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Plötzliche Angst vor dem Tod

C'omrain


Es ist ja noch alles sehr frisch.

Ich brauchte damals nach dem Verlust einige Wochen nach der Beerdigung, aber es ging dann auch relativ schnell wieder aufwärts.

Die Zeit muss man sich einfach nehmen - niemand kann sie einem abnehmen oder verkürzen.

ykukumxu


Ich sehe es ziemlich ähnlich wie Comran und manche andere: Auseinandersetzen.

Diese Ängste vor dem Tod sind sogar eine Chance:

Es gibt so viele Menschen, so sehr viele, die erst wenn sie die Diagnose einer unheilbaren Krankheit bekommen, realisieren, dass es bald vorbei ist. Manche Menschen realisieren das erst, wenn sie das Bett nicht mehr verlassen können.

Du hast durch diese Ängste die Chance bekommen, dich jetzt, wo du noch gesund bist, damit auseinanderzusetzen.

Die Angst hat ihre Berechtigung. Vielleicht (?) liegt sie bei dir sogar - zusätzlich - in deiner persönlichen Lebensgeschichte (evtl. frühe Kindheit?).

Wie auch immer. Es ist eine Chance. Lieber jetzt als erst dann, wenn du nur noch wenig, kaum oder gar nichts mehr für dein Leben tun kannst.

Angenehm ist es nicht. Es ist knallharte Realität, die man nicht ändern kann.

Aber das ist unser aller Schicksal. Ob reich oder arm, ob berühmt und beliebt oder eine(r) von Millionen - wir alle werden spätestens nach einigen Jahrzehnten, etliche schon nach wenigen Jahren, Monaten, Wochen oder Tagen nicht mehr sein.

Wenn es dir gelingt, diese unabänderliche Realität in dein Leben mit einzubauen, dann kannst du eine "andere" werden (das Leben anders als bis jetzt leben).

_wSurfperixn


Lenke Dich ansonsten ab von diesen schwarzen Gedanken. Die Grübelei über Dinge, die nicht zu ändern sind, ist vergeudete Lebenszeit.

Wälti

Und das ist genau DIE Antwort, die keinem Schwein hilft.

Es ist so, als würdest du einem Kranken sagen: Mensch, lass das doch, krank zu sein. Das bringt doch nichts. Sei gesund!

WPältxi


Was meinst Du denn, was hilft?

Wmäxltxi


Ich sage übrigens nicht: höre auf, krank zu sein, sondern: versuche, Dich nicht auf das einzulassen, was dich auf die Dauer krank machen kann.

Schlimm, wenn wir hilflos jeder angstvollen Grübelei ausgeliefert wären. Auch die kognitive Therapie geht über die eigene Gedankenbeeinflussung.

W=älti


Balyndis

Es war oder vielmehr ist für Dich ein regelrechter Schock, und wie Du schreibst, etwas in der Form noch nie Erlebtes. Der Tod eines nahen Angehörigen hebt erst einmal die Welt aus den Angeln, und dass momentan noch Deine gesamten Gedanken davon beansprucht werden, ist wirklich etwas sehr Natürliches. Ich meinte mit meinen Worten natürlich nicht die Trauer und das, was Dich momenten im Zusammenhang damit bewegt. Dabei hilft im Grunde nur die Zeit.

Ich wollte die Angstvorstellungen ansprechen, die Deinen eigenen Tod betreffen - so wie Du es ja auch in der Überschrift formulierst. Vielleicht wäre es klarer, zu sagen, dass MIR gegen das Grübeln darüber am besten Ablenkung helfen konnte.

Regelrechte Zwangsgedanken sind ein anderes Kaliber; diese bedürfen in der Regel einer Therapie. Wie auch immer: Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit.

LG Wälti

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