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Warum kann ich nicht weinen trotz Trauer?

P&aul_|R"evexre


Und wie muss ich mir vorstellen, wie so eine "Abhärtung" abläuft? Ich finde, es gibt bessere Wege, aktiv mit den eigenen Gefühlen umzugehen, als Vermeidungs- oder Schutzstrategien für einen völlig normalen Liebeskummer aufzubauen.

Man erlebt genug Mist und entscheidet sich irgendwann dazu sich nicht mehr so anzustellen und nicht heulend durch die Gegend zu laufen. Traurig sein kann man immer noch und seine Gefühle verarbeiten muss man auch, nur vom Rumgeweine wirds auch nicht besser ;-)

D}a8ntxe


Du weinst nicht, weil es a) keinerlei Grund zur Trauer gibt (niemand ist gestorben), und weil man b) nicht monatelang flennt wie ein kleines Kind, nur weil man einen Korb bekommen hat.

Werd erwachsen!

P#asul_jRevqere


So kann man es natürlich auch ausdrücken :)^ ;-D

EShemaloiger NutzeIr (#5x68697)


%-|

[[https://www.youtube.com/watch?v=jVI1Xutc_Ws Be a Man ]]

Erhemaligner NuStzer .(#568L697)


[[https://www.youtube.com/watch?v=jVI1Xutc_Ws Be a man]]

DTantxe


Alleine dabei von "Trauer" zu reden finde ich absolut unverschämt jedem gegenüber, der tatsächlich den Tod eines sehr nahestehenden Menschen zu verkraften hat.

Letztendlich ist vermutlich nur sein Ego verletzt.

P,aul_Rbevexre


[[https://www.youtube.com/watch?v=jVI1Xutc_Ws Be a man]]

Oh Mann immer diese Ted Talks "Experten", die meinen Männer ändern zu müssen und zu können %-|

Viele viel zu kurz gedachte Ideen, die aber schön klingen -> Success.

G]abun


@ Dante

Wow, wie kann man mit nur reinen objektiven Informationen dearartig dreist urteilen? Wenn du nur ein bisschen Ahnung von der gesamten Situation hättest, würdest du dir das Kommentar sparen

m~inimria


Man erlebt genug Mist und entscheidet sich irgendwann dazu sich nicht mehr so anzustellen und nicht heulend durch die Gegend zu laufen.

Ich nehme an, mit "man" meinst du dich selber. Allerdings warst du dir dann wohl selbst gegenüber deutlich großzügiger, was das Zulassen von Weinen angeht. Siehe -> genug Mist (also mehrfach), -> entscheidet sich irgendwann (ebenso mehrfach) und heulend durch die Gegend zu laufen (du hast das gemacht, aber der TE sollte das bei seinem Liebeskummer nicht tun). Und falls du nicht von dir gesprochen hast, dann wurde dir das Weinen offenbar gründlich aberzogen.

Traurig sein kann man immer noch und seine Gefühle verarbeiten muss man auch, nur vom Rumgeweine wirds auch nicht besser

Der TE berichtet auch nicht vom "Rumgeweine", sondern dass er Weinen (absolut auch zu recht) als bereits erleichternd erlebt hat, und sich nun in seiner Traurigkeit wünscht, einen Teil dieses Gefühls übers Weinen loszuwerden, und nicht versteht, warum er sich so blockiert fühlt.

keinerlei Grund zur Trauer gibt (niemand ist gestorben),

Nur weil du Trauer und Tränen ausschließlich einem Todesfall vorbehältst, heißt das aber nicht, dass andere Menschen das genauso sehen müssen.

und weil man b) nicht monatelang flennt wie ein kleines Kind, nur weil man einen Korb bekommen hat.

Warum übertreibst du so dermaßen? Hier ist weder die Rede von "monatelang" noch von "flennen" (was ich jetzt mal mit Tränenbächen assoziiere), sondern die Verwunderung über das Ausbleiben von Weinen in einer sehr emotionalen Situation.

Alleine dabei von "Trauer" zu reden finde ich absolut unverschämt

Kannst du ja auch so sehen, ändert aber nichts daran, dass sehr viele Menschen in vielen Bereichen Trauer über etwas empfinden.

Ihr habt eure eigenen moralischen Messlatten, wann ihr euch was zugesteht, das ist völlig ok. Den TE bzw. seine Gedanken und Gefühle deshalb abzuwerten, ist überhaupt nicht ok.

P!aul#_Revjexre


Ich nehme an, mit "man" meinst du dich selber. Allerdings warst du dir dann wohl selbst gegenüber deutlich großzügiger, was das Zulassen von Weinen angeht. Siehe -> genug Mist (also mehrfach), -> entscheidet sich irgendwann (ebenso mehrfach) und heulend durch die Gegend zu laufen (du hast das gemacht, aber der TE sollte das bei seinem Liebeskummer nicht tun). Und falls du nicht von dir gesprochen hast, dann wurde dir das Weinen offenbar gründlich aberzogen.

Man mag es nicht für möglich halten, aber als Kind habe ich auch hier und da geweint ;-) Der TE ist aber nunmal kein Kind mehr.

Der TE berichtet auch nicht vom "Rumgeweine", sondern dass er Weinen (absolut auch zu recht) als bereits erleichternd erlebt hat, und sich nun in seiner Traurigkeit wünscht, einen Teil dieses Gefühls übers Weinen loszuwerden, und nicht versteht, warum er sich so blockiert fühlt.

Und dennoch funktionieren weder Körper noch Geist so. Der TE muss lernen seine Gefühle selbst zu verarbeiten und nicht nur auf die Wunderlösung Weinen zu warten, durch die dann >kurzfristige< Besserung eintritt. Wer sich von Rumgeweine zu Rumgeweine hangelt um halbwegs emotional klarzukommen, der wendet Vermeidungsstragien an. Emotionale Stabilität erreicht man anders. Und genau das zeigt ihm sein Körper jetzt auch, indem er nicht weint.

mXin|immia


Man mag es nicht für möglich halten, aber als Kind habe ich auch hier und da geweint

Selbstverständlich ist das so, denn Kinder empfinden Weinen als was völlig wertfreies. Eben als einen Ausdruck einer Emotion. Weinen hat absolut die gleiche Berechtigung wie Lachen. Ob als Kind oder Erwachsener.

Und dennoch funktionieren weder Körper noch Geist so. Der TE muss lernen seine Gefühle selbst zu verarbeiten

Und diesen Prozess hast du als Kind gedanklich wie emotional durchlaufen? Einfach so, weil du für dich als Knirps beschlossen hast, dass Weinen überflüssig ist? ???

nicht nur auf die Wunderlösung Weinen zu warten,

Nein, das nicht, da gebe ich dir recht. Aber es nimmt zumindest einen Teil der seelischen Last. Der Rest muss noch immer verarbeitet werden. Nicht umsonst heißt es, dass Tränen eine reinigende Wirkung haben. Und wäre es tatsächlich nutzlos, und würde es keinen inneren Drang dazu geben, hätte die Natur das auch nicht so eingerichtet.

durch die dann >kurzfristige< Besserung eintritt. .

Dann dürfte niemand, der gerade traurig ist, Ablenkung beim Weggehen mit Freunden herbeiführen. Ist genauso kurzfristig. Jede Aktion ist mMn kurzfristig, hilft aber im Gesamten voran zu kommen.

Wer sich von Rumgeweine zu Rumgeweine hangelt um halbwegs emotional klarzukommen, der wendet Vermeidungsstragien an

Keine Ahnung, ob der TE das wirklich so verfolgt. Bloß weil er hier:

die Trauer von mir ablassen könnte

...nicht dazu geschrieben hat, zum Teil. Anyway.

EBhemali9ger NVutzerw Q(#G56)8697)


Wie ich das sehe bist Du noch keine 20, ja? War sie Deine erste "große" Liebe?

Lass Dir zu nächst mal nicht einreden was du zu fühlen hättest. Du fühlst was Du fühlst und wenn Du Dich irritiert fühlst, dass Du nicht weinen kannst dann ist das eben so.

Dich zu fragen warum Du nicht weinen kannst scheint nur nichts zu ändern - es scheint im Gegenteil Druck aufzubauen. Deshalb würde ich Dir vorschlagen mit jemandem der Dir nahe steht über das zu reden was passiert ist. Das Du aus der Traurigkeit nicht rauskommst, aber sie auch nicht ausdrücken kannst ist ja eine Folge aus dem was passiert ist.

Wenn wir solche Situationen jemandem erzählen, dem wir vertrauen und der uns nicht gleich "fixen" will kann das helfen das für uns selbst zu sortieren. Dann kommen die Tränen ganz von selber- einfach weil der andere vielleicht was nachfragt oder Du siehst das er von der Situation auch mitgenommen ist und dann kann sich was lösen.

Was Paul und Dante vorschlagen könntest Du "falsch" interpretieren und daraufhin anfangen die Gefühle einfach abzuschneiden und zu verdrängen.

Der ehrliche Dialog mit jemandem der Dich gut kennt kann Dir helfen Empathie aufzubauen - für Dich selbst genau wie für die Freundin. Damit sowas nicht dauerhaft in reines Selbstmitleid mündet, womit wir Menschen uns häufig in unserem eigenen Leid fixieren, dafür können wirklich gute Freunde helfen, die eben auch mal sagen: Du jetzt is gut. Oder sich dann vielleicht irgendwann sogar abwenden, wenn wir mit baden nicht aufhören. Dritte können uns in so einer Situation den Unterschied zwischen Mitgefühl (mit uns selbst und mit dem jeweils anderen) und Selbstmitleid aufzeigen, wenn wir sie lassen.

Es könnte ja vernünftige Gründe geben warum es jetzt mit euch nichts wurde. Dagegen rebelliert zwar ein Teil Deiner Gefühlswelt stark, aber ein anderer lässt sie vielleicht eigentlich gelten. Das könnte ein Grund sein warum Dir das weinen so schwer fällt.

Wenn Du Dich in ihre Situation versetzt und Dir überlegt was es in einem auslösen kann einen nahestehenden Menschen zu verlieren - nicht selten nämlich, dass es wichtig ist im moment zu leben - ist ihr Verhalten - jetzt keine Beziehung zu beginnen wo sie gerade für ein Jahr ins Ausland geht, weil sie einfach nicht weiss was dort passieren wird - aus ihrer Sicht sehr vernünftig. Sie steht damit ja auch Dir nicht im Weg, weil auch Du Dich ja jetzt neu orientieren musst ( nach dem Abi). Ich könnte mir vorstellen, das ein (kleiner?) Teil von Dir diese Art der Vernunft trotz allem nachvollziehen kann und teilt und deshalb den Grund zum trauern nicht so sehr sieht, während er andere Teil, der eben daraufhin gefiebert hat das die Beziehung los geht verletzt und enttäuscht ist.

Keine leichte Situation.. Gerade wenn es Deine erste große Liebe wäre.... Deshalb wärs wichtig darüber mit jemandem zu reden um zu erkennen - habe ich nicht eigentlich auch diese beiden Stimmen in mir? Die Vernunft - eine long distance beziehung zu führen wäre gerade für den Anfang einer Beziehung ja auch nicht grade leicht - und die Enttäuschung das sie so gegangen ist wie sie gegangen ist obwohl Du dachtest ihr hättet andere Pläne.

Situationen in denen wir emotional so gespalten sind sind meistens Chancen uns selbst besser kennen zu lernen. Alles was wir dabei über uns lernen ( und nicht verdrängen) kann uns helfen - auch im Auftreten anderen gegenüber. Mitgefühl hiilft mittelfristig Situationen besser einzuschätzen, wenn wir es nicht einseitig nur für uns oder nur für andere anwenden.

Rede mit jemandem dem Du vertraust. Nicht über Lösungen sondern über das was Dich irrtiert. Finde raus was der Grund ist.

G#aXbun


Ich hatte auch vor "kurzem" meinen großen Bruder verloren, der für mich eine sehr wichtige Bezugsperson war, ich weiß wie sich das anfühlt und ich hatte auch ihre Entscheidung respektiert. Ich hatte ihr aufjedenfall gesagt das sie jederzeit mit mir reden kann. Aber darum geht es nicht, ich habe nirgendwo gesagt das ich sie deswegen verurteile oder sauer auf sie bin. Das wäre quatsch.

Es ist wie gesagt sehr kompliziert gewesen, deshalb kann ich das alles hier nicht so konkret aufschreiben, ohne das das hier in einem Roman endet. Sie war auch schon vor dem Todesfall aufeinmal aus dem nichts distanziert. Als wir uns dann mal nach Wochen trafen und ich fragte was sie so gemacht hatte kam zum Beispiel die Antwort, "Ach, nich viel. War eher langweilig", obwohl ich mich mehrmals mit ihr treffen wollte. Letztendlich sagt das doch aus, ich langweile mich lieber als was mit dir zu machen - kritisch betrachtet.

Was mich kurzgesagt einfach nur belastet ist wie sie damit umgegangen ist (NICHT mit dem Todesfall). Ich bin etwas schüchtern, habe mich aber zusammengerissen um nach einem Date zu fragen, um endlich die ganzen Fragen beantwortet zu bekommen, ist sie interessiert oder nicht?? Sie hat mir eine Antwort gegeben, die einfach noch viel mehr Fragen erzeugte. Sie hat theoretisch betrachtet kein ja und auch kein nein von sich gegeben. Sie ist letztendlich gegangen und hat mich mit all den Fragen zurück gelassen. Gerade das sie beim Abiball so distanziert war, lässt sie einfach kalt wirken, obwohl ich sie so überhaupt nicht kenne.

Ich hätte kein Problem mit einem einfachen "nein" gehabt. Dann hätte ich abschließen können, aber so hört halt das Gedankenkarussel nicht auf

Gsa<bxun


*EDIT,

Ich habe zwar genug Freunde mit denen ich darüber reden könnte, aber ich bin zu verklemmt für sowas. Ich mag und kann sowas nicht.

EWhemalziger NutzerF (#568l697)


Sie hat theoretisch betrachtet kein ja und auch kein nein von sich gegeben. Sie ist letztendlich gegangen und hat mich mit all den Fragen zurück gelassen. Gerade das sie beim Abiball so distanziert war, lässt sie einfach kalt wirken, obwohl ich sie so überhaupt nicht kenne.

Ich hätte kein Problem mit einem einfachen "nein" gehabt. Dann hätte ich abschließen können, aber so hört halt das Gedankenkarussel nicht auf

Mh. Was wenn sie selbst weder ein eindeutiges Ja noch ein eindeutiges Nein hatte? Hättest Du ein: ich mag dich, aber ich seh uns nicht als Paar Dir gereicht?

Ich kann verstehen, dass Du ihr verhalten nicht verstehst. Es ist schwierig einzuschätzen warum sie das getan hat. Es könnte natürlich auch sein, dass sie sich anderweitig verliebt hat und deshalb plötzlich distanizierter war. Oder aus ganz anderen Gründen, die sie Dir nicht mitteilen wollte. Vielleicht dachte sie auch sie machts Dir leichter Dich zu entlieben indem sie so distanziert wie möglich ist. Dann kannst Du Dir im übertragenen Sinn sagen " blöde Kuh" und gut is. Natürlich funktioniert das nicht so einfach und hilft Dir momentan auch nicht.

Kannst Du nicht damit abschliessen indem Du einfach ihr Verhalten als eindeutiges: Nein! anerkennst?

Du kennst vernünftige Gründe (Auslandsjahr) wie dieses Nein entstanden sein könnte. Genügt das nicht?

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