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"In Treatment" (TV-Serie) realitätsnah?

DDusk2D+awn hat die Diskussion gestartet


Gibt es hier einen, der die TV-Serie "In Treatment" kennt und eine (Gesprächs-)Therapie gemacht bzw. versucht hat?

Mich würde interessieren, wie realitätsnah der dargstellte Therapieablauf ist.

Geht so (Gesprächs-)Therapie?

Mir kommt das Ganze doch sehr unstrukturiert, ziellos und nebulös vor.

Eine Psychotherapie hat auch nichts gebracht.

Solche Aussagen findet man in diesem Forum leider zuhauf. Wenn Therapien real so ablaufen wie in dieser TV-Serie, wundern mich solche Aussagen nicht wirklich.

Antworten
dBanaFe8x7


Ich hab davon nur ein paar Folgen gesehen, die lief zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da musste ich oft arbeiten, aber das was ich gesehen habe kam mir verdammt bekantn vor, aus meiner Therapie.

Allerdings weiß ich auch nicht was du erwartet hast, so in Bezug auf Therapie, einen straffen Arbeitsplan oder so?

EShemalNiger NutzFer (#59x0071)


Hoffentlich nicht ... . Einen Therapeuten mit Eheproblemen, der sich in seine Patientin verknallt, braucht kein Patient und ist nicht gut für eine konstruktive Therapie.

d/anaxe87


Nö, aber natürlich sind auch Therapeuten nur Menschen und sowas kommt einfach vor. Das eine Therapie dann professionellerweise sofort zu beenden wäre, ist ja ein anderes Thema.

mlnef


Die Serie ist nicht völlig unrealistisch, aber eben trotzdem eine TV-Produktion. Und die sind nie 100% real.

Dass sich der Therapeut verliebt kommt natürlich auch (wenn auch selten bzw. seltener als andersherum) vor und ist menschlich, da wird die Therapie wie danae sagte eben beendet bzw. bei einem anderen Thera fortgeführt. Wenn ausgerechnet so eine Konstellation ausgestrahlt wird, geschieht das natürlich nicht ohne Berechnung....

Eine Psychotherapie hat auch nichts gebracht.

Solche Aussagen findet man in diesem Forum leider zuhauf.

Das liegt aber auch zu einem nicht zu verachtenden Anteil an den Patienten. Wieviele davon kommen nie an den Punkt vollkommener Krankheitseinsicht, meinen alles besser zu wissen, sind ungeduldig oder denken Psychotherapie würde heißen "Der Arzt macht mich gesund" ? - Extrem viele.

S&unfldower_O7x3


Für eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie passt das durchaus. Okay, das Drumherum (in der Praxis wohnen u.a.) ist typisch US-amerikanisch und in Deutschland gar nicht zulässig. Auch die Love-Story etc.

Aber im Großen und Ganzen: Durchaus realistisch und in Therapeutenkreisen durchaus gelobt.

Ein strafferes Arbeitspensum kannst Du häufig in einer Verhaltenstherapie erwarten: Klare Zielsetzung und los. Wobei man immer wieder auch durch scheinbar zufällige Themen auf wichtige Kernaspekte kommt; das geht aber nur über die Wiederholung.

Eine Psychotherapie hat auch nichts gebracht.

Es gibt mehrere Einflussfaktoren:

1. Passt das Therapieverfahren?

2. Stimmt die Chemie zum Therapeuten?

3. Erzählt der Patient offen alles, oder kommt es zu einem - wie man hier häufiger liest - "Mein Therapeut weiß davon nix"?

4. Ist der Patient bereit, sich grundsätzlich auf neue Sichtweise einzulassen?

5. Selbst wenn der Patient offen ist: Arbeitet er aktiv mit, v.a. auch zwischen den Sitzungen? Oder kommt er für eine Stunde und geht - und ändert im realen Leben nichts?

6. Ist der Therapeut gut vorbereitet; geht er aktiv auf den Patienten ein - oder arbeitet er eher nach "Schema F" und die Sitzungen plätschern eher vor sich hin? Ist der Therapeut für das Störungsbild qualifiziert?

7. Manchmal ist es einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt. Oft funktionieren Therapien

Ich habe die Punkte BEWUSST in der Reihenfolge angeordnet, weil der Patient AUCH, aber NICHT NUR die Verantwortung für die Behandlung trägt.

dfan?ae87


Ich möchte auch mal anmerken das die vielen Leute bei denen Therapie funktioniert im Anschluß selten nach med1 suchen um das da breit zutreten. Wenn dann kommen positive Meldungen von Leuten wie mir, die vorher schon hier waren. Alle anderen tauchen hier ja auf weil es eben nicht geklappt hat. Wobei ich schon die Formulierung:"Die Therapie hat nicht funktioniert." sehr verräterisch finde, offenbart sie doch das Bild von einer Therapie als etwas das jemand anders mit einem macht und das dann irgendwie alles passend macht.

fUalcoJ pelesgreipnoidexs


Also, bei mir hat die Therapie durchaus etwas gebracht. Demnächst fange ich aber wieder eine neue Therapie an.

Es war langsam aber es liegt auch an den Problemen/Erkrankungen, die ein Patient hat. Wie auch einige hier sagten, sollte der Patient versuchen, so gut wie möglich mitzuarbeiten, was mir manchmal schwerfällt oder schwerfiel. Wenn die Probleme zu fest in der Persönlichkeit verankert sind, ist es eben auch wirklich nicht leicht, einiges zu ändern. Das braucht Zeit und manchmal sind Patienten auch zu ungeduldig.

Die TV Serie kenne ich nicht, zum Glück habe ich keinen Fernseher mehr, ich würde sonst viel zu viel Zeit davor sitzen und das möchte ich nicht mehr.

Wenn mir soetwas, wie ihr sagt, in einer Therapie oder bei einem Arzt passieren würde, würde ich sofort wechseln. Ich glaube, ein guter Therapeut, würde es erst gar nicht so weit kommen lassen. Er könnte nämlich seinen Job verlieren.

E#hemali*ger NutzeYr (#x590071)


Dass sich der Therapeut verliebt kommt natürlich auch (wenn auch selten bzw. seltener als andersherum) vor und ist menschlich

jaja, dagegen kann man auch so gar nichts machen. Es kommen so einige Sachen vor im menschlichen Gefühls- und Verhaltensspektrum, aber bei den meisten lässt sich das durchaus steuern. Vorausgesetzt, man will dies tun. Ansonsten beruft man sich auf die ominöse Macht der eigenen Liebesgefühle, die einen von hinten überfallen und nun im Griff haben. Überflüssig, den Anfängen zu wehren. Sowas wie Verlieben lässt sich ja so gar nicht steuern und verhindern. Der Geist ist willig, nur die Gefühle sind schwach. :=o /sarkasm

S:unlflo5wer_7x3


Er könnte nämlich seinen Job verlieren.

Er könnte sogar seine Zulassung verlieren.

m<nesf


jaja, dagegen kann man auch so gar nichts machen. Es kommen so einige Sachen vor im menschlichen Gefühls- und Verhaltensspektrum, aber bei den meisten lässt sich das durchaus steuern. Vorausgesetzt, man will dies tun. Ansonsten beruft man sich auf die ominöse Macht der eigenen Liebesgefühle, die einen von hinten überfallen und nun im Griff haben. Überflüssig, den Anfängen zu wehren. Sowas wie Verlieben lässt sich ja so gar nicht steuern und verhindern. Der Geist ist willig, nur die Gefühle sind schwach. :=o /sarkasm

_Zuschauer_

Dein super Sarkasmus ist vollkommen unnötig.

Was für ein Monster, so ein arschiger Pennertherapeut, der Gefühle entwickelt die er nicht haben sollte. Richtiger Unmensch, selbst wenn er sofort einlenkt und weiteres unterbindet, sollte man ihn hängen.

Weil du es so schön vormachst, beende ich den Beitrag auch mit einem idiotensicheren /sarcasm :-D

DNuskB2Dxawn


das was ich gesehen habe kam mir verdammt bekantn vor, aus meiner Therapie

danae87

Die Serie ist nicht völlig unrealistisch

mnef

Für eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie passt das durchaus.

Sunflower_73

Vielen Dank für eure Rückmeldungen. :)^

Allerdings weiß ich auch nicht was du erwartet hast, so in Bezug auf Therapie, einen straffen Arbeitsplan oder so?

Erwartet habe ich direkt eigentlich nichts. Indirekt eventuell doch so etwas wie eine Anamnese, Diagnosestellung, Therapieplanung usw. Dass das ganz so planlos abläuft, wie in dieser Serie gezeigt, hat mich etwas verwundert. Der Therapeut macht sich auch nie Notizen.

Die TV Serie kenne ich nicht, zum Glück habe ich keinen Fernseher mehr, ich würde sonst viel zu viel Zeit davor sitzen und das möchte ich nicht mehr falco pelegrinoides

Ich schaue Serien nur per DVD. Fernsehprogramme schaue ich seit ca. 15 Jahren nicht mehr. DVDs haben den großen Vorteil, dass man sich die Serien im Originalton ansehen/anhören kann. Synchronisationen sind ja zum größten Teil doch ziemlich grauenhaft. Da geht enorm viel von der Atmosphäre verloren.

Auf "In Treatment" bin ich übrigens über eine Rezension zur Serie "Hannibal" aufmerksam geworden, die ich vor "In Treatment" sah. In der Rezension wurden Dr. Lecters Therapiesitzungen bemängelt und dabei auf "In Treatment" verwiesen, wo dies besser dargestellt sein soll.

Mir gefallen Serien mit etwas komplizierten Hauptfiguren.

"Dexter" zum Beispiel.

Oder "Bones". Diese Frau: Intelligent, selbstbewusst, unabhängig.

Genau mein Typ x:)

E:hemalifger NuMtzeir (#59h007Y1)


@ mnef

Die einzige richtige Sichtweise ist die deinige, I know.

m*nexf


Was genau willst du denn eigentlich hier aussagen? Zum Thema hast du dich ja null geäußert.

m%nxef


(Dass eim verknallter Therapeut einer konstruktiven Therapie entgegensteht haben auch alle anderen gesagt.)

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