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Komisches Gefühl

g"rhos#s97x7 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum.

Ich verzweifel bald an allem was ich sehe, fühle und denke.

Mir kommt alles so komisch vor, zum Beispiel sehe ich Menschen und die kommen mir komisch vor, dann beobachte ich alles genau, die arme, die Beine etc.

Und so geht es mir mit allen Dingen.

Selbst gefühle kommen mir komisch vor, wie das aufs klo gehen, klingt komisch aber ich halte das alles nicht mehr aus.

Wenn ich morgens aufstehe, sehe ich mich um und frag mich was das hier alles ist. Es ist auch komisch das ich in einem Körper bin, ich weiß das sich das alles komisch anhört, aber ich weiß nicht wie ich es erklären soll. So kommt mir auch die Uhrzeit und das Datum ganz komisch vor.

Auch wenn ich denke das ich morgen zum Beispiel noch auf der Welt bin, kommt es mir auch komisch vor.

Ich möchte nur noch schlafen, beziehungsweise nichts mehr mit bekommen, aber selbst das schlafen kommt mir komisch vor. Ich halte das alles echt nicht mehr aus...

Antworten
a`ras\chniah_l%evaxna


Eventuell eine Form von Depersonalisation / Derealisation? Kannst du auf Wikipedia nachlesen.

LG und nicht verzweifeln.

C\innder7e lla6x8


Seit wann hast du denn diese Empfindungen?

Gab es da ein bestimmtes Ereignis, das das alles ausgelöst hat?

Hast du irgendwelche Drogen genommen? Oder Medikamente?

g|rossx977


Ich habe schon mal ein Beitrag geschrieben, ich kopiere es am besten. Tut mir echt leid, aber ich bin halt echt am verzweifeln

Hallo liebes Forum, hab zur Zeit ein großes Problem. Muss da aber ein wenig ausholen.

Bin übrigens 32 Jahre um meine chronologische Aufzählung einfacher zu machen.

Die ersten richtige Probleme mit der Derealistion fingen 2001. Ich war damals 17 Jahre alt, gerade aus der Schule gekommen. Ich kann mich nicht mehr so an die Symptome erinnern, mir war alles fremd meine Eltern, die Umwelt eigentlich alles. Nach Wochen im Bett liegen, hat mich meine Mutter in eine Klinik eingewiesen. Dort wurden mir eine Depression attestiert. Nach einiger Zeit wurde es immer besser, ich muss aber sagen das die Symptome nicht so schlimm waren wie das nächste mal und heute.

Ich muss dazu sagen das ich zwei Jahre vor diesem Erlebnis ab und zu Haschisch geraucht habe. Ich hatte während der Dosis auch immer solche komische Wahrnehmungen, aber nicht in dem Ausmaße. Zweimal hatte ich auch das Gefühl zu sterben.

Nach Entlassung aus der Klinik habe ich mein Leben wieder normal weiter gelebt.

Dann am 30. November 2009 kam der nächste Vorfall.

Ich erzähle aber auch nochmal kurz was zu meiner damaligen Lebensituation.

Ich hab mit meiner damaligen Freundin zusammen gelebt, wir waren gerade am umziehen und mussten an diesem Tag bei ihrer Mutter schlafen.

Abends im Bett hab ich dann wie ein Schlag auf dem Kopf bekommen, ich wusste direkt das was komisch ist. Also schnell ins Bett gelegt und morgens war es immer noch da. Wieder ist mir alles so komisch vor gekommen, nur gefühlt noch schlimmer. Bin an dem Tag direkt zu meinen Eltern, hab mich ins Bett gelegt und nur noch gelegen. Das komische Gefühl wurde immer schlimmer. Nach zwei Wochen wurde ich dann wieder in die Klinik eingewiesen. Ich hatte echt das Gefühl das ich nicht mehr weiß wo ich bin. Alles war fremd Menschen, Autos Häuser. Selbst das Leben war so komisch, das Mittagessen, das trinken, duschen etc. In der Klinik wurde mir dann eine Ich-Störung und Schizophrenie diagnostiziert. Aber die Medikamente dafür bzw dagegen haben nicht geholfen. Insgesamt habe ich 16 Medikamente ausprobiert. Von einem habe ich solche Halluzinationen bekommen, das mich meine Eltern danach nach hause genommen haben. Meine Schwester hat dann im Internet die Krankheit Derealistion gefunden. In Mainz hat sie dann eine spezial Sprechstunde gefunden, die sich mit der Derealistion auskennen. Als ich dort dann stationär aufgenommen wurde, war es immer noch nicht besser, hab selbst in der Klinik oft nur im Bett gelegen. Ich habe das Gefühl einfach nicht ertragen können. Nach der Klinik bin ich in eine andere Klinik gekommen, dort habe ich zuerst auch nur im Bett gelegen, nach einiger Zeit bin ich dann wieder öfter raus und auch in die "Arbeits-therapie". nach der Entlassung wurde es immer bißchen besser. Es hatte mit allen Kliniken aber bis Juni 2011 gedauert.

Danach ging es von Tag zu Tag besser. Hab dann 2012 wieder angefangen zu arbeiten, auch wenn nur geringfügig.

Die derealistion ging nie ganz weg, hatte oft noch solche Erlebnisse, aber die gingen meist wieder weg.

Im Oktober 2015 hatte ich wieder ein eine schlimme derealistion, die hielt aber nur zwei Tage an. Muss sagen, dort habe ich mich zum ersten mal mit meiner Freundin getrennt, vielleicht war das der Auslöser.

Wir haben uns dann paar Wochen später wieder versöhnt.

Danach habe ich mir eine vollzeitstelle gesucht, es ist alles gut gelaufen.

Im März habe wir uns dann endgültig getrennt, es hat mir auch nicht so viel ausgemacht wie beim ersten mal. Beim ersten Mal habe ich ziemlich viel geweint, diesmal nicht ein einziges Mal.

Jetzt vor zehn Tagen haben die derealistion wieder angefangen, aber auf einen Niveau was ich mir nie vorstellen konnte. Alle Symptome wie oben beschrieben, aber jetzt kommen mir sogar die Buchstaben fremd vor. Der Fußball den ich gerne geschaut habe kommt mir komisch vor. Ich kann das echt nicht erklären. Wenn ich, wie gerade neben meine Mutter sitze, ist mein erleben ganz komisch. Ich probiere auch nur noch zu schlafen.

Ich halte das echt kaum noch aus.

Wenn ich mir im Kopf denke, das ich morgen lebe und übermorgen kommt mir auch so ein komisches Gefühl. Hoffe ihr denkt nicht, ich wäre verrückt. Ich könnte noch einiges schreiben, aber vielleicht ergibt sich durch Antworten noch einige antworten/fragen.

C3inder0ellax6x8


Ich habe es eben gerade in dem anderen Faden gelesen.

Du hattest Haschisch geraucht. Genau das gleiche ist mir vor Ewigkeiten auch passiert: H. geraucht und danach übelste Derealisation und Depersonalisation.

Ein kleiner Trost: Irgendwann verschwindet das Ganze von selbst wieder, aber das kann dauern.

Die Therapien haben bislang nichts bei dir gebracht, oder?

a,ra]sc.hnia+_levaxna


Ok, ja...dann hast du zumindest die Ursache für deine Symptome: Haschisch. Damit ist wohl Einiges im Neurotransmitter-Haushalt durcheinander geraten.

Bekommst du aktuell Medikamente dagegen?

gdross9x77


Danke für die Antwort(en).

Ich habe das extrem ja jetzt zum 3. mal.

2009 hatte es fast ganze zwei Jahre gedauert bis es wieder erträglicher war.

Habe 2012 dann nach den Klinikaufenthalt(en) eine Therapie mit tiefenpsychologie gemacht, aber als es besser wurde habe ich einfach damit aufgehört.

Habe jetzt am Montag mein ersten Termin bei einer Therapeutin. Problem ist das ich das Gefühl habe nichts mehr zu verstehen, was ich denke, sehe und denke.

g}rossK9x77


Aber die Drogen habe ich vor 17 Jahren ab und zu mal geraucht, seitdem überhaupt nichts mehr.

C indervellxa68


Es kann dennoch etwas ausgelöst haben, mit dem du nun immer wieder zu kämpfen hast.

Neigst du eigentlich auch zu Angst/ Panik mit Panikattacken?

Lass den Thera-Termin doch einfach mal auf dich zukommen. Was für eine Therapie-Richtung ist das denn?

a7rasMchni4a_levaxna


Jeder Stoffwechsel reagiert auf Medikamente / Drogen etwas anders. Bitte lass dich weiter ärztlich behandeln; eventuell sind die Schäden durch den Konsum irreparabel bzw. chronisch. Deine beschriebenen Symptome kann man sicher mildern...meiner Meinung nach medikamentös und zusätzlich psychologisch.

Meine Frage war, ob du aktuell Medikamente einnimmst? Und welche in der Vergangenheit?

gmrosLs977


Ist eine tiefenpsychologiesche Therapie.

So richtige Angstzustände habe ich eigentlich nicht, ich bin generell ein Mensch der sich um alles Gedanken macht, wie zum Beispiel "komm ich gut an" "mach ich alles richtig ".

Würde mich auch als sehr sensibel bezeichnen, und das schon immer. Die letzten paar Wochen vor dem Ausbruch waren halt sehr stressig was die Arbeit betrifft, auch die Trennung der Freundin.

Ich mache mir auch schon immer Gedanken über den Tod, und warum man auf der Welt ist etc.

g!rZossx977


Ich habe 2009 ziemlich viele Medikamente genommen, also viele ausprobiert. Eigentlich haben keine geholfen, meine Ärztin hat mir jetzt citalopram verschrieben, ist ein Antidepressiva. Ich denke aber das es nicht hilft :(. Manchmal denke ich einfach das ich vielleicht doch ein gehirnschaden habe.

a^rasTchniBa_@levlanxa


Viele? Über welchen Zeitraum? ADs wirken erst nach Wochen bis Monaten vollständig. Man sollte nicht voreilig abbrechen.

garos&s97x7


2009 waren glaub die selbst die Ärzte überfordert und haben mir alles gegeben was ging. Erst als meine Schwester die Klinik in Mainz ausfindig gemacht hat, die sich mit Derealisation auskennt habe ich mich aufgehoben gefühlt.

Ich frage mich halt was die Symptome mit Depression zu tun haben soll, es ist so schwer zu verstehen.

Also 2009 war der Zeitraum ziemlich kurz, alle 4-6 Wochen ein neues Medikament.

gurosxs977


@cinderella hast du so ähnliche Symptome gehabt? Und die gingen einfach so weg (oder wurden besser)?

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