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Introvertiert und noch Probleme

N>3stoxrys


Guten Morgen,

Ich kann dich gut verstehen. Ich hatte als ich 19-20 war, eine ähnliche Situation. Allerdings hatte es nur indirekt mit meiner Familie was zu tun.

Meine damalige beste Freundin (jetzt Ex-beste Freundin) meinte zu mir, ich müsse mich ändern. Alles weil meine Wünsche und Prioritäten anders waren. Ich interessiere mich eben nicht für die typischen Mädchenthemen. Aussehen hat mich nicht wirklich interessiert. Das hat sich im laufe der 5 Jahre jetzt etwas geändert, aber Mode interessiert mich immernoch nicht. Dann war ich lieber meistens für mich. Mein Selbstbewusstsein war eher mau. Fand ich jetzt nicht schlimm.

Jetzt wollte sie unbedingt das ich in eine Klinik gehe. Das in ner Woche wo ich eigentlich Abivorbereitung machen wollte, habe ich jeden Tag geheult, weil a) konnte ich nicht erklären warum ich so bleiben wollte wie ich bin. b) Sie hörten einfach nicht auf.

Am Ende hab ich erfolgreich mich gewehrt. Und ich bin immernoch so wie ich von Natur aus bin, kenne Leute die so ähnlich ticken wie ich die ich in meinem Studium kennengelernt hab.

Mir hat in Laufe der Zeit geholfen, erstens:

Zieh dein Ding durch. Du bist für dein Leben verantwortlich. Gemäß aus Ghostrider: Wenn du nicht die Entscheidung triffst, dann trifft jemand anderes (und wenns nurs Schicksal ist) die Entscheidung für dich. Wenn du aktiv Entscheidungen für dich triffst, und dahinter stehst (und wenns nur aufgrund vom Bauchgefühl ist) dann bist du Selbstsicherer deiner Familie gegenüber.

Zweitens: Finde heraus wer du bist, und wer du sein willst. Wenn du weißt wer du bist, was du kannst oder nicht kannst. Dann verschwindet deine Antriebslosigkeit. Ach und du bist auch selbstsicherer.

Drittens: Wenn du weißt wer du bist, und du dein Ding durchziehst. Dann wehr dich gegen deine Familie. Sei standfest wie ein Fels. Wenn du dir deiner Sache sicher bist, dann funktioniert das. Wenn du dir unsicher bist, wirst du wanken ^^

Viertens: Wenn sie versuchen dich klein zu halten, oder die nur Energie nehmen als zu geben, nimm Abstand. Da ist es egal ob es Familie ist oder nicht.

@:)

_;Par]vrati_


Ok ich habe in meinem leben nicht viel erreicht oder bei denn meisten Sachen gescheitert z.b schule und so.

Misserfolge hat jeder mal gemacht. Sieh es mal so: Durch die Misserfolge bist du an Erfahrung reicher geworden. Lerne daraus und mache es das nächste Mal eventuell besser.

2. Ich habe niemanden den ich trauen kann

Das ist traurig und würde mir auch zu denken geben, nämlich, ob ich mich nicht mit den falschen Leuten abgebe.

3. Meine Familie glaubt ich bin ein Versager und macht mich jeden Tag fertig deswegen.

Sie haben wahrscheinlich zu hohe Erwartungen, wenn nicht gar Ansprüche in dich gesetzt. Da sind dann Ärger, Frust und Konflikte vorprogrammiert. Und du wiederum siehst dich in der Pflicht, die Erwartungshaltung deiner Eltern zu erfüllen und buhlst um Anerkennung. Weil du die Erwartungshaltung deiner Eltern nicht erfüllt hast und auch nicht die entsprechende Anerkennung von ihnen erhalten hast, nagt es an deinen Selbstwert.

Was wäre die Lösung? Deine Eltern kannst du nicht ändern, aber du kannst deine Einstellung dazu verändern. Mache dich nicht von der Anerkennung Dritter abhängig. Finde zu dir selbst. Finde heraus, wer du bist und wo du hin willst. Richte dein Leben danach aus, wie es dir gefällt und nicht danach, wie es andere gerne hätten. Richtest du dein Leben immer nach den anderen, wirst du immer fremd- aber nicht selbstbestimmt durchs Leben gehen.

4. Ich habe keine Freunde die mir helfen oder so.

Dann musst du dir selbst helfen.

5. Ich kann nicht gut mit Menschen reden.

Ist nicht schlimm, kann ich auch nicht. Ich halte es auch nicht zwingend für wichtig mit anderen gut reden zu können. Zu Problemen könnte es aber kommen, wenn es doch mal wichtig wird, mit anderen vernünftig in Kommunikation zu treten, z.B. im Berufsleben. Da können einem dann schon mal schnell Steine in den Weg gelegt werden.

6 ich kann meine Emotionen nicht gut zeigen.

Kann man lernen in einer Therapie (Verhaltenstherapie). Emotionen dienen dazu, dass andere einschätzen können, was für ein Mensch du bist. Können sie das nicht, dann sind sie verunsichert und halten lieber Abstand. Das führt wiederum zu Problemen beim schließen sozialer Kontakte und z.B. auch bei der Jobsuche. Ich weiß (leider) wovon ich rede. Die Frage ist nur, ob man damit leben kann häufig ausgegrenzt zu werden, weil man wie ein emotionsloser Roboter durchs Leben läuft, oder ob man nicht lieber lernt an sich zu arbeiten.

7. Ich sage nichts wenn Leute auf mich einreden.

Unter Druck setzen lassen würde ich mich auch nicht.

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