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Angst alleine Auto zu fahren und Angst alleine zu wohnen.

M~üülxler hat die Diskussion gestartet


Ich hoffe ich werde nicht ausgelacht aber ich bin 45 und wohne noch zu Hause. Aus unterschiedlichen Gründen. Allein kann ich mit meinem Auto nur maximal 5km weit fahren, dann setzen die Panikattacken ein, zuerst Herz rasen, dann Schwindel dann Übelkeit und anschließend Hyperventilation, sitzt jemand neben mir und das egal wer, kann ich 1000 km weit fahren und noch weiter.

Das selbe Problem habe ich mit dem alleine Wohnen. Wohl auch ein Grund warum ich zu Hause lebe. Finanziell geht es mir gut ich habe eine Nische gefunden um von zu Hause zu arbeiten und ich kann mir alles leisten. Ich beziehe weder Hartz noch Rente.

Da ich meinen Eltern für ein Zimmer (16qm) jeden Monat so viel zahle wie eine 3 Zimmer Wohnung kostet gab es hier nie Probleme. Außerdem bekommen Sie laufend Geschenke in Form von Geld, Kleidung und ich bezahle alle Extras wie Ihre Autoreparaturen und ab und zu bekommt Mutti 500 Euro zum shoppen, ja ich weiß wie das klingt.

Aber Selbstständigkeit = 0% natürlich bin ich schon über 10 Jahre in Behandlung nur sehr viel gebracht hat es nicht, ein demotivierter Psychiater der mir schon fünf verschiedene Antidepressiva verschrieben hat.

2 oder 3 Jahre habe ich davon auf dem Medikament Trimipramin durch geschlafen (14-18 Stunden am Tag). Ich friste also ein elendes Dasein. Und ich bin mir sicher eine zweite Person wie mich gibt es nicht in Deutschland.

Zur Zeit nehme ich 40mg Fluox oder auch Prozac genannt. Ich habe keine Panikattacken keine Angstzustände, Schlafe aber wenig und unruhig mit Unterbrechungen.

Diagnostiziert wurde eine soziale Phobie / Agoraphobie. Nun würde ich gerne mir eine Wohnung suchen bzw. habe viele Möglichkeiten was gutes zu mieten habe aber Angst davor.

Als meine Eltern vor einiger Zeit im Urlaub waren musste ich Benzoide einwerfen um damit klar zu kommen was nicht half und habe mich nach 3 Tagen anschließend selbst eingewiesen, dort bekam ich dann die doppelte Dosis Trimipramin und habe die komplette Zeit durch geschlafen.

Als ich dann wieder zu Hause war, war alles wieder OK und sicher. Freunde oder Frauen suche ich mir nur in einem Radius von 5km rund um die Wohnung denn weiter kann ich nicht kommen.

Antworten
P"lüscOhbiiesxt


Ich kann dich beruhigen, ich kenne so einige denen es ähnlich ergeht.

Hast du schon einmal überlegt in ein betreutes Wohnen für Psychisch Kranke zu gehen?

Dort hast du Kontakt zu Leuten denen es ähnlich ergeht und jederzeit professionelle Ansprechpartner.

Zum einschlafen könntest du es mal mit Kalifornischen Goldmohn Tee probieren.

Wissen deine Eltern über dem Ausmaß deiner Krankheit Bescheid?

PxdschSbiexst


Was genau hast du in den letzten 10 Jahren gemacht, um deine soziale Phobie in den Griff zu bekommen?

miusgicuXs_x65


Auto muss nicht sein... Ich kenne etliche Leute, die ohne eigenes Auto leben. Auch Leute in Deinem Alter. Wenn man in einer Stadt oder Gegend lebt, wo der ÖPNV einigermaßen gut ist, kann das prima funktionieren.

Und wenn es mal mit Bus und Bahn nicht so gut geht (z.B. am späteren Abend) oder zu umständlich ist, kannst Du ein Taxi nehmen.

Wer kein eigenes Auto hat, spart dadurch Geld, das er für andere Dinge verwenden kann...

C)innaOmonx4


Aber Selbstständigkeit = 0% natürlich bin ich schon über 10 Jahre in Behandlung nur sehr viel gebracht hat es nicht, ein demotivierter Psychiater der mir schon fünf verschiedene Antidepressiva verschrieben hat.

Hier würde ich an deiner Stelle ansetzen. Such dir bitte einen Psychologen! Es gibt sicherlich auch Ausnahmen von dieser Regel, aber soweit ich weiß, sind Psychiater eher gut im Verschreiben von Medikamenten, konzentrieren sich also auf die Symptome. Die Ursachen zu bekämpfen obliegt eigentlich eher Psychologen, die darauf spezialisiert sind, mit Gesprächen Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Ein guter Psychologe könnte sicherlich (unter deiner Mithilfe) viel bei dir bewirken. Der Psychiater wird dich wahrscheinlich nur weiter zu dröhnen.

Den Bedarf an betreutem Wohnen sehe ich hier noch nicht, wenn noch nicht mal eine anständige Psychotherapie versucht wurde. Nimm dir die Zeit, dir einen Psychologen zu suchen, dem du vertrauen kannst und der motiviert ist, dir zu helfen! Es lohnt sich.

P3lMüsch]biexst


Ich habe das betreute Wohnen deshalb ins Spiel gebracht, weil seine Eltern eventuell

auch nicht mehr die Jüngsten sind.

CCinnamxon4


Ah, ich verstehe. Ja, aber Psychotherapien schlagen ja normalerweise in überschaubaren Zeiträumen an. Sollte seinen Eltern was zustoßen - was man ja auf keinen Fall hoffen will - würde der TE sich wohl wieder einweisen lassen und dann müsste man eben von da aus entscheiden, wie es weitergeht. Dafür sind dann ja Helfer in einer Klinik vor Ort.

d!ie fTzorxte


psychologen sind wirklich sinnvoll und besser als psychater.

allerdings hat man eine wartezeit von bis zu einem jahr. und dann gibts erstmal vorgespräche um zu sehen ob man miteinander klarkommt. das dauert alles so lange

mich würden auch mal die ursachen interessieren ..

CAinnamgonx4


allerdings hat man eine wartezeit von bis zu einem jahr.

Das stimmt. Meiner Erfahrung nach muss man sich da einfach dahinterklemmen. Solange man nicht gerade auf dem Land wohnt, ist es fast immer möglich, innerhalb weniger Monate einen Termin zu bekommen. Manchmal werden auch Praxen neu eröffnet oder man hat eben einfach Glück. Ich würde einfach mal alles und jeden abtelefonieren/anmailen.

_+Par#va[tix_


Als meine Eltern vor einiger Zeit im Urlaub waren musste ich Benzoide einwerfen um damit klar zu kommen was nicht half und habe mich nach 3 Tagen anschließend selbst eingewiesen, dort bekam ich dann die doppelte Dosis Trimipramin und habe die komplette Zeit durch geschlafen.

Welche Beschwerden hast du denn, wenn deine Eltern z.B. im Urlaub sind und du allein bist? Was würde denn passieren, wenn du keine Medikamente einnehmen würdest?

Mein Thera meine mal, dass bei der Behandlung von Ängsten Medikamente eher hinderlich sind. Medikamente unterdrücken Angstsymtome. Diese sind aber wichtig, wenn man sich mit seinen Ängsten auseinander setzen will um diese in den Griff zu bekommen.

Ptlüsch1bixest


Man soll sich ruhig mal mit seinen Ängsten konfrontieren.

Angst muss man auch einfach mal aushalten.

Wissen deine Eltern eigentlich, was mit die los ist,

oder halten die dich für einen Nesthocker im Hotel Mama?

c[riecha*rlie


Auf welchen Erkenntnissen hast Du für Dich persönlich die 5 km Grenze festgelegt?

c*riech]arlie


..... das ist weniger eine Soziaphobie, denn Du schreibst:

Freunde und Frauen suche ich mir....

diese beiden Säulen des sozialen Lebens scheinen ja zu funzen..... wie wäre es mit einer Wohnung in der Nähe Deiner bisherigen Wohnung, mit festem Zeitplan:

wann bist Du wo, wie ..... genaue Regelungen, nicht: ich kann jederzeit vorbeikommen, sondern: am Montag von dann bis dann bin ich in der alten Wohnung, am Dienstag kommen meine Eltern von .... bis .. in meine neue Wohnung.....?

o$nodixsep


Hallo! In den Streit zwischen Psychiater und Psychologe mische ich mich nicht ein. Wenn es eine Panikattacke ist, wirst Du ohne Medis nicht auskommen. Angst dagegen kann man sich schön reden. Ich wollte als Kind mal Pilot werden, heute kann ich wegen Panik nicht mal mehr in den Urlaub fliegen (meine Frau flog 4 mal ohne mich). Auch Bahn- /Busfahren ist sehr begrenzt - Panik. Das war totaler Mist: als ausgebildeter Rettungsschwimmer wollte ich meinen Sohn mal einen Köpfer vom Dreier zeigen - fröhlich stieg ich hoch, als ich oben war ging nichts mehr, kein Schritt und ich musste die Leiter wieder runter.

Ein Satz ist mir aufgefallen: Du zahlst eine hoffnungslos überteuerte Miete + Geschenke für Deine Einraumwohnung bei Deinen Eltern. Warum nutzen die Dich aus? Und wie wärs mit einer WG - Wohngemeinschaft mit einem Freund oder Freundin?

CLin5na5mioxn4


Hallo! In den Streit zwischen Psychiater und Psychologe mische ich mich nicht ein.

Eigentlich gibt es hier keinen konkreten Streit und irgendwiiie mischt du dich ja doch ein, also sage ich mal etwas dazu ;-) .

Wenn es eine Panikattacke ist, wirst Du ohne Medis nicht auskommen.

Akut vielleicht. Langfristig erzeugt die Einnahme von Medikamenten aber die Überzeugung, dass man es ohne die Medikamente nicht hinkriegt, was dann noch mehr Angst und Panik (was ja teilweise auch ineinander übergeht) bewirkt. Besser wäre es, mit einem Psychologen in Gesprächen den Panikattacken den Schrecken zu nehmen und ihnen auf den Grund zu gehen. Gezielte Exposition und Aushalten der Panik, bis sie vergeht, wird dann das Gefühl erzeugen, dass man damit fertig wird, und die Angst und die Häufigkeit und Intensität der Panikattacken verringern. Manchmal ist die Angst zu schlimm oder der Psychologe ein Idiot; dann kann es sein, dass eine Psychotherapie nicht anschlägt. Da der TE das aber noch gar nicht versucht hat, wäre es einen Versuch in jedem Fall wert.

Angst dagegen kann man sich schön reden.

Schönreden soll man sich Angst aber gar nicht, sondern sich mit ihr konfrontieren und sie zulassen. So funktioniert zumindest Angsttherapie. Man setzt sich mit der Angst auseinander.

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