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Vertraut ihr anderen Menschen?

Zcabr[iskie? Poixnt hat die Diskussion gestartet


Eurem Partner? Eurem Arbeitskollegen? Eurem Automechaniker? Eurem guten Freund?

Ist das eine rationale Entscheidung ab wann man jemandem vertraut? Oder wie geht das? Auf gut Glück?

Antworten
B9esa/gte@Frau


Gute Frage. Erstens finde ich Vertrauen hat Stufen. Ich vertraue meiner Mitarbeiterin, aber ich würde ihr keine persönlichen Geheimnisse anvertrauen.

Fremden Menschen vertraue ich generell nicht. Das hat was mit meinen Erfahrungen zu tun.

Tiefes Vertrauen mit allem wenn und aber habe ich nur in drei Menschen, die ich schon ewig kenne und nur einer davon ist außerhalb meiner Familie.

Vertrauensvorschuss gibt es bei mir nicht mehr bzw nur auf einer Ebene, auf der mir nicht viel passieren kann.

Wie ist es denn bei dir? Und wieso fragst du?

BEefsagateFraxu


Ist das eine rationale Entscheidung? Nein. Irgendwann weiß ich einfach, dass ich jemandem vertrauen kann. Ich muss dazu einige Erdahrungen mit der Person gemacht haben. Sollte mich jemand einmal enttäuscht haben, werde ich ihm nie wieder vollständig vertrauen.

Z3abriPski,e Poxint


Du hast sogar zu 3 Menschen tiefes vertrauen? Warum?

T~heJ?okBer=sBrid9e


Also ich brauche lange bis ich jemanden vertrauen kann. Das liegt einfach daran, dass es mir früher ein paar mal passiert ist, dass dieses Vertrauen missbraucht wurde. Geheimnisse wurden weiterverraten oder das Wissen anderweitig benutzt.

Aber natürlich gibt es Menschen denen ich vertraue, jedoch unterschiedlich stark.

Meiner Familie. Meinen Eltern und meine Schwester vertraue ich absolut und sie mir umgekehrt auch.

Dazu meiner besten Freundin. Sie ist bisher die einzige in meinem Freundeskreis die mich was das Vertrauen angeht noch nie enttäuscht hat.

Dann vertraue ich Arbeitskollegen in gewissen Massen, manchen auch dass man mal über privates plaudert. Aber ich verrate nicht alles. Ich finde das gehört da nicht hin.

Und anderen Freunden vertraue ich auch gewisse Dinge an.

Jedoch scheinen viele mich als sehr vertrauensvoll zu empfinden :-D ich weiß nicht wieso. Aber häufig bin ich ein kleiner Geheimnisverwahrer und das nehme ich auch ernst. Weil ich einfach weiß wie scheisse es ist wenn das Vertrauen missbraucht wird.

Außerdem werde ich auch oft von fremden angesprochen. Irgendwie werde ich immer nach Wegen, etc gefragt. Sehr häufig auch an Bahnhöfen von Leuten die sich nicht gut auskennen, oder überfordert sind.

Anstatt das Bahnpersonal zu fragen, kam es schon häufiger vor dass mich Ausländer oder kleine süße Omis gefragt haben ob ich Ihnen den Weg zum Gleis zeigen kann, oder helfe beim Bahnticket ziehen.

Einmal hat mir eine Amerikanerin insgesamt 300€ in die Hand gedrückt damit ich für Sie und ihre beiden Töchter die Tickets am Automaten ziehe, weil sie irgendwie vollkommen überfordert war. Da dachte ich mir auch: wow dass ist mutig. Ich könnte jetzt auch Zack schnell mit dem Geld weglaufen. ]:D

Hab ich natürlich nicht gemacht und danach war sie mir so dankbar, als hätte ich ihr und ihren Töchtern gerade das Leben gerettet.

BHesagtEeFrau


@ Zabriskie Point

Erstens kenne ich diese Menschen schon über 20 Jahre. Zweitens standen diese Menschen immer unerschütterlich zu mir. Egal wie schwer es war und unabhängig davon, ob ich mich selbst geliebt habe.

Ich weiß, dass es durch und durch gute Menschen sind.

BkesagfteFrxau


@ Zabriskie Point

Du scheinst keinen Menschen zu haben dem du vertraust. Die Frage ist warum ist das so?

APB.C01


Das Vertrauensproblem kommt sehr häufig vor. In der Kindheit sollte jeder Mensch zu dem Entschluss kommen: Ich bin ok und die anderen sind ok (sichere Bindung) = Vertrauen in die Welt. Häufig funktioniert das nicht. Hier schreibe ich etwas dazu.

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/727115/]]

Eine sichere Bindung ist nun die Grundlage anderen vertrauen zu können. Natürlich kommt es später immer darauf an wie weit man jemand vertraut. Blind vertrauen geht natürlich auch nicht.

Eine sichere Bindung aber ist die Grundlage z.B. einem Partner überhaupt vertrauen zu können sonst funktioniert das nicht, auch wenn der Partner völlig ok ist und es voll und ganz verdient hätte dass man ihm vertraut. Das ist ein großes Problem bei vielen Menschen die eine problematische Kindheit gehabt haben.

Z3abrisPkie Pyoint


Ja, ich vertraue wirklich niemandem. Und das wird langsam zu einem grösseren Problem.

Ist halt meine Erfahrung, dass man in schlechten Zeiten auf niemanden zählen kann.

Wobei viele schlechte Erfahrungen hab ich gar nicht gemacht. Wie auch, da ich ja eh nicht vertraue.

Für mich ist es immer eine rationale Abschätzung, ob ich jetzt zb jemandem mein Auto "anvertraue". Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes? Und könnte ich damit Leben? Heisst ich vertraue der Wahrscheinlichkeit.. nicht dem Menschen.

Desweitern hat man mir zumindest früher viel und grosses Vertrauen entgegen gebracht. Ich gar nicht verstanden habe warum, weil ich der Person niemals vertraut hätte. Was es für mich umso schwieriger mach selbst zu Vertrauen.

Ich verstehe auch das Prinzip nicht von viel oder wenig Vertrauen. Das geht doch nur ganz oder gar nicht.

Da gibt es doch keine Stufen? Sonst ist es ja kein Vertrauen wenn man je nach Thema dann doch nicht vertraut.

PHl-anete[nwande9rinx16


Ich stelle immer wieder fest, dass man leider keinem vertrauen kann! :(v Ich habe mit so vielen Leuten schlechte Erfahrungen gemacht - sogar vermeintlich gute Freunde haben sich da mit reinziehen lassen und es nimmt kein Ende....Es wird immer schlimmer: Egal ob es um Mitschüler, Lehrer, Ärzte oder Familienangehörige ging....es war und ist unglaublich, wozu die Leute fähig waren und immer noch sind! :-X :(v >:( Den Leuten scheint auch nicht bewusst zu sein, was sie da anrichten und dass sie mir damit weh tun.

Deshalb rede ich nur selten über meine Probleme - eigentlich nur, wenn man mich so unter Druck setzt, dass ich keine andere Wahl habe. Aber meistens bereue ich es danach wieder, weil die Leute denen ich vertraut habe, mich wieder nicht respektiert haben, indem sie das Erzählte weitergequatscht haben.

Am Besten ist es, wenn man sich selber vertraut und versucht, Probleme selbstständig zu lösen, indem man seinen Kopf einsetzt! Ist manchmal nicht ganz leicht, ganz auf sich alleine gestellt zu sein, aber wenn es darum geht, sich vor Enttäuschungen und gefährlichen Situationen zu schützen, ist man nur so auf der sicheren Seite.....

P6lanetHen{wandegrin16


@ TheJokersBride:

Einmal hat mir eine Amerikanerin insgesamt 300€ in die Hand gedrückt damit ich für Sie und ihre beiden Töchter die Tickets am Automaten ziehe, weil sie irgendwie vollkommen überfordert war.

Und du hast die 300 Euro wirklich angenommen? :-/ Hätten es, wenn überhaupt, nicht auch 5 Euro getan?

Ich habe auch schon Leuten den Weg beschrieben und gezeigt, wie man Automaten bedient. Mir wäre aber nicht im Traum eingefallen, Geld dafür zu nehmen - schon gar nicht 300 Euro! :|N Entweder hilft man den Leuten gerne, indem man umsonst Auskunft gibt oder man sagt denen, dass man sich leider nicht auskennt und geht weiter! Aber solche Summen gegen ein paar Auskünfte einzutauschen, finde ich reichlich unverschämt! *:)

A\BCu01


Ich würde schon sagen dass es Stufen gibt. Man sagt ja, in wie weit man jemandem vertraut. Pauschal ganz oder gar nicht ist zu extrem.

Oder im großen und ganzen vertrauen bedeutet dass man jemand meistens vertrauen kann. Oder bei bestimmten Dingen überhaupt nicht.

Hier noch ein Artikel zum Thema: [[http://www.psychotipps.com/Vertrauen.html]]

Teste Dich einmal, auf paranoide Eigenschaften:

[[http://www.praxisvita.de/selbst-test-leide-ich-einer-paranoiden-persoenlichkeitsstoerung]]

[[http://www.spiegel.de/panorama/checkliste-von-joe-navarro-hinweise-auf-paranoide-persoenlichkeiten-a-964706.html]]

CtinnRamonZ4


Hm... ich würde auch sagen, dass ich in Stufen vertraue. Zu 100 % vertraue ich wirklich den wenigstens Menschen, das wäre auch ungesund, denke ich. Ein bisschen kritisch zu bleiben ist nicht verkehrt. Ich vertraue aber ein paar Menschen zu 90 - 99 %, derzeit drei (mich eingeschlossen). Anderen Menschen gebe ich meist einen Vertrauensvorschuss, aber eben auch nicht zu 100 %. Ich bin da auch eher vorsichtig. Ich habe angefangen besagten Menschen fast zu 100 % zu vertrauen, als ich gemerkt habe, dass ich mich auch sie verlassen kann und sie mich nicht verurteilen, sondern verstehen, ganz egal, mit welchen Ideen oder auch Problemen ich zu ihnen komme.

STpinjnetrixn


Mir geht es wie dir, Zabriskie Point, ich vertraue auch niemandem. Wenn ich früher jemandem vertraut habe, bin ich immer ausnahmslos enttäuscht worden. Deswegen gibt es das für mich nicht mehr, fertig.

s/ensibexlman


Ich vertraue Menschen, wenn sie mehrfach gezeigt haben, das zwischen deren Wort und deren Tat starke näherungsweise Übereinstimmung herrscht und wer ehrlich und offen zu mir ist. Dadurch vertraue ich meiner Frau, meinen Kindern, Freunden und einigen Kollegen. Wer mein Vertrauen missbraucht hat (durch Lügen, Widerspruch zwischen Wort und Tat, hinter meinem Rücken schlecht reden, auch über andere Mitmenschen hinter derem Rücken schlecht reden), wird es so schnell nicht wiedergewinnen- u.U. nie.

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