]] (Ratgeber Panik & Platzangst)

LYaRuco2lxa


Ich würd dieses "sie will halt nicht mit Dir drüber sprechen" so erstmal nicht unterstreichen.

Angst ist auch oft mit Scham und Blockaden verbunden. Es ist schwer zu beurteilen, wieviel Leidensdruck die Mutter hat. Für die Betroffenen kann so eine Krankheit fürchterlich sein und in die Depression führen, und vor Scham und "an sich müsste man doch funktionieren" finden sie da auch nicht raus sondern sind blockiert. Wie schlecht es der Mutter diesbezüglich geht, ist schwer zu beurteilen, aber eigentlich leidet da jeder Betroffene arg drunter.

Also, vielleicht würde sie sich gerne öffnen, aber denkt, sie stößt dabei nicht auf Verständnis. Von daher der Rat, selbiges zu zeigen. Kein Druck und keine Vorwürfe sondern Verständis und Toleranz.

Dass man den Wunsch nach einer "funktionierenden Oma" hat finde ich ansonsten normal und nichts, was man der TE vorwerfen müsste. Ich lese hier auch nicht heraus dass sie vorhat, die Oma arg unter Druck zu setzen. Einige Beiträge diesbezüglich finde ich wirklich kritisch.

Ich finde es auch nicht richtig, psychisch erkrankte nahestehende Personen "einfach so zu akzeptieren und machen zu lassen", widerspricht ja auch irgendwie der normal vorhandenen Empathie.

m,ond+skterne


@ LaRucola

Ideal wäre es natürlich, wenn die Mutter jemanden hätte, der mit ihr über ihre Ängste redet.

Real halte ich das jedoch für eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, weil es darum geht, die Mutter mit ihren Ängsten zu respektieren.

Jemand der in ein solches Gespräch mit einer gewissen Befangenheit ginge, weil er auch noch eigene Interessen hat, wird ihr nur schwerlich helfen können.

L0aR+ucjoxla


Aber man kann davon ausgehen, dass Mutter und Tochter durchaus die gleichen Interessen haben. Tief in sich wird auch die Mutter den Wunsch haben, die Störung loszuwerden und zu "funktionieren".

Umso wichtiger ist eine verständnisvolle Vorgehensweise. Ich halte das keineswegs für unmöglich.

@ knubbelinchen

Was ich hilfreich finde, ist "Salamitaktik".. oft gibts ja nur "ganz oder gar nicht", entweder Oma ist wie man sie gerne hätte, oder tritt gar nicht in Erscheinung. Dabei kann man sich aus Ängsten gut schrittweise lösen. Signalisiere ihr, dass es ok ist, wenn sie spontan zu Besuch kommt etc, so wie es ihr damit gut geht. Dann kann sie für sich selber entscheiden, welche Schritte sie machen will. Wobei ein gewisser sanfter Druck ab und an auch nicht verkehrt ist, also, sie zu unterstützen auch Hürden zu überwinden.

Pclüs#chbixest


philosomantisch,

es geht doch nicht nur um Eigennutz, es geht um so viel mehr.

Die TE hier an den Pranger zu stellen ist nicht richtig.

Stell dir vor der Lebensgefährte fällt morgen tot um, was dann?

Dann darf die Tochter dauernd für die Mutter springen.

Und wer sagt dir, dass die Mutter keine Änderung will?

Vielleicht leidet sie unter extremer Antriebslosigkeit und wäre froh, wenn da wer was in die Wege leitet,

damit sie aus der Isolation wieder heraus kommt?

o*nodiMsep


Ich schließe mich Plüschbiest an. Deine Mutter mit ihrer Angst allein zu lassen ist keine Lösung. Und es ist gut, dass Du da besorgt bist und Dich kümmern willst. Frage sie doch einfach noch einmal, was geschehen müsste, dass sie sich besser fühlt.

Meine Schwiegermutter war eine quicklebendige Frau, die sogar ihre Wohnung schon ihrem Alter entsprechend eingerichtet hatte, als sie von einem Tag auf den Nächsten nicht mehr um keinen Preis in ihrer Wohnung bleiben wollte - sie habe dort "Angst". Nach 2 Nächten, wo eins ihrer 5 Kinder bei ihr schlafen musste, bekam sie von der Hausärztin die Einweisung in die Geriatrie. Dort war man einstimmig der Meinung, dass es ihr eigentlich gut geht, sie aber keinesfalls nicht mehr allein bleiben kann. "Sie würde sich mitten in der Nacht aus dem Fenster hängen und (unbegründet) laut um Hilfe rufen". Mit der Sozialarbeiterin im Krankenhaus erreichte sie eine Kurzzeitunterbringung im Pflegeheim. Daraus wurde dann ein Daueraufenthalt, mit dem sie froh und glücklich ist - so lustig habe ich sie ewig nicht mehr erlebt! Meine Frau meint, dass auch die durchweg schlechten Nachrichten im Fernsehen beängstigend und traurig machend auf sie gewirkt haben.

KTleixo


knubbelinchen

Meine Gedanken gehen auch in Richtung, die Mayflower angeschlagen hat, vor allem, da ich einige Ähnlichkeiten im Verhalten meiner Mutter feststelle. Ihre Angst wird immer größer und ich frage mich, ob das nicht mit eine Alterserscheinung ist. Bei Deiner Mutter könnte es ja sein, dass durch ihre Vorerkrankung diese Symptome früher auftreten. Deine Situation ist noch einmal eine andere, da Du Kinder hast und sie nicht nur Deine Mutter ist, sondern auch eine Oma. Ich habe diesen Verlauf bei meiner Mutter beobachtet. Ich würde mir wünschen, wenn sie einmal zum Arzt gehen würde und ich wäre glücklich, wenn er ihr etwas verschreiben würde. Dann wüsste ich zumindest und wäre nicht nur auf meine Einschätzung angewiesen. Ich bin ja kein Arzt. Letztlich spielt es aber für sie eine Rolle, weil sich dadurch vielleicht ihre Angst verringern würde. Ist sie denn zufrieden mit dem Leben, wie sie und ihr Partner es sich eingerichtet haben?

E0hemalige6r NutzQer (#q57806x9)


und an alle, die hier auf den gefühlen von menschen,die verzweifelt sind und angehörigen helfen wollen, rumtrampeln: schämt euch

Man kann aber niemandem helfen, der sich nicht selbst helfen will.

Ich hatte eine ähnliche Situation mit meinen Eltern, die beide ein sehr krankhaftes Verhalten aufweisen. Zu der Zeit war ich in einer Klinik und habe dort auch darüber gesprochen. Mir wurde auch dort gesagt, dass meine Eltern selbst für sich verantwortlich wären und nicht ich die Probleme für sie lösen kann.

Natürlich kann man eine Person auf etwas ansprechen, aber man sollte auch niemandem Hilfe aufzwingen.

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