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Fragen zur Psychotherapie

M&il$a9b0


Danke für deine Antwort.

Sie meinte, dass die Diagnose dann in meiner Krankenakte stehen würde und sie jeder Arzt sehen könne?! Stimmt das denn? Das möchte ich eigentlich nicht. Bin erst 24

Und außerdem meinte sie, dass Psychologen sehr manipulierend sein können und sie mir ja wen empfehlen könne, aber sie denke weiterhin, dass ich keine Therapie bräuchte.

Doch, ich rede mit meinen Eltern schon darüber. Aber eher weniger. Das meiste mach ich mit mir aus, oder Google. Sie stempeln mich sowieso gleich als Hypochonder ab. Bin ich ja auch, aber extrem.

Naja jedenfalls ist jetzt das positive Gefühl aus der ersten Stunde wie weggeblasen. :-|

Mvammu7t8x6


Hallo Mila,

erstmals :)^ das du bei der Stunde warst und dich dem Gespräch gestellt hast. Und bitte lass dir dein positives Gefühl und deinen Erfolg nicht von deiner Mutter zu Nichte machen.

Ich will deine Mutter absolut nicht schlecht reden aber ich persönlich finde einige Reaktionen deiner Mutter ehrlich gesagt schon komisch.

Und außerdem meinte sie, dass Psychologen sehr manipulierend sein können und sie mir ja wen empfehlen könne, aber sie denke weiterhin, dass ich keine Therapie bräuchte.

Es gibt sicherlich auch unter den Therapeuten schwarze Schafe (habe leider selbst schon schlechte Erfahrungen gemacht). Hier solltest du deinem Bauchgefühl vertrauen. Das wird dir sicherlich sagen ob du mit der Therapeutin zusammenarbeiten kannst oder nicht. Und du hattest heute ja schon ein sehr gutes Gefühl, was sehr viel Wert ist.

Ich finde auch, das die Beurteilung ob du eine Therapie brauchst oder nicht, nicht von der Empfindung deiner Mutter abhängt, sondern von deiner eigenen. Du wirst dich ja sicherlich nicht aus Jux und Tollerei dazu entschlossen haben, sondern weil du spürst, dass dich deine Angst einengt und dich in deinem Leben behindert und bremst!?!?

Sie meinte, dass die Diagnose dann in meiner Krankenakte stehen würde und sie jeder Arzt sehen könne?! Stimmt das denn? Das möchte ich eigentlich nicht. Bin erst 24

Meines Wissens nach gibt es in Österreich eine solch rundum "einsehbare" Krankenakte noch gar nicht. Dies soll ja gerade mit ELGA (der elektronischen Gesundheitsakte) geschaffen werden. Kannst ja mal danach googeln. Aber dies ist noch glaube ich lange nicht vor der Fertigstellung und du hast auch das Recht dich von ELGA abzumelden.

Ich weis nicht wie das mit ELGA genau ablaufen wird, aber ich denke da kann auch nicht jeder Arzt nach Spaß und Freude herumschnüffeln. Ich würde mich da nicht verrückt machen und nicht allzu viel Gedankengut daran verschwenden.

Ich war schon bei einigen Ärzten und da wusste keiner irgendwas über meine Krankengeschichte. Noch nicht mal im Krankenhaus, sogar da kannst du wieder bei Null zu erzählen anfangen. Die müsste ja extra deine Krankenakte bei der Krankenkasse anfordern usw. Das ist doch alles viel zu umständlich.

Sie stempeln mich sowieso gleich als Hypochonder ab. Bin ich ja auch, aber extrem.

Kann es sein, dass deine Eltern vor allem deine Mutter deine Krankheit nicht wirklich verstehen können? Vielen fällt es leider schwer psychische Erkrankungen nachvollziehen und verstehen zu können.

Es kann aber auch sein, dass sie dich mit dieser Reaktion auch nur schützen wollen, dir deine Angst nehmen und dich beruhigen wollen indem sie dir so zeigen, dass du ja komplett übertreibst. Was in deinem Falle dann leider eine komplett falsche Reaktion ist, da sie dich ungewollt von sich wegstoßen und verletzen.

Was würdest du dir den für eine Reaktion von deinen Eltern wünschen wenn du mit einer deiner Krankheitsängste zu ihnen kommst?

Hatte eben mit meiner Mum telefoniert (meine Eltern sind getrennt) und ihr erzählt, dass ich heute bei meiner ersten Stunde war, und sie hat reagiert, als fände sie es ziemlich unnötig dass ich zu einer Therapie gehe und wer mir das bezahle und so.

Sorry aber für mich liest sich das gerade sehr traurig und kalt. Hat sie den nachgefragt wieso du zur Therapie gehst? Was dich beschäftigt? Was dir solche sorgen macht?

Entschuldige falls ich das jetzt falsch gedeutet habe. o:)

Sie hatte früher auch schon mal gesagt, dass sie auch gerne wieder zu einer Therapeutin gehen würde, aber seit der Trennung kein Geld dafür hätte.

Wie in deinem Beitrag ja schon mal erwähnt, hat sie ja sehr wohl die Möglichkeit sich um einen Kassenplatz umzuschauen. Sie hat hier zwar mit langen Wartezeiten zu rechnen, aber wenn sie wirklich will, sind ihre Finanzen kein wirkliches Hindernis und erst recht kein Grund jemanden ein schlechtes Gewissen zu machen.


Lass den Kopf nicht hängen freu dich über den guten Start der Therapie.

mDinximia


@ Mila

Ich kann verstehen, dass du von dem Verhalten deiner Mutter enttäuscht bist. Wäre ich auch.

Leider versucht deine Mutter, dich zu manipulieren, indem sie dir Angst macht! Sie nutzt deine Ängste, um dich von deinem Weg abzubringen.

Ich weiß nicht, wie das in Ö läuft, aber hier in D wird so eine Diagnose definitiv nicht an alle Ärzte weitergeleitet. Lediglich der Therapeut, die Kasse und evtl. der behandelnde Psychiater wissen davon. Sonst keiner. Das würde auch gegen die ärztliche Schweigepflicht verstoßen, würde das ohne schriftliche Einwilligung des Patienten einfach weitergegeben. Aber du kannst deine Therapeutin anrufen und die Vorgehensweise in Ö erfragen.

Es ist schon erkennbar, dass du dich für deine Angststörung sehr schämst. Das brauchst du aber nicht. Du bist mit deiner Störung wirklich eine von Vielen. Du bist damit überhaupt nicht allein, weder verachtenswert noch schwach. Warum meinst du, dass die Wartezeiten auf einen Therapieplatz, bei euch wie bei uns, so lang sind? Schaue dich mal allein in diesem Unterforum "Psychologie" in den Beiträgen um, wie viele Menschen hier seelische Probleme haben. Wie viele hier regelmäßig mitschreiben, die selbst schon eine Therapie hinter sich haben (mich eingeschlossen). Bei kaum einer Klinik in ganz Deutschland würdest du von heute auf morgen einen Platz kriegen und warum nicht? Weil bereits zig andere Menschen vor dir in der Warteschlange stehen. Verstehst du, all diese Leute haben seelische Probleme und sie nehmen sie in Angriff. Genauso wie du. Lasse dich bitte nicht von deiner Mutter runterziehen. Ziehe das durch und hilf dir selbst. Freue dich, dass dein Vater dich unterstützt, dass du diese Chance bekommst.

aber sie denke weiterhin, dass ich keine Therapie bräuchte.

Lasse deine Mutter denken, was sie will. Das tut sie sowieso, egal, was du versuchst zu erklären. Sie hat keine therapeutischen Fähigkeiten, und wenn Psychologen so "manipulativ" sind, warum war sie dann selber in Therapie und würde es wieder machen? Was befähigt ausgerechnet sie zu entscheiden, welcher Therapeut manipulativ sein könnte und wer nicht? Und es ist völlig überflüssig, dass sie dir jemanden empfiehlt. Du kümmerst dich eigenständig um deinen Therapieplatz, was ich sehr gut finde.

Doch, ich rede mit meinen Eltern schon darüber. Aber eher weniger.

Ok, habe ich verstanden. Dennoch fällt auf, dass du deinen Vater ins Boot geholt hast und deine Mutter komplett außen vor gelassen hast. Ich gehe davon aus, dass du gute Gründe dafür hast und diese auch kennst.

als Hypochonder ab. Bin ich ja auch, aber extrem.

Ok, du bist ein Hypochonder, aber das bist du eben auch nicht ohne Grund geworden. Und es macht dich keinesfalls zu einem schlechteren Menschen. @:)

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