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psychologische Beratung sinnvoll ?

GMASPT)011n1 hat die Diskussion gestartet


Ich bin 27 Jahre alt und habe dadurch, dass meine Eltern mir in meiner Jugend eine Psychotherapie nahe legten, eine Behandlungszeit hinter mir. Das sind ca. 4,5 Jahre ambulante Therapie 1x pro Woche mit Medikamenten sowie ein einmaliger 2-wöchiger Aufenthalt in einer Klinik. Vor 7 Jahren ist das geendet.

Es ist so, dass diese "Laufbahn" für mich bis heute ein starkes Problem darstellt. Wie eingangs erwähnt legten meine Eltern mir das nahe, aber das eben weil ich mich in meiner Jugend einfach nur dumm verhielt. Ich war schlecht in der Schule, zu großen Teilen auch weil ich einfach faul war, hatte wenig Kontakte, weil ich einfach nicht vernünftig auf andere zuging, und habe eigentlich immer erst gehandelt, und im Nachhinein nachgedacht, wenn überhaupt. Der ganze Behandlungszeitraum wäre vermeidbar gewesen, wenn ich mich einfach nicht so dumm verhalten hätte, denn im Rückblick sehe ich keine Depression, sondern einfach nur dutzende Sachen, die ich heute komplett anders machen würde.

Durch den Hintergrund habe ich mir Berufschancen verbaut, was am allermeisten und permanent belastet. Gerade wenn das Berufsleben betroffen ist, kann man so eine Vergangenheit ja nicht einfach zur Seite schieben und damit abschließen. Denn in meiner derzeitigen beruflichen Situation, die mich nicht erfüllt, spüre ich ja permanent, was ich mir selber angetan habe mit der Vergangenheit.

Um besser mit der Situation umgehen zu können, und für mich einen Weg zu finden, mir ein Leben aufzubauen, das gerade in beruflicher Hinsicht besser als derzeit ist, habe ich darüber nachgedacht eine Beratung in Anspruch zu nehmen.

In einem Nachbarort gibt es eine sogenannten psychologische Beratungsstelle, die kostenlos Beratung in Lebensfragen und Krisensituationen anbietet.

Einerseits ist es so, dass ich denke, dass ich selbst derzeit nicht den optimalen Weg für mich wählen kann.

Andererseits ist es meiner Meinung nach aber auch total paradox so eine Beratung bei einem Psychologen in Anspruch zu nehmen, wenn ein Hauptproblem darin liegt, dass eine in der Vergangenheit absolvierte Psychotherapie bis heute belastet.

Ich vermute, dass die Wahrscheinlichkeit relativ hoch ist, dass ich es im Endeffekt bereuen würde, mich dazu entschieden zu haben. Einfach weil das Gefühl da wäre, wieder an einem Punkt gelandet zu sein, wo ich nie mehr hinwollte, auch wenn das keine Therapie sondern Beratung wäre.

Ich würde von anderen Nutzern einfach gerne Meinungen dazu lesen, für wie sinnvoll oder nicht sinnvoll sie so eine Beratung in meinem Fall halten.

Antworten
Wkil+dkatNer


Hallo GAST0111 *:) :)* :)^

Hatte bei meinen Letzten Krankenhausaufenthalt einen Bettnachbarn der 1 1/2 Psychologie studiert hatte.

Das Problem ist man muss sich öffnen auch über das reden worüber man sonst nicht spricht. Das fängt schon damit an das die Chemie stimmt mit dem Gesprächspartner !

Es soll aber was bringen, man lässt mahl Luft ab.

Eigentlich sollte man das Alte vergessen und sich den neuen Aufgaben stellen !!

MfG

BsenitxaB.


Es gibt heute durch das Wissen um Zusammenhänge im Gehirn auch völlig andere Methoden, bestimmte Dinge zu behandeln.

So kommt es, dass in modernen Kliniken der Psychosomatik genau nach diesen Dingen der Patient Strategien in die Hand bekommt, wie er seine Sicht verändern kann.

Wenn da in so einer Beratungsstelle jemand sitzt, der das nur ehrenamtlich macht, solche Stellen kenne ich hier auch, dann kann so eine Person vielleicht tatsächlich gute Tipps haben , aber zu komplexeren Dingen hat diese Person natürlich keinen Zugang.

Und ein klinisch getrimmter Psychologe mit seiner langen Ausbildung wird sich in solchen Beratungsstellen eher nicht tummeln. Und wenn, ist es fraglich, ob er nach neuesten Erkenntnissen geschult ist.

Eine Beratungsstelle ist vielleicht nur ein Anlaufpunkt, dem gerade in Deinem Fall dann doch spezieller hingeschaut werden sollte.

Und psychiatrische Behandlungen unterscheiden sich sicherlich von psychothapeutischen Maßnahmen. Sonst wären es nicht 2 komplett verschiedene Studiengänge.

NTotMichcaelCaxine


Um besser mit der Situation umgehen zu können, und für mich einen Weg zu finden, mir ein Leben aufzubauen, das gerade in beruflicher Hinsicht besser als derzeit ist, habe ich darüber nachgedacht eine Beratung in Anspruch zu nehmen.

Mh. Was konkret hindert Dich momentan Deine berufliche Laufbahn zu ändern? Ich vermute Du hast schon eine Vorstellung was Du eigentlich gerne machen würdest, oder? Mit 27 könntest Du ja immer noch Abi nachholen und studieren ( falls es das wäre was Dir fehlt).

Andererseits ist es meiner Meinung nach aber auch total paradox so eine Beratung bei einem Psychologen in Anspruch zu nehmen, wenn ein Hauptproblem darin liegt, dass eine in der Vergangenheit absolvierte Psychotherapie bis heute belastet.

Das verstehe ich nicht so ganz. Meinst Du damit, dass Du den Eindruck hast Du wärst heute besser dran wenn Du die Therapie nicht gemacht hättest? Was wäre Deiner Meinung nach dann anders?

Wenn ich Dich richtig verstanden habe siehst Du doch das hier

Ich war schlecht in der Schule, zu großen Teilen auch weil ich einfach faul war, hatte wenig Kontakte, weil ich einfach nicht vernünftig auf andere zuging, und habe eigentlich immer erst gehandelt, und im Nachhinein nachgedacht, wenn überhaupt.

als Grund dafür, dass die Dinge sich nicht so entwickelt haben wie Du es Dir heute wünschen würdest, oder? Das ist doch dann aus Deiner Sicht die Ursache? Die Therapie war dann ein Weg die Ursache zu verstehen und von da aus in den Griff zu bekommen. Was an der Therapie war belastend? Die Selbstkonfrontation?

Ich kam auch mit 17 in Therapie. Ich teile also die Erfahrung wie man sich fühlt, wenn einem Dinge über einen selbst und das eigene Verhalten in diesem Alter klar gemacht werden. Für mich war das zu anfang der Therapie auch stark verunsichernd. Konntest Du in der Therapie dann offen darüber reden und zusammen mit dem Therapeuten für Dich positivere Verhaltenmuster entwickeln? Oder ist das der Punkt, der in der Therapie nicht so lief? Konntest Du Dir Dein Verhalten verzeihen?

Elhepmalige@r NuBtzer ](#590686x)


du hast dir die fragen bereits selbst beantwortet.

laß die finger davon und fang an deine entscheidungen selbst zu treffen. wer keine fehler macht macht auch sonst nix.. gehört einfach dazu, bei allem und jedem.

dich belastet die verlorene zeit, vergebene jobmöglichkeiten.. dann trauer dem nicht noch ewig nach, ändern läßt sich da eh nichts mehr, du würdest lediglich weitere zeit in verschwendete zeit investieren!

und such nicht sämtliche fehler bei dir.

deine eltern haben sich wohl superboy gewünscht und du hast das nicht ganz erfüllt (ihr vorstellungen und ansprüche - was aber ebenso nicht dein fehler war!) und bist in einer psychofalle gelandet.

so wie du in deiner jugend drauf warst, das ist das normalste der welt! die art und weise wie du schreibst, hinterfragst usw. zeigt, das du gut alleine klarkommst

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