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Hämatophobie und bevorstehende Operation - Hilfe!

ASshey_2000 hat die Diskussion gestartet


Ich richte mich hier an alle, die (wie ich) unter Hämatophobie leiden.

Und zwar leider ich bereits seit ich ein ganz kleines Kind bin an Hämatophobie. Die erste Ohnmacht diesbezüglich an die ich mich erinnern kann, hatte ich bereits mit 3 bei einem Aderlass, der laut Kinderärztin notwendig war. Ich war bereits in psychologischer Behandlung - aber wie mir gesagt wurde, bekommt man die Hämatophobie wohl nicht weg, daher ging es in der Therapie nur darum die Ohnmacht zu vermeiden.

Alles in allem habe ich es auch relativ gut im Griff - ich kann mir mittlerweile z.B. Blut abnehmen lassen ohne das Bewusstsein zu verlieren und sogar Wunden anderer versorgen - wobei mir oft noch schummerig wird, aber ich eine Ohnmacht meist erfolgreich verhindern kann.

Jetzt stehe ich aber vor einem ganz anderen Problem:

Ich stehe kurz vor einer Bauch - OP. Diese erfolgt im Rahmen der "Schlüsselloch- Operation", also per Bauchspiegelung. Eigentlich ambulant, aber u.U. muss ich eine Nacht da bleiben, weil u.U. eine Drainage gelegt werden muss.

Bei dem Vorgespräch wurde ich auch darauf hingewiesen, dass ich anschließend innere Blutungen haben werde, da die Wunden nicht geschlossen werden können und von alleine abheilen müssen. Daher kann es u.U. zu Hämatomen der Bauchdecke kommen. Da die Blutungen absorbiert und primär über die Blase ausgeschieden werden, muss ich einige Tage mit blutigem Urin rechnen.

Ich füchte, die Informationen alleine waren schon zuviel für mich. Alleine bei dem Gedanken an innere Blutungen wird mir total übel.

Jetzt ist meine große Sorge: Ich bekomme ja eine Vollnarkose. Die vertrage ich erfahrungsgemäß ohnehin nicht sehr gut - habe sehr niedrigen Blutdruck und nach der Narkose kommt mein Kreislauf nur schwer wieder hoch. Ich weiß nicht, ob ich dann noch in der Lage sein werde, eine Ohnmacht zu verhindern. Vor allem wenn tatsächlich eine Drainage gelegt werden muss. Wenn ich Leute im Krankenhaus besuche muss ich schon gegen die Ohnmacht ankämpfen, wenn ich diese blutige Wundflüssigkeit in deren Beutel sehe. Und der Gedanke einen Schlauch im Bauch zu haben ist auch nicht unbedingt etwas, wobei es mir gut geht.

Ich habe Angst, dass die mich dann gar nicht nach Hause lassen und ich wer weiß wie lange im Krankenhaus bleiben muss. Meine Hunde warten Zuhause auf mich. Ich habe zwar jemanden, der zweimal am Tag mit ihnen raus gehen kann - aber ich kann sie ja nicht tagelang alleine Zuhause lassen! Aber wenn ich immer wieder in Ohnmacht falle, dann lassen die mich sicher nicht gehen?

Hat jemand Tipps, wie ich das Ganze am besten durchstehen kann?

Wer von euch hat Hämatophobie und bereits eine OP in dieser Art hinter sich? Wie habt ihr das überstanden? Konntet ihr Ohnmachtsanfälle irgendwie verhindern?

Antworten
Pulüsc]hbxiest


Ist nichts schlimmes, mal in Ohnmacht zu fallen.

Danach aufstehen, Krone richten und weiter gehts.

Du denkst viel zu viel nach. Lenk dich ab.

HQilkxa


Das hat der TE jetzt bestimmt unglaublich weitergeholfen. %-|

BLenixtaB.


Man muß nicht ins Klo gucken. Man muß nicht auf eine Drainage gucken.

Und mit inneren Blutungen sind hier ja wohl hier kleine Wundblutungen gemeint. Nichts, was irgendwie dramatisch wäre, sonst gäbe es keine ambulante OP....

Und eine Synkope ist auch nichts dramatisches.

Am größten ist hier das Kopfkino.

P)1nkxy


und wenn du deine Ärzte auf deine Phobie hinweist ?!

das sie dr vlt tips geben könnten ?

P@11nxky


wäre vlt gut das die nicht denken das deine ggf Ohnmacht medizinischer Natur ist -?

und sie dich nicht länger dabehalten, um das abzuklären oder so.

Squn.flohwe|r_7x3


Ich schließe mich Plüschbiest an: WAS ist so schlimm an einer Ohnmacht?

So etwas kommt vor und ist für medizinisches Fachpersonal an der Tagesordnung. Narkose, Operation, Medikamente, Schmerzen - all das kann so etwas auslösen.

Ich hatte etliche OP's und bin auch so manchmal kreislaufschwach. Ich bin emhr als ein Mal umgekippt, dabei macht mir Blut etc. (mittlerweiler) nichts mehr aus. Es ist nicht schön, aber Pflegepersonal hat diese "Gefahr" immer im Hinterkopf. Und wenn man SELBER sagt, dass man da empfindlich ist und sich an Anordnungen wie "nicht allein auf's WC gehen" hält, passiert auch nichts. Außer, dass man umkippt.

Ich kann aber nur raten: NICHT in diese Gedanken "innere Blutungen" etc. reinsteigern oder überhaupt großartig zulassen. Erfahrungesgemäß (und ich habe beruflich mit dem Thema zu tun) haben Blut-Spritzen-Verletzungsphobiker da gnz oft völlig falsche und abstruse Vorstellungen. Die sie sich ausmalen und die dann zu regelrechten Horrorszenarien werden.

1. Stell' Dir den Schlauch nicht vor. Du wirst ihn evtl. merken; dagegen hilft best. Bewegungen zu vermeiden.

2. Eine Bauchspiegelung ist ein Eingriff, von dem man sich erholen muss. Unabhängig von angsteinflößenden Ohnmachten wäre es sinnvoll, sich jemanden zu suchen, der ggf. 2-3 Tage das Gassigehen übernehmen kann.

3. bei Deiner Angst und ggf. realen Ohnmachten wären 1-2 Tage im Krankenhaus (zumindest aber eine Nacht) das Beste. Du DARFST eh 24 Stunden NICHT allein sein, wenn Du eine ambulante OP machen lässt! Eben genau für den Fall, dass man schwächelt und einem dann niemand helfen kann.

4. Positiver Gedanken: Drainagen werden nicht ohne Grund gelegt. Ich hatte 14 Knie-OP's; die meisten mit; einige wenige aber ohne Drainage. Die ohne waren unangenehmer, weil der Körper die Wundflüssigkeit (es ist KEIN reines Blut!) sonst selber abbauen muss. Was länger dauert und unangenehmer ist. und für den Körper mehr Arbeit bedeutet.

5. Blutiger Urin: nicht schön. Aber wenn Du Deine Tage hast, ist's in der Toilette auch mal blutig. Es ist ein anderer Grund (Kopfsache!), aber die Optike dieselbe. Du musst ja auch nicht vertieft hingucken.

6. "Ewig im KRankenhaus bleiben": Warum? Es ist als ambulant geplante OP; ggf. wenn medizinisch erforderlich mit Drainagen und daher einer Nacht Krankenhaus. Warum sollte man danach nicht rauskommen? Leichte Schwäche gehört dazu und ist kein Grund, Dich dort zu behalten.

Aber nochmal: WAS ist FÜR DICH so schlimm an einer Ohnmacht?

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