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Welches Leben ist das richtige?

A,rne% M.


Ich weiß dass der Zug für eine klassische (akademische) Karriere wohl so ziemlich abgefahren ist und ich ja auch jetzt kurz davor bin zu sagen ich arbeite irgendwas, verdiene meine Brötchen und gehe meinen Hobbys und Interessen in der Freizeit nach. Hört sich auch nicht gerade nach einem gelungen Leben an aber ist halt dann so......

Warum nicht...ist nur die Frage was. So ganz ungelernt könnte es schon hart werden. Hab mal gehört von einem Ex-Studenten, der jetzt als Lagerarbeiter arbeitet. Ich würde da verrückt werden. Ganz einfach schon deshalb, weil ich da zu viel Zeit hätte meinen (nicht immer so positiven) Gedanken nachzuhängen.

Und was Arbeitsfetisch angeht, den hab ich so auch nicht. Vielleicht sind mache Berufe, auch als Akademiker, weniger stressig als ein Studium und man kann dann sozusagen die Früchte ernten nach dem man sich eingearbeitet hat. Wird sich zeigen.

Du musst dir das jetzt halt gut überlegen, ich würde nicht sagen, dass der Zug mit 28 für bestimmte Weichenstellungen (Ausbildung oder Studium) völlig abgefahren ist, aber zeitnah sollte die Entscheidung wohl schon fallen.

S-aldxo


Ich habe den Eindruck, dass Du zu wenig zu dir schaust. All die Fragen, die Du stellst, kannst Du dir doch selbst beantworten. Du hast möglicherweise nur Angst davor, die falsche Entscheidung zu treffen oder hast sogar Angst vor der Antwort bzw der Konsequenz. Wenn diese Angst nicht wäre, dann stellte ich mir deine Situation leichter vor. Du hast vielleicht einen zu grossen Hang zum Perfektionismus. Zu wenig Vertrauen darin, dass die Dinge schon alle gut werden.

Und Du kannst alle deine Entscheidungen jederzeit ändern.

s"en?siVbelxman


Welches Leben ist das richtige?

Meins ;-)

Kzlexio


Welches Leben ist das richtige?

Für mein Leben ist die Frage völlig irrelevant. ":/

dRanaex87


Ja zugegeben da habe ich ja auch irgendwie meine Probleme. Weil ich diesen Arbeitsfetisch der zum Teil einfach sinn und nutzlos ist irgendwie nicht anerkenne. Menschen werden in vielen Teilen der Gesellschaft ausgebeutet, der Wert eines Menschen bemisst sich rein nach ihrer Leistungsfähigkeit. Sämtliche Lebensbereiche werden ökonomisiert, Beziehungen unterliegen teilweise auch dieser Logik und ja ich finde das nicht unterstützenswert. Dass hat meiner nach nichts mit Infantilismus sondern mit humanitären Haltung zu tun.

Das kommt darauf an was aus dieser Haltung resultiert. Verharrt man nach der Feststellung das einem die gängigen Verhältnisse nicht passen in einer bockigen "will ich nicht, find ich doof" Haltung, dann ist das infantil. Zieht man aus dieser Feststellung Konsequenzen, in dem man seine finanziellen Ansprüche runterschraubt, sich politisch/gewerkschaftlich organisiert, sein Konsumverhalten entsprechend anpasst, mit künstlerischen Aktionen aufmerksam auf das Problem macht oder tut was immer einem da am ehesten liegt, dann ist das sicher eine gute Grundlage fürs Leben.

Du bist noch beim Trotzigen in der Ecke stehen.

Naja in meinem Fall war dass letztlich schon so das ich die fehlende Eignung anerkennen musste. Anders formuliert ich habe einen entsprechenden Aufwand betreiben müssen um da mitzuhalten. Ich hatte auch mal eine HiWi-Stelle in einem Institut inne aber retrospektiv betrachtet hatte ich nicht das Gefühl dass ich darin aufgehe bzw. meine Talente irgendwie zur Geltung kamen.

Und woran machst du das fest? Du musstest arbeiten für Erfolg, nun ja, das müssen wir eigentlich alle. Kaum einem fliegt alles zu, in der Schule vielleicht noch, aber irgendwann an der Uni müssen die meisten was tun.

Und wie fühlt sich das an wenn man "in etwas aufgeht"? Ist man dann die ganze Zeit fröhlich und erfüllt von dem Gefühl etwas Gutes und Sinnvolles zu tun, oder was genau erwartest du da?

EXl Pinxtor


Du musst dir das jetzt halt gut überlegen, ich würde nicht sagen, dass der Zug mit 28 für bestimmte Weichenstellungen (Ausbildung oder Studium) völlig abgefahren ist, aber zeitnah sollte die Entscheidung wohl schon fallen.

Ich muss mich für eine Richtung bzw. Fach entscheiden und darf dann halt nicht wankelmütig werden. Bei mir ist das in der Regel so dass anfängliches Interesse schnell wieder erlischt und mich anderen Dingen widme. Ich kann mir halt auch irgendwie schwer vorstellen Experte für ein Gebiet werden, da mich viele Dinge interessieren aber dann eher oberflächlich. Wenn man mal ein Grundgerüst, ein Skelett bzw. Grundverständnis sich eines Faches angeeignet hat kann man im Prinzip alles verstehen.

Entscheidend ist aber ein nachhaltiges Interesse am Gegenstand selbst. Die Frage ist ob das einem inhärent ist oder ob Interesse durch Zuwendung einer Thematik erwächst. Ich vergleiche das gern mit der Partnerwahl. Also ob wir jemanden physisch als attraktiv wahrnehmen ist im hohen Maße an biologischen und sozialpsychologischen Faktoren gekoppelt sodass man aus meiner Sicht nicht von einer "freien" Partnerwahl sprechen kann. Wir haben halt eine bestimmte Präferenz zu den Dingen, Menschen usw.

Wenn diese Angst nicht wäre, dann stellte ich mir deine Situation leichter vor. Du hast vielleicht einen zu grossen Hang zum Perfektionismus. Zu wenig Vertrauen darin, dass die Dinge schon alle gut werden.

Und Du kannst alle deine Entscheidungen jederzeit ändern.

Ich habe wohl einige Entscheidungen getroffen welche sich retrospektiv als falsch erwiesen haben. Anders ausgedrückt, das Leben wie ich es mir erhofft oder vorgestellt hatte ist nicht so eingetreten. Das ist vielleicht auch generell ein Problem dass man(ich) sehr hohe Erwartungen ans Leben habe aber aber in Passivität verharre sodass zwangsläufig Diskrepanzen auftreten. Also entweder ich verändere man verhalten dahingehend dass meine Erwartungen erfüllt werden oder ich schraube letztere runter.

Das kommt darauf an was aus dieser Haltung resultiert. Verharrt man nach der Feststellung das einem die gängigen Verhältnisse nicht passen in einer bockigen "will ich nicht, find ich doof" Haltung, dann ist das infantil. Zieht man aus dieser Feststellung Konsequenzen, in dem man seine finanziellen Ansprüche runterschraubt, sich politisch/gewerkschaftlich organisiert, sein Konsumverhalten entsprechend anpasst, mit künstlerischen Aktionen aufmerksam auf das Problem macht oder tut was immer einem da am ehesten liegt, dann ist das sicher eine gute Grundlage fürs Leben.

Du bist noch beim Trotzigen in der Ecke stehen.

Nun ich habe meine finaziellen Ansprüche schon heruntergeschraubt. Klar kann ich meine Biomilch kaufen und mir auf die Schulter klopfen, auch wenn ich im nächten Moment im Flieger nach Peking oder sonst wo unterwegs bin. Eine hohe Ambiguitätstoleranz bräuchte man da wie Psychologen es nennen. Ist halt einfach die Frage wie wichtig einem seine idealistischen Ziele sind. Man könnte ja auch die Haltung annehmen und sich sagen all die Probleme die es gibt sind mir egal ich schau dass es für mich am besten läuft. Denn letztlich so habe ich das Gefühl schade ich mir nur selbst. Und wenn ich so die anderen Menschen anschaue dann gibt es einfach zu viele denen moralfragen am a* vorbei gehen (nicht vorwurfsvoll gemeint, vlt ein bisschen ;-)).

Und woran machst du das fest? Du musstest arbeiten für Erfolg, nun ja, das müssen wir eigentlich alle. Kaum einem fliegt alles zu, in der Schule vielleicht noch, aber irgendwann an der Uni müssen die meisten was tun.

Und wie fühlt sich das an wenn man "in etwas aufgeht"? Ist man dann die ganze Zeit fröhlich und erfüllt von dem Gefühl etwas Gutes und Sinnvolles zu tun, oder was genau erwartest du da?

Naja in dem konkreten Fall hat mich die Thematik an sich jetzt nicht sonderlich begeistert, sondern was da eher im Vordergrund für mich stand war sozusagen der Nutzen der Arbeit. Also um auf mein Eingangspost zurückzukommen, die Prämisse meines Handelns war hier der Nutzen der dadurch generiert wurde. Es hätte ja auch sein können ich bin dort HiWi weil mich die Sache an sich begeistert oder weil ich jemand der bin der strukturiert arbeitet und gerne im Labor mit Geräten hantiert.

Und ich denke dass diese Betrachtung der Metaebene als Handlungsgrundlage ins Leere führt. Also aus dem Wissen was das moralisch richtige wäre sollte kein Handlungsimperativ folgen. Denn man missachtet in dem Moment eigene Talente, Grenzen, Fähigkeit, Wünsche, Bedürfnisse usw.

Unter "In etwas aufgehen" verstehe ich dass was allgemein in der Forschung als "Flow" bezeichnet wird (siehe Wikipedia). Also wenn ich Spaß an der Tätigkeit selbst spüre da Aufgabe mich fordert aber nicht überfordert.

Anders augedrückt, eine Tätigkeit bei der meine Talente und Fähigkeiten zum Ausdruck kommen. Nehmen wir einen Schriftsteller. Vielleicht hat dieser einfach Freude daran Texte zu verfassen, die richtigen Worte für seine Gefühlswelt zu finden. Sprache als ein Medium sich selbst und seine Gefühle mitzuteilen. Er schreibt keine Romane um damit erfolgreich zu werden oder Geld zu verdienen, der Erfolg ist im bestenfall als Produkt seiner Schaffenskraft zu sehen.

Schau dir erfolgreiche Leute an ; Sie sind erfolgreich nicht weil sie den Erfolg an sich anstreben sondern weil sie Freude haben bei dem was sie machen. Sie beschäftigen sich mit Sachen die sie wirklich interessieren nicht aus einem Pflichtgefühl heraus. Man braucht eine hinreichend hohe intrinsiche Motivation denke ich, das exkludiert ja nicht harte Arbeit, Ehrgeiz also die ganzen preußischen Tugenden.

K(lvexio


El Pintor

Ich müsste wieder eine positive Zukunftserwartung entwickeln. In meinem Kopf müsste eine Version von mir sagen wir in 5 Jahren existieren die dies und jenes tut. Das ist aber nicht der Fall, ich habe jetzt gerade mal den August geplant danach weiß ich nicht was kommt.

Welche Art Plan/Ziel schwebt Dir denn vor?

Also was ich mir vorwerfen lassen kann sind meine überhöhten Ansprüche auf der eine Seite aber mein fehlendes Engangement auf der anderen, da passt was nicht.

Welche Ansprüche hast Du denn? Ich kann die eben leider nirgends herauslesen. Dafür sind Deine Beiträge verallgemeinernd und pauschal. Du setzt Dein Wissen meiner Ansicht nach extrem flach ein.

Da gibt es schon Leute die das aus reiner Neugier machen denke ich. Ich habe halt Chemie gewählt weil es mich auf der einen Seite interssiert hat aber das entscheidene Argument war für mich die Anwendbarkeit später. Umweltprobleme lösen mithilfe von Chemie zb.

So und im Studium lernt man z. B. stereoselektive Synthesen zu entwickeln hatte halt nicht primär etwas mit meinem Anliegen zu tun.

Nicht man, Du hast es so gemacht. Ein anderer hätte vielleicht einfach noch die Richtungen dazu genommen, die ihm gefehlt haben oder wenn die nicht angeboten werden, sich anderweitig erworben, damit er das machen wird können, was ihm vorschwebt. Insofern - welche Erkenntnis hast Du daraus gewonnen?

Ja ich habe dass dann schleifen lassen weil ich dann an der Stelle auch nicht bereit war mein ganzes Leben dafür zu opfern.

Das verstehe ich nicht. Was ist denn ein Opfer? Wenn Du essen willst, musst Du arbeiten. Das ist kein Opfer.

Das hat sich in den letzten Jahren so entwickelt. Das sind diffuse Ängste die mich in Beschlag genommen haben. Angst vor dem scheitern vor Ablehnung. Aufgrund meiner Historie habe ich auch Probleme neue Kontakte zu knüpfen. Irgendwann kommt ja unweigerlich die Frage was ich denn so mache. Da muss man dann rumdrucksen und eine Lüge ist halt keine gute Basis. Mit meinem mäandrierenden Lebenslauf will ich halt auch nicht gleich kommen. Ich meine ich bin gut darin das ganze in ein positiveres Licht zu rücken aber so ganz authentisch bin ich dann nicht. Wenn ich mir selbst nicht Gewahr bin, was sollen dann andere von mir halten bzw. mich einschätzen wer ich bin?

Ja, sicher. Hast Du auch an Deinem mangelnden Selbstbewusstsein gearbeitet? Du beschäftigst Dich ja jetzt schon seit einiger Zeit damit, was Du möchtest, was Dich ausmacht. Was macht Dich denn aus?

Ja sehe ich doch genauso. Deshalb möchte ich jetzt den Fokus weg von meiner Person, hin zu Äußerlichkeiten lenken sodass ich nicht ständig im eigenen Saft schmore.

Dadurch wirst Du keine bessere Selbsterkenntnis erlagen und auch kein gesundes Selbstbewusstsein erlangen.

Also wenn ich es genau wüsste würde ich hier nicht schreiben. Ich kann zumindest Branchen ausschließen. Der ganze Ingenieurs,- Wirtschafts und Verwaltungsbereich ist nichts für mich. Vielleicht könnte man sagen: Ich interessiere mich nicht für die Berufe selber sondern eher dafür wer diese ausübt. Oder eben auch für Menschen selbst, deren Eigenheiten, Geschichten, Verhalten, deren Phänotyp. Kann halt aber auch sein dass ich versuche in Ihnen irgendetwas zu sehen was sie nicht sind.

Darauf wollte ich nicht hinaus. Ich würde gerne wissen, was Dich interessiert, welche Eigenschaften Du hast, etc. Ich hätte schwören können, dass Du eine Potentialanalyse hast machen lassen, etc. Du hattest einen Faden "Interessentest", auch "Passenden Beruf zum Interesse".

ja bin ich. Ist wohl eine Methode um mit vielem auf Distanz zu bleiben. Um mit den Dingen nicht in Kontakt treten zu müssen, und genau dass sollte aufhören ich muss mich den Dingen wieder zuwenden, annähern.

Aber auf meine Fragen, die explizit Dich betreffen antwortest Du nicht. Wäre ja eine gute Gelegenheit hier schriftlich ich-Sätze zu formulieren. Du bleibst auf dieser Wissens-Theorie-Stufe der Betrachtung, als würdest Du Dich beobachten und nicht Du sein.

Ja mit man meine ich dass das von einem so erwartet wird. Wenn ich mir aussuchen könnte was für ein Leben ich habe bzw. wenn ich wirklich dass mache was ich wirklich möchte dann würde ich anders entscheiden. Ich bin hier aber eingebettet in den sozialen Strukturen deren ich mich nicht entziehen kann. Ich muss dieses Spiel mitspielen und wenn man alles bejaht will halt auch erfolgreich sein. Jeder weiß das insgeheim, darüber reden tut man nicht.

Worum geht es Dir? Was spielt es für eine Rolle, worum es anderen geht? Meine Frage war, wo Du stehst und nicht wo vermeintliche "man"en stehen.

Ansonsten sehe ich das anders. Nur, weil es Erwartungshaltungen von außen gibt, muss ich die nicht erfüllen. Auch gibt es nicht nur eine Erwartungshaltung. Genauso ist es meine Entscheidung Spiele mitzuspielen oder es zu lassen. Erfolg ist genauso eine Definitionssache und nicht allgemeingültig. Somit wieder zu meiner Frage – Worum geht es Dir? Wie definierst Du Erfolg, Ziel, etc. was auch immer Dir wichtig ist bzw. zu Deinen Gedankenzusammenhängen gehört. Du wirfst ja diese Begriffe in die Diskussion. Ich z. B. sehe es ja ganz anders. Also ist es an Dir einmal zu erklären, wie Du denkst und "man" – macht es recht schwer Dich zu verstehen, denn es ist nicht "man", der hier schreibt und ein Problem hat, sondern Du. Hast Du denn Deine Erwartungshaltung mal hinterfragt? Wo sie herkommt? Wieso Du gewisse Erwartungshaltungen hast? Ob sie überhaupt zutreffen?

Unter Annäherungszielen verstehe ich Ziele die man mehr oder weniger selbstbestimmt und freiwillig wählt und nicht aus einem Pflichtgefühl heraus. Vermeidungszeil wäre ich studiere XY um nicht einer bestimmten Schicht anzugehören.

Welche sind das für Dich?

Meine Ziele und die Ziele der Gesellschaft sollen kongruent sein.

Welche Ziele der Gesellschaft siehst Du denn? Du scheinst da ja irgendein pauschales Ziel zu erkennen. Ich weiß nicht, was Du meinst. Was willst Du? Wer ist denn diese ominöse Gesellschaft, mit deren Zielen Du Deine übereinstimmen willst?

Das mein ich ja nicht, ich meine Leute die auf einer Wellenlänge mit einem sind. Man kann sich ja dann auch gegenseitig hinterfragen usw.

Welche Menschen liegen denn auf einer Wellenlänge mit Dir?

Ist prinzipiell schon interessant aber da würde mir bisschen die Perspektive fehlen.

Es gibt ja mehr. Ich bin keine Berufsberaterin bzw. Psychologin. Welcher Beruf zu Dir passt oder welchen Du ausüben könntest, das kann Dir aber auch eine solche nur sagen, wenn Du mitteilst, welche Fähigkeiten Du hast. Ich kann Dir nicht sagen, was Du kannst, ich kann Dir nicht sagen, welcher Beruf Dir liegt. Das kannst nur Du herausfinden und geht nur, wenn Du Dich mit Dir auseinandersetzt. Was hast Du unternommen um herauszufinden, welche Fähigkeiten Du hast?

Ja genau darum geht es mir doch die ganze Zeit. Welches ist das entscheidene Kriterium einen Beruf zu ergreifen.

Ist es das:

-Interesse

-Talent und Fähigkeiten

-Verdienstausssichten

-Gesellschaftliche Relevanz

usw.

Welches Krietium/Kriterien sind denn Für Dich entscheidend/wichtig?

Dabei lebt es sich eben leichter wenn man alles so akzeptiert wie es ist und nicht dagegen aufbegehrt.

Das klingt mir eher nach Resignation als nach Akzeptanz. Akzeptanz heißt für mich z. B. nicht für oder gegen etwas zu sein, sondern schlicht die Dinge anzunehmen (auch mich), wie sie sind. Dagegen – ist wieder eine Typsache. Ich bin nicht gegen etwas. Jeder soll dafür eintreten, was für ihn/sie wichtig ist. Ich trete für die Dinge ein, die mir wichtig sind. Und natürlich kannst Du etwas verändern – indem Du für die Dinge eintrittst, die Dir wichtig sind. Andere kannst Du ja nicht ändern.

sIen*sibelGmaxn


Sie sind erfolgreich nicht weil sie den Erfolg an sich anstreben sondern weil sie Freude haben bei dem was sie machen

Wenn du einen Job hast, mit dem du gut Geld verdienen kannst, der dir auch Spaß macht, der aber genügend flexible Zeit ermöglicht, dann kannst du auch außerhalb deines Jobs viele interessante Dinge tun- als Autodidakt- und zwar sehr breit gefächert. Mir reicht dafür z.B. eine Werkstatt und ein Computer zu Hause. Der Vorteil als Autodidakt: Man muss nicht viel und lange mit anderen Menschen über Sinn und Unsinn diskutieren, man ist in seinen Entscheidungen vollkommen frei und kann sich von Konventionen einfacher lösen konventionelles Denken bringt entwicklungsmäßig oft nur langsam voran, weil da meistens schon vieles abgegrast ist Dennoch: Auch als Autodidakt kann man mit anderen Ingenieuren und Wissenschaftlern zusammenarbeiten.

Ich kann mir halt auch irgendwie schwer vorstellen Experte für ein Gebiet werden, da mich viele Dinge interessieren

Wenn du auch mit Menschen umgehen kannst, wäre ja auch irgendein Lehrberuf (muss ja nicht in der Schule sein) etwas Geeignetes? Da kannst du u.U. auch flexibel unterschiedlichsten Interessen fröhnen (sofern du nicht der Typ bist, der seine Lehrvorbereitungen einmal für die nächsten 30 Jahre fertigstellt).

für mich stand war sozusagen der Nutzen der Arbeit.

Wenn du technisches Interesse hast, da gibt es ja Unmengen an Dingen, die auf Entwicklung warten (als das wichtigste technische Ding das weiterentwickelt werden müsste, halte ich derzeit einen leistungsfähigen Energiespeicher für elektrische Energie). Ich habe persönlich noch viele andere Ideen, die ich aber für mich behalte ...

Die Frage ist, wie man Erfolg für sich definiert: Ist Erfolg, wenn man viel Ruhm und Geld bekommt, oder ist es Erfolg, wenn man ein interessantes, spannendes, fröhliches und angenehmes (und vor allem gesundes) Leben führt und dabei auf nette freundlich Menschen um einen herum bauen und vertrauen kann? Dass beide von mir angegebenen Alternativangaben gleichzeitig auftreten, ist eher unwahrscheinlich, weil sie häufiger konträr zueinander sind.

Kklei=o


El Pintor

Ja zugegeben da habe ich ja auch irgendwie meine Probleme. Weil ich diesen Arbeitsfetisch der zum Teil einfach sinn und nutzlos ist irgendwie nicht anerkenne. Menschen werden in vielen Teilen der Gesellschaft ausgebeutet, der Wert eines Menschen bemisst sich rein nach ihrer Leistungsfähigkeit. Sämtliche Lebensbereiche werden ökonomisiert, Beziehungen unterliegen teilweise auch dieser Logik und ja ich finde das nicht unterstützenswert. Dass hat meiner nach nichts mit Infantilismus sondern mit humanitären Haltung zu tun. Also jetzt mal bisschen überspitzt, polemisch formuliert: Wer von beiden erbringt die gesellschaftlich relevantere Tätigkeit ;

Ich kenne auch solche Gedanken – nennt sich Weltverbesserungsschmerz, aber den hatte ich in der Pubertät. Und auf Deine Frage gibt es schlichtweg keine Pauschalantwort. Es hängt immer von den Werten eines Menschen ab, die er dann als gesellschaftlich relevant ansieht oder nicht. Der Materialist wird anders werten als der, der im sozialen Bereich interessiert ist und in der Regel gibt es trotz Konditionierung keine zwei, die gleich denken.

Der Krankenpfleger/schwester oder der Börsenspekulant/in? Welche Tätigkeit wird besser entlohnt? Wer erfährt mehr Anerkennung innerhalb der Gesellschaft? Das meine ich im übrigen ja auch mit das "richtige" tun. Also etwas tun was einen gesellschaftlichen Mehrwert generiert. Ist natürlich alles streitbar.

Beide erfahren in ihrer gesellschaft Anerkennenung. Es fängt doch schon damit an, dass die Krankenschwester sich eine andere Gesellschaft suchen wird wie der Börsensekulant, weil sie schlichtweg mit den Werten des anderen nichts anfangen können (wobei das wieder extreme Stereotypen sind, die es so auch eher selten gibt). Du wendes Kategorien an, die ich so nirgends erlebt habe. Ist das Deine Erfahrungswelt? Wirst Du von anderen so kategorisiert oder kategorisierst Du andere und Dich so?

Naja in meinem Fall war dass letztlich schon so das ich die fehlende Eignung anerkennen musste. Anders formuliert ich habe einen entsprechenden Aufwand betreiben müssen um da mitzuhalten. Ich hatte auch mal eine HiWi-Stelle in einem Institut inne aber retrospektiv betrachtet hatte ich nicht das Gefühl dass ich darin aufgehe bzw. meine Talente irgendwie zur Geltung kamen.

Was wäre denn so schlimm gewesen, hättest Du es gleich so geschrieben?

Ich weiß dass der Zug für eine klassische (akademische) Karriere wohl so ziemlich abgefahren ist und ich ja auch jetzt kurz davor bin zu sagen ich arbeite irgendwas, verdiene meine Brötchen und gehe meinen Hobbys und Interessen in der Freizeit nach. Hört sich auch nicht gerade nach einem gelungen Leben an aber ist halt dann so......

Viele machen es so und finden ihr Leben durchaus gelungen. Unter anderem finden sich wieder unter diesen Leuten, die das Leben eines Börsenspekulanten nicht für besonders gelungen und/oder erfolgreich ansehen. Das ist nur eine Wertung und die ist subjektiv. Insofern geht es nur um Deine subjektiven Werte.

Hast Du die Fäden von Borlag durchgelesen?

Meiner Ansicht nach verfängst Du Dich in Deinen Theorien und wendest sie meiner Ansicht nach auch noch extrem pauschal an. Du merkst ja auch mittlerweile, dass diese Denkweise nicht wirklich für Dich und Dein Leben greift. Ich habe keine Ahnung, ob diese Pauschalaussagen, die mans und wirs Deiner Erfahrungswelt entsprechen - meiner entsprechen sie nicht. Letztlich ist es aber trotzdem Deine Denkweise, egal ob Du sie aus unrealistischen man-Regeln ableitest oder sie dann für Dich übernimmst oder selbst solche Pauschalurteile für Dein richtiges Leben ansetzt. Ich frage mich, wie es überhaupt dazu kommt, dass Du Erwartungen an das Leben stellst. Gerade wenn Du beobachtest, dann sollte doch klar sein, dass jeder für sein Überleben selbst verantwortlich ist. Inwieweit es da ein richtig oder falsch gibt, hängt von der Wahlmöglichkeit ab, aber die Wahl nicht zu arbeiten gibt es nicht. Trotzdem hast Du und auch andere immer wieder dieses Problem: Was soll ich mit meinem Leben anfangen? Natürlich ist das schon ein Hinweis, dass jemand, der diese Frage so stellt, sicher mal andere Lebensumstände hatte, als ich z. B., der sich diese Frage so nie gestellt hat. Mir war es von schon Kind an klar, dass es nichts zu essen gibt, wenn meine Eltern nicht arbeiten gehen, dass ich etwas zum anziehen brauche, damit ich nicht friere, dass es einer Behausung bedarf, um geschützt zu sein, etc. etc. Das flog nicht in unser Haus und wenn es keine Arbeit gab, gab es nichts zu essen, habe ich gefroren, etc. Die Frage, ob ich arbeite, hat sich nie gestellt und würde sich auch heute nie stellen. Natürlich gibt es Arbeiten, die ich lieber mache, aber wenn ich nicht weiß was, bedeutet nicht, dass ich nichts arbeite. Ich will arbeiten, weil ich essen will, eine Wohnung will und wenn ich die Möglichkeit habe mich zu entwickeln, dann lerne ich dazu, werde kopetenter, bevorzugt im Bereich, der mir gefällt oder zumindest einen Lebensstandard bringt, in dem ich nicht jeden Cent umdrehen muss. Ob ich in einem Sozialstaat lebe oder nicht, ändert nichts an meiner Denkweise (auch wenn ich theoretisch weiß, was es da an Angebote gibt), da es mir darum geht, selbstverantwortlich und selbständig zu leben. Außerdem finde ich Wissen nicht sinnvoll eingesetzt, wenn ich mich und meine Bedürfnisse herauslasse. Dadurch würde ich doch mein Leben erst zu einer Statistik werden lassen, nur dass so eine Statistik schlichtweg keine komplexen Angaben liefert, die ich so für mein Leben übernehmen könnte und den Eindruck habe ich bei Dir, dass Du genau das versuchst.

Unter "In etwas aufgehen" verstehe ich dass was allgemein in der Forschung als "Flow" bezeichnet wird (siehe Wikipedia). Also wenn ich Spaß an der Tätigkeit selbst spüre da Aufgabe mich fordert aber nicht überfordert.

Du bist doch kein Lexikon und der verweis auf Wikipedia macht für mich keinen Sinn. Wenn es Deine Auffassung ist, spielt es doch keine Rolle, aus welcher Quelle Du das für Dich übernommen hast.

Anders augedrückt, eine Tätigkeit bei der meine Talente und Fähigkeiten zum Ausdruck kommen. Nehmen wir einen Schriftsteller. Vielleicht hat dieser einfach Freude daran Texte zu verfassen, die richtigen Worte für seine Gefühlswelt zu finden. Sprache als ein Medium sich selbst und seine Gefühle mitzuteilen. Er schreibt keine Romane um damit erfolgreich zu werden oder Geld zu verdienen, der Erfolg ist im bestenfall als Produkt seiner Schaffenskraft zu sehen.

Nimm 10 Schriftsteller und Du wirst 10 Beweggründe, Gefühlsebenen und Zugänge zum Schreiben haben. Das ist also eine mögliche Zugangsweise, warum jemand vielleicht schreibt, bleibt aber eine Theorie. Du arbeitest mit Theorien und versuchst sie auf Dein Leben (nicht einmal auf Dich) sondern Dein Leben anzuwenden.

Schau dir erfolgreiche Leute an ; Sie sind erfolgreich nicht weil sie den Erfolg an sich anstreben sondern weil sie Freude haben bei dem was sie machen. Sie beschäftigen sich mit Sachen die sie wirklich interessieren nicht aus einem Pflichtgefühl heraus. Man braucht eine hinreichend hohe intrinsiche Motivation denke ich, das exkludiert ja nicht harte Arbeit, Ehrgeiz also die ganzen preußischen Tugenden.

Ich bin ziemlich sicher, dass die Leute, die ich als erfolgreich ansehe nicht jene sind, die Du als erfolgreich ansiehst. Allerdings finde ich, dass Motivation harte Arbeit, Ehrgeizt und die ganzen preußischen Tugenden inkludiert, nur werden sie dann subjektiv nicht als solche definiert, weil es Spaß macht und es ist in einem Teil der Gesellschaft recht verbreitet, dass Arbeit, Ehrgeiz und Disziplin keinen Spaß machen ]:D . Manche meiner KollegenInnen haben gefragt, was ich in meinem Urlaub mache. Ich sagte, ich mache einen Kurs ausgerichtet auf meinen Job. Kommentar war: okay, das ist arbeit, aber was machst Du, was Spaß macht? %-| Das ist also ganz offensichtlich schon eine unterschiedliche Definition, denn ich mache nichts, was mir keinen Spaß macht, bzw. nicht lange und wenn es Spaß macht, dann habe ich die Einteilung "Arbeit/Spaß" nicht. Das frustriert und deprimiert. Insofern arbeite ich dann sofort an meiner Einstellung, denn sonst sehe ich auch nur Arbeit, Ehrgeiz und Diskziplin, damit "ich funktioniere" und das will ich nicht. Es wird auch umgekehrt ein Schuh draus, nur hängt es von der Sichtweise ab.

E=l PiUntoGr


Welche Art Plan/Ziel schwebt Dir denn vor?

Puh wenn ich das genau wüsste. Ich trage so eine Leere bzw. Ideenlosigkeit in mir herum. Also ich hatte überlegt ein Praktikum in einer Psychatrie zu absolvieren. Einfach weil mich das irgendwie interessiert was das für Menschen sind. Auf der anderen Seite würde mich das ganze Leid und Elend irgendwie runterziehen.

Eine andere Überlegung war eine die mir schon lange durch den Kopf geht: Ich ziehe in eine größere Stadt in Österreich mitten in den Bergen bspw. Innsbruck absolviere eine Ausbildung (Buchhändler o.a.) oder Studium und kann mich an den dortigen topographischen Gegebenheiten und der Stille erfreuen.

Welche Ansprüche hast Du denn? Ich kann die eben leider nirgends herauslesen. Dafür sind Deine Beiträge verallgemeinernd und pauschal.

Na das ist ja auch so ein Punkt am dem man sich nicht Gewahr ist. Also zu differenzieren, welches ist Eigen- und Fremdanspruch. Was erwarten Eltern, Gesellschaft, was erwarte ich von mir. So frei und unabhängig ist man da nämlich nicht. Das ist ein steter Balanceakt zwischen Anpassung an Erwartung anderer und Individuationsbedürfnisse am anderen Ende.

Also in meinem konkreten Fall, meine Eltern sind Akademiker da gibt es unterschwellig eben eine Erwartungshaltung. Mein ganzes soziales Umfeld aus der Schule hat studiert wobei deren Einfluss mittlerweile so gering ist weil ich kein Kontakt mehr zu denen habe.

Dann noch Meinungen aus Politik und Medien. Wie frei und unabhängig die eigene Entscheidung dann letztlich war ist mehr als fraglich. Denn auch ich trage Affiliationsmotive in mir und diese werden nicht befriedigt wenn ich mich verweigere. Wer aussteigt riskiert zum Außenseiter zu werden und ganz ehrlich ich würde damit auf Dauer auch nicht glücklich werden.

Um es nochmal auf den Punkt zu bringen: meine Ansprüche sind keine besonderen vorallem materiell nicht. Was ich mir wünsche ist ein intaktes soziales Umfeld, eine mehr oder weniger anregende Tätigkeit die entsprechend entlohnt wird und halt das übliche was man sonst zum Leben braucht. 2 Tage in der Woche zur freien Gestaltung.

Du setzt Dein Wissen meiner Ansicht nach extrem flach ein

Was meinst du damit? Bin ich zu pauschal?

Insofern - welche Erkenntnis hast Du daraus gewonnen?

Naja es war schon gut das nicht weiter verfolgt zu haben, Chemie interessiert mich mittlerweile gar nicht mehr. Ich hatte ja auch Informatikkurse und habe das gehasst. Die Laborsprache ist auch nicht die meinige. Ich bin jemand der auch gerne mal mehr Wörter benutzt, auch mal blumig formuliert. Laborsprache ist da anders, viel zu reduktiv. Eine mögliche Lehre könnte daraus lauten, mache das was dich intrinsisch motiviert bzw. dasss wo deine Talente und Fähigkeiten zur Geltung kommen.

Was ist denn ein Opfer? Wenn Du essen willst, musst Du arbeiten. Das ist kein Opfer.

Naja ob man wirklich promovieren muss zum Überleben?

Hast Du auch an Deinem mangelnden Selbstbewusstsein gearbeitet? Du beschäftigst Dich ja jetzt schon seit einiger Zeit damit, was Du möchtest, was Dich ausmacht. Was macht Dich denn aus?

Mein Selbstbewusstsein ist jetzt auch nicht so niedrig. Was mich ausmacht? Ich bin wohl eher gefühlsbetont, nachdenklich, träumerisch, empathisch , ich bin ergriffen von Sonnenuntergängen oder schöner Musik. Ich mag es in der Natur zu sein und die Stille und Ruhe wahrzunehmen. Also irgendjemand hat hier geschrieben ich sei zu sehr mit meinem Befindlichkeiten beschäftigt. Das bin ich in der Tat. Musik als Ausdruck von inneren Seinszuständen vermag diese an die Oberfläche zu holen. In Gruppen kann ich auch sehr lebhaft und humorvoll sein, bringe auch irgendwie gerne Leute zum Lachen.

Wie gesagt ich bin jetzt nicht der der zupackt.

Ich würde gerne wissen, was Dich interessiert, welche Eigenschaften Du hast, etc. Ich hätte schwören können, dass Du eine Potentialanalyse hast machen lassen, etc. Du hattest einen Faden "Interessentest", auch "Passenden Beruf zum Interesse".

So Potentialanalysen sind kostspielig. Naja ich habe mich in den letzten Jahren vermehrt der Psychologie gewidmet. Also ich finde es zum Beispiel auch spannend in einer Bar/Club das Balzverhalten von den Leuten zu analysieren. Oder sich zu fragen nach welchen Kriterien die Partnerwahl verläuft. Manchmal kann man recht ungleiche Paare beobachten, das wundert mich oft. Oder eben auch auf der Straße das Antlitz von Leuten zu studieren. Oder ob Kleidung umd jmd. was aussagt und wenn ja was. Ich lese hier im Forum auch ganz gern mal die Geschichten von anderen. Oder die Frage mit dem Selbstbild: Wie wir uns selbst sehen trägt maßgeblich dazu bei was wir tun und lassen, ob wir Person XY ansprechen, ob wir joggen gehen usw. Ich würde mal gerne zum Speeddating nicht weil ich da jemand kennenlernen will sondern um zu schauen wer sowas macht und wer sich findet.

Oder ich Frage mich nach dem richtigen Leben, wie ich das hier tue. Ganz häufig stelle ich die Frage nach Idendität bzw. nach eigener Identität also Wer bin ich usw. Das sind so im groben die Sachen die mir täglich durch den Kopf gehen. Vielleicht geht es insgesamt um die Demaskierung von Verhaltensweisen und Lebenswelten. Man guckt gleichsam hinter die Fassade.

Du bleibst auf dieser Wissens-Theorie-Stufe der Betrachtung, als würdest Du Dich beobachten und nicht Du sein

Gibt ja auch eine Instanz die sich selbst beobachtet.

Ansonsten sehe ich das anders. Nur, weil es Erwartungshaltungen von außen gibt, muss ich die nicht erfüllen.

Klar wenn ich Hartz4 beziehen möchte wäre das konsequent. Wenn ich das aber nicht will, muss ich die Spielregeln akzeptieren. Und wenn ich es bejahe bin ich in der Regel auch bestrebt oben mit zu spielen.

Erfolg ist genauso eine Definitionssache und nicht allgemeingültig.

Klar ist das alles relativ. Es herrscht aber in dieser Gesellschaft eine bestimmte Norm vor was Erfolg bedeutet und was nicht. Viele Leute finden das erstrebenswert und rackern sich an der Uni ab um einen bestimmten Titel zu erweben. Da geht es meist nicht um die Sache selbst als vielmehr um das eigene Prestige, Macht , Anerkennung, Geld usw. Kann ich auch alles nachvollziehen, da wir einen Arzt anders behandeln als einen Kellner. Mit wem wir uns befreunden ist nicht zuletzt davon abhängig welche soziale Rolle wir in dem System einnehmen.

Welche Ziele der Gesellschaft siehst Du denn? Du scheinst da ja irgendein pauschales Ziel zu erkennen. Ich weiß nicht, was Du meinst. Was willst Du? Wer ist denn diese ominöse Gesellschaft, mit deren Zielen Du Deine übereinstimmen willst?

Das oberste Prinzip scheint doch Wachstum zu sein oder nicht? Wenn ein Unternehmen am Markt bestehen will muss es wachsen, Gewinne erwirtschaften usw. Das ist vom Prinzip her klar. Man muss kein Ökonom sein um das zu erkennen. Jedenfalls dringt dieses Prinzip eben zunehmend in die Privatsspähre der Bürger ein.

Natürlich ist unsere Gesellschaft heterogener und es entwickeln sich Postwachstumsbewegungen, aber das sind zunächst einmal nur Nischen.

Welche Menschen liegen denn auf einer Wellenlänge mit Dir?

Naja jene die das eben ähnlich sehen.

Das kannst nur Du herausfinden und geht nur, wenn Du Dich mit Dir auseinandersetzt. Was hast Du unternommen um herauszufinden, welche Fähigkeiten Du hast?

Ja gute Frage...entweder ich hab keine besonderen oder mein Fähigkeitsselbstkonzept ist im Eimer....

Welches Krietium/Kriterien sind denn Für Dich entscheidend/wichtig?

Na Interesse und Fähigkeiten alles andere ist eher sekundär. Also klar wer würde leugnen Verdienst sei egal? ;-)

Wenn du technisches Interesse hast

ne da hört es auf bei mir

Die Frage ist, wie man Erfolg für sich definiert: Ist Erfolg, wenn man viel Ruhm und Geld bekommt, oder ist es Erfolg, wenn man ein interessantes, spannendes, fröhliches und angenehmes (und vor allem gesundes) Leben führt und dabei auf nette freundlich Menschen um einen herum bauen und vertrauen kann? Dass beide von mir angegebenen Alternativangaben gleichzeitig auftreten, ist eher unwahrscheinlich, weil sie häufiger konträr zueinander sind.

Nun letzteres ist definitiv erstrebenswerter.

N0otMicQhae/lCainxe


Es klingt als wärst Du vielleicht als Mönch jedweder Coleur gut aufgehoben:

z.B. [[https://www.youtube.com/watch?v=p1lfOWFHry8 Karthäuser]]

K5lxeio


El Pintor

Na Interesse und Fähigkeiten alles andere ist eher sekundär. Also klar wer würde leugnen Verdienst sei egal? ;-)

Ich pick jetzt einfach nur eine Antwort von Dir heraus. Und weiter? Ich weiß ja, was meine Werte sind, was meine Fähigkeiten sind, was ich unter Erfolg verstehe. Es wird Dir nichts anderes übrig bleiben, Dich auf auch auf diesen Weg zu machen und herauszufinden, wie das bei Dir ausschaut, wenn Du weiter kommen willst. Niemand außer Dir wird die Antworten für dich finden. Es geht doch nicht um eine Fragestunde. Die Fragen hast Du ja. Es fehlen Deine Antworten und zwar im Zusammenhang. Erfolg ist, Ziel ist, Fähigkeiten sind, Charakterzüge sind, etc. etc. - und das alles, wie Du es siehst. Dafür hast Du schon genug Stoff und Anregungen in Deinen und anderen Fäden. Ich kann keinerlei Denkzusammenhänge bei Dir erkennen und es liegt an Dir, diese herzustellen, sofern Du das willst.

Z'im


Über ein paar Denkanstöße wäre ich sehr dankbar ;-).

Galina Schatalova fand ich recht interessant, ihre Betrachtung, des Menschen als vernunftbegabten Teil der Biosphäre des Planeten zu sehen.

sDensibOelmaxn


Es herrscht aber in dieser Gesellschaft eine bestimmte Norm vor was Erfolg bedeutet und was nicht.

Du kannst dich nach dieser "Norm" richten oder darauf pupsen. Mir ist es ziemlich schnurzpiepegal, was andere Menschen für Erfolg haben- für mich heißt: Erfolg haben = glücklich Sein.

Das oberste Prinzip scheint doch Wachstum zu sein oder nicht?

Naja, man kann ständig mit der Schafherde mitlaufen oder man setzt sich gemütlich an den Wegesrand, trällert ein Lied, ruht sich aus, isst und trinkt, freut sich mit Anderen und wenn man genug geruht und entspannt hat, dann kann man sich alleine oder mit Anderen gemeinsam an neue Ideen und neue Werke machen, die einem persönlich oder Anderen von Nutzen sind (und kann davon ein hinreichend angenehmes Leben führen)- dafür muss ich nicht ständig das Neueste und Aktuellste haben...

Wenn du technisches Interesse hast

ne da hört es auf bei mir

OK, dann kann ich dir nicht besonders weiterhelfen. Nach meinem Empfinden sind Gesellschaftswissenschaften/Wirtschaftswissenschaften öfter zu wenig wissenschaftlich geprägt- das beginnt schon bei (einfachen) mathematischen Mängeln (Statistik, Ursache-Wirkung-Betrachtungen, Beweisverfahren, funktionale Betrachtungen, Mengenlehre). Meines Erachtens sollte ein Gesellschaftswissenschaftler über gute bis sehr gute mathematische Kenntnisse verfügen- da aber nicht wenige Gesellschaftswissenschaftler meinen, Mathematik sei Scheiße und braucht soundso niemand (naja, wenigstens hilft da die Technik etwas drüber hinweg) ... . Sollen sie in ihrem Pseudokram schmoren. Mir tuen immer die Gesellschaftswissenschaftler leid, die wirklich gut und wissenschaftlich arbeiten ...

Ich glaube, dass es gut für dich wäre, wenn du mehr selbst nachdenken würdest, bevor du andere befragst- das hilft dir am Meisten. Was du willst, was dir gefällt und was du kannst, kannst nur du selbst am Besten beurteilen, sofern du noch ein paar Synapsen hast und ein paar ausbilden möchtest ...

Vielleicht solltest du einfach erst mal beginnen, kleine Brötchen zu backen.

dxan)aex87


Unter "In etwas aufgehen" verstehe ich dass was allgemein in der Forschung als "Flow" bezeichnet wird (siehe Wikipedia). Also wenn ich Spaß an der Tätigkeit selbst spüre da Aufgabe mich fordert aber nicht überfordert.

Nun, aber Flow ist ja etwas das sich einstellt wenn man konzentriert bei einer Sache ist die man gut kann. Das hat man mal, ist aber auch kein Dauerzustand und um da reinzukommen muss man was tun. Du verlierst schnell das Interesse und schmeißt hin, hast du geschrieben. Ich nehme nun mal an das passiert wenn sich der erfhoffte Flow nicht einstellt. Nur wartet Flow eben hinter dem Grundgerüst des Faches. Er wartet da wo man wirklich arbeiten darf, da muss man schonmal den inneren Schweinehund überwinden. Ist wie beim Sport, erst wenn man eine Weile dabei ist, die Grundlagen sicher beherrscht und dann weiter macht, wenn man das erste Mal eine echt schwere Stelle überklettert.

Anders augedrückt, eine Tätigkeit bei der meine Talente und Fähigkeiten zum Ausdruck kommen. Nehmen wir einen Schriftsteller. Vielleicht hat dieser einfach Freude daran Texte zu verfassen, die richtigen Worte für seine Gefühlswelt zu finden. Sprache als ein Medium sich selbst und seine Gefühle mitzuteilen. Er schreibt keine Romane um damit erfolgreich zu werden oder Geld zu verdienen, der Erfolg ist im bestenfall als Produkt seiner Schaffenskraft zu sehen

Kennst du das Wort "Schreibblockade"? Zahlreiche Schriftsteller haben das mal, manche kommen nie darüber weg. Viele beschreiben das Schreiben als wahren Kraftakt von dem sie nicht wissen wieso und weshalb sie sich den immer wieder antun. Andere schreiben nach Plan, von 8-16 Uhr, egal wie es läuft.

Ich schreibe gerade meine Masterarbeit und ich hab da auch nicht immer morgens Lust drauf. Aber wenn ich daran sitze und erstmal drinne bin, dann entwickel ich doch immer wieder Spaß und manchmal komme ich sogar richtig in Flow. Und manchmal prokrastiniere ich auf med1, aber das bringt halt keinen Flow. ;-)

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