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Welches Leben ist das richtige?

K5lexio


El Pintor

Hallo zusammen, ich schreibe hier weil ich seit geraumer Zeit unter den existentiellen Fragen welche ich mir täglich stelle leide, da ich nicht in der Lage bin diese zufriedenstellend zu beantworten. Es sind Fragen welche sicherlich viele Menschen sich schon gestellt haben, auch hier im Forum.

Ist ja auch an Deinen Fäden zu beobachten, nur dass Du Dich bisher an ihnen recht selten beteiligt hast. Da hast Du ja schon in diesem Faden viele Deiner Gedanken geschrieben.

Im Kern geht es darum dass ich nicht weiß was ich tun soll bzw. womit ich mich im Leben beschäftigen soll bzw. was für ein Beruf ich ergreifen soll oder will. Anders formuliert, welche Prämisse soll die Grundlage meiner Handlungen darstellen. Geht es um das eigene Glück, um das Glück der anderen? Geht es um Geld, Macht, Anerkennung, Status, Sicherheit, Wahrheit, Selbstverwirklichung? Oder geht es darum sich einer Sache zu verschreiben und dann möglichst gut in seinem Metier zu werden (Verbesserung als Prinzip) ? Je nachdem welche ich Prämisse als Grundlage nehme alternieren die Handlungsimperative. Selbst wenn ich mir nun Gewahr werde welches das Prinzip meiner Handlungen darstellt, so fehlt doch deren inhaltliche Bestimmung. Was das Glück konkret heißt bleibt oft im verborgenen. Desweiteren grübel ich darüber wer ich eigentlich bin, was ich will, was ich sein kann, was ich werden kann bzw. über die Beziehung zwischen Sein und Werden. Woher kann ich mir Gewahr sein welches Leben das richtige ist? Ich kann die Philosophie zu Rate ziehen, wohlwissend dass es keine endgültigen Antworten geben wird so dass mir dieses Geschäft etwas redundant zu sein scheint. Vielleicht wäre es heilsam raus aus der Reflexion zu kommen und sich mit den weltlichen Dingen zu beschäftigen. Nur glaube ich daß diese Fragen weiterhin darauf Drängen beantwortet zu werden. Über ein paar Denkanstöße wäre ich sehr dankbar .

Du hast in Deinen Fäden ja schon einige Denkanstöße bekommen, auch gibt es einige Fäden, die sich genau um diese Fragen drehen. Du wirst ja auch schon viel darüber nachgedacht haben. Wo stehst Du denn im Moment konkret?

Ja definitiv ersteres. Nur momentan stecke ich in dieser Reflexion fest, ich bin momentan ein Betrachter des Lebens aus der Ferne, ich schaue dem Leben der anderen zu zumindest fühle ich mich so. Ich stehe gleichsam auf einem Berg und betrachte alles von oben und Frage mich wo mein Platz ist. Eigentlich möchte ich wieder runtersteigen aber ich weiß nicht wohin bzw. ich habe momentan keine Präferenz bezüglich dessen womit ich mich beschäftigen möchte.

Ich z. B. bin in einem großen Ausmaß eine Betrachterin, weil ich so bin. :-) Gehört zu mir, macht mich eben zu einem Teil aus. Es macht Spaß zu betrachten, zu analysieren, zu reflektieren, egal ob in Wort oder auf der Leinwand. Macht es Dir keine Spaß zu beobachten, zu denken, zu analysieren?

Ich könnte mich der Entstehung der Aerosolen widmen, oder irgendwelchen Mikroorganismen wie diese interagieren oder in einem Cafe arbeiten oder an der Kasse im Supermarkt oder jmd. Nachhilfe geben oder in einem Altenheim arbeiten usw. Gewiss vermag ich einige Dinge auszuschließen aber ich habe im Moment einfach kein Ziel wo es mich hinzieht.

Ohje, Ziele. Definiere bitte Ziel, wie Du es verstehst.

Nun ja das meinte ich daß die inhaltliche Gestaltung ja so divers und vielfältig sein kann sodass man vor dem nächsten Rätsel steht. Abgesehen davon glaube ich daß jener der aktiv nach dem Glück sucht es vermutlich nie erreichen wird. Man kann es nicht erzwingen. Wer glücklich ist frägt nicht nach dem Glück, wer ein Sinn im Leben hat frägt nicht danach. Erst ein Mangel bringt diese Fragen empor.

Siehst Du für Dich so vielfältige Möglichkeiten, die Du gleich gut und gleich gerne tun könntest?

Die Dinge die Menschen versuchen zu erreichen bzw. jene die ich aufgezählt habe besitzen freilich einen relativen Charakter. Aber was soll ich daraus schließen? Dass es mehr oder weniger egal ist was ich mache?

Für wen? Es geht ja um Dich und was Dir wichtig ist.

Du referierst auf Heraklit (Flussehre). Also so wie du dass beschreibst formt die Umwelt den Menschen und nicht umgekehrt. Menschen sind dann glücklich wenn sie Selbstwirksamkeit erleben, wenn sie merken dass sie durch ihr Handeln in der Welt was bewirken können. Wenn sie nicht Spielball von Umständen sind sondern dass Gefühl von Selbstbestimmtheit in sich tragen. Wenn sie ein aktives zielgerichtetes Leben führen.

Siehst Du das so? Findest Du, dass Du nicht Spielball von Umständen bist sondern dass Gefühl von Selbstbestimmtheit in Dir trägst, wenn Du ein aktives zielgerichtetes Leben führst? Etc. Das ist doch nicht allgemeingültig.

Das ist u.a. mein Problem, da ich mir unschlüssig bin für was ich stehe kann ich schlecht die für mich passende Umwelt suchen und finden. Menschen begegnen die mir ähnlich sind, wahrhaftige Freundschaften schließen, dass Leben leben wie eine Weintraube die während des Keltern gespresst wird.

Was ist für Dich daran erstrebenswert Menschen zu begegnen, die Dir ähnlich sind bzw. was verstehst Du unter ähnlich?

haha nein auch wenn ich diesem Borlag ähnlich sein mag, so bin ich doch ein anderer

Nein, denke ich auch nicht, aber kennst Du seine Fäden? Sehr viele Themen, die auch Dich beschäftigen und sehr viel dazu geschrieben wurde.

Ja das ist ja ein richtiger Ansatz. Nur weiß ich mittlerweile gar nicht was mich richtig interessiert. Was ich gerne mache ist z. B. durch die Gassen zu flanieren um das Antlitz der Leute zu studieren. Vielleicht analog zu einem Botaniker welcher durch den Wald geht sich an den Pflanzen erfreut und versucht sie zu bestimmen. Also vielleicht auch wie Menschen sind , was sie antreibt, welchen Phänotyp sie annehmen können. Was sagt Kleidung über deren Persönlichkeit aus? Oder auch Geschichten von Ihnen. Dann eben auch "philosophische" Fragen z. B. ob es sowas wie eine Welt unabhängig von uns gibt oder ob sie nur Konstruktion unseres Geistes darstellen.

Wenn es Dir Spaß macht, diese Dinge zu hinterfragen – es gibt da Berufsbilder, die dem durchaus entsprechen. ;-)

Naja aber man könnte sagen jedem Werden muss ein Sein vorraus gehen. Eine Essenz oder Substanz muss bereits vorhanden sein, ähnlich wie ein Kristallisationskeim Bedingung für Kristallwachstum ist. Klar bin ich immer ein anderer dennoch gibt es z.B. einige Persönlichkeitseigenschaften oder auch Präferenzen die einigermaßen stabil sind.

Sehe ich auch so.

Da beißt sich halt die Katze irgendwie in den Schwanz. Also bevor ich irgendetwas tue sollte veritable Gründe dafür haben dies zu tun sonst wird es irgendwie beliebig.

Meinst Du wirklich? Hast Du schon mal Dinge getan, die Dich so gar nicht interessieren und so gar keinen Spaß machen? Welchen Grund solltest Du haben, solche Dinge zu tun?

Das hatte ich ja in meinem Eingangspost schon erwähnt. Wenn es einzig und allein darum geht Geld zu verdienen könnte ich irgendeine Tätigkeit ausüben die diese Mittel-Zweck Bezehung erfüllt. Also wieder die Ausgangsfrage was soll die Grundlage meines Handelns sein. Geht es um das Glück der anderen, um das eigene usw.

Das ist Deine Entscheidung, allerdings sollte auch da eine Präferenz und/oder Neigung vorhanden sein, ob Du nun der Helfer-Typ bist und Dich im Helfen anderer glücklich machst, auch die entsprechenden Fähigkeiten besitzt, um anderen zu helfen oder direkt etwas für Dich machst.

Das Hauptproblem ist denke ich einfach jenes, dass mich Dinge interessieren und bewegen welche außerhalb der ökonomischen Verwertbarkeit liegen. Darum geht die Gleichung Interesse = Geld nicht auf.

Heißt konkret? Die eierlegende Wollmilchsau wäre viel Geld mit Denken zu verdienen?

Naja ich kann mir mithilfe Reflexion mir über meine Schwächen und Stärken bewusst werden ich kann von vornherein Bereiche ausschließen. Würde ich mich an einer CNC-Fräse wohl fühlen, in einem Baumarkt, einer Bibliothek oder in einem Büro Exceltabellen hüten usw. Also durch hineinversetzen in die jeweiligen Arbeits- und Lebenswelten kann ich schon filtern. Um was geht es bei meiner Arbeit, geht es darum plakativ formuliert Profite zu generieren oder bspw. anderen zu helfen. Das sind für mich irgendwie wichtigere Fragen als der Inhalt.

Sehe ich auch so. Denken und schon vorhandenes Wissen hilft durchaus Fehler zu vermeiden, die andere schon gemacht haben. Man muss ja nicht unbedingt jedes Rad neu erfinden. ;-D

Es geht für mich darum das richtige zu tun, nicht irgendetwas.

Was ist das Richtige für Dich? Ist ja nicht für jeden gleich definiert.

Etl Pi{nctoxr


Ist es ja auch. ;-D ;-D Es geht darum überhaupt erstmal loszugehen. Derzeit sitzt du irgendwo rum und meditierst darüber wo du hin willst und meinst Wege klar vor dir zu sehen. Eigentlich siehst du aber nur den Anfang von Pfaden die im Dickicht verschwinden, du hast, wie bei so einem Rätselbild für Kinder, gar keine Ahnung wohin die Wege eigentlich führen, ob nicht bei Weg an hinter der nächsten Ecke ein Autounfall wartet und den Weg sehr abrupt Enden oder abknicken lässt.

Du wählst also in jedem Fall blind.

Naja vielleicht sollte ich noch erwähnen dass ich mittlerweile 27 Jahre bin, Abitur habe und diverse Studiengänge schon auprobiert habe. Ich bin eben kein weißes Blatt Papier und außer meinem Abi hab ich formal nichts in der Tasche. Das ist nicht gerade erquicklich aber ich habe das alles so gut wie es geht mental verarbeitet und will eben jetzt nach vorne schauen und endlich was finden was mich zufriedenstellt. Darum ich bin ich auch so zögerlich und vorsichtig geworden weil ich jetzt eine neuerliche Enttäschung tunlichst vermeiden will.

Naja es gibt die Wege die führen zu einem klaren Tätigkeits- und Aufgabengebiet. Also wenn ich Medizin studiere lande ich aller Vorrausicht nach in einer Klinik bzw. später in einer Praxis. Ob ich jetzt Proktologe werde oder doch Neurochirurg sei natürlich dahingestellt. Also letztlich hantiert man immer mit Wahrscheinlichkeiten und verschiedene Wege führen mit unterschiedlich hoher Wahrscheinlichkeit zu gewissen Zielen. Also blind wählt man nicht, vielleicht nur mit einem Auge.

Du hast in Deinen Fäden ja schon einige Denkanstöße bekommen, auch gibt es einige Fäden, die sich genau um diese Fragen drehen. Du wirst ja auch schon viel darüber nachgedacht haben. Wo stehst Du denn im Moment konkret?

Na ich bin noch an der Uni eingeschrieben aber ich bin des studierens überdrüssig da ich zunehmend den Eindruck habe da geht es nicht um Wissen selbst sondern um ECTS-Punkte, Status, Prestige, Distinktion, Karriere, um gute Noten usw. Dieser Bildungsdünkel langweilt mich zunehmend. Aber irgendwie scheint man keine andere Wahl zu haben sonst findet man sich in den Niederungen der Arbeitswelt wieder.

Ich z. B. bin in einem großen Ausmaß eine Betrachterin, weil ich so bin. :-) Gehört zu mir, macht mich eben zu einem Teil aus. Es macht Spaß zu betrachten, zu analysieren, zu reflektieren, egal ob in Wort oder auf der Leinwand. Macht es Dir keine Spaß zu beobachten, zu denken, zu analysieren?

Ja das scheint wohl dein Naturell zu sein. Doch es macht mir auch Spaß ich mache eigentlich nicht viel anderes. Aber manchmal tendiert man dazu die Dinge zu zerdenken was zur Aporie führt in der ich gerade stecke.

Ohje, Ziele. Definiere bitte Ziel, wie Du es verstehst.

Ziele stellen erstrebenswerte Endzustände dar. Die können ja inhaltlich ganz divers sein. Ihnen gemein ist wohl, dass positiver als der Ist Zustand empfunden werden. An der Stelle kann man noch zwischen Vermeidungs und Annäherungszielen unterscheiden. Ich würde gerne letzteres in meinem Leben haben.

Was ist für Dich daran erstrebenswert Menschen zu begegnen, die Dir ähnlich sind bzw. was verstehst Du unter ähnlich?

Es gibt einen das Gefühl in der Welt nicht alleine zu sein. Ich kann dir es nicht genau sagen aber es ist angenehm Gleichgesinnte zu finden. Man pflegt den Gedankenaustausch, alleine das ist schon vergnüglich. Ähnlich im Sinne von, vielleicht hat da einer ein ähnliches Weltbild wie ich die gleichen Interessen, teilt den Musikgeschmack und Aktivitäten, ist geistig auf einer Ebene usw. Jemanden dem man seine intimsten Gedanken und Gefühle anvertrauen, jemand der das versteht und daruf adäquat antworten kann oder sich zumindest bemüht. Solche Menschen habe ich ab und an kennenlernen dürfen und ich empfinde das als immer sehr angenehm. Wird anderen Leuten wohl auch so gehen.

Wenn es Dir Spaß macht, diese Dinge zu hinterfragen – es gibt da Berufsbilder, die dem durchaus entsprechen. ;-)

Was meinst du? Philosophie? ;-)

Meinst Du wirklich? Hast Du schon mal Dinge getan, die Dich so gar nicht interessieren und so gar keinen Spaß machen? Welchen Grund solltest Du haben, solche Dinge zu tun?

In der Regel vermeidet man Tätigkeiten denen man gegenüber aversiv eingestellt ist. Man verrichtet diese dann weil man dazu gezwungen wird oder deren Notwenidgkeit erkennt.

Das ist Deine Entscheidung, allerdings sollte auch da eine Präferenz und/oder Neigung vorhanden sein, ob Du nun der Helfer-Typ bist und Dich im Helfen anderer glücklich machst, auch die entsprechenden Fähigkeiten besitzt, um anderen zu helfen oder direkt etwas für Dich machst.

Naja ich sehe im Helfen eine Tätigkeit die vielleicht in sich gut und deshalb erstrebenswert ist. Muss auch nicht stimmen. Also das Wohl anderer ist mir schon wichtig, zumindest bin ich nicht bestrebt anderen Schaden zuzufügen.

Heißt konkret? Die eierlegende Wollmilchsau wäre viel Geld mit Denken zu verdienen?

Heißt konkret entweder ich sage mir ich sehe das Denken als meine Art Berufung an und suche mir die entsprechende Institution indem man das professionalisieren kann oder man versucht das in seiner Freizeit auszuleben und geht halt irgendeiner Beschäftigung nach für die es Geld gibt.

Was ist das Richtige für Dich? Ist ja nicht für jeden gleich definiert

Ja ist halt die Frage woran man das Dingfest macht. Geht es nur um mein eigenes Glück? Oder beinhaltet das "richtige" auch die Einbindung von Problemen die in der Welt vor sich gehen und ich fühle mich verantwortlich bzw. es ist meine Aufgabe daran zu helfen Probleme zu lösen. Wenn ich zb auf der einen Seite umweltbewusst bin auf der anderen den Drang verspüre eine Weltreise zu machen sind das in sich widersprüchliche Positionen die eine Dissonanz in mir hervorrufen. Also da scheint es irgendwie keine endgültig richtige Antwort auf solche Fragen zu geben

d<a@naep87


Naja es gibt die Wege die führen zu einem klaren Tätigkeits- und Aufgabengebiet. Also wenn ich Medizin studiere lande ich aller Vorrausicht nach in einer Klinik bzw. später in einer Praxis. Ob ich jetzt Proktologe werde oder doch Neurochirurg sei natürlich dahingestellt. Also letztlich hantiert man immer mit Wahrscheinlichkeiten und verschiedene Wege führen mit unterschiedlich hoher Wahrscheinlichkeit zu gewissen Zielen. Also blind wählt man nicht, vielleicht nur mit einem Auge.

Und dann wird man angefahren, Vater, für ein tolles Projekt geworben und findet sich irgendwann in einem ganz anderen Gebiet wieder...

Ja, klar geht es auch und in erster Linie um ECTS Punkte und das ist nicht alles toll und abgehoben und bringt einen weiter. Studieren ist ein Job und wie in jedem Job gibt es gute Seiten und täglicher Mist der einfach zu erledigen ist, auch wenn man ihn nur nervig findet. Hier bei mir hinterlässt du den Eindruck eines jungen Mannes der sich selbst enorm wichtig nimmt und sich damit selbst darüber betrügt, dass er es schlicht gerne einfach hätte. Die eierlegende Wollmilchsau bitte. Erfüllender Job, sichere Perspektive, gute Bezahlung und das ganze ohne lästige Tätigkeiten die nebenbei laufen.

Aarnej M.


Das mit den Anforderungen, Streben nach Noten in einem Studium oder Ausbildung darf man nicht als Selbstzweck sehen, sondern es zwingt einen dazu, sich die Dinge anzueignen. Denn wenn man mal ehrlich ist: Wer würde sich soviel Wissen freiwillig und mühsam aneignen, wenn da nicht ein gewisser Zwang dahinter wäre. Ich habe bei mir die Erfahrung gemacht, dass mit diesem Zwang auch mit der Zeit mehr Verständnis entsteht und damit mehr "Spaß" an der Sache.

Vielleicht bist du einfach zu wenig dran geblieben in den Fächern, die du bisher angefangen hast.

s`teppod25


Was einen erfüllt, obwohl man weiss dass man es nach dem Tod wieder aus den Händen gibt...

Für mich verdichtet sich, und kristallisiert mein Dasein in dem Betrachten einer schönen selbst-erzüchteten Blume, aber auch beim Anhören von Musik begnadeter Künstler, allerdings auch im Bett wenn ich auf das Gesicht meiner Frau hochschaue x:) :=o

Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, wo wir lieben. (Wilhelm Busch)

S}. wall8isxii


Du schriebst in einem deiner Fäden:

Die einzige Konstante in meinem Leben ist der Zweifel.

Darum geht's doch, nicht um rumdenkerei. Und was meinst du kann dir hier jemand sagen damit du aufhörst zu zweifeln? Ich glaub eher nicht dass das geht. Da wirst du dich dafür selbst entscheiden müssen, überzeugen kann dich dazu keiner.

Aber was soll ich daraus schließen? Dass es mehr oder weniger egal ist was ich mache?

Wenn's darum geht eventuell mal irgendwas bedauern zu können kannst du es nur richtig machen *beruhig* ;-D das geht nämlich immer. Aber soweit willst du es ja nicht kommen lassen^^

Ich teile danae87s Ahnung dass du Angst vorm Leben hast, selbstreflektiere halt mal dahingehend warum das so ist.

Nix gegen Rumdenken, ich kann auch net ohne, aber Zweifeln ist doch voll fürn Arsch, das bringt einem überhaupt gar nichts sinnvolles. Neigst du überhaupt zum Bedauern? Ließe sich doch aus dem bisherigen Leben grob extrapolieren und wenn nein müsste man "voll fürn Arsch" sogar nochmal steigern aber ich weiß auch net wie ich das ausdrücken soll. Wenn ja.. auch da könnte womöglich die Selbstreflexion weiterhelfen warum du eben zum Bedauern neigst.

KTlweixo


El Pintor

Naja vielleicht sollte ich noch erwähnen dass ich mittlerweile 27 Jahre bin, Abitur habe und diverse Studiengänge schon auprobiert habe. Ich bin eben kein weißes Blatt Papier und außer meinem Abi hab ich formal nichts in der Tasche. Das ist nicht gerade erquicklich aber ich habe das alles so gut wie es geht mental verarbeitet und will eben jetzt nach vorne schauen und endlich was finden was mich zufriedenstellt. Darum ich bin ich auch so zögerlich und vorsichtig geworden weil ich jetzt eine neuerliche Enttäschung tunlichst vermeiden will.

Du hattest ja auch so einen Faden. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du mittlerweile weißt, welche Neigungen bzw. Interessen bzw. Potential Du hast. Welche sind das?

Naja es gibt die Wege die führen zu einem klaren Tätigkeits- und Aufgabengebiet. Also wenn ich Medizin studiere lande ich aller Vorrausicht nach in einer Klinik bzw. später in einer Praxis. Ob ich jetzt Proktologe werde oder doch Neurochirurg sei natürlich dahingestellt. Also letztlich hantiert man immer mit Wahrscheinlichkeiten und verschiedene Wege führen mit unterschiedlich hoher Wahrscheinlichkeit zu gewissen Zielen. Also blind wählt man nicht, vielleicht nur mit einem Auge.

Nicht unbedingt. Du könntest genauso in der Forschung landen, genauso für eine Pharmafirma oder auch einer staatlichen Einrichtung landen, die sich um die medizinische Begutachtung kümmert. Genauso wird es noch andere Unternehmen geben, in der es einen Mediziner bedarf, also jemanden mit einer medizinischen Ausbildung.

Was mir aber auffällt ist, dass Du nicht in der ich-Form schreibst. Es geht doch nicht um "man". Diese man-Möglichkeiten hast Du doch nicht, oder könntest Du Astronaut werden? Nein, und genauso gibt es schon aufgrund Deiner Neigungen und Eigenschachften schlichtweg Berufe, die "man", also andere vielleicht machen, aber die für Dich nicht in Frage kommen, weil Du nicht "man" bist, sondern Du. Ist Dir das bewusst, dass Du so weit weg von Dir bist?

Na ich bin noch an der Uni eingeschrieben aber ich bin des studierens überdrüssig da ich zunehmend den Eindruck habe da geht es nicht um Wissen selbst sondern um ECTS-Punkte, Status, Prestige, Distinktion, Karriere, um gute Noten usw. Dieser Bildungsdünkel langweilt mich zunehmend. Aber irgendwie scheint man keine andere Wahl zu haben sonst findet man sich in den Niederungen der Arbeitswelt wieder.

Man und für irgendwem geht es um ECTS, Status, etc. Worum geht es Dir? Was spielt es für eine Rolle, worum es anderen geht? Meine Frage war, wo Du stehst und nicht wo vermeintliche "man"en stehen.

Ja das scheint wohl dein Naturell zu sein. Doch es macht mir auch Spaß ich mache eigentlich nicht viel anderes. Aber manchmal tendiert man dazu die Dinge zu zerdenken was zur Aporie führt in der ich gerade stecke.

Wer man? Tendierst Du dazu, Dinge zu zerdenken?

Es ist eines meiner Naturelle. Ich habe viele Interessen und Fähigkeiten. Einige dienen zur Ausübung meines Berufes, andere meiner Berufung. ;-)

Ziele stellen erstrebenswerte Endzustände dar. Die können ja inhaltlich ganz divers sein. Ihnen gemein ist wohl, dass positiver als der Ist Zustand empfunden werden. An der Stelle kann man noch zwischen Vermeidungs und Annäherungszielen unterscheiden. Ich würde gerne letzteres in meinem Leben haben.

Was heißt das genau? Ich kann mir ja auch für jeden Tag ein Ziel setzen und es erreichen oder auch nicht, ich kann mir irgendein unrealistisches Ziel setzen, womit ich mich für "immer" unglücklich mache, weil ich es nicht erreiche, ich kann mir ein realistisches Ziel setzen, das einen sehr großen Rahmen hat und ich mit viel Mühe in 20-30 Jahren erreiche. Welche Art der Ziele meinst Du?

Es gibt einen das Gefühl in der Welt nicht alleine zu sein. Ich kann dir es nicht genau sagen aber es ist angenehm Gleichgesinnte zu finden. Man pflegt den Gedankenaustausch, alleine das ist schon vergnüglich.

Was ist an geistigem Inzest so toll? Wo ist die Entwicklung? Was ist so vergnüglich, von anderen das zu hören, was man selber denkt?

Ähnlich im Sinne von, vielleicht hat da einer ein ähnliches Weltbild wie ich die gleichen Interessen, teilt den Musikgeschmack und Aktivitäten, ist geistig auf einer Ebene usw. Jemanden dem man seine intimsten Gedanken und Gefühle anvertrauen, jemand der das versteht und daruf adäquat antworten kann oder sich zumindest bemüht. Solche Menschen habe ich ab und an kennenlernen dürfen und ich empfinde das als immer sehr angenehm. Wird anderen Leuten wohl auch so gehen.

Jein, weniger. Mir sind gleiche Weltanschauungen wichtig, ansonsten ist es mir egal, ob ich mit anderen auch noch andere Gemeinsamkeiten habe. Wie wahrscheinlich ist es jemanden zu finden, der mir so ähnelt, nachdem allgemein bekannt ist, dass Menschen unterschiedlich sind? Nicht sehr hoch. Aber okay, dort wo die Konditionierung sitzt, sich in derselben Gesellschaft befindet, in die gleiche Schule geht, gibt es auch ziemlich ähnliche Kopien. Ansonsten kannst Du Menschen treffen, die sich für die gleichen Dinge interessieren wie Du, nur wirst Du nicht alle Fähigkeiten in einem anderen finden, aber durchaus jemanden, die einige Deiner Interessen haben.

Anvertrauen und anderen vertrauen - hat ja etwas mit Selbstkenntnis, Menschenkenntnis zu tun und sozialer Kompetenz des Gegenübers. Es ist ja nicht das gleiche, von jemandem mental verstanden zu werden oder sich fachlich austauschen zu können. Das heißt aber nicht automatisch, dass es dann ein automatisches gegenseitiges Vertrauen gibt, eine Bindung bzw. Verbundenheit.

Was meinst du? Philosophie? ;-)

Nein, ich dachte da eher an Soziologie, Statistik, etc.

In der Regel vermeidet man Tätigkeiten denen man gegenüber aversiv eingestellt ist. Man verrichtet diese dann weil man dazu gezwungen wird oder deren Notwenidgkeit erkennt.

Du auch? Und wenn ja, beißt sich die Katze dann tatsächlich in den Schwanz?

Naja ich sehe im Helfen eine Tätigkeit die vielleicht in sich gut und deshalb erstrebenswert ist. Muss auch nicht stimmen. Also das Wohl anderer ist mir schon wichtig, zumindest bin ich nicht bestrebt anderen Schaden zuzufügen.

Was heißt das konkret? Was macht Dich aus? Bist Du hilfsbereit oder nicht? Ob Du darin einen Sinn siehst, ist aus meiner Sicht in dem Erkenntnisstadium nicht wichtig.

Du hast geschrieben:

Das Hauptproblem ist denke ich einfach jenes, dass mich Dinge interessieren und bewegen welche außerhalb der ökonomischen Verwertbarkeit liegen. Darum geht die Gleichung Interesse = Geld nicht auf.

":/ jetzt schreibst Du noch:

Heißt konkret entweder ich sage mir ich sehe das Denken als meine Art Berufung an und suche mir die entsprechende Institution indem man das professionalisieren kann oder man versucht das in seiner Freizeit auszuleben und geht halt irgendeiner Beschäftigung nach für die es Geld gibt.

":/ Noch verstehe ich nicht, worum es Dir geht? Wovon machst Du abhängig, welchen Beruf Du ergreifen willst? Was sind Deine Werte?

Ob das Denken eine Berufung ist oder nicht, ergibt sich doch schon aus Deinen Eigenschaften und was Du tust. Ist es Deine Berufung? wieder interessant Dein Wechsel von ich zu man

Ja ist halt die Frage woran man das Dingfest macht. Geht es nur um mein eigenes Glück? Oder beinhaltet das "richtige" auch die Einbindung von Problemen die in der Welt vor sich gehen und ich fühle mich verantwortlich bzw. es ist meine Aufgabe daran zu helfen Probleme zu lösen. Wenn ich zb auf der einen Seite umweltbewusst bin auf der anderen den Drang verspüre eine Weltreise zu machen sind das in sich widersprüchliche Positionen die eine Dissonanz in mir hervorrufen. Also da scheint es irgendwie keine endgültig richtige Antwort auf solche Fragen zu geben

Wieso nicht? Ich habe die richtige Antwort für mich. Warum sollst Du nicht die richtige Antwort für Dich finden? Woran "man" das Ding fest macht, wird "man" wissen. ;-D

d:aGnaex87


Woran "man" das Ding fest macht, wird "man" wissen.

Meine Tochter war vier als sie ihrer Erzieherin mitteilte sie sei aber die A. und kein Mann. Die Dame hatte ihr mitteilen wollen wie "man" sich anzuziehen hat.

Erl P|i7ntor


Und dann wird man angefahren, Vater, für ein tolles Projekt geworben und findet sich irgendwann in einem ganz anderen Gebiet wieder...

Klar dass kann immer passieren, aber davor habe ich auch keine Angst. Das sind ja Dinge die ich irgendwie nicht beeinflussen kann und damit muss man leben. Was ich aber beeinflussen kann ist die Wahrscheinlichkeit eine Arbeit zu finden indem ich bestimmte Angebote von Institutionen durchlaufe. Was mich jetzt konkret hindert wieder aktiv zu werden ist meine Vergangenheit. Ich habe wie gesagt mich in Biochemie bzw. Chemie probiert und es scheiterte an diversen Gründen auf die ich jetzt nicht näher eingehen mag.

Ich müsste wieder eine positive Zukunftserwartung entwickeln. In meinem Kopf müsste eine Version von mir sagen wir in 5 Jahren existieren die dies und jenes tut. Das ist aber nicht der Fall, ich habe jetzt gerade mal den August geplant danach weiß ich nicht was kommt.

Ja, klar geht es auch und in erster Linie um ECTS Punkte und das ist nicht alles toll und abgehoben und bringt einen weiter. Studieren ist ein Job und wie in jedem Job gibt es gute Seiten und täglicher Mist der einfach zu erledigen ist, auch wenn man ihn nur nervig findet. Hier bei mir hinterlässt du den Eindruck eines jungen Mannes der sich selbst enorm wichtig nimmt und sich damit selbst darüber betrügt, dass er es schlicht gerne einfach hätte. Die eierlegende Wollmilchsau bitte. Erfüllender Job, sichere Perspektive, gute Bezahlung und das ganze ohne lästige Tätigkeiten die nebenbei laufen.

Darüber lässt sich natürlich streiten. Universitäten sind im ursprünglichen Sinne keine Orte der Berufsausbildung sondern sie widmen sich der weitestgehend zweckfreien Forschung und Lehre. Es wurden ja in den 70igern für diesen Zweck die Fachhochschulen gegründet welche einen höheren Praxisbezug aufweisen und entsprechend werden da auch anwendungsorientierte Fächer angeboten. Was meinst du ich nehme mich selber wichtig? Ich würde das jetzt ja auch nicht leugnen, natürlich schaue ich dass meine Bedürfnisse befriedigt werden, solange das nicht auf Kosten anderer geschieht ist das doch legitim. Also was ich mir vorwerfen lassen kann sind meine überhöhten Ansprüche auf der eine Seite aber mein fehlendes Engangement auf der anderen, da passt was nicht.

Das mit den Anforderungen, Streben nach Noten in einem Studium oder Ausbildung darf man nicht als Selbstzweck sehen, sondern es zwingt einen dazu, sich die Dinge anzueignen. Denn wenn man mal ehrlich ist: Wer würde sich soviel Wissen freiwillig und mühsam aneignen, wenn da nicht ein gewisser Zwang dahinter wäre. Ich habe bei mir die Erfahrung gemacht, dass mit diesem Zwang auch mit der Zeit mehr Verständnis entsteht und damit mehr "Spaß" an der Sache.

Vielleicht bist du einfach zu wenig dran geblieben in den Fächern, die du bisher angefangen hast.

Arne M.

Da gibt es schon Leute die das aus reiner Neugier machen denke ich. Ich habe halt Chemie gewählt weil es mich auf der einen Seite interssiert hat aber das entscheidene Argument war für mich die Anwendbarkeit später. Umweltprobleme lösen mithilfe von Chemie zb.

So und im Studium lernt man z. B. stereoselektive Synthesen zu entwickeln hatte halt nicht primär etwas mit meinem Anliegen zu tun.

Ja ich habe dass dann schleifen lassen weil ich dann an der Stelle auch nicht bereit war mein ganzes Leben dafür zu opfern.

Ich teile danae87s Ahnung dass du Angst vorm Leben hast, selbstreflektiere halt mal dahingehend warum das so ist.

Das hat sich in den letzten Jahren so entwickelt. Das sind diffuse Ängste die mich in Beschlag genommen haben. Angst vor dem scheitern vor Ablehnung. Aufgrund meiner Historie habe ich auch Probleme neue Kontakte zu knüpfen. Irgendwann kommt ja unweigerlich die Frage was ich denn so mache. Da muss man dann rumdrucksen und eine Lüge ist halt keine gute Basis. Mit meinem mäandrierenden Lebenslauf will ich halt auch nicht gleich kommen. Ich meine ich bin gut darin das ganze in ein positiveres Licht zu rücken aber so ganz authentisch bin ich dann nicht. Wenn ich mir selbst nicht Gewahr bin, was sollen dann andere von mir halten bzw. mich einschätzen wer ich bin?

Nix gegen Rumdenken, ich kann auch net ohne, aber Zweifeln ist doch voll fürn Arsch, das bringt einem überhaupt gar nichts sinnvolles.

Ja sehe ich doch genauso. Deshalb möchte ich jetzt den Fokus weg von meiner Person, hin zu Äußerlichkeiten lenken sodass ich nicht ständig im eigenen Saft schmore.

Du hattest ja auch so einen Faden. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du mittlerweile weißt, welche Neigungen bzw. Interessen bzw. Potential Du hast. Welche sind das?

Also wenn ich es genau wüsste würde ich hier nicht schreiben. Ich kann zumindest Branchen ausschließen. Der ganze Ingenieurs,- Wirtschafts und Verwaltungsbereich ist nichts für mich. Vielleicht könnte man sagen: Ich interessiere mich nicht für die Berufe selber sondern eher dafür wer diese ausübt. Oder eben auch für Menschen selbst, deren Eigenheiten, Geschichten, Verhalten, deren Phänotyp. Kann halt aber auch sein dass ich versuche in Ihnen irgendetwas zu sehen was sie nicht sind.

Ich wüßte halt auch nicht welcher Beruf meine Interessen wiederspiegeln würde. Ansonsten diskutiere, lese ich halt gerne.

Körperliche Arbeit wäre auch nichts für mich.

Was mir aber auffällt ist, dass Du nicht in der ich-Form schreibst. Es geht doch nicht um "man". Diese man-Möglichkeiten hast Du doch nicht, oder könntest Du Astronaut werden? Nein, und genauso gibt es schon aufgrund Deiner Neigungen und Eigenschachften schlichtweg Berufe, die "man", also andere vielleicht machen, aber die für Dich nicht in Frage kommen, weil Du nicht "man" bist, sondern Du. Ist Dir das bewusst, dass Du so weit weg von Dir bist?

ja bin ich. Ist wohl eine Methode um mit vielem auf Distanz zu bleiben. Um mit den Dingen nicht in Kontakt treten zu müssen, und genau dass sollte aufhören ich muss mich den Dingen wieder zuwenden, annähern.

Man// und für irgendwem geht es um ECTS, Status, etc. Worum geht es Dir? Was spielt es für eine Rolle, worum es anderen geht? Meine Frage war, wo Du stehst und nicht wo vermeintliche "man"en stehen.

Ja mit man meine ich dass das von einem so erwartet wird. Wenn ich mir aussuchen könnte was für ein Leben ich habe bzw. wenn ich wirklich dass mache was ich wirklich möchte dann würde ich anders entscheiden. Ich bin hier aber eingebettet in den sozialen Strukturen deren ich mich nicht entziehen kann. Ich muss dieses Spiel mitspielen und wenn man alles bejaht will halt auch erfolgreich sein. Jeder weiß das insgeheim, darüber reden tut man nicht.

Was heißt das genau? Ich kann mir ja auch für jeden Tag ein Ziel setzen und es erreichen oder auch nicht, ich kann mir irgendein unrealistisches Ziel setzen, womit ich mich für "immer" unglücklich mache, weil ich es nicht erreiche, ich kann mir ein realistisches Ziel setzen, das einen sehr großen Rahmen hat und ich mit viel Mühe in 20-30 Jahren erreiche. Welche Art der Ziele meinst Du?

Unter Annäherungszielen verstehe ich Ziele die man mehr oder weniger selbstbestimmt und freiwillig wählt und nicht aus einem Pflichtgefühl heraus. Vermeidungszeil wäre ich studiere XY um nicht einer bestimmten Schicht anzugehören.

Meine Ziele und die Ziele der Gesellschaft sollen kongruent sein.

Was ist an geistigem Inzest so toll? Wo ist die Entwicklung? Was ist so vergnüglich, von anderen das zu hören, was man selber denkt?

Das mein ich ja nicht, ich meine Leute die auf einer Wellenlänge mit einem sind. Man kann sich ja dann auch gegenseitig hinterfragen usw.

Nein, ich dachte da eher an Soziologie, Statistik, etc.

Ist prinzipiell schon interessant aber da würde mir bisschen die Perspektive fehlen.

Was heißt das konkret? Was macht Dich aus? Bist Du hilfsbereit oder nicht? Ob Du darin einen Sinn siehst, ist aus meiner Sicht in dem Erkenntnisstadium nicht wichtig.

Ja prinzipiell schon. Aber sehe mich jetz nicht als Helfertyp. Ist ja auch eher was praktisches.

Noch verstehe ich nicht, worum es Dir geht? Wovon machst Du abhängig, welchen Beruf Du ergreifen willst? Was sind Deine Werte?

Ob das Denken eine Berufung ist oder nicht, ergibt sich doch schon aus Deinen Eigenschaften und was Du tust. Ist es Deine Berufung?

Ja genau darum geht es mir doch die ganze Zeit. Welches ist das entscheidene Kriterium einen Beruf zu ergreifen.

Ist es das:

-Interesse

-Talent und Fähigkeiten

-Verdienstausssichten

-Gesellschaftliche Relevanz

usw.

in der Regel ist es halt eine Melange aus allem und viele gehen halt einen Kompromiss ein und machen das was "gebraucht" wird. Die sagen sich, klar Büroalltag ist nicht so toll aber dafür flieg ich für 4 Wochen nach Bali, können sich einen VW Polo leisten und leben halt ihr Leben.

Mein Problem liegt darin dass ich die Verhältnisse in denen wir Leben nicht akzeptiert habe und wie ich noch jünger war hatte ich in all meiner Naivität geglaubt ich könnte das ändern. Dabei lebt es sich eben leichter wenn man alles so akzeptiert wie es ist und nicht dagegen aufbegehrt.

d^a3naze87


Was meinst du ich nehme mich selber wichtig?

Ich meine damit das du offenbar irgendwas maßgeschneidertes suchst, wenn es nicht genau ist, dann wird hingeschmissen. Nehmen wir den Chemie-Studiengang. Natürlich lernt man da auch eine Menge Zeug das man für genau das was einen interessiert nicht braucht. Da geht man durch und peilt dann eben das an was einen interessiert. Universitäten sind schon sehr lange kein Ort mehr zum ziellosen umherstudieren. Da geht es um ganz klare Fragestellungen, Interessen und Richtlinien. Was einen aber nicht hindert darin zu arbeiten und nebenbei auch noch dies oder jenes zu betrachten. Deine Bereitschaft dich in ein System einzufügen, zumindest ein Stückweit, ist einfach zugerin, da nimmst du dich und deine Befindlichkeiten einfach zu wichtig.

Es ist in Ordnung zu gucken das es einem gut geht, aber man sollte seine Entscheidungen auch immer in Relation sehen und abschätzen wo man auch einfach mal nehmen muss was da ist. ;-D ;-D

dGan>ae87


Mein Problem liegt darin dass ich die Verhältnisse in denen wir Leben nicht akzeptiert habe und wie ich noch jünger war hatte ich in all meiner Naivität geglaubt ich könnte das ändern. Dabei lebt es sich eben leichter wenn man alles so akzeptiert wie es ist und nicht dagegen aufbegehrt.

genau das hier. Du willst es perfekt oder gar nicht. Das ist eines drei Jährigen würdig, aber nicht eines erwachsenen Mannes. Man kann was verändern, in gewissem Rahmen, man hat heute soviel Gestaltungsfreiheit wie selten in der Geschichte der Menschheit und du jammerst weil es hier und da Kompromisse erfordert mit fast 80 Millionen Menschen in einem System zu leben. Werd erwachsen.

Tsestr*alxe


Seit dem ich mich mit dem Nihilismus beschäftige, habe ich erkannt, das jede Moralvorstellung der Menschen WILLKÜRLICH ist, und somit ist auch die Bewertung eines erfolgreichen Lebens rein WILLKÜRLICH. Ich kann dir sagen, dem Universum sind wir gleichgültig! Außer den Naturgesetzen ist alles Willkürlich und unterliegt ständigem Wechse

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[[https://www.youtube.com/watch?v=N3Oj6ZFv-jw]]

A!rne" M.


Da gibt es schon Leute die das aus reiner Neugier machen denke ich. Ich habe halt Chemie gewählt weil es mich auf der einen Seite interssiert hat aber das entscheidene Argument war für mich die Anwendbarkeit später. Umweltprobleme lösen mithilfe von Chemie zb.

So und im Studium lernt man z. B. stereoselektive Synthesen zu entwickeln hatte halt nicht primär etwas mit meinem Anliegen zu tun.

Ja ich habe dass dann schleifen lassen weil ich dann an der Stelle auch nicht bereit war mein ganzes Leben dafür zu opfern.

Ja, ein bisschen was opfern muss man überall. Das ist doch in keinem Bereich anders.

Ich mache mein Fach auch aus Neugier und Interesse und obwohl ich Teile davon eher langweilig finde, ziehe ich sie trotzdem durch so gut es geht.

Im Übrigen habe ich da aber den Verdacht, dass das ein bisschen eine Ausrede ist. Denn wenn man ein bestimmtes Fach macht, dann interessiert einen normalerweise nicht alles gleich, aber wenn man irgendwas davon so schlimm findet, um es dann wieder abzubrechen, ist es vielleicht doch das falsche Fach ":/

ARrneW M.


Ich schließe mich dem post von danae87 an: Das Leben ist verdammt kurz und letztlich auch unbedeutend. Kompromisse machen ist da wirklich zwingend, um überhaupt zu was zu kommen.

Ich fürchte, wenn du sowas weitermachst, sitzt du noch als 60-Jähriger da und grübelst immer noch, was deine Ziele sind.

E+l PXintxor


Deine Bereitschaft dich in ein System einzufügen, zumindest ein Stückweit, ist einfach zugerin, da nimmst du dich und deine Befindlichkeiten einfach zu wichtig.

Ja zugegeben da habe ich ja auch irgendwie meine Probleme. Weil ich diesen Arbeitsfetisch der zum Teil einfach sinn und nutzlos ist irgendwie nicht anerkenne. Menschen werden in vielen Teilen der Gesellschaft ausgebeutet, der Wert eines Menschen bemisst sich rein nach ihrer Leistungsfähigkeit. Sämtliche Lebensbereiche werden ökonomisiert, Beziehungen unterliegen teilweise auch dieser Logik und ja ich finde das nicht unterstützenswert. Dass hat meiner nach nichts mit Infantilismus sondern mit humanitären Haltung zu tun. Also jetzt mal bisschen überspitzt, polemisch formuliert: Wer von beiden erbringt die gesellschaftlich relevantere Tätigkeit ;

Der Krankenpfleger/schwester oder der Börsenspekulant/in? Welche Tätigkeit wird besser entlohnt? Wer erfährt mehr Anerkennung innerhalb der Gesellschaft? Das meine ich im übrigen ja auch mit das "richtige" tun. Also etwas tun was einen gesellschaftlichen Mehrwert generiert. Ist natürlich alles streitbar.

Seit dem ich mich mit dem Nihilismus beschäftige, habe ich erkannt, das jede Moralvorstellung der Menschen WILLKÜRLICH ist, und somit ist auch die Bewertung eines erfolgreichen Lebens rein WILLKÜRLICH. Ich kann dir sagen, dem Universum sind wir gleichgültig! Außer den Naturgesetzen ist alles Willkürlich und unterliegt ständigem Wechse

Hilft mir jetzt auch nicht viel weiter.

Im Übrigen habe ich da aber den Verdacht, dass das ein bisschen eine Ausrede ist. Denn wenn man ein bestimmtes Fach macht, dann interessiert einen normalerweise nicht alles gleich, aber wenn man irgendwas davon so schlimm findet, um es dann wieder abzubrechen, ist es vielleicht doch das falsche Fach ":/

Naja in meinem Fall war dass letztlich schon so das ich die fehlende Eignung anerkennen musste. Anders formuliert ich habe einen entsprechenden Aufwand betreiben müssen um da mitzuhalten. Ich hatte auch mal eine HiWi-Stelle in einem Institut inne aber retrospektiv betrachtet hatte ich nicht das Gefühl dass ich darin aufgehe bzw. meine Talente irgendwie zur Geltung kamen.

Ich schließe mich dem post von danae87 an: Das Leben ist verdammt kurz und letztlich auch unbedeutend. Kompromisse machen ist da wirklich zwingend, um überhaupt zu was zu kommen.

Ich weiß dass der Zug für eine klassische (akademische) Karriere wohl so ziemlich abgefahren ist und ich ja auch jetzt kurz davor bin zu sagen ich arbeite irgendwas, verdiene meine Brötchen und gehe meinen Hobbys und Interessen in der Freizeit nach. Hört sich auch nicht gerade nach einem gelungen Leben an aber ist halt dann so......

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