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Fragen zur Psychotherapie

W}M 2M014


Bitte trenne dich von diesem Gedanken. Du läufst damit Gefahr, dich selbst unnötig unter Druck zu setzen, und das ist absolut kontraproduktiv. Eine Therapie braucht so lange, wie sie braucht, das ist keine feste Größe. Je mehr du denkst, jetzt müsste es doch reichen, je mehr blockierst du dich.

:)^

Absolut korrekt. Geh nicht mit einer vorgefertigten Meinung über Dauer, Inhalt der Gespräche, etc. in eine Therapie.

Es können Sachen dabei zu Tagelicht kommen, mit denen du vielleicht jetzt noch überhaupt nicht rechnest. Ich will dir damit keine Angst machen; ich war selbst erstaunt, über was ich alles in der Therapie gesprochen habe, weil ich im Vorfeld gar nicht den Bezug zu meinem Problem herstellen konnte. Dahin hat mein Therapeut mich gebracht. Ich dachte zB auch, dass ich stationär nicht so lange in Behandlung sein würde, wie ich es im Endeffekt war. Aber wenn du dich darauf einlässt, und erkannt hast, dass genau jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, in dem DU und deine Gesundheit wichtig ist, dann steht alles Andere nunmal vorübergehend zurück. Und das ist auch gut so. Wünsche dir alles Gute. :)*

M,itla90


@ BenitaB :

Ja ich weiß, dass es nicht viel ist. Mit Steuern, Miete usw.. Aber trotzdem ist es für mich als Studentin erst mal ein Schock. Aber wie gesagt, meine Eltern zahlen es gerne und das nehme ich gerne an.

Ich setze mich nicht unter Druck. :) Ich habe schon viel reflektiert und weiß genau, woher meine Ängste kommen, nur weiß ich nicht, wie ich damit umgehen kann/soll/muss..

Noch eine Frage.. Findet ihr, ich muss es meinem Freund erzählen, dass ich jetzt eine Therapie mache?

Er weiß zwar, dass ich totale Ängste habe, aber ich lasse das nicht so zu ihm durchringen..

B.enit!aB.


Gerade eine Verhaltensänderung wird nicht mal so aus dem Ärmel geschüttelt. Rechne ruhig mit einem längeren Zeitraum der Therapie. Die wäre in einer Klinik mit täglichem Programm sicherlich effektiver, weil man dort die Ängste von verschiedenen Seiten und Programmen angeht.

Und klar, darf der Freund erfahren, dass Du in Therapie bist. Du tust doch etwas Positives für Dich.

m8in%imxia


Dann wären es wenigstens um die 20 Euro pro Sitzung Zuschuss.

Auweia, das ist ja wirklich nicht viel. Aber immer noch besser als nichts.

Ich setze mich nicht unter Druck.

Dann nenne es Hoffnung oder Erwartungshaltung. Auch die sind kontraproduktiv, weil bei dir der Gedanke rumschwirrt, dass nachdem du deine Situation rational erfasst hast, das auch zügig emotional funktionieren müsste. @ WM hat das sehr gut erklärt. Wie dem auch sei, ist nur ein gut gemeinter Rat. :-)

Findet ihr, ich muss es meinem Freund erzählen,

Müssen musst du gar nichts. Wenn du es ihm erzählen willst, weil ihr eine vertrauensvolle und gute Beziehung habt, dann tue das. Wenn du dich damit aber nicht wohl fühlst, könntest du im Zuge der Therapie mal herausfinden, warum du dich diesbezüglich nicht öffnen willst. Solltet ihr aber erst seit Kurzem ein Paar sein, dann vielleicht erst zu einem Zeitpunkt, an dem du angst- und/oder schamfrei darüber berichten kannst.

mIinUim:ia


Die wäre in einer Klinik mit täglichem Programm sicherlich effektiver

Dennoch brauchen die meisten Menschen nach der Klinik therapeutische Begleitung, um das dort "Gelernte" dauerhaft in ihrem Alltag umzusetzen. Es ist eine Sache, in einer Klinik sehr viel Unterstützung zu bekommen, aber eine ganz andere, das dann völlig allein bewältigen zu müssen. Spätestens dann zeigt sich, wie hartnäckig destruktive Muster sind.

Mkila9x0


In eine stationäre Behandlung will ich auf keinen Fall, und ich glaube, das ist auch nicht nötig.

Ich habe mal solche, mal solche Tage. An manchen Tagen geht es mir gut und an anderen Tagen habe ich dermaßen starke Krankheitsängste, dass ich Angst habe, bald zu sterben.

Aber ich denke, mit einer Therapie werde ich das in Griff bekommen.

Ich versuche zudem noch (sobald das Wetter wieder besser wird) mich wieder zum Laufen zu zwingen. Vielleicht hilft das auch.

Und aja, meine neueste Krankheitsangst lasse ich noch ausschließen, und dann hoffe ich, dass ich mehr zur Ruhe komme.

MuaGmm=ut86


Hallo Mila,

ich bin in Graz seit kurzem bei einer Selbsthilfegruppe vom Verein Achterbahn. Die haben Infoblätter wohin man sich für einen Kassaplatz wenden kann. Leider gibt es diesen Verein nur in der Steiermark.

Du könntest dich noch an den psychosozialen Dienst von Wien wenden: [[http://www.psd-wien.at/psd/]]

Oder du fragst direkt bei der GKK nach.

Lg

ab.f-isxh


Aber ich denke, mit einer Therapie werde ich das in Griff bekommen.

:)^

Ich finde es gut, dass Du da positiv herangehst. Von Druck lese ich da eigentlich nichts heraus und im Gegenteil zu minimia denke ich, dass Hoffnung ein ganz wichtiger Bestandteil bei einer Therapie ist. Man muss doch daran glauben, dass es funktionieren kann, dann übersteht man - mEn - auch die Rückschritte und schlechten Zeiten besser.

Findet ihr, ich muss es meinem Freund erzählen, dass ich jetzt eine Therapie mache?

Du musst nicht, natürlich nicht. Es ist aber auch nichts, dessen man sich schämen müsste und u.U. wird Dich manches stärker beschäftigen und Dich gedanklich in Beschlag nehmen, da kann es schön sein, wenn man Unterstützung hat. Wenn es mehr Deine Angst/Scham ist, die Dich davon abhält, und nicht realistische Bedenken, dass Dein Freund doof reagieren könnte, würd eich Dich ermuntern wollen, ihm davon zu erzählen. Wenn Du da mit negativen Reaktionen rechnest, musst Du Dir das nicht aufhalsen, denke ich.

mPin{imixa


@ afish

im Gegenteil zu minimia denke ich, dass Hoffnung ein ganz wichtiger Bestandteil bei einer Therapie ist.

Das habe ich nirgendwo geschrieben. Bitte nicht einfach aus dem Kontext nehmen und eine neue Deutung hineinlegen. Danke :-)

W|M x2014


Ich würde es meinem Partner auch erzählen, an deiner Stelle.

Und eigentlich bin ich auch dafür, dass man es der ganzen Welt erzählen können muss. Es muss kein Tabu sein. Und es sollte auch kein Tabu sein.

Man darf Schwächen zeigen oder offen eingestehen, dass man mit Etwas allein überfordert ist, und Hilfe benötigt.

Ich habe mich anfangs auch total geschämt. Doch nachdem ich all meinen Mut zusammengenommen habe, über meine (mittlerweile zu Ende therapierte) Krankheit (Depressionen) zu sprechen, ist mir aufgefallen, wie gut andere Menschen damit umgehen. Meine Familie, Freunde, Arbeitskollegen. Egal wem ich davon erzählt habe - ausnahmslos habe ich positive Reaktionen erfahren. :)z

Nur Mut, Mila90, du schaffst das.

M ilxa90


Ich komme gerade von der Therapiestunde und die Psychotherapeutin war echt nett.

Haben auch gleich die womögliche Ursache gefunden: Bin während der Geburt im Geburtskanal stecken geblieben und schon ganz blau angelaufen..

Nur etwas hat mich jetzt doch ein wenig traurig gemacht.

Hatte eben mit meiner Mum telefoniert (meine Eltern sind getrennt) und ihr erzählt, dass ich heute bei meiner ersten Stunde war, und sie hat reagiert, als fände sie es ziemlich unnötig dass ich zu einer Therapie gehe und wer mir das bezahle und so. Und dass es bisher kein Thema war (ja, weil ich nicht mit meinen Eltern über meine Krankheitsängste rede?!) Sie hatte früher auch schon mal gesagt, dass sie auch gerne wieder zu einer Therapeutin gehen würde, aber seit der Trennung kein Geld dafür hätte.

Mein Papa fand es super, dass ich heute dort war.

Aber irgendwie macht es mich traurig, dass meine Mama es mir nicht "gönnt"? :°(

mWinimxia


@ Mila

Hatte sie dir nicht zuvor die Unterstützung zugesagt?

m9in.imixa


...die finanzielle Unterstützung...

MSila9x0


Nein, nur mein Vater..

Mit ihr hatte ich es eigentlich gar nicht besprochen..

Sorry, kam im Beitrag ganz anders rüber. Fand ich nicht relevant als Info..

mTinixmixa


@ Mila

Ich vermute, dass deine Mutter schlicht aus allen Wolken gefallen ist. Hat sich für sie vielleicht auch komisch angefühlt, dass dein Vater über deinen Plan informiert war und sie nicht, und dass sie wissen wollte, wie du das finanzierst, finde ich in Anbetracht der mageren Zuzahlung deines Landes und deiner momentanen Finanzlage auch verständlich.

Gut möglich, dass sie an dir wirklich nichts Therapiebedürftiges findet. Ist aber auch möglich, dass sie nicht wahrhaben will, dass du seelisch nicht in Ordnung bist, weil sie daraus Rückschlüsse auf ihre Fähigkeiten als Elternteil ziehen würde, oder dass es ihr peinlich ist, dass sie dich nicht unterstützen kann. Oder es ist von allem etwas.

Und dass es bisher kein Thema war (ja, weil ich nicht mit meinen Eltern über meine Krankheitsängste rede?!)

Das verwundert mich schon etwas. Wieso bist du deswegen so auf Distanz zu deinen Eltern? Warum dürfen sie nicht wissen, welche Gefühle dir das Leben schwer machen?

dass meine Mama es mir nicht "gönnt"?

Ich glaube gar nicht, dass sie es dir nicht gönnt. Ich denke, ihrer Abwehrhaltung und Skepsis lagen andere Gefühle zugrunde, die sich für dich wie Ablehnung oder Missgunst anfühlen.

Fand ich nicht relevant als Info..

Es ist schon ein Unterschied in der Einschätzung der Situation, ob jemand erst etwas zusagt und dann zurück rudert, oder ob derjenige davon gar nichts weiß. ;-)

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