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Welches Leben ist das richtige?

A&rnex M.


So wie El Pintor schreibt, würde ich doch meinen, dass Philospohie das Richtige wäre. Aber wurde bestimmt auch schon diskutiert und war auch nichts, liege ich da richtig? ;-)

Nein, im Ernst, das scheint mir als Außenstehendem am Besten zu passen! Ein weiterer Vorteil wäre, dass die späteren Tätigkeiten mit diesem Fach sehr vielfältig sein werden. Behaupte ich jetzt mal.

s|ensibdelxman


Ich schreibe gerade meine Masterarbeit

Und manchmal prokrastiniere ich auf med1, aber das bringt halt keinen Flow.

Dann mache doch einen Thread zum Thema deiner Masterarbeit auf ;-)

KCleio


Arne M.

So wie El Pintor schreibt, würde ich doch meinen, dass Philospohie das Richtige wäre. Aber wurde bestimmt auch schon diskutiert und war auch nichts, liege ich da richtig? ;-)

Nachdem, was ich aus philosophischen Diskussionen kenne, habe ich in El Pintors Beiträgen wenig davon gelesen. Da würde für mich eher Lewian eher geeignet.

d+anaex87


Dann mache doch einen Thread zum Thema deiner Masterarbeit auf ;-)

Dann könnte ich auch gleich mit Klarnamen schreiben. ;-D ;-D

Edl Pixntor


Es klingt als wärst Du vielleicht als Mönch jedweder Coleur gut aufgehoben:

z.B. [[https://www.youtube.com/watch?v=p1lfOWFHry8 Karthäuser]]

Das ist mir ehrlich gesagt noch nicht in den Sinn gekommen, ich glaube ja auch nicht an etwas höheres oder ähnliches. Abgesehen davon will ich mich ja auch nicht von allem weltlichen abkehren, im Gegenteil ich möchte partizipieren an richtiger Stelle, wirken auf der Bühne des Lebens. Gleichzeitig will ich eben auch nicht irgendeine Rolle spielen die im Grunde mit mir nichts zu tun hat. Also Sachen zu machen für die ich nicht stehe oder gar einer Aversion gegenüber hege.

Niemand außer Dir wird die Antworten für dich finden. Es geht doch nicht um eine Fragestunde. Die Fragen hast Du ja. Es fehlen Deine Antworten und zwar im Zusammenhang. Erfolg ist, Ziel ist, Fähigkeiten sind, Charakterzüge sind, etc. etc. - und das alles, wie Du es siehst. Dafür hast Du schon genug Stoff und Anregungen in Deinen und anderen Fäden. Ich kann keinerlei Denkzusammenhänge bei Dir erkennen und es liegt an Dir, diese herzustellen, sofern Du das willst.

Also das erste Problem liegt wohl an den Fragen selbst dass diese wohl nicht hinreichend klar und eindeutig beantwortet werden können, ganz zu schweigen von der Unschärfe selbst die in jeder Sprache liegt. Zweites Problem: Wenn ich mir nun gewahr geworden bin über das Inhaltliche dieser Fragen so bedarf es einer Existenz einer korrespondierenden Umwelt in der ich das entsprechend ausleben kann. Wenn ich also beispielsweise eine ganz eigene Definition von Erfolg habe die mit der vorherrschenden indifferent ist bekomme ich langfristig Probleme. Zwar lebe ich dann mehr "bei mir" aber der ökonomische Druck wird mich dazu bewegen das Spiel mitzuspielen welches wir tagtäglich alle spielen. Selbst der Aussteiger in Portugal ist nicht wirklich ausgestiegen, er lebt von Produkten die auf dieser Welt produziert wurden usw. Also wäre es heilsamer sich dem System anzupassen mit der Gefahr sich in fremden Ansprüchen zu verlieren bzw. wertinkongruent zu leben.

Abgesehen von diesen ganzen Überlegungen hatte ich mir überlegt im medizinischen Sektor tätig zu werden. Vielleicht als Psychologe/Mediziner o. a.

OK, dann kann ich dir nicht besonders weiterhelfen. Nach meinem Empfinden sind Gesellschaftswissenschaften/Wirtschaftswissenschaften öfter zu wenig wissenschaftlich geprägt- das beginnt schon bei (einfachen) mathematischen Mängeln (Statistik, Ursache-Wirkung-Betrachtungen, Beweisverfahren, funktionale Betrachtungen, Mengenlehre). Meines Erachtens sollte ein Gesellschaftswissenschaftler über gute bis sehr gute mathematische Kenntnisse verfügen- da aber nicht wenige Gesellschaftswissenschaftler meinen, Mathematik sei Scheiße und braucht soundso niemand (naja, wenigstens hilft da die Technik etwas drüber hinweg) ... . Sollen sie in ihrem Pseudokram schmoren. Mir tuen immer die Gesellschaftswissenschaftler leid, die wirklich gut und wissenschaftlich arbeiten ...

Du hattest von technischen Interesse gesprochen, das hat erstmal nichts mit Mathematik zu tun. Ich will nicht leugnen dass mathematische Kenntnisse auch in den Gesellschaftswissenschaften von nöten sind, nur hat manch einer eben keine Affinität zu Mathe oder Technik. Das mit der fehlenden Wissenschaftlichkeit liegt an der Unschärfe des Gegenstandes selbst.

Ist wie beim Sport, erst wenn man eine Weile dabei ist, die Grundlagen sicher beherrscht und dann weiter macht, wenn man das erste Mal eine echt schwere Stelle überklettert.

Nun Gewiss, aber dem Gewichtheber beispielsweise wohnt schon eine gewisse Physis inne die ihn erst zum Gewichtheber werden lassen kann. Durch Fleiß, Übung, harte Arbeit , Ehrgeiz usw. hat er das an die Oberfläche geholt was in ihm bereits innegewohnt hat.

So wie El Pintor schreibt, würde ich doch meinen, dass Philospohie das Richtige wäre. Aber wurde bestimmt auch schon diskutiert und war auch nichts, liege ich da richtig? ;-)

Nein, im Ernst, das scheint mir als Außenstehendem am Besten zu passen! Ein weiterer Vorteil wäre, dass die späteren Tätigkeiten mit diesem Fach sehr vielfältig sein werden. Behaupte ich jetzt mal.

Das hatte ich mir ja auch schon überlegt. Nur wer akademische Philosophie betreibt, beschäftigt sich nicht mit seinen eigenen Gedanken sondern mit denen die in der Vergangenheit gelebt haben. Dass erscheint mir ein etwas redundantes Geschäft zu sein.

Denn letztlich liefern diese auch keine absoluten Antworten.

SRaldxo


Es geht nur darum, wie Du glücklich werden kannst. Und offensichtlich hindert dich etwas in dir daran, den Weg zu gehen, glücklich zu werden. Du schaust zu wenig zu dir, Du schätzt dich selbst zu wenig.

Da würde ich ansetzen.

LTewixan


El Pintor

Ich habe hier einiges nicht gelesen und schreibe spaet, evtl. schreibe ich also Wiederholungen oder Sachen, die unpassend sind, aber egal, hier ein paar Gedanken:

1) Du sinnierst viel darueber, was "richtig" oder "falsch" ist, aber du glaubst nicht an eine hoehere Autoritaet. Wenn es diese nicht gibt, was meinst du denn dann mit "richtig" oder "falsch"? Wer entscheidet deiner Meinung nach darueber, bzw. wo ist dieses "richtig" oder "falsch" festgelegt, nach dem du da fragst? Ich persoenlich glaube, es ist gar nicht festgelegt, und entsprechend gibt es auf deine Fragen danach keine Antwort. Einige Bemerkungen von dir klingen auch danach, dass du dieses so siehst, aber dennoch haengst du an diesen Fragen irgendwie fest. "Was soll ich machen?" Wer haette die Autoritaet, dir das zu sagen?

2) Ich denke, auch wenn es kein objektives "richtig" und "falsch" gibt, haben alle oder mindestens die meisten Menschen Gefuehle dafuer, ob etwas gut oder schlecht fuer sie ist, ob sie etwas moegen oder nicht, sie koennen lieben und hassen, sich behaglich fuehlen, freuen, und Schmerz empfinden. Ganz natuerlich und automatisch und ohne grosse Rationalisierung versuchen Menschen, etwas zu tun, was sich fuer sie gut anfuehlt. Weiter erfahren sie von ganz klein auf an, dass Menschen voneinander abhaengig sind und nicht voellig autark existieren koennen, sie sind faehig zu Mitgefuehl und tun deshalb auch oft (ganz natuerlich und ohne Rationalisierung) Dinge, von denen sie hoffen, dass sie dazu fuehren, dass andere sich gut fuehlen. Ich glaube, das ist die Basis jeder Ethik und Moral, und im Grunde auch des Aufbaus und der Organisation von Gesellschaften. Bloss ist es leider so, dass unser ganz einfaches Wohl- oder Unwohlfuehlen spontan ist und emotional und daher nicht so organisiert, dass es bei verschiedenen Menschen (oder auch bloss beim selben Menschen zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Situationen) glatt zueinander passt, also gibt es Konflikte, und es gibt keinerlei Garantie, dass diese Konflikte eine "korrekte Loesung" haben, die alle zufriedenstellt, und die Menschen waeren bloss zu doof oder zu boese, diese Loesung zu finden. Und also gibt es Interessenkonflikte, und Gesellschaften regeln diese irgendwie, aber es wird immer irgendjemandem auf die Fuesse getreten, jede Gesellschaftsordnung und fast jede "Problemloesung" nuetzt einigen und andere leiden.

3) Bis zu einem gewissen Grade glaube ich, man muss das einfach akzeptieren. Damit meine ich aber nicht, dass man sich vollstaendig anpassen muss. Ich finde, es ehrt Menschen, wenn sie ethische Vorstellungen und Werte haben, wenn sie sich Gedanken machen ueber "gut" und "schlecht" und wie man miteinander umgeht. Ich denke, es macht Sinn, darueber nachzudenken; weil es dazu fuehren kann, die eigenen Beduerfnisse und die der anderen besser zu verstehen, und welches Verhalten dazu besser passt. Im Grunde ist das fuer den Menschen der ja ein Gehirn hat, auch ganz natuerlich; es passiert z.B., wenn Kinder lernen, dass es manchmal fuer sie selber (wie auch fuer andere) auf laengere Sicht besser ist, nicht in jedem Moment das zu tun, was gerade am Verlockendsten erscheint und das groesste kurzfristige Wohlfuehlen verspricht. Daran gibt es im Prinzip nichts zu verteufeln, finde ich, und ich glaube nicht, dass Menschen, die auf bewusstes Werte-Denken verzichten um z.B. Reichtum oder Macht zu erwerben oder auch bloss um irgendjemandes Erwartungen zu erfuellen (weil "die Gesellschaft es letztlich so verlangt" - was einige ja glauben, ich aber nicht), letztlich gluecklicher sind.

Ich denke, man kann, wenn man die Dinge zu verstehen versucht, auch verstehen, warum sich Gesellschaft nicht perfekt organisieren laesst, warum es immer Ungerechtigkeiten geben wird, warum die individuellen Gefuehle verschiedener Menschen immer wieder zusammenstossen werden und als Ergebnis jemand leidet. Gleichzeitig kann man trotzdem versuchen, Dinge zu verbessern. Das ist kein Widerspruch. Dass es keine perfekten Loesungen und kein objektives "richtig" und "falsch" gibt, heisst ja nicht, dass alles egal und beliebig sind. Es sind immer noch die Menschen alle da mit ihren guten und schlechten Gefuehlen, und ihren Handlungen, die auf diese Gefuehle Einfluss haben, auf die eigenen und die anderer Leute.

4) Gleichzeitig denke ich aber auch, es gibt eine destruktive Art, ueber diese Dinge nachzudenken, eine Art, die einen selber nicht gluecklicher macht und auch keinen anderen. Ich denke, eine wesentliche Charakteristik davon ist uebertriebener Perfektionismus, und die Unfaehigkeit, Dinge akzeptieren zu koennen, die (jedenfalls erstmal und ohne grossen Aufwand) nicht zu aendern sind. Manche verteufeln das Denken, und manche ueberschaetzen es. Ich denke, es ist auch wichtig, sich der Grenzen bewusst zu sein, die es hat. Letztlich geht es um wie wir uns fuehlen, und Gefuehle sind kaum planbar (ich moechte nicht behaupten, dass es ueberhaupt gar nicht geht, aber es geht jedenfalls nicht einfach so und nur in sehr begrenztem Masse). Das Denken kann uns helfen, aber es kann uns auch davon abhalten, zu handeln, und es kann uns auch davon abhalten, achtsam zu sein und hinzusehen, wie es uns, unserem Koerper, anderen Menschen geht und was sie fuehlen.

5) Ruth Cohn hat sinngemaess gesagt: "Unser Handeln hat Grenzen, und sich der Grenzen bewusst zu sein, ermoeglicht es, sie zu erweitern", und entsprechend "Menschen sind voneinander abhaengig und autonom, und das Bewusstsein der Abhaengigkeit kann die Autonomie staerken".

6) Ich glaube, es ist nicht gerechtfertigt, zu denken, dass unsere Gesellschaft dem Einzelnen keine Freiheiten laesst. Es gibt nicht bloss "sich anpassen" oder "voellig aus der Gesellschaft fallen". Es gibt viel Platz fuer unterschiedliche Lebensentwuerfe (und so einige dieser Lebensentwuerfe beinhalten auch, dass man versucht, ein kleines bisschen was an der Gesellschaft zu aendern oder dazu beizutragen, dass sie sich fuer viele gut anfuehlt). Man kann sich diesen Raum allerdings einschraenken durch die eigenen Ansprueche, und da wird's dann halt schwierig, wenn man sich zum Ziel setzt, alles "richtig" zu machen, ohne dass irgendwer wuesste, was das eigentlich heisst. Im Prinzip hast du viele Moeglichkeiten und du leidest an der Notwendigkeit, Entscheidungen zu treffen, du haeltst dich anscheinend daran auf, dich zu fragen, wie du sie machen sollst, und da du keine Antwort findest (und dir irgendwelche speziellen Gruende gegen jede konkrete Moeglichkeit einfallen), versuchst du, sie zu vermeiden.

7) Letztlich schlagen wir alle irgendwelche Richtungen ein und dadurch sammeln wir Erfahrungen; diese Erfahrungen lassen sich durch "vorher Durchdenken" nicht ersetzen. Du hast anscheinend auch schon gewisse Richtungen eingeschlagen und sie aus irgendwelchen Gruenden verworfen. Ich habe keine Ahnung, fuer wie gut ich diese Gruende halten wuerde, aber ich frage mich, ob dabei nicht auch ein uebertriebener Perfektionismus eine Rolle gespielt hat. Ich vermute, es ist eine Frage deiner Einstellung, ob du in der Lage sein koenntest, irgendetwas anzufangen und es dann auch mehr oder weniger erfolgreich weiterzufuehren, selbst wenn die ersten Zweifel, Bedenken, Probleme auftauchen. Ich vermute, es ist weniger eine Frage dessen, dass du im Vorhinein "das Richtige" waehlst. Ich denke auch, meist ist es eine gute Idee, sich etwas zu suchen, wo man bisherige Erfahrungen, Interessen und Wissen einbringen kann, anstatt immer wieder von Null anzufangen. Ob ein Weg, den du einschlaegst, gut wird, haengt stark davon ab, was du auf dem Weg tust, wie du ihn gestaltest und ggf. korrigierst, und nicht bloss (und nach meiner Vorstellung viel weniger) davon, dass du im Vorhinein "den richtigen" Weg waehlst.

Na gut, ich hoere jetzt mal auf, ist ja lang genug...

LNew/iaHn


Kleio

Nett von dir. @:) Koennte stimmen, aber andererseits bin ich ganz froh, nicht Philosophie studiert zu haben, sondern was anderes, und entsprechend in einem anderen Fach gelandet zu sein... dann ist es aber auch so, dass ich Kontakt mit "professionellen Philosophen" habe, und so wie die das betreiben und unterrichten, gefaellt es mir wiederum ziemlich gut.

Um es in Bezug zu etwas zu setzten, was El Pintor geschrieben hat:

Das hatte ich mir ja auch schon überlegt. Nur wer akademische Philosophie betreibt, beschäftigt sich nicht mit seinen eigenen Gedanken sondern mit denen die in der Vergangenheit gelebt haben. Dass erscheint mir ein etwas redundantes Geschäft zu sein.

Denn letztlich liefern diese auch keine absoluten Antworten.

Dem letzten Satz stimme ich zu, das ist ein hoffnungsloses Unterfangen; man kann aber auch spannende Philosophie betreiben mit "realistischeren Zielen" als absolute Antworten zu finden. Und bezueglich "eigene Gedanken vs. Philosophen der Vergangenheit" denke ich, dass sich die akademische Philosophie mit beidem beschaeftigt; letztlich bieten die grossen Philosophen ein grosses Potenzial, die eigenen Gedanken zu inspirieren und zu schaerfen.

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