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Völlig fertig wegen Jobverlust - wie Projekte beenden?

Alias 725273


Ja, das ist arrogant und mMn unangebracht. Du kannst überhaupt nicht einschätzen, ob andere ungeeignet sind, weil Du nie alle Details kennst.

ich weiß, du hast ja recht.

Aber es ist wirklich sehr sehr hart, wenn du weißt, dass Kollegen jeden Tag 2 Stunden Mittagspause machen, 3 Stunden quatschen, Projekte in den Sand setzen, woraus z.T. finanzieller Schaden entsteht und die sind lustig und gut bezahlt im Job und ich reiß mir den Arsch auf und werde auf den letzten Drücker abgesägt.

Da darf ich auch mal was unangebrachtes sagen, in diesem einen Fall ist es mir hoffentlich verziehen.

Die letzte Jobsuche hat mich fast in die Depression getrieben, ich war fix und fertig mit allem. Ich hab wirklich schreckliche Angst davor, dass es mir wieder so schlecht geht. Vielleicht sollte ich mir psychologische Hilfe holen.

c{riMechXarlie


Das ist doch ein Plan.

Ich kenne das im Kleinen von meinem filius. Der hatte Mobbingprobleme in seiner neuen Schule, wir mußten dann noch mal wechseln und vorsichtshalber habe ich ihn vom passenden Psychologen dabei begleiten lassen. Das war richtig gut, denn der hat ihm Strategien an die Hand gegeben.

ansonsten hast Du nun den Vorteil, dass Du von einem renommierten Unternehmen kommst.

Ich würde die Arbeit afu Sparflamme fahren und mir soviel Zeit für die Jobsuche nehmen, wie es braucht. Und Dir natürlich selbst ein super Bewerbungszeugnis schreiben!

c&ryiecharjlie


Das ist doch ein Plan.

Ich kenne das im Kleinen von meinem filius. Der hatte Mobbingprobleme in seiner neuen Schule, wir mußten dann noch mal wechseln und vorsichtshalber habe ich ihn vom passenden Psychologen dabei begleiten lassen. Das war richtig gut, denn der hat ihm Strategien an die Hand gegeben.

ansonsten hast Du nun den Vorteil, dass Du von einem renommierten Unternehmen kommst.

Ich würde die Arbeit afu Sparflamme fahren und mir soviel Zeit für die Jobsuche nehmen, wie es braucht. Und Dir natürlich selbst ein super Bewerbungszeugnis schreiben!

BFamb@ixene


Die letzte Jobsuche hat mich fast in die Depression getrieben, ich war fix und fertig mit allem. Ich hab wirklich schreckliche Angst davor, dass es mir wieder so schlecht geht.

Diesmal hast du den taktischen Vorteil, dass du aus einer befristeten Anstellung bei einem renomierten Unternehmen kommst. Die 2-jährige Befristung ist heutzutage Gang und Gäbe. Lass dir ein ordentliches Zeugnis schreiben und nimm die Absage auf eine feste Übernahme nicht so persönlich.

Kanalisier deine Energie jetz in die Jobsuche. Zur Not bist du halt ein paar Monate arbeitslos. Aber glaub an deine Chance auf eine neue Arbeit. :)_

ALndriuosc?h


Wüsste gerne ob du für dich persönlich so pragmatisch damit umgehen würdest wie du es runterschreibst.

Ja, weil es Dinge gibt, die nicht zu ändern sind. Nicht falsch verstehen - ich heiße die Befristungen überhaupt nicht gut und denke auch, dass Betriebe es sich da sehr oft zu zu leicht machen, mal abgesehen von der prekären Situation für die Arbeitnehmer.

Aber es ist nicht ändern und die TE war etwas sehr gutgläubig - vermutlich hat sie draus gelernt.

@ TE

Ja, vielleicht solltest Du Dir tatsächlich Hilfe holen, denn Du schließt aus dem (von vornherein absehbaren) Ende Deiner Beschäftigung, dass Du (zumindest im Arbeitsleben) nichts wert bist - was ziemlich übertrieben ist und von sehr schlechtem Selbstwertgefühl zeugt. Klar stellt man sich auch mal in Frage, wenn etwas schlecht läuft, das vergeht aber wieder. Wenn das nicht der Fall sein sollte - ist mMn Hilfe sinnvoll.

Alias 725273


Ich hab das Gefühl, dass ich einfach keine Kraft mehr habe. Ich bemühe mich immer, ich kämpfe, strenge mich an, arbeite an mir ohne dass sich irgendetwas mal auszahlen würde. Wie hält man sowas auf Dauer aus? Ich frage euch ganz ernsthaft.

Aber glaub an deine Chance auf eine neue Arbeit. :)_

das ist lieb von dir gemeint, aber an Chancen glauben ist nicht so mein Ding. Ich wurde schon so oft bitter enttäuscht.

Ich hatte schon immer Probleme mit meinem Selbstwert. Solche Sachen machen mich doppelt und dreifach fertig. Ich fühl mich wie der letzte Dreck, wie der allerletzte Versager. Und wahrscheinlich bin ich es irgendwie auch.

B?a~mbiexne


Ich hatte schon immer Probleme mit meinem Selbstwert. Solche Sachen machen mich doppelt und dreifach fertig. Ich fühl mich wie der letzte Dreck, wie der allerletzte Versager. Und wahrscheinlich bin ich es irgendwie auch.

OK. Wenn du selber nicht an dich und deine Fähigkeiten glaubst, wieso sollte dich jemand einstellen? Das was du denkst und fühlst, das strahlst du auch aus!

Du brauchst zumindest einen Motivationstrainer, der dir hilft, das halbvolle Glas zu sehen. Denn wenn du deinen jetzigen Job, die diversen Projekte bis Dato gut gemacht hast, bist du in dem was du beruflich kannst, gut. :)^ :)_

Ich hab diese Erfahrung mit befristeten Arbeitsverträgen in den letzten Jahren schon zweimal gemacht. Es ist wie es ist!

E)leonforxa


@ Alias

Nach vorne schauen, nicht nach hinten! Du brauchst dich jetzt nicht ins Nirvana zu reflektieren.

Besinne dich auf deine Stärken und auf das was du geschafft hast. Und du hast viel geschafft!

Du rockst das! :)z :)^

hCiklzexines


Wenn dein Chef gesagt hat, er wisse es noch nicht, wieso bist du dann felsenfest davon ausgegangen, dass es schon noch wird? Hast du dir in der Zeit gar keinen Plan B überlegt, nur für den Fall, dass? Ja, du hast schon gesagt, was in eurer Firma so Sache ist, aber irgendwie...ich weiß nicht. Wenn es die beste Firma ist, wieso denkst du dann, dass da so viele unfähige Leute arbeiten? Und wenn das Klima so gut ist, wieso wurdest du dann angelogen und ohne gutes Feedback ins offene Messer laufen gelassen? Und was waren das für Kleinigkeiten, die der Chef angemerkt hat? Gäbe es da nicht die Möglichkeit, dass sie in seinen Augen doch größere Kleinigkeiten waren?

Außerdem (!): Willst du wirklich weiterhin an einem Ort arbeiten, an dem du nur dann mit deiner Arbeit hinkommst, wenn du die Sachen mit nach Hause nimmst? Obwohl du - wie du ja selbst gesagt hast - bisher noch gar keine projektbezogene Arbeit ausgeübt hast? Wenn du bei durchweg gleichbleibender Belastung solch ein Pensum bewältigen musstest, dann stimmt doch auch was mit der Planung nicht! Und zwar nicht deiner, sondern der der Leitung.

Alias 725273


Also erstmal:

mir geht's heute schon etwas besser. Die Verzweiflung von gestern ist zum guten Teil in Wut umgewandelt.

Ich werde höflich und ruhig so weit noch arbeiten wie ich kann, und dann die Projekte eben abgeben. Wie ihr richtig sagt, ist nicht mehr mein Problem...allerdings kann wohl niemand erwarten, dass mir Blümchen vor Freude aus dem Hintern fliegen.

Wenn dein Chef gesagt hat, er wisse es noch nicht, wieso bist du dann felsenfest davon ausgegangen, dass es schon noch wird?

naja, es war Einstellungsvoraussetzung im Bewerbungsgespräch, dass ich ausdrücklich länger (mind. 5 Jahre aufwärts) im Betrieb arbeiten will. Er meinte, der befristete Vertrag ist ne Art Eintritskarte, danach finde sich immer etwas, ich solle mir keine Sorgen machen.

Naja, vor einiger Zeit habe ich dann nachgefragt, was jetzt ist, und mein Chef meinte gut gelaunt, er warte noch auf eine Rückmeldung, dann würde er mir Bescheid geben. Ich dachte naiverweise, er würde gerade an meinem neuen Vertrag arbeiten und auf Bestätigung warten - war aber nicht so, konnte ich aber nicht hellsehen.

Hast du dir in der Zeit gar keinen Plan B überlegt, nur für den Fall, dass?

nein, ich hab darauf vertraut, dass mein Chef fair ist. Mein Fehler, passiert mir nie wieder.

Wenn es die beste Firma ist, wieso denkst du dann, dass da so viele unfähige Leute arbeiten?

die beste Firma nach außen. Wie es intern zugeht weiß ja sonst niemand.

Und wenn das Klima so gut ist, wieso wurdest du dann angelogen und ohne gutes Feedback ins offene Messer laufen gelassen?

das stimmt. Mein Chef ist wohl ein ziemlich guter Schauspieler.

Gäbe es da nicht die Möglichkeit, dass sie in seinen Augen doch größere Kleinigkeiten waren?

naja, z.B.: ich musste nach sehr kurzer Einarbeitungszeit extrem viele Aufgaben übernehmen, für die ich auch alleine verantwortlich war. Da musste / wollte ich öffter mal nachfragen, bevor ich es vergeige. Ich hab auch nie mehrmals das selbe gefragt, sondern es dann auch sofort kapiert und umgesetzt. Das ist mMn so, wenn man Sachen zum ersten mal macht. Das wird mir jetzt als Unsicherheit ausgelegt.... hätte ich wohl besser nicht gefragt und finanziellen Schaden angerichtet %-|

Willst du wirklich weiterhin an einem Ort arbeiten, an dem du nur dann mit deiner Arbeit hinkommst, wenn du die Sachen mit nach Hause nimmst?

nein, das geht echt nicht finde ich. Vielleicht war es doch kein Traumjob...

Wenn du bei durchweg gleichbleibender Belastung solch ein Pensum bewältigen musstest, dann stimmt doch auch was mit der Planung nicht! Und zwar nicht deiner, sondern der der Leitung.

ja, zumal ich Arbeit für 3 hatte und mein Kollege sich täglich mit Quatschen und Langeweilen rumschlagen musste. Unser Chef ist nicht in der Lage Aufgaben sinnvoll zu verteilen....

Baamybiexne


mir geht's heute schon etwas besser. Die Verzweiflung von gestern ist zum guten Teil in Wut umgewandelt.

:)^

Wut (soweit sie nicht blind ist) kann ein sehr guter Motivator sein. Ich hoffe du fällst bis zum Schluß doch noch auf die Beine.

Alles Gute @:) :)*

C-omr@an


So was ist immer scheiße, aber es liegt nun an dir, das professionell zuende zu bringen. Und vor allem brauchst du jemanden, der dir Rückhalt gibt und dir den Rücken freihält.

Ich empfehle dir, dich schnellstmöglich mit dem Chef zusammenzusetzenn und einen geregelten Ausstieg zu vereinbaren. Nimm deine wichtigsten offenen Tätigkeiten auf der einen Seite, und deinen Freizeitanspruch (Urlaub, Überstunden) auf der anderen Seite und macht eine Bilanz auf, was du an Arbeiten abgeben musst. Bezüglich deiner Ansprüche würde ich keinen Millimeter nachgeben - die Firma schenkt dir ja auch nichts. Beide Seiten müssen ihren Arbeitsvertrag erfüllen, mehr nicht.

Dabei kannst du auch nochmal die Gründe und deine Enttäuschung ansprechen. Daran ist nichts Falsches. Und schon mal dein Arbeitszeugnis verlangen. Kontrolliere das gut, dass da keine Mängel drinstehen und verweise ggf. auf die guten Beurteilungsgespräche in der Zwischenzeit. Das Zeugnis muss daher gut ausfallen. Poche auf Fairness, aber sei nicht nachtragend wegen der ganzen Sache.

Und dann nimm allen Mut zusammen und bewirb dich. Du warst offenbar bei einer nach außen angesehenen Firma und lediglich wurde dein befristeter Arbeitsvertrag nicht verlängert. Bei Umstrukturierungen ist das auch keine Schande. Diese zwei Jahre werden sich gut in deinem Lebenslauf machen.

Viel Glück, und schau nach vorne statt zurück :)^ :)^

Mceh'no


zum Comrans Beitrag gibt es nicht viel hinzuzufügen. Nur noch die Betonung, dass es manchmal nichts persönliches ist sondern eben dem unternehmen geschuldet ist, wenn man gehen muss. Und die Lücke, die Du hinterläßt wird bestimmt einige die Augen öffnen. Bestehe auf Deinen Resturlaub und auf den Freitzeitausgleich. Schenke dem unternehmen nichts!

Alias 725273


Ich bin leider fertiger denn je:

Ich hänge mich seitdem ziemlich rein, weil ich einen positiven und guten Abgang hinlegen will.

Da verzweifle ich wirklich. Meine Kollegen und mein Chef drücken mir zum Teil auch recht spontan Aufgaben rein, die ich einfach zeitlich nicht schaffe. Wenn ich dass dann sage heißt es, es wäre aber mein Job, ich müsste es hin kriegen oder dass ich es hätte anders vorbereiten sollen. Mein Kollege, den ich gebeten habe, einige wenige sehr dringende Sachen zu übernehmen, beschimpfte mich als faul und inkompetent. Das macht mich so fertig.

Ich hab mich dann ohne ausfallend zu werden verteidigt, das kam auch nicht gut an.

Wie es um mein Selbstwertgefühl aussieht, brauch ich euch wohl nicht sagen...

Ich hab ungefähr dreimal soviel Arbeit an der Backe als andere, arbeite mich tot, um es irgendwie hinzukriegen und dass obwohl ich sowieso rausgworfen werde.

Bei dieser Arbeitsmenge in der kurzen Arbeitszeit passieren natürlich auch Fehler und die werden mir dann vorgehalten. Stimmt ja auch, aber dass die Fehler nur entstehen, weil die Aufgabenverteilung und Personalführung völlig kaputt und daneben ist, wird natürlich nicht erwähnt.

Was soll ich nur machen. Niemand steht mir in der Arbeit bei, was ich auch mache, es ist immer falsch, egal wie sehr ich mich reinhänge....

d:avid;3x21


alles dokumentieren und direkt an den Betriebsrat wenden? Die Presse steht auch auf solche Stories. :=o Ich würde genau acht Stunden im normalen Tempo arbeiten. Der Rest bleibt liegen. Deine Kollegen haben doch schon längst gemerkt, dass man es mit dir machen kann. Das kannst du nur ändern, indem du eiskalt Arbeit liegen lässt. Fertig!

Ich würde an deiner Stelle auf mein Arbeitszeugnis innerhalb der nächsten zwei Wochen (zwecks Berwerbungen) bestehen, und nach erhalt des Zeugnis krank machen. Lass dich doch nicht ausnutzen.

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