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Eilt: Selbstverletzung - was muss ich dem Arzt sagen?

V0erYletDzung82 hat die Diskussion gestartet


Hallo.

Ich habe mich gestern Nacht selbst verletzt. Ich denke ich muss nun zum Arzt/ins Krankenhaus.

Eine andere sinnvolle "Erklärung", wie die Verletzung entstanden ist, fällt mir nicht ein.

Aber ich will eigentlich dem behandelnden Arzt nicht sagen, wie der "Unfallhergang" war, sondern nur "ich habe einige schwere Schläge auf den Kopf bekommen".

Geht das? Oder muss ich ihm sagen, wie es passiert ist?

Ich möchte nicht, dass in meine Akte etwas zu psychisch krank oder autoaggressiv oder so steht...

LG

Autsch

Antworten
B%irkenMzwexig


du willst also nur die wunde behandeln lassen?

das is eine symptombekämpfung. da die ursache damit nicht weg is, wirst du dir noch sehr viele ausreden einfallen lassen müssen...

ODER du machst dem gleich ein ende, bist ehrlich und dir kann geholfen werden, bevor es ein selbstläufer und gewohnheit wird

niemand wird dich auslachen, wegschieben oder dich nicht ernst nehmen.

V(erlet9zung8x2


Als erstes muss ich sehen, dass das keine schwerere Verletzung ist.

Die Ursache muss und will ich natürlich auch bekämpfen. Aber vielleicht als Selbstzahler, damit die Krankenkasse das nicht in den Akten hat und ich folglich keine Versicherungen mehr abschließen kann...

Deswegen wollte ich jetzt heute ins Krankenhaus, und dann im nächsten Schritt rausfinden, wie ich zu ner Therapie komme...

foalco+ pelegrin-oidexs


Aber wie willst du denn erklären, daß du einen Schlag auf den Kopf bekommen hast? Der Arzt muss dich dann fragen, wie es dazu kam. Wenn dich jemand so auf den Kopf geschlagen hat, sodass du verletzt wurdest, ist das für den Arzt anzeigepflichtig.

An deiner Stelle, wäre ich jetzt ehrlich und würde das erklären, nur dann kann dir wirklich geholfen werden. Und ob das nun in der Krankenakte steht, ist doch nicht so schlimm.

Vverletz{ungx82


Hm da hast du wohl recht mit der Anzeigepflicht...

Ich habe einfach gehört, dass man keine Lebensversicherungen usw. mehr abschließen kann, wenn die Krankenkasse Vermerke von psychischen Problemen hat... Weiß da jemand mehr?

J3ulqey


Also wenn es so schlimm ist dass es genäht werden muss ist es jetzt eh zu spät. Man näht eigentlich nur 6-8 Std nach der Verletzung da sonst das infektionsrisiko zu groß ist. Aber lass vorsichtshalber nen Arzt drauf schauen.

Du willst an den Ursachen arbeiten, also Therapie machen, als selbstzahler? Hast du denn soviel Geld?

Wenn du angibst jemand hat dich geschlagen will die Krankenkasse nen unfallbericht weil ja dann die Kasse des anderen bezahlen muss. Alles nicht so einfach. Außerdem sind die meisten Ärzte nicht dumm. Man kann an der Art der Verletzung oft sehen ob es selbst oder fremdverschulden war.

F|l8yingV wi=thout Ywingxs


Also das Krankenkassenargument habe ich auch jahrelang mit mir herum getragen und es hat mich wirklich sehr, sehr lange davon abgehalten zu einem Facharzt zu gehen, oder Therapie zu machen.

Letzten Endes können einem die ganzen Beratungsstellen aber auch nicht langfristig weiter helfen. Ich habe unglaublich viel Zeit dadurch verloren und ganz am Ende läuft die Geschichte jetzt doch über die Krankenkasse.

Wenn man wirklich krank ist, kommt man an einem Psychiater / an einer Therapie eben doch nicht vorbei – glaube ich zumindest.

Und klar bin ich damit auch nicht immer glücklich und ich weiß, dass mir daraus Nachteile erwachsen, aber vielleicht bin ich dafür irgendwann gesund.

Man sucht sich das ja alles nicht aus.

Coinnqamonx4


Ich schreibe das jetzt nur unter dem Gesichtspunkt, dass du als Selbstzahler eine Therapie machen willst. Mache das bitte wirklich unbedingt, egal ob über die Kasse oder nicht! Mit SVV ist nicht zu spaßen, erst Recht nicht, wenn es so ausufert, dass du einen Arzt brauchst!:

Ich weiß ja nicht, wie die Verletzungen genau aussehen, aber ich würde an deiner Stelle sagen, dass du im Suff hingefallen bist oder aber einen Filmriss hast. Punkt.

L^il5aL>ina


Ich habe einfach gehört, dass man keine Lebensversicherungen usw. mehr abschließen kann, wenn die Krankenkasse Vermerke von psychischen Problemen hat... Weiß da jemand mehr?

Bei Versicherungen, bei denen Vorerkrankungen abgefragt werden (z.B. Berufsunfähigkeitsversicherung) ist das von Bedeutung. Entweder werden Leistungen ausgeschlossen oder die Prämien werden deutlich teurer.

LHiverpo2ol


Wenn dich jemand so auf den Kopf geschlagen hat, sodass du verletzt wurdest, ist das für den Arzt anzeigepflichtig.

Der Arzt hat erstmal Schweigepflicht. Sonst nichts.

Außerdem sind die meisten Ärzte nicht dumm. Man kann an der Art der Verletzung oft sehen ob es selbst oder fremdverschulden war.

Das stimmt.

Vor allem weil die Geschichten eben nie so ganz zu den Verletzungen passen und man den Leuten durchaus anmerkt, dass sie da was zusammenreimen. Und Ärzte stellen viele Fragen (nicht um die Leute des SVV zu überführen sondern weil sie gewissen Sachen einfach für die Behandlung wissen müssen) und da verstricken sich die Leute dann früher oder später in der Wiedersprüchen.

SEilebermvondauxge


Bei Versicherungen, bei denen Vorerkrankungen abgefragt werden (z.B. Berufsunfähigkeitsversicherung) ist das von Bedeutung. Entweder werden Leistungen ausgeschlossen oder die Prämien werden deutlich teurer.

Aber dann wäre es doch egal ob Selbstzahler oder nicht ?

s/chxnecke1y985


Ich schreibe jetzt mal nur zu dem Versicherungskram:

Lebensversicherungen haben gewisse Klauseln drin, dass auch im Falle einer psychischen Krankheit bezahlt wird. Das heißt, es wird bei psychischen Krankheiten eine gewisse Zeitspanne (üblich: 3 Jahre) ab Vertragsabschluss aus der Lebensversicherung ausgeklammert, bei drei Jahren oder mehr zwischen Vertragsabschluss und Suizid (ich nehme mal dieses Beispiel, weil kürzlich recherchiert) zahlt die Lebensversicherung trotzdem.

Wie gesagt, das ist ein spezifisches Beispiel zum Thema Versicherungen und psychische Krankheit. Es ist insofern für dich relevant, dass also psychische Erkrankungen per se kein KO-Kriterium für Versicherungen sind.

S%ilbjerXmo*ndaugxe


Die Bedingungen stehen ja im Kleingedruckten...aber WENN da beispielsweise steht, dass Vorerkrankungen ausgeschlossen sind, DANN ist es doch egal ob die Krankheit in einer Akte steht ? Wenn man sie verschweigt und es kommt trotzdem raus, dann wird nicht gezahlt.

Oder ist das schon Frage nach Rechtsberatung von mir ?

_:Par'vatxi_


Um Versicherungskram würde ich mir echt als letztes den Kopf zerbrechen, wenn dringend ärztliche Hilfe benötigt wird. Zudem lohnt der Abschluss einer Lebensversicherung heute eh nicht mehr und selbst der Abschluss einer BU-Versicherung ist zweifelhaft. Im Falle eines Leistungsfalls versuchen Versicherungen nämlich alles um nicht zahlen zu müssen. Gerade bei der BU gang und gäbe. Habe das Theater selbst durch.

mtusiDcus_6x5


Zudem lohnt der Abschluss einer Lebensversicherung heute eh nicht mehr

Eben. Zumindest unter dem Aspekt der Geldanlage (Altersvorsorge), siehe z.B. dieser [[http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lebensversicherung-berlin-will-garantiezins-absenken-1.2911657 Zeitungsartikel.]]

Eine "Risikolebensversicherung" kann hingegen für manche Menschen sinnvoll sein.

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