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Mein Chef verhält sich seltsam mir gegenüber

MNysstiqupa2 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich muss hier mal etwas loswerden.

Ich arbeite seit einigen Monaten in einem neuen, mittelgroßen Unternehmen (mache eine Umschulung, bin 28) und komme bisher mit allen Kollegen (wir sind ca. 15) super zurecht. Ich werde gemocht (soweit ich das einschätzen kann), integriere mich gerne und unternehme mittlerweile auch mit einigen davon außerhalb der Arbeit etwas, was mich sehr freut.

Nun ist es so, dass ich aus meinem Chef einfach nicht schlau werde. Anfangs war es ein professionelles, distanziertes Verhältnis - klar, man muss sich ja erst einmal kennenlernen. Die Hierarchie ist in der Firma recht flach, d.h. der Chef ist sehr viel außer Haus in Deutschland unterwegs, aber sehr nah zu seinen Angestellten, alles per Du und sehr freundlich.

Jedenfalls hatten wir vor drei Wochen eine Zugfahrt zu einer Messe, mein Chef und ich sind da alleine hin mit einem Vertriebsleiter, der dann woanders hin weiterfuhr. Während der Fahrt unterhielten wir uns sehr gut, er stellte viele Fragen, haben über unsere Interessen und Hobbys gesprochen, gelacht, auch über andere Themen durchgehend, viele ähnliche Ansichten. Und da merkte ich, der Typ ist echt in Ordnung. Chemie stimmt, mit dem verstehe ich mich. Ganz ein ähnlicher Charakter wie ich. Er dürfte so Mitte 40 sein. Wenn man den in der Freizeit kennenlernen würde, mit dem würde ich öfter ein Bier trinken gehen. Soweit mal.

Jedenfalls ist seitdem irgendwas anders, so fühlt es sich zumindest für mich an und ich weiß nicht, ob ich mir das nur einbilde. Wenn er ins Büro kommt, begrüßt er alle, auch mich, sieht mich aber eher selten an, höchstens im Vorbeigehen ein kurzer Blick, fast skeptisch. Ich sitze in einem abgeteilten, offenen Büro mit vier anderen. Geht häufig an mir vorbei, ohne mir einen Blick zuzuwerfen, spricht aber mit meiner Kollegin, die auch bei mir am Tisch sitzt, ohne mich dabei anzusehen. Insgesamt kommt es mir vor, als spricht er mit anderen herzlicher als mit mir, so kommt es mir zumindest vor und ist zu mir eher distanziert, als ob er nicht wüsste, was er von mir halten solle. Eine jüngere Kollegin, die gemeinsam mit mir anfing, hat mehr mit ihm zu tun, was wohl auch an den Projekten liegt, mit ihr spricht er häufig und ist lustig. Mir kommt es so vor, als sei ich ihm suspekt oder er wird aus mir nicht schlau. Ich möchte nicht sagen, dass er mir ausweicht, aber manchmal habe ich irgendwie so ein Gefühl, eine Spannung, die da ist, wenn wir sprechen, wie irgendwas Unausgesprochenes.

Ich höre öfters von Leuten, die mich neu kennenlernen, dass ich nicht leicht durchschaubar wäre, weil ich jemand bin, der sehr ruhig vor sich hingrübelt und nicht viel preisgibt, aber zwischen den Kollegen tau ich natürlich schon auf und bin lustig mit ihnen.

Letzte Woche bat er mich und meine mich einarbeitende Kollegin zu einem gemeinsamen kurzen Feedback, fragte sie, wie sie mit mir zurecht kommt. Sie gab super Feedback, sagte, ich unterstütze sie prima, habe viel Wissen, sie habe ein sehr gutes Verhältnis zu mir. Er sagte dazu nicht viel, sah mich an und meinte: Deine Aufgabe ist jetzt, frage mal die anderen, wie du auf sie wirkst, das würde mich interessieren, das schließt mich ein.

Mich hat das erstmal total verunsichert. Ich bin dann zu Kollegen, erzählte es ihnen und die fanden die Frage auch komisch, meinten, was sollen sie sagen, ist doch alles paletti, du bist super und sehr fleißig, lass den, der vergisst das eh wieder.

Heute waren wir mit der Firma im Biergarten und wie es kam, landete mein Chef neben mir und meiner anderen neuen Kollegin. Wir hielten Smalltalk, aber durch seine Art bin ich fast schon verunsichert ihm gegenüber, was ich gar nicht sein will. Ich hab meinen Wein runtergekippt wie Wasser, als ich neben ihm saß. Er ist eigentlich total nett, aber irgendwas liegt da in der Luft. Wenn er einen anschaut, schaut er einem lange in die Augen, das hat aber eine Kollegin bei sich scheinbar auch gemerkt, durchdringend irgendwie. Es kam mir auch so vor, als beobachte er, wie ich mit anderen lache und spreche. Als er ging, schaute er in die Runde zurück, rief ein Tschühüüss, sah dabei beim Gehen mich an und drehte sich dann weg.

Ich werde aus dem Mann einfach nicht schlau.

Falls jetzt einige vermuten, von meiner Seite sei Interesse... das nicht. Er sieht zwar für meine Augen sehr gut aus, das gebe ich schon zu. Aber ich bin schließlich Umschülerin und es ist mein Vorgesetzter - das war es auch schon. Ich bin vergeben und er hat ebenso eine Freundin, das ist es nicht. Ich bin jetzt auch nicht von schlechten Eltern, eine Freundin von mir dachte erst in die Richtung, aber das ist für mich abwegig. Ich verhalte mich auch nicht anders zu ihm, höchstens wegen seiner seltsamen Art seit der Zugfahrt und danach, das verunsichert mich.

Könnt ihr mir helfen, die Situation irgendwie einzuschätzen? Ich möchte gerne ein normales Verhältnis zu ihm und auch locker und lustig wie die anderen mit ihm umgehen können, aber ihr kennt das, wenn irgendeine Spannung in der Luft liegt, die man nicht richtig bewerten kann, irgendwas ist komisch und ich weiß nicht, ob ich spinne.

":/ Hm.

Antworten
cGhieCfolaxtu


Mein erster Gedanke war: der ist in dich verschossen, will es aber weder dir noch ihm eingestehen oder versucht es irgendwie zu ignorieren.

w5inteCrsonvnex 01


ach manche machen sich durch so eine Art einfach nur interessant, ist sone Masche. Versuche einfach normal du selbst zu sein, es ist nur Arbeit und wenn du nicht in ihn verknallt bist, kann es dir doch egal sein.

W.M 2w014


Mein erster Gedanke war: der ist in dich verschossen, will es aber weder dir noch ihm eingestehen oder versucht es irgendwie zu ignorieren.

War ungefähr auch mein erster Gedanke. Zumindest, dass er dich vielleicht interessant findet und dies nicht mit seiner Einstellung bzgl. eines Verhältnisses zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiterin einhergeht. Deshalb vielleicht das etwas distanziertere Verhalten jetzt von ihm.

Kann man aber nur mutmaßen, da wir ja nicht dabei sind und den Umgang live erleben.

Die Frage bzgl. der Meinung deiner Teammitglieder über dich finde ich auch merkwürdig. Auch, dass er in deinem Beisein deine "Einarbeiterin" fragt, wie sie zu dir steht, halte ich für nicht wirklich gelungen. Dass er sich dazu Gedanken macht, ist natürlich logisch und eine Qualität von Führung (frühstmögliches Erkennen von Stimmungen, etc., wo man als Vorgesetzter irgendwie einwirken kann, wenn es nötig ist). Aber auf der Schiene, dass du die Kollegen fragen sollst, wie sie dich sehen und einschätzen, kommt mir das auch nicht ganz koscher vor.

Mvystiq/uax2


Noch eine Rückfrage, ehe ich später ausführlicher antworte:

WM2014: "nicht koscher" in welcher Form denn? Habe mir da teilweise echt Gedanken gemacht....

N@oytMichCaelCRaine


Während der Fahrt unterhielten wir uns sehr gut, er stellte viele Fragen, haben über unsere Interessen und Hobbys gesprochen, gelacht, auch über andere Themen durchgehend, viele ähnliche Ansichten. Und da merkte ich, der Typ ist echt in Ordnung. Chemie stimmt, mit dem verstehe ich mich. Ganz ein ähnlicher Charakter wie ich.

sah mich an und meinte: Deine Aufgabe ist jetzt, frage mal die anderen, wie du auf sie wirkst, das würde mich interessieren, das schließt mich ein.

Hast Du ihn mal direkt gefragt wie er mit Deinen Leistungen zufrieden ist?

Das "Problem" bei diesen offene Gesprächen gegenüber Vorgesetzten ist, dass sie manchmal nur von einer Seite aus so empfunden werden wie Du es beschreibst. Führungskräfte sind ja nicht zwangsläufig nur aufgrund ihrer Sachkenntnis Führungskräfte sondern brauchen damit sie tatsächlich erfolgreich leiten können eine gewisse Menschenkenntnis. Dazu gehört natürlich auch, dass sie eine gute Gesprächskultur aufbauen können um z.B. einfach Deinen Charakter besser einschätzen zu können. Dabei gehts nicht um Kritik an Deiner Person sondern darum wo man jemanden langfristig in der eigenen Firma sieht, welche Entwicklungsmöglichkeiten diese Person hat. Es gibt Führungskräfte, die das sehr gut beherrschen. Ist auch im Umgang mit Kunden relevant. Seine Art Dich zu taxieren, einen gewissen Abstand zu halten könnte dazu ebenfalls passen. Die Aufgabe die er Dir stellt ist ein Klassiker für Personal was gegenüber Kunden eingesetzt wird.

Insofern kann ich auch hierzu:

Die Frage bzgl. der Meinung deiner Teammitglieder über dich finde ich auch merkwürdig. Auch, dass er in deinem Beisein deine "Einarbeiterin" fragt, wie sie zu dir steht, halte ich für nicht wirklich gelungen.

nur sagen: Je nachdem für was ihm vorschwebt und für welche Position er in naher Zukunft jemanden braucht ist Dein Umgang mit solchen Situationen relevant. Das probiert man nicht zuerst mit Kunden, sondern zuerst intern aus um zu sehen wie der Mitarbeiter sich schlägt.

Ich bin jetzt auch nicht von schlechten Eltern,

Attraktive Frauen im Vertrieb z.B. sind je nach Produkt ein großes Plus. Sie brauchen allerdings Verhandlungsgeschick auf Augenhöhe, dürfen sich kein X für ein U vormachen lassen, müssen Taktiken erkennen können und ich könnte mir vorstellen, dass er auf seine Art und Weise testen wil0,l ob Du dafür eine natürliche Veranlagung hast. Vermutlich will er mal schaun wie Du in einer stressigen Situation ( ich muss den Chef über mich befragen, ich werde "teil-öffentlich" kritisiert), wo Du den Ausgang nicht kennst und mit Kritik rechnen musst auftrittst. In Verhandlungen mit Kunden ist das Auftreten gerade in Stresssituationen zentral. Im Vertrieb kann es schon vorkommen, dass man z.B mal sehr deutlich Kritik des Gegenübers ablehnen und dabei höflich und charmant bleiben muss. Ob Du Dich damit wohlfühlst und bereits Skills mitbringst sieht Dein Chef in solchen Gesprächen. Ein paar Skills hat er möglicherweise bei eurem Zuggespräch durchblitzen sehen. Die zu testen funktioniert natürlich nicht, wenn ihr die besten Kumpels seit, sondern nur solange Du ihn nicht einschätzen kannst. In einer Kundensituation ist das später ja in vielen Fällen auch so: Gerade in der Neuaquise weisst Du ja noch nicht wer Dir gegenüber sitzt!

An Deiner Stelle würde ich mich also fachlich so gut wie möglich auf das Gespräch vorbereiten (Eckdaten dessen was Du gemacht hast, wo welche Schwierigkeiten auftraten und ob und wie die gelöst wurden, gutes Feedback von den anderen Mitarbeitern, Kritik von den anderen Mitarbeitern und wie Du damit konstruktiv umgegangen bist) und mir auch ein paar Horrorszenarien überlegen mit denen er ankommen könnte ,). Außerdem hätte ich meine Eingangsfrage:

Hast Du ihn mal direkt gefragt wie er mit Deinen Leistungen zufrieden ist?

auf dem Zettel und auch ein feedback für ihn wo Du Dir von IHM mehr konstruktive Unterstützung erhoffst und wie die konkret aussehen könnte ohne das es viel seiner Zeit kostet.

Wenn Du jetzt argumentierst: Ich seh mich aber gar nicht im Vertrieb?! Das kann a) Dein Chef anders sehn und b) weiss nur er welche Stellen er zukünftig zu besetzen hat und falls er Dich als mögliche langfristige Mitarbeiterin sieht muss er schaun ob Du wie ins Konzept passt damit er Dir irgendwann ein klares Angebot machen kann.

Mein Tipp wäre als: Denk Dir nicht so viel Richtung Liebe/Leidenschaft sondern sieh die Möglichkeit Dich selbst so gut we möglich zu vertreten, vor allem wenn Du da langfristig arbeiten willst. Die anderen im Betrieb haben ihren "Platz" - die kennt er schon. Die muss er nicht mehr testen um zu wissen wie er sie gut einsetzt. Du bewährst Dich gerade. Vielleicht siehst Du nach einer gewissen Zeit ähnliches bei der anderen Neuen ;-).

MYysti<quxa2


Hallo, ich danke euch für eure Antworten und Einschätzungen. Auch für mich ist es schwierig, da durchzusteigen.

Zu den ersten beiden Antworten zwecks Interesse an mir:

Ich habe mal kurz in die Richtung gedacht, aber dann wieder nicht (er ist ca 45, ich 28). Er ist von der ersten Frau geschieden und seit 10 Jahren wieder verheiratet (weiß ich von Kollegen). Allerdings kam heute kurz seine Frau vorbei, ich hab sie das erste Mal gesehen, da war er gerade nicht da. Und ich muss schon sagen, ich war überrascht. Wir sind vom Typ schon ziemlich ähnlich... selbe Größe / Haare / Hautton... sie ist nun nicht superhübsch, aber vom Typ und der Optik her sind da schon definitiv viele Parallelen. Habe das aber dann schnell wieder ausgeblendet.

Er lief heute auch wieder ein paar Mal an mir vorbei, während er mit meiner Kollegin neben mir im Vorbeigehen sprach, aber mich sah er dabei nicht an (ich weiß nicht, ich mach sowas immer automatisch aus Höflichkeit). Bin generell noch immer der Meinung, er "beachtet" mich weniger als andere. Zum Beispiel, wenn er mit meiner jüngeren neuen Kollegin spricht, beugt er sich von hinten neben sie über den Schreibtisch und zeigt ihr was am PC. Wenn er mit mir spricht, bleibt er einen halben Meter neben dem Tisch stehen.

Einmal, das war auch komisch, stand er mittig, mit einem Arm oben am Holz, im Türrahmen und unterhielt sich mit jemandem, ich steuere drauf zu und wollte durch. Er: Macht keine Anstalten zur Seite zu gehen, also schlängel ich mich mehr oder weniger an ihm vorbei. Ich war quasi unsichtbar.

Einmal kam er dennoch heute zu mir beim Vorbeilaufen an den Tisch, dass ich ihm nen Termin wo vereinbare. Habe aufgeschrieben, ging normal mit ihm um. Er fragte dann noch, wie viel am Dienstag bei mir anstehe. Ich sagte, ich hätte ziemlich viel in Projekt ABC zu tun. Er nickte dann, ging weiter und sagte, okay, dann nehme ich die XY mit zum Meeting nach München.

":/ Und ja, bezüglich der Sache mit der Leistung, das kann er kaum bewerten. Es ist halt so, dass wir uns kaum sehen, er hat sein Büro am anderen Ende der Etage, wo auch die Treppe ist, ich bin "hinten", wo er weniger vorbeikommt. Er ist sehr, sehr oft außer Haus, er kriegt praktisch nur sehr wenig mit, wie ich arbeite und kann meine Leistung daher nur anhand der Aussagen meiner Kollegen bewerten. Erleben tut er mich praktisch fast nur auf Meetings (das habe ich bis jetzt nur zwei Mal mitgemacht - da bekam ich auch Lob für mein Protokoll) und bei den Montagsbesprechungen im Team.

Bis jetzt habe ich von den Kollegen nur Positives bekommen, dass ich sehr schnell / fleißig / fähig / freundlich sei. Ich hab aber nun auch nicht alle gefragt. Von daher kann ich mir echt keinen Reim drauf machen, was er will.

Als er mir diese Aufgabe gab, hatte ich schon einen leicht skeptischen Blick drauf, mit einem Lächeln "Okay..." und er sagte "Ja, ich finde sowas gut, ich mache solche Nachfragen auch für mich selbst, denn oft nimmt man sich ganz anders wahr als die anderen, mit Feedback kann man arbeiten, blabla..." - Wie gesagt, meine Kollegen fanden dies auch etwas seltsam und sinnfrei *:)

Tja, mittlerweile hat er mich wohl schon soweit verunsichert, dass es mir schwer fällt, ihn länger anzugucken. Das habe ich gestern im Biergarten gemerkt, als er an der Tischecke einmal so dicht neben mir saß, noch im Anzug. Ich wusste gar nicht, wo ich hinschauen soll %-|, habe aber seinem Blick standgehalten, zumindest für einige Sekunden, dann musste ich wegschauen. Bin mir aber zu 100% sicher, dass ich mir nichts anmerken lasse. Es kann halt sein, dass ich ihm gegenüber durch SEINE Art verschlossener bin und er denkt, ich bin bei den Kollegen auch so. Dabei bin ich da die totale Labertasche und fühle mich super integriert :=o

Verwirrung. %:|

CAo}teSa~uxvage


Interessant dass du als erstes seine Rolle als dein Chef erwähnst und erst an 2. Stelle die Tatsache dass du einen Freund hast, als du dementierst, dass du ein gewisses Interesse an ihm haben könntest.

Ich an deiner Stelle würde, wenn ich an ihm als Mann nicht interessiert wäre, aufhören jedes Detail seines Verhaltens bis hin zu einzelnen Blicken zu analysieren. Ich würde das auch nicht mehr mit Kollegen besprechen. Ich würde einfach professionell meine Arbeit machen, und ich wär vorsichtig in Bezug auf diesen Mann. An deiner Stelle hätte ich nicht gleich private Dinge über mich preisgegeben. Jedenfalls würde ich damit jetzt sofort aufhören.

NdotMichaqelCaoine


Ich denke Du hast Dich eindeutig verkuckt und vermutlich wissen es schon die meisten in der Firma, weil Du mit allen Beobachtungen über Andeutungen so hausieren gehst.

Versuch die Kurve zu kriegen wenn Dir was an dem Job liegt weil das hier:

Zum Beispiel, wenn er mit meiner jüngeren neuen Kollegin spricht, beugt er sich von hinten neben sie über den Schreibtisch und zeigt ihr was am PC. Wenn er mit mir spricht, bleibt er einen halben Meter neben dem Tisch stehen.

könnte auch seine Art sein Dir zu signalisiere: ich weiss was los ist, aber ich bleibe Profi. Komm wieder runter. Vielleicht hofft er auch das sich ein Kollege bei der von ihm angeleierten Feedback Runde ein Herz fasst und Dir klar macht, dass Deine Schwärmerei mehr als deutlich ist. Mensch Du bist 28 und keine 20 mehr.

Und ja, bezüglich der Sache mit der Leistung, das kann er kaum bewerten.

Aber er nimmt Dich mit zu Außeneinsätzen? Gehts da um Aquise?

Als er mir diese Aufgabe gab, hatte ich schon einen leicht skeptischen Blick drauf, mit einem Lächeln "Okay..." und er sagte "Ja, ich finde sowas gut, ich mache solche Nachfragen auch für mich selbst, denn oft nimmt man sich ganz anders wahr als die anderen, mit Feedback kann man arbeiten, blabla..." - Wie gesagt, meine Kollegen fanden dies auch etwas seltsam und sinnfrei

Das ist nicht seltsam und sinnfrei, aber keiner Deiner Kollegen möchte sich in die Nesseln setzen dir klar zu machen, dass Du Dich wie ein verliebter Teeny aufführst. Das soll der Chef mal selber lösen. Da haben sie recht ;-)

MJystizqua 2


Oh nein, Leute, nein nein. :D

Ihr habt mich da jetzt komplett falsch verstanden. Ich hab mit Sicherheit kein amouröses Interesse an ihm - ich wollte es nur möglichst genau beschreiben, damit ihr ein Bild von seiner Art bekommt und mir vielleicht sagen könnt, warum er so komisch mit mir ist. Er sieht gut aus, aber das trägt nichts zur Sache bei, einfach in dem Sinne, cooler Typ. Das denke ich aber von anderen Kollegen auch und die sind genauso normal zu mir.

Ich liebe meinen Freund und bin verlobt, habe absolut kein Interesse in der Richtung und kann da auch mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass ich mich weder "wie ein verliebter Teenie" aufführe noch sonst auffällig wäre. Ich bin einfach komplett normal, mache meinen Job und komme mich allen gut aus, aber er scheint mich als suspekt oder mysteriös oder skeptisch zu betrachten. Und das verstehe ich eben nicht.

Also bitte kommt man von dem Zug runter, das ist absolut nicht die Richtung, die ich hier anpeile...

c\lai>rext


Ja, aber du bist doch diejenige die in seiner Gegenwart anfängt Wein wie Wasser zu trinken, nicht weißt wo du hinschauen sollst, irgendeine Spannung in der Luft bemerkst und jeden seiner Blicke auf dich oder Kolleginnen analysierst.

An seinem Verhalten sehe ich ehrlich gesagt nichts besonders Auffälliges, außer dass du es halt so betrachtest. Eventuell findet er dich attraktiv und geht etwas auf Abstand, um die Professionalität zu wahren. Aber dann ist die Frage, warum dich das so arg beschäftigt?

WYM 2\014


WM2014: "nicht koscher" in welcher Form denn? Habe mir da teilweise echt Gedanken gemacht....

Naja, das ist einfach kein typisches Verhalten eines Vorgesetzten, denke ich. Sich ein Bild zu machen von den Mitarbeitern gehört zum Job, klare Kiste. Und auch dass er andere Mitarbeiter gezielt nach dir befragt, finde ich legitim (Einschätzung, ob du ins Team passt, wie lernwillig und aufgeschlossen du bist, etc.). Aber einen Mitarbeiter losschicken, die Kollegen über einen selbst zu befragen und das dann der Führungskraft mitteilen, was man an Ergebnissen bekommen hat? MERKWÜRDIG!

Was erhofft er sich davon? Ich denke nicht, dass die Aussagen besonders aufschlussreich sind, da viele Menschen direkte "Konfrontation" vermeiden und ohnehin in der Situation nicht offen und direkt ins Gesicht sagen würden, wenn ihnen Etwas aufstößt bzw. missfällt.

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