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Meine Therapeutin ist tot

Alias 726935 hat die Diskussion gestartet


Ich weiß jetzt noch gar nicht wo ich mit meinen Gefühlen hin soll.

Ich war vor vielen Jahren erkrankt und habe heute erfahren, dass meine Therapeutin vor einem Jahr verstorben ist. Vermutlich an Krebs.

Sie hat mir sehr geholfen und mich letztendlich dazu befähigt, mir selbst zu helfen, damit es mir wieder besser geht.

Jetzt fühle ich mich ein wenig überfordert und hilflos, weil sie sehr gut war und mir auch das Gefühl gab, ich kann mich jeder Zeit melden wenn es mir nicht gut geht.

Wie gehe ich damit um?

Antworten
Hwyp8erxion


Faden verschoben

k7olZtraAst


Meiner Freundin ist das Selbe passiert und ich habe ihr geraten, all das Gute, was ihr die Therapeutin hat angedeihen lassen (Hilfe zur Selbsthilfe, wie bei Dir) als Vermächtnis zu nehmen und in sich zu bewahren.

Meine Freundin hat nach etwa einem Jahr bei einem männlichen Therapeuten die Therapie auf (neue, andere Art) weitergeführt. Sie wählte bewusst keine Frau mehr.

Alias 726935


Danke. Ich hab jetzt keine Angst zu einer Frau zu gehen. Es fühlt sich nur ganz komisch an.

Ich habe heute Nachmittag den Stein gefunden, den sie mir zum Abschied zur Therapie gegeben hat als Glücksbringer.

Ich werde ihn ab jetzt immer bei mir tragen.

Umgehen kann ich damit noch nicht. Es ist sehr surreal.

Sie war ein sehr toller Mensch, durch den ich unglaublich viel über mich selbst gelernt habe.

m inimixa


@ Alias

Es ist verständlich, dass dir das nahe geht, immerhin hatte in der Therapie sehr viel Nähe bestanden und die Therapeutin in vielem einen entscheidenden Einfluss auf dich. Dass sie tot ist, klingt fürchterlich endgültig, aber das muss es nicht. Denn ihr Wirken lebt sozusagen in dir und vielen anderen ihrer Patienten weiter. Und all dies Positive wird weiter in die Welt getragen. Wie ein Stein, der ins Wasser fällt und immer größere Ringe erzeugt. Was immer du Gutes in der Therapie gelernt hast, bestimmt jetzt dein Verhalten und deine Entscheidungen, die sich wiederum positiv für deine Mitmenschen auswirken können. Wer weiß, ob du nicht jemandem nach einer erfolgreichen Sitzung ein besonders warmes Lächeln geschenkt hast, an das er oder sie noch heute denkt.

Wahrscheinlich hast du dich noch von keinem Todesfall betroffen gefühlt oder erlebt, dass ein Mensch deutlich vor seiner Zeit gehen musste, deshalb dieses surreale Gefühl. Meiner Erfahrung nach legt sich dieser erste Schock und die deutliche Konfrontation mit der Endlichkeit des Lebens auch wieder. Gib dir Zeit und trauere um einen Menschen, der in deinem Leben eine wichtige Rolle gespielt hat. :)*

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