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Kann man das wirklich so locker verarbeiten?

dpanahe87


Ich bin auch ehrlich gesagt nicht der Mensch der an Therapien glaubt. Ich kann mir den Effekt einer Therapie nicht vorstellen. Ich behaupte nicht, dass Therapien nicht helfen, aber ich glaube immer, dass ich dieser (nicht negativ gemeint) Gehirnwäsche nicht standhalte oder eh nicht umsetzen kann, was man von mir will.

Das ist ein sehr passives Bild einer Therapie oder? Du sitzt da und etwas wird mit dir gemacht, du sollst etwas machen das andere von dir wollen und Leistung bringen, versteh ich dich da richtig?

EhinheGuteFJragxe


Das ist ein sehr passives Bild einer Therapie oder? Du sitzt da und etwas wird mit dir gemacht, du sollst etwas machen das andere von dir wollen und Leistung bringen, versteh ich dich da richtig?

Das ist meine bisherige Therapieerfahrung, ja.

Faizz)lypuxzzly


Das ist meine bisherige Therapieerfahrung, ja.

Ich muss jetzt mal nachfragen. Du hast hier von einer Therapie gesprochen, zu der dich dein Vater geschickt hat um abzunehmen. Wie alt warst Du zu diesem Zeitpunkt? Wie lange ist das her? Welche Therapien hast Du denn noch gemacht? Erkennbar ist für mich nur die medikamentöse Versorgung über deinen Psychater. Oder finden bei deinem Psychater auch therapeutische Sitzungen (Gespräche) statt?

d`an.ae87


Das ist meine bisherige Therapieerfahrung, ja.

Eigentlich funktioniert Therapie aber anders. Deppen gibt es in jedem Job, ist klar, aber grundsätzlich ist eine Therapie eher eine Unternehmung bei der du den Ton angibst. Du legst fest was du willst, welche Verhaltensweisen die stören und behindern und formulierst ein Ziel. Der oder die Therapeut*in versucht dann zusammen mit dir einen Weg zu finden und bietet wertvolle Tipps, wie du was versuchen könntest, aus welchen Blickrichtung du etwas noch betrachten könntest, Denkanstöße und zeigt dir auf wo du dich selbst belügst. Außerdem werden einem in einer guten Therapie Möglichkeiten aufgezeigt wie man sich vor dem Reinfallen in bestimmte Gefühlslagen ein wenig schützen kann, also man bekommt für die Safaritour quasi Sicherheitsausrüstung an die Hand.

Jede Therapie die sich nicht an dem orientiert was der Patient sieht und zu bearbeiten wünscht, ist im Grunde von vornherein zum Scheitern verurteilt. Zum Glück kann niemand den eigenen Kopf einfach ändern, dass kann man immer nur selbst durch ständige harte Arbeit und Training in Denk- und Verhaltensweisen. Das muss man wollen, sonst tut man es halt einfach nicht.

E<ineGu+teFraxge


Ich muss jetzt mal nachfragen. Du hast hier von einer Therapie gesprochen, zu der dich dein Vater geschickt hat um abzunehmen. Wie alt warst Du zu diesem Zeitpunkt? Wie lange ist das her? Welche Therapien hast Du denn noch gemacht? Erkennbar ist für mich nur die medikamentöse Versorgung über deinen Psychater. Oder finden bei deinem Psychater auch therapeutische Sitzungen (Gespräche) statt?

Naja, unmittelbar nach den Vorfällen kam ich ja dann in die Kinder- und Jugendpsychiatrie für ein Jahr und dort gabs halt auch Therapiesitzungen. Aber ich sage ganz ehrlich, da war ich noch nicht in der Lage Therapie zu machen. Über das Thema wurde auch kaum gesprochen, es ging eher um meine Eltern, meine Rebellion, meinen Zorn usw. Aber ich war damals nicht bereit mitzuarbeiten, habe die Therapiestunden mit dummen Sprüchen gestört und mich nicht drauf eingelassen.

Die Therapie die mein Vater arrangiert hat ist c.a. 3 - 4 Jahre her. Ich habe sie abgebrochen nachdem ich gespürt habe, dass man mir dort definitiv nicht helfen wird. Ich wollte vor allem über die Panikattacken sprechen, die Ursachen erforschen und Strategien erlernen, wie ich mir helfen kann. Alles was die gute Frau mir erzählte war, dass wenn ich meinen "Panzer" abgelegt hätte, auch die Panik verschwinden würde. So ein Bullshit. Habe die Therapie abgebrochen und alleine abgenommen, einfach nur um meinem Vater zu zeigen, dass die Therapie nicht die Ursache dafür war. Hat er wohl dann begriffen.

Jede Therapie die sich nicht an dem orientiert was der Patient sieht und zu bearbeiten wünscht, ist im Grunde von vornherein zum Scheitern verurteilt. Zum Glück kann niemand den eigenen Kopf einfach ändern, dass kann man immer nur selbst durch ständige harte Arbeit und Training in Denk- und Verhaltensweisen. Das muss man wollen, sonst tut man es halt einfach nicht.

Habe mich mal ein bisschen informiert über Therapieformen usw. Mir ist die Verhaltenstherapie ehrlich gesagt wesentlich sympathischer als die analytische Therapie. "Labern" usw. liegt mir nicht so gut. Also ich kann das schon, aber ich würde mir wünschen mehr "agieren" zu können und dadurch zu mir selbst zu finden.

daanaex87


Ich fand die auch gut und es wäre ja auch nicht so das man sich gar nicht damit beschäftigt was so aus der Vergangenheit stammt. Mein Therapeut war Verhaltenstherapeut, Traumatherapeut und hat Hypnosetherapie gemacht. Alles zusammen war sehr hilfreich und eine ausgewogene Mischung von der Forschungsarbeit wo alte Gefühle herkommen und deren Ergebnis im Heute und dann gleichzeitigem Arbeiten an verschiedenen Punkten.

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