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Auf die Beine kommen

Auth+een0a hat die Diskussion gestartet


So ihr Lieben,

wer vielleicht mal in meine anderen Fäden geguckt hat, wird feststellen, dass mein Leben gerade völlig Kopf steht. Kurz zusammengefasst: Meine Mutter ist an Krebs gestorben und mein Mann hatte Verdacht auf Schilddrüsenkarzinom (es ist alles gut). Ich bin gestresst und mein Haushalt und meine Wäsche liegen brach :(v Mir fallen die Haare aus (kreisrund, Blutuntersuchung zeigte lediglich eine minimale Erhöhung der Blutsenkung) und mein Selbstbewusstsein ist völlig im Arsch, ebenso wie mein Selbstwertgefühl. In psychologischer Behandlung bin ich. Ich möchte jetzt hier auch kein EiEi haben, sondern Tipps wie ich aus dem Loch am besten raus komme. Wie kann ich entspannen und Strategien entwickeln, den Rest wieder hin zu bekommen? Ich danke euch!!

Antworten
CComra<n


Wäsche und Haushalt sind kein Problem, solange ihr noch was zum Anziehen und Besteck in der Schublade habt ;-) .

Fehlt dir die Kraft, bist du noch gelähmt?

Deine Mutter ist ja schon eine Weile tot. Die wichtigsten Dinge dürften geregelt sein. Wie wäre es, wenn ihr euch mal eine Woche frei nehmt und einfach irgendwo hinfahrt, wo ihr mal was anderes sehen könnt und Energie tanken könnt? Ich glaube, das täte euch gut. Mal Abstand zu all dem gewinnen. :)_

Awtheenxa


Wenig zum Anziehen. Waschen tut es sich ja alleine, aber Bügeln... Es ist sehr unordentlich bei uns. Ich schlafe nachts kaum und wenn ich dann von der Arbeit nach Hause komme und mein Kind versorgt hab, bin ich platt und krieg nichts mehr hin.

Meine Mutter ist jetzt 12 Wochen tot. Natürlich ist soweit alles geregelt. Mein Vater renoviert jetzt das ganze Haus. Das fühlt sich komisch an. In vier Wochen geht's für mich auf ein Musikfestival und Anfang August geht's ne Woche an die Ostsee. Vorher bekomme ich keinen Urlaub. Ich bin total verkrampft und sehr schlecht drauf. Ich fühle mich wie in einem Strudel. Ich schwimme, aber mir geht die Kraft aus. Aber irgendwie muss man ja die Kurve bekommen... Ich dachte vielleicht hat jemand noch nen Tipp, der mir nicht einfällt. Deswegen der Faden.. Danke für deine liebe Antwort Comran @:)

aln_@rxe


In 4 Wochen geht es ans Musikfestival. Das bringt dich bestimmt wieder auf die Beine. Bis dahin vielleicht in die Natur, einen Bachlauf betrachten, zusehen wie die Mücken auf dem Wasser tanzen.., usw. Es gibt vieles was nur die Natur dir bieten kann. Ansonsten, einfach nie zurück blicken.

_qPa*rvatix_


Vielleicht mal 1-2 Wochen krankschreiben lassen, damit du dich mal von allem erhohlen kannst. In der Zeit kann man sich ja auch mal sowas wie einen Stundenplan für den Tag erstellen und versuchen ein paar Dinge im Haushalt zu erledigen. Jeden Tag ein bischen mehr... z.B. Montag Wäsche waschen, Dienstag bügeln, Mittwoch Staubsaugen usw.

Nach getaner Arbeit sich etwas gutes tun, z.B. ein Buch lesen oder Musik hören. Aber auch Bewegung in den Alltag einbauen, wie z.B. ein Spaziergang oder Sport. Bei Sport kann ich Yoga sehr empfelen. Bei Yoga bewegt man sich nicht nur aktiv sondern es gibt auch passive Übungen zur Entspannung.

AVtheeena


Ja das stimmt, die Natur kann helfen, wenn das Wetter nicht so schlecht wäre. Aber an Tagen wo das Wetter gut ist, gehe ich viel spazieren. So 10 km. Das tut in der Tat gut :-)

C>omr+an


In vier Wochen geht's für mich auf ein Musikfestival

Cool - wohin geht's?

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber Musik weckt bei mir Emotionen. Ich bin auch oft auf Konzerten und Festivals und habe dann je nach Flash und wenn ich mich abgehoben von der Musik wegtragen lasse auch teilweise nach dem Tod meiner Mutter sehr starke Erinnerungen gehabt, die plötzlich hochkamen. Ich will nur sagen, dass das möglicherweise passieren kann, dass nicht nur die gewünschten Emotionen hochkommen und so ein Festival zwar eine tolle Ablenkung sein kann, aber auch komisch werden kann.

Der Ostsee-Urlaub wird bestimmt klasse. 6 Wochen noch? Das schaffst du. :)^

Kann dein Mann dir bisschen unter die Arme greifen?

Wie wäre es denn vorher mit einem kleinen Wochenendausflug (wenn mal endlich wieder gutes Wetter ist >:( )? Mal einen Tag an irgendeinen See setzen und die Seele baumeln lassen?

Adtheexna


@ Parvati

Mein Hausarzt möchte mich nicht krank schreiben lassen.

Die anderen Vorschläge finde ich gut. An Yoga hab ich auch schon gedacht. Vielleicht sollte ich mir wirklich kleine Aufgaben aufgeben, jeden Tag etwas. Zudem möchte ich mich gerne im Fitnessstudio anmelden.

Die Haare auf dem Kopf fallen mir aus, die anderen wachsen dermaßen schnell... :-o >:( Aber je mehr ich mich aufrege, je schlimmer wird es werden, vermute ich.

@ Comran

Es geht zur Gond nach Rieden. Bin Deutschrockfan. Ja ich weiß was du mit den Emotionen meinst. Mit dem Tages- und Wochenendausflug ist ne gute Idee. Vielleicht lässt sich auch mein Mann mehr in die Hausarbeit einbinden.

SDalxdo


Bewusstes Atmen könnte helfen. In ruhigen (!) 10 min mal hinsetzen, die Augen schließen und gewissermaßen bis in die Stirn atmen. Energie rein. Dann kräftig ausatmen, dorthin, wo es vielleicht gerade weh tut - oder den Atem einfach nur fallenlassen. Alles was man nicht braucht wieder raus. Das ganz bewusst für 10 min tun. Oder länger...

Bje8nitaBx.


Wäre es nicht möglich, mal für 50 € jemanden zu engagieren, der eben bügelt und mal Böden und Oberflächen putzt?

Abgebaute Berge geben einem schon mal ein ganz anderes Feeling.

N ajon,aF_21


Erstmal mein beileid, und ich wünsche dir ganz viel Kraft, diese schwere Zeit durchzustehen!

Wegen deines Hausarztes: Will er dich nicht krankschreiben, weil du ihm gesagt hast, dass es wegen deinem schlechten psychischen Befinden ist? Falls ja, würde ich nochmal zu einem anderen Arzt gehen, ihm von irgendwelchen körperlichen Beschwerden (Gastritis, Schwindel, Kopfschmerzen, kommende Erkältung, etc.) erzählen und dich von ihm/ ihr krankschreiben lassen.

PQythboBnisxt


Mein Hausarzt möchte mich nicht krank schreiben lassen.

Ich halte ihn dafür für einen schlauen Mensch. Es erhält deinen grundsätzlichen Tagesrhythmus, die sozialen Kontakte zu den Kollegen, auch das funktionieren müssen und die Routine, es erhält die kleinen Aufgaben auf Arbeit und das "Ich habe heute doch wirklich was geschafft"-Gefühl. Gerade Menschen, die ein Tief haben, ist selten mit Ruhe geholfen. Sie selbst denken zwar, dass diese Ruhe die Lösung wäre, aber haben sie dann diese Ruhe, geht's weiter abwärts in die Depression.

Sollte dich dein Arbeitspensum derzeit überlasten, ist es viel sinnvoller, wenn du selbst eine vorübergehende Lösung findest und an der Wurzel etwas machst. Z.B. 5 Stunden weniger die Woche, geht das? Überstundenabbau? Wenn schon derzeit kein Urlaub möglich ist.

Und es lässt dich nach dauerhafteren Lösungen für die Sachen im Haushalt und bei der Betreuung deines Kindes suchen, die du derzeit als Überlastung ansiehst.

Wäre es nicht möglich, mal für 50 € jemanden zu engagieren, der eben bügelt und mal Böden und Oberflächen putzt?

Das finde ich auch eine gute Idee. Stichwort Haushaltshilfe.

Vielleicht lässt sich auch mein Mann mehr in die Hausarbeit einbinden.

:)^ Und das auch. Genau wie darin, dass er sich z.B. mehr in der Kinderbetreuung engagiert und dir dort mehr Freiräume schafft.

Haarausfall

Mit einem/r FriseurIn reden, was sich da vorübergehend machen lässt. Und das Vertrauen darauf, dass mit einer höheren psychischen Stabilität auch der Haarausfall wieder zurückgeht. Und dass deine Wahrnehmung eben momentan sehr auf das Negative fokussiert ist.

Ich fühle mich wie in einem Strudel. Ich schwimme, aber mir geht die Kraft aus.

Pass die Stärke des Strudels an, so dass er zu deinen derzeitigen Schwimmkräften passt, Atheena.

Ja das stimmt, die Natur kann helfen, wenn das Wetter nicht so schlecht wäre.

Und gegen Regen gibt's Regenschirme. Und/oder Funktionsjacken. Und Gummistiefel. Bei Regen draußen finde ich eine sehr schöne Zeit. Ruhiger als sonst, weniger andere Menschen. Vielleicht mit einem Hund.

Wegen deines Hausarztes: Will er dich nicht krankschreiben, weil du ihm gesagt hast, dass es wegen deinem schlechten psychischen Befinden ist? Falls ja, würde ich nochmal zu einem anderen Arzt gehen, ihm von irgendwelchen körperlichen Beschwerden (Gastritis, Schwindel, Kopfschmerzen, kommende Erkältung, etc.) erzählen und dich von ihm/ ihr krankschreiben lassen.

-- Najona_21

Krankheiten erfinden ist eine wunderbare Anleitung zum erst Selbstbetrug, dann Belügen von anderen. Die eigene Moral kommt aber zurück und lässt es danach richtig schlecht anfühlen. Also darin sehe ich keine Lösung. Sondern eher eine Verschärfung ihrer Probleme.

P1yIthUonixst


Vielleicht mit einem Hund.

Leihhund meine ich da natürlich. Aus der Nachbarschaft zum Gassigehen oder vom Tierheim zum Gassigehen. Und nur, wenn du hundeerfahren bist. Und denen macht Regen nicht viel aus. Ich persönlich finde so eine temporäre Beschäftigung mit Hunden eine tolle Therapie. Sie zerstören mit ihrer Art Grübelgedanken.

N1ajonna_21


@ Pythonist

Krankheiten erfinden ist eine wunderbare Anleitung zum erst Selbstbetrug, dann Belügen von anderen. Die eigene Moral kommt aber zurück und lässt es danach richtig schlecht anfühlen. Also darin sehe ich keine Lösung. Sondern eher eine Verschärfung ihrer Probleme.

Manche Menschen werden nicht krankgeschrieben, einfach weil psychische Probleme von Ärtzen nicht ernst genug genommen werden, sondern eher physische, nachweisbare Erkrankungen. FALLS das der Grund war, weshalb er sie nicht für ein paar Tage krankschreiben sollte, wo wär dann das Problem, sich den Anforderungen eines Arztes anzupassen? Als wäre es eine solch schlechte Tat. Würde es darum gehen, einfach mal ein paar Tage freizubekommen, um zu Hause rumlümmeln zu können, weil man schlichtweg keine Lust hast, seiner Arbeit nachzugehen, ist das die eine Sache. Hier geht es aber um etwas ganz Anderes. Ich finde nicht, dass man es da mit Moral allzu genau nehmen sollte; aber das ist jedermans eigene Sache.

Gerade Menschen, die ein Tief haben, ist selten mit Ruhe geholfen. Sie selbst denken zwar, dass diese Ruhe die Lösung wäre, aber haben sie dann diese Ruhe, geht's weiter abwärts in die Depression.

Ja, aber nicht ALLEN Menschen ergeht es so. Das muss sie für sich alleine entscheiden, und wenn sie der Meinung ist, eine kurze Auszeit würde ihr guttun, sollte sie es für sich selbst ausprobieren.

Aothee{n!a


Erst einmal möchte ich mich bei allen bedanken, die mir durch ihre Nachricht helfen.

Mein Hausarzt war auch der meiner Mutter. Er kennt mich schon von ganz klein an, so ein richtiger Familienarzt. Vielleicht habt ihr Recht und er denkt sich was dabei mich nicht krank zu schreiben, sondern mich im Alltag zu belassen.

Zum Thema Haushalt: Mein Mann möchte kein Geld für eine Hilfe ausgeben, ist aber bereit mehr anzupacken. Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag eine Kleinigkeit zu erledigen. Wenn ich mehr schaffe, freue ich mich, wenn ich nur das schaffe, werde ich es so hinnehmen. Gestern habe ich unser kleines Badezimmer geputzt.

Mein Vater hat einen Hund. Komischerweise bin ich noch nie auf die Idee gekommen, den zu holen und mit ihm spazieren zu gehen. Das werde ich jetzt aber in Angriff nehmen. Finde die Idee super.

Haarausfall: So viel Haarausfall wie gestern hatte ich noch nie. Ich hatte nach dem Waschen ne gute Hand voll in der Hand. Da die Blutwerte gut sind und ich im Dezember noch komplett endokrinologisch untersucht wurde, gehe ich davon aus, dass alles gut ist und ich mich einfach zu sehr stresse. Ich sehe ein, dass je mehr ich über jedes einzelne Haar nachdenke, je schlimmer wird es wohl werden. Ich hab mir was homöopathisches in der Apotheke geholt. Mal schauen.

Ich muss aber vor allen Dingen, die positiven Dinge wieder mehr hervorheben. Stück für Stück. Hab für Herbst den nächsten Autogenes Training Kurs gebucht.

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