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Depression und AD(h)S / mangelnde Selbstdisziplin...

S}chnuzckyx37 hat die Diskussion gestartet


Ich habe leider zu diesem Thema nichts gefunden, also eröffne ich hier eine neue Diskussion:

Ich habe seit Jahren schon die Diagnose ADS (ohne H), sie wurde vor ca. 13 Jahren gestellt, nachdem wir es bei unserem Sohn festgestellt haben. Ich wurde damals sowohl mit Medikamenten (Medikinet 10 mg) wie auch therapeutisch behandelt. Damals habe ich mit dem Medikinet echt schöne Erfolge erzielt und habe dank der therapeutischen Unterstützung relativ schnell meinen Rhythmus und meine Strategien gefunden damit umzugehen. Vor 9 Jahren hat sich dann mein Mann von mir getrennt und hat mich mit den Kindern ziemlich alleine dastehen lassen. Wir haben dann ziemlich viel unschönes und teilweise auch traumatisches erlebt; den Höhepunkt habe ich im November 2014 erreicht, da war ich so tief unten wie noch nie.

Inzwischen habe ich mich wieder in Behandlung begeben, ich bekomme seit Juli 2015 von meinem Neurologen/Psychiater Methylphenidat NCL 18 mg und gehe auch regelmäßig zu meiner Therapie. Die Depressionen haben wir kurzzeitig mit Escitalopram behandelt, da ich aber damit gar nicht zurecht kam haben wir sie wieder abgesetzt und ich bin auf Johanniskraut umgestiegen, was wunderbar gegen die Stimmungstiefs und die Lethargie hilft. Allerdings habe ich momentan das Gefühl das ich mit manchen Dingen im Alltag nicht so richtig weiter komme.

Mein größtes Problem ist die mangelnde Selbstdiziplin bzw. Motivation was den Haushalt und auch das Essen angeht. Wenn ich abends nach hause komme kann ich mich kaum noch motivieren, wenigstens eine Kleinigkeit im Haushalt zu machen. Und an den Wochenende würde ich so gerne mal eine Großputz machen (wir reden von 44 qm ) und mal den Keller ausmisten und auch die Schränke. Aber stattdessen gehe ich lieber raus oder lege mich aufs Sofa und lese oder gucke TV. Wenigstens den Papierkram hab ich schon in Ordnung, da hat meine Tochter mich zu genötigt.

Was das Essen angeht schaffe ich es immer mal wieder, mich mehrere Tage am Stück zu beherrschen und mich gesund und vor allem mengenmäßig vernünftig zu ernähren. Und dann kommt wieder die nächste Heißhungerattacke, die verdammte Lust auf ungesundes Essen, Chips, Süßigkeiten und auch Alkohol ( allerdings echt in Maßen weil ich nicht vie vertrage). Und hinterher könnte ich mich, wenn ich doch nur gelenkig genug wäre, am liebsten in den Hintern beißen das ich wieder mal so inkonsequent war und mich so voll gefuttert habe. Und ich merke auch jedesmal, das mir das echt nicht gut tut und kann es trotzdem nicht abstellen. :°(

Jetzt mag manch einer sagen: wenn das dein Problem ist hätte ich es gerne, aber für mich ist es wirklich frustrierend. Ich weiß doch das ich es eigentlich könnte, ich hab es ja schon mal sehr schön im Griff gehabt.

Hat hier jemand eine Idee für mich, wie ich das angehen kann das ich wieder in die Richtung komme? Ich hab gerade so keine Idee.....

Die zweite Frage: hat jemand schon Erfahrungen mit einer Reha im Bezug auf ADS / Depressionen in Verbindung mit Adipositas bzw. einer Essstörung? Denn darauf läuft es ja im Grunde hinaus....

Vielen Dank schonmal vorab

Antworten
P.\sch8biest


Hast du in letzter zeit mal ein großes Blutbild inklusive Vitamin D 3 und B 12 anfertigen lassen?

Du schreibst von Adipositas, wie hoch ist dein BMI in etwa?

Ich frage nur, weil viele Frauen dazu neigen, das Ganze dramatischer zu sehen, als es ist.

Vielleicht hilft es dir, Chips und Co. bewusst in deine Speiseplan einzubauen?

Statt alle 3 Tage gleich eine ganze Tüte zu vernichten, eben jeden Tag eine Handvoll zu essen.

Meine persönliche Meinung ist, dass der Verzicht auf Zucker mehr bringt, als der Verzicht auf Fett.,

Zucker wird ja vom Körper zuerst verbrannt, erst wenn kein Zucker vorhanden ist

werden die Fettreserven angegangen.

PUommyerlxunda


Erst mal zu Plüschbiest. Der Körper wandelt Zucker in Fett und Fett in Zucker, jegliche Art von Kohlenhydraten wandelt der Körper um, da ist es völlig egal.

Nun zu dir.

Dein Problem ist mir sehr gut bekannt, habe das selbe nur das bisher bei mir noch niemand das Thema ADS angegriffen hat. Habe selbst zwei Kinder mit ADHS und zwei mit ADS.

Depressionen sind bei mir seit meinem 11 Lebensjahr bekannt, also seit 1969. Damit zu Leben ist kein leichtes Spiel. Ich hab immer wieder meine Tiefs, in den Schwangerschaften und davor ging es mir immer gut, so das ich in dieser Zeit keine Medis nehmen mußte.

Heute geht es leider nicht ohne.

Ich habe auch meine Fressatacken, bin mit BMI über 40 was nicht gerade gut und gesund ist, doch es geht einfach nichts runter. Mein Problem ist in erster Linie der Bewegungsmangel, doch da geht es mir wie dir, ich komme einfach nicht in die Gänge.

Leider habe ich auch noch kein Rezept gefunden, denn an manchen Tag geht es ja, doch dann wieder geht gar nichts.

Das was su jedoch meinst mit Reha, ich würde dir eher raten für einen längeren Zeitraum in ein Klinik zu gehen, die kannst du dir selber aussuchen mit Rücksprache deines Arztes, das ist einfacher als einen Reha Antrag zu stellen.

Aus meiner Erfahrung heraus empfehle ich dir eine die nicht zu nah an deinem Wohnort ist das du erst mal in einem geschützen Raum bist und nicht oft Besuch bekommst, um dich ganz auf dich zu konzentrieren.

T?hepEntrxopy


Hey und guten morgen. :)

Ich kann mich leider nur mit deiner ersten Frage auseinandersetzen, da ich von Reha so ziemlich keine Ahnung habe.

Bezüglich des ADS hätte ich die Frage, wie lange du schon eingestellt bist und ob du denkst, dass die Dosis genügt. Wie lange nimmst Du die 10mg schon? Und konntest Du bezüglich Fokus eine gute Steigerung feststellen?

Bezüglich des Essverhaltens halte ich es auch für eine gute Idee, dir nichts zu verbieten. An sich sollte man das nicht tun. Du könntest Chips und weitere Snacks zusätzlich zu einem gesunden Speiseplan einbauen um eben nicht eine große Menge aufeinmal kompensieren zu wollen. Laut der DGE sind ca. 150 Snack-Kalorien voll und ganz im Rahmen. Und um dazu eben nicht unter großem Hunger leiden zu müssen, erhöhe die Mengen an Nahrungsmitteln mit hohem Proteinanteil etwas, achte darauf, Vollkornprodukte zu essen und iss auch Deine Five a day, damit du mit möglichst vielen guten Stoffen versorgt bist.

Ich hoffe, ich konnte etwas helfen. :)

Liebe Grüße!

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