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"Merkwürdige" Vorliebe

Caookiebr~eed hat die Diskussion gestartet


Es ist mir sehr unangenehm den folgenden Beitrag jetzt zu schreiben, weil mir das Ganze irgendwie peinlich ist. Wer jetzt aber einen krassen Fetisch erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Ich bin mir auch jetzt noch total unsicher, in welche Kategorie das sollte, aber mit Psycjologie kann man da schon nicht viel falsch machen.... hoffe ich

Also. Eigentlich bin ich heterosexuell, ich hatte bereits mehrere feste Freunde und ONS, alles soweit okay. Aber da ist das große EIGENTLICH, denn seit der Pubertät habe ich Zuneigung für bestimmte Frauen. Und zwar waren das immer Frauen, die sich in irgendeinerweise mal sozial um mich gekümmert haben (Ärztinnen, Therapeutinnen, Lehrerinnen oder sonstige Sozialpädagoginnen), meistens im Alter von 30 - mitte 40 und demnach auch eine gewisse "Dominanz" ausstrahlen. Ich würde es nicht als Verliebtsein bezeichnen, aber schon als Schwärmerei irgendwie....

Erst dachte ich, dass ich vielleicht eine Art "Mamakomplex" habe und einfach nach einem Ersatz gesucht habe. Das würde aber null Sinn machen, weil ich meine Mutter sehr liebe und sich auch um mich sorgt. Das, was ich mir im Kopf für Situationen mit den Frauen vorstelle, will ich auf gar keinen Fall mit meiner Mutter haben.

Es hätte nur gepasst, weil mir der Gedanke Kribbeln bereitet, dass die Frauen mir ihre Aufmerksamkeit schenken und sich um mich Sorgen machen und versuchen mir zu helfen in meinem Leben (wie eine Mutter eben).

Allerdings geht mein Kopfkino weiter bis hin zum Sex mit den Frauen und der Vorstellung wie sie ihre Dominanz auf mich ausüben und ich mich sozusagen komplett bei ihnen fallen lassen kann und sie sich auch so um mich kümmern.

Nun könnte man sagen "ok du bist lesbisch", aber das ist es nicht. Ich hatte bisher nur Beziehungen mit Männern und bin auch am Anfang immer Feuer und Flamme, doch nach ein paar Monaten reicht mir das nicht mehr. Egal, wie die Kerle sich um mich gekümmert haben und fürsorglich waren, es war nicht dasselbe. Auch Frauen in meinem Alter interessieren mich nicht (Bin 19) und ich könnte mir auch null vorstellen, eine Beziehung mit einer Frau zu haben. Mich reizt eben nur dieses liebevolle Kümmern und die gleichzeitige Dominanz zum Sexuellen. Das wird sich nur irgendwie nie verwirklichen lassen und ich weiß halt aucj nicht wie ich reagieren würde sollte das ehrlich mal passieren... es ist aber schon so, dass ich Sehnsucht danach habe.

Wenn ich gerade mal wieder in einer neuen Beziehung mit einem Mann bin, ist dieses Thema für die ersten Monate erledigt, aber bisher kamen die Schwärmereien immer wieder....

Ich weiß nicht was es ist und wie icj das deuten und bezeichnen soll... ist das irgendwie schräg? Es belastet mich schon vor allen dingen weil ich da mit keinem drüber reden mag oder kann....

Antworten
LCucix32


Weiß was du meinst. Probiere es mit einer Frau zusammenzusein. Läuft es nicht und du fühlst nichts, ist es nur Schwämerei.

MRasnn0x42


Also mein Rat geht genau in Luci32s Richtung. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, probier's einfach aus. Bzw. für mich hört sich das ganze so an als sollte es mal gelebt werden. Wir leben heute doch in einer viel freieren Gesellschaft, wo kein Hahn danach kräht, ob das nun normal ist oder nicht. Es scheint in dir zu stecken, und völlig unabhängig davon woher es rührt, lebe es wenigstens einmal aus.

Dein Problem wird nur sein, zu erkennen, welche die Richtige ist. D.h. ob es nur die "berufliche" Fürsorge ist oder eventuell ein Helfersyndrom und es eben bei der Frau nicht bis zur sexuellen Beziehung geht. Da mußt du dich dann halt langsam vortasten. Aber machen täte ich das an deiner Stelle schon.

P7kschb$iest


Du schreibst du bist MAL wieder in einer Beziehung zu einem Mann.

Das liest sich, als hättest du bis jetzt schon mehrere Beziehungen zu Männern gehabt,

die alle nicht von Dauer waren.

Irgendwas scheint dir ja bei den Männern nicht zu passen, oder zu fehlen.

Such dir eine Butch, die lieben es sich um Frauen zu kümmern.

Besonders, wenn du eine Femme bist, bzw. eine feminine Ausstrahlung hast.

P&ythoMnixst


Ich weiß nicht was es ist und wie icj das deuten und bezeichnen soll... ist das irgendwie schräg? Es belastet mich schon vor allen dingen weil ich da mit keinem drüber reden mag oder kann....

Ein Interesse an Bisexualität würde ich das nennen. Und das kombiniert mit einem Verhalten, was dir eine sexuell passivere Rolle gibt und der anderen Frau eine sexuell aktivere. Das ist nicht schräg. Dürfte sogar relativ häufig sein, aber nur wenige sprechen es aus.

Das wird sich nur irgendwie nie verwirklichen lassen und ich weiß halt aucj nicht wie ich reagieren würde sollte das ehrlich mal passieren... es ist aber schon so, dass ich Sehnsucht danach habe.

Im Gegensatz zu den anderen bin ich wie du eher skeptisch, ob sich das aus der Situation heraus wirklich realisieren lässt. In der Regel haben Frauen dieser Tätigkeiten (Ärztinnen, Therapeutinnen, Lehrerinnen oder sonstige Sozialpädagoginnen) zum einen eine gewisse Abhängigkeitsbeziehung der Patienten, Schüler, Anvertrauten und eine Verantwortung für diese. Für Psychotherapeuten ggü. ihren Patienten gibt's gar Paragrafen, die sexuellen Kontakt unter Strafe stellen. Für die anderen Berufsgruppen gibt's Regeln der beruflichen Praxis, die zumindest die Hürden für sexuellen Kontakt deutlich anheben, solange dieses Abhängigkeitsbeziehung besteht. Selbst wenn sich der volljährige Schüler oder Patient den sexuellen Kontakt wünscht. Der knackige Gymnasial-Physik-Lehrer, der die gerade volljährigen Zwölftklässlerinnen auf deren Wunsch durchnimmt, wäre auch die längste Zeit Lehrer gewesen.

Insofern wird aus deinem Wunsch eher dann was, wenn du dir noch ein bisschen Zeit gibst, auch erwachsener und in deinen sexuellen Wünschen sicherer wirst und dann über einschlägige Foren lesbische oder bisexuelle Frauen passenden Alters suchst, die dann eben zufällig auch Ärztin, Therapeutin, Lehrerin oder Sozialpädagogin sind. Und die auf so deutlich jüngere Frauen eingehen, die sich diese passive Rolle wünschen.

Denn eines dürfte ja so sein: auch diese dominant wirkenden Frauen suchen mal Schutz, Geborgenheit, umsorgt sein, machen lassen. Und in der Regel suchen sie sich dafür quasi noch dominantere Männer oder "gleichrangige" Frauen.

Im übrigen glaube ich, dass die von dir beschriebenen Gefühle an sich sehr häufig sind: diese Person kümmert sich ja um einen, um den Körper, oder um die Seele. Und man selbst bekommt Schutz, Geborgenheit, Hilfe, Bildung/Wissen und kann sich ein Stückweit fallen lassen. Nur eben: sie machen es aus ihrem Beruf heraus, nicht, weil sie ein privat-sexuelles Interesse am Patienten/Schüler haben (in seltenen Fällen kann das sicherlich auch mal vorkommen). Es ist also ratsam, das in der Situation nicht zu verwechseln.

_CSurfzeri:n


Ich fürchte, das wird so gut wie unmöglich sein, das mal testeshalber auszuleben.

Denn du interessierst dich ja nicht für Frauen generell, sondern nur für bestimmte Berufsgruppen, die sich auf welche Weise auch immer um dich kümmern.

Es wäre wie ein 6er im Lotto, wenn du ausgerechnet z.B. eine lesbische Lehrerin kennenlernst, die diesen dominaten Eindruck auf dich macht und du mit ihr dann Sex haben kannst.

Oder, eine andere Möglichkeit:

Würde es dir auch reichen, dass Ganze als Rollenspiel zu machen? Dann wäre es halt irgendeine lesbische Frau, die das alles für dich spielt. Das wäre schon ehr möglich. :)*

Cmoo&k%ielbreexd


[... (Bezug auf gelöschte Inhalte)]

Danke für eure Antworten erst mal

Ehrlich gesagt ist diese unerreichbare Vorstellung genau das, was mich anzieht... Männer langweilen mich oft nach einer Weile, mental, wie sexuell.

Und mir fehlt oft dieses liebevolle irgendwie. Es lässt sich einfach nicht abstellen, obwohl ich den Teufel tun würde das zu verwechseln oder umzusetzen. Das Problem ist, andere Frauen interessieren mich nicht, sie interessieren mich während sie genau dieser Berufung nachgehen, die Sexvorstellungen finden im Kopf bei mir auch stets an den den jeweiligen Arbeitsorten statt, nirgendwo sonst.... ganz seltsam.

N)ordix84


[... (Bezug auf gelöschte Inhalte)]

Du sagst Männer langweilen dich irgendwann. Sind das Männer in deinem Alter bzw. nur wenig älter oder auch Männer um die 40 ? Was ich damit sagen will: Vielleicht stehst du einfach auf erfahrenere und dominantere Partner ?

s@teGppxo25


Wenn Dich an Männern nichts reizt - dann und wirklich nur dann wünsche ich Dir, dass Du eine solche Frau findest und mit der glücklich wirst. Irgendswo gibt es eine, für die DU die "Richtige" bist. Ich bin selbst ein Mann, und ich kenne diese Neigung, sich einer Autoritäts-Person des gleichen Geschlechts hinzugeben, sehr gut, die Fantasien waren immer seeehr köstlich und prickelnd - nur habe ich selbst das für mich selbst in mittleren Jahren nur sporadisch in die Wirklichkeit umgesetzt, weil ich HAUPTSÄCHLICH "ganz normal heterosexuell" bin. Wer diese vom TE manifestierte Spezielle Neigung als bloße Spinnerei abtut ist ahnungslos, ich versichere!!!

_%SurTfeWrixn


Schade, dass du nicht auf meine Idee eingegangen bist, dich zu fragen, ob du das auch als Rollenspiel könntest.

Ansonsten sehe ich schwarz. Es wird keine Frau, bzw. Lehrerin oder Ärztin geben, die dich während ihres Jobs sexuell befriedigt, zufällig nebenher noch Lesbe ist und zufällig auch darauf steht, einfach nur dies zu tun und nichts Weiteres an Beziehung.

E[volMuzxzer


Das wird sich nur irgendwie nie verwirklichen lassen

So? Wer sagt denn das?

Wie viel "unschuldige" Männer sollen eigentlich noch daran glauben müssen, bis du das machst, was deinem Verlangen und Wünschen gerecht wird? Du kannst noch ein paar Jahre etwas anderes machen, oder so weiter wie bisher. Meine Erfahrung: Je eher man sich selbst lebt, umso mehr hat man/frau vom Leben. Man hat nämlich nur dieses eine. Wenn man sich nicht sicher ist, wer man ist und was man braucht, dann muss man es ausprobieren, mit 19 ist man noch jung genug dazu, da darf man sich sogar noch ein paar Fehlschüsse erlauben, ohne dafür auf dem Scheiterhaufen zu landen.

Ach ja, da fällt mir noch ein Sprichwort ein: Jeder ist seines Unglücks Schmied.

Oder so ähnlich. :=o


Einen OT-Beitrag gelöscht.

C=ookieburSexed


@ Nordi84

Nein, die Männer die ich sonst habe sind meist 1-2 Jahre älter, ältere Männer sind nicht wirklich mein Ding. Es gab bloß bisher einen nännlichen Arzt, der ähnliches in mir auslöste, wie mit den Frauen.

@ steppo25 Danke!

Mich reizen Männer, ich habe gerne Sex mit ihnen, allerdings (bisher) nicht längerfristig.

@ Evoluzzer

Wie einfach stellst du dir das vor? Ich kann nicht losgehen, mir eine aussuchen und das ausleben, was ich möchte, allein aus den Gründen, die surferin genannt hat.

@ surferin

Das mit dem Rollenspiel ist zwar eine nette Idee, aber so ein 'Fake' wird mir vermutlich nicht reichen. Das Reale ist ja gerade das, was es so anziehend macht und wenn ich weiß, dass mein Gegenüber in Wirklichkeit gar nicht das ist, was er spielt, kann ich es einfach nicht ernst nehmen.

Das stört mich auch in Pornos extrem.

E1vsoluzUzer


Wie einfach stellst du dir das vor? Ich kann nicht losgehen, mir eine aussuchen und das ausleben, was ich möchte, allein aus den Gründen, die surferin genannt hat.

Ich habe nirgends geschrieben, dass es einfach ist. Warum du nicht losgehen kannst, nach dem zu suchen, was dir Spaß macht, kann ich nicht beurteilen. Die Gründe, die dir surferin dafür genannt hat, mögen surferin's Gründe sein, Gründe, die du selbst dagegen anführst, haben eine rein gedankliche Natur, ebenso wie deine Phantasien.

Hier eine Gedankenwelt auszubreiten und gleichzeitig zu argumentieren, diese sei nicht realisierbar, stellt deinen Faden prinzipiell in Frage. Wer soll sich da bitteschön überhaupt noch Gedanken darüber machen, was deiner Meinung nach sowieso nicht geht. Dann behalte es als Phantasie für dich und gut.

P=ytho^nxist


Hier eine Gedankenwelt auszubreiten und gleichzeitig zu argumentieren, diese sei nicht realisierbar, stellt deinen Faden prinzipiell in Frage.

Das finde ich überhaupt nicht. Sie stellt sich ja Fragen über ihre Gedanken. Sie selbst fragt sich, ob das schräg ist und es belastet sie, weil sie niemanden zum Reden darüber hat oder einbeziehen möchte. Und dann finde ich hier so ein anonymes Forum ganz gut dafür geeignet. Es geht ihr also nicht primär um die Erfüllung ihrer Fantasien, sondern erstmal den Umgang damit. Eine Einordnung, ein Verständnis dafür. Dafür passt es auch bei Psychologie ganz gut rein, wo sonst ja auch Sexualität als Kategorie zur Verfügung gestanden hätte.

Wer soll sich da bitteschön überhaupt noch Gedanken darüber machen, was deiner Meinung nach sowieso nicht geht. Dann behalte es als Phantasie für dich und gut.

Die Suche nach dem Unerreichbaren oder Unwahrscheinlichen wäre dann das neue Thema. Oder der Umgang mit unerfüllbar scheinenden sexuellen Fantasien. Der Leidensdruck der inneren Sehnsucht. Und die Angst vor der zu vermutenden Ablehnung, wenn sie mit ihren Wünschen an die Frauen der genannten Berufe des genannten Alters zum Zeitpunkt ihrer Berufsausführung herantritt.

Wer doch wieder in Richtung realisierbare Realität denken möchte, kann sexualpraktische Berufe einbeziehen. Diese entstanden, da

klassische Physiotherapie (med. Massagen) den sexuellen Bereich ja ausspart. Und Psychotherapie spart alle körperlichen Aspekte aus.

Also gibt es neue Angebote, die diese Lücken füllen:

Tantramasseurinnen (privat zu bezahlen, keine Kassenleistung). Wobei Geschlechtsverkehr da nicht im Mittelpunkt steht, sondern liebevolle, empfangende Körpermassagen auf Wunsch inkl. aller erogenen Zonen und der Vagina (dort Yoni genannt), Body-to-Body-Massagen und der tiefe Respekt vor der sexuellen Seite des Gegenübers und seinen Bedürfnissen und Grenzen. In beide Richtungen. Es bleibt halt etwas dienstliches, und es entsteht keine partnerschaftliche Seite dabei. Aber es entsteht ein echtes sexualpraktisches Erleben und bleibt nicht beim Reden. Wer mehrmals hingeht, hat auch eine Vertrauensseite, die sich aufbauen kann. Und komplett "fallen lassen" kann und soll sie sich da.

Oder bei einer Sexualtherapeutin (auch bei ihren schwachen Symptomen privat zu bezahlen, Kassenleistung wird sowas nur bei großem Leidensdruck), die kompetent beliebig sexuelle Gesprächsthemen zulässt, aber je nach Qualifikation gesetzlich oder aus einer Berufsethik oder aus eigenen Prinzipien heraus in ihren praktischen sexuellen Handlungen im Umgang mit Patienten/innen begrenzt ist. Das kann bei einer Heilpraktikerin schon wieder anders aussehen.

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