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weniger wert/ weniger Erfolg, wenn man nicht studiert?

ySul-ieel hat die Diskussion gestartet


Hallo meine Lieben,

ich stehe aktuell bzw. schon seit einer Weile vor Zukunftsfragen und Ängsten.

Ich habe mein Fachabitur und eine Ausbildung erlangt, bin darauf hin sehr viel unterwegs gewesen, habe schon recht viel Berufserfahrung sammeln können für mein Alter (22), beherrsche drei Sprachen fließend und besitze bereits ein abgebrochenes Studium.

Ich sage es einfach mal klar heraus, ich bin kein Mensch für die Schule. Ich arbeite lieber, verdiene eigenes Geld und bin selbstständig. Und was mir noch sehr am Herzen liegt, ist dass ich bald gerne wieder reisen gehen und die Welt kennenlernen will und im Ausland arbeiten möchte.

Das Problem ist, unter Anderem, meine Familie - die ganze Familie möchte, dass ich studiere und ist der Meinung, dass ich ohne Studium nicht weit komme später. Ich persönlich habe aber nicht mehr das große Bedürfnis zur Uni zu gehen, habe allerdings auch Angst, dass mir die Entscheidung später zum Verhängnis werden könnte. Davon abgesehen, dass ich nicht weiß, ob ich mit der Enttäuschung meiner Familie klarkommen kann.

Aktuell habe ich einen Job, der mich sehr erfüllt und mir ausreichend Verantwortung gibt und die Möglichkeit, mich mit der Zeit hochzuarbeiten, zugleich wurde ich an einer Uni angenommen, in der ich mich jetzt erstmal für ein Semester immatrikulieren lasse, einfach um nochmal auszuprobieren, ob es mir vielleicht doch liegt.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder hätte hilfreiche Worte für mich?

Erwachsen werden und die Zukunft planen ist garnicht mal so einfach :-(

Vielen lieben Dank im Voraus!

Antworten
F)e.


Du hast einen Job uns scheinst mit ihm zufrieden. Wenn du auch mit dem Gehalt zufrieden bist, auch mit dem zukünftigen vermutlichen Gehalt, und davon auch deine Wünsche bezüglich Familie oder Reisen erfüllen kannst, dann sei doch glücklich und lass es dabei.

Du hast nur Fachabitur, kein volles, sagst auch, dass Schule dir nicht liegt und ein Studium hast du auch schon abgebrochen. Das spricht doch nicht grade dafür, zu studieren...

Nur wenn du mir dem Gehalt (dem jetzigen oder dem zukünftigen) in deinem Job nicht zufrieden bist, dann macht es Sinn, über das Studieren nachzudenken. Aber einfach irgendwas studieren bringt es dann auch nicht. Das müsste schon was sein, was dir liegt, was du schaffen kannst und wirst und wo du wirklich mehr Geld verdienen kannst.

A.nto>nio VVivaEldCi


Hab' Dir eine PN geschickt! @:)

HveyImRSl1eepxy


DU bist weder dein Job, noch das Geld, das du verdienst, oder das Auto, das du fährst. DU bist DU. Verfang dich nicht zu sehr in diesem kapitalistischem Denken. Mensch ist Mensch, ob er studiert hat oder nicht!

S4ch,okola}densWüchti`ge


Ich hab auch Abi gemacht, ein ziemlich gutes sogar, danach aber "nur" eine Ausbildung (für die Abi damals aber quasi auch Voraussetzung war). Ich stehe sozusagen im Arbeitsleben seit ich 19 Jahre alt bin, bis auf zwei verhältnismäßig kurze Unterbrechungen wegen der Kinder.

Auch wenn ich meine aktuelle Arbeit nicht so mag wie viele Dinge, die ich bisher schon gemacht hab, habe ich trotzdem einen guten Job und werde wahrscheinlich besser bezahlt als mancher Akademiker.

Ich habe mal ein Fernstudium angefangen, habe auch das Vordiplom gemacht, aber dann gab es im Hauptstudium einen Teilbereich, der mir absolut nicht lag, da habe ich dann aufgegeben, zumal ich bis dahin eh so viel Praxis hatte, daß ich kein Studium für irgendwas vorweisen mußte.

Ich glaube, ich bin trotz Abi nicht als Akademiker geeignet. Ich arbeite durchaus gern, hab eine schnelle Auffassungsgabe, kann mich richtig reinknien. Aber ich bin kein Theoretiker, nicht der Typ für Auswertungen, Präsentationen, etc., geschweige denn für Forschungen. Ich will "sinnvoll" arbeiten, und das kann ich bis jetzt (41 Jahre) immer möglich gewesen (wenn ich so sehe, was in unserer Firma an Zeit für unsinnige Meetings und fragwürdige Präsentationen verschwendet wird... :-X :=o ).

Wirklich bereut habe ich es bisher nicht, daß ich nicht studiert habe, obwohl mir das jeder empfohlen hat damals. Aber ich wollte zu dem Zeitpunkt so schnell wie möglich unabhängig von meinen Eltern werden.

Momentan schwebt mir noch eine längere Weiterbildung in einen Bereich vor, der mich immer interessiert hat, vielleicht gehe ich das nächstes Jahr noch an. Ich möchte mir sozusagen ein zweites Standbein aufbauen, einen Plan B haben.

Also mach, was Dir liegt und was Du kannst und laß Dir nicht reinreden. Man braucht ganz sicher kein Studium, um glücklich zu werden und/oder einen gut bezahlten Job zu finden.

W(alkinWgGhjost


@ yulieel

Das Problem liegt nicht darin, wo du jetzt stehst, sondern in den Trotteln, die irgendwann auf dem dritten Bildungsweg an dir vorbeiziehen. Richtig perfektionistisch zu studieren kostet viel Energie, aber durchschlängeln können sich in der Tat viele. Gerade zwischen den wissenschaftlichen Abschlussarbeiten liegen teilweise Welten und wissenschaftliche Methodik ist in der Bachelorarbeit kein Muss.

Also ich wöllte nicht, dass die, bei denen es von der Intelligenz ursprünglich mal nur zum Lageristen gereicht hat, irgendwann meine Vorgesetzten sind.

kqatviafoxx


Puh, ich muss gerade an deinen Fadentitel denken und schmunzeln, lieber WalkingGhost. ;-)

So ziemlich jede Aussage in deinem Post ist wenig durchdacht, herabsetzend und schlicht und ergreifend auch ein bisschen blöd. Das fängt bei "Trotteln" an und hört bei "Intelligenz" auf. Woher diese Arroganz? Hast du dich schon mal mit dem Thema "Intelligenz" ernsthaft auseinander gesetzt?

B$eenimtxaB.


Ich würde, wenn das Semester nicht schmeckt, mit 3 Sprachen über z. Bsp. workaway dot info mir Jobs weltweit suchen. Und dann dort bei Gefallen irgendwo einsteigen.

Diese Erfahrungen kann einem niemand mehr nehmen.

WJal+kinDgG6hoxst


@ katiafox

Puh, ich muss gerade an deinen Fadentitel denken und schmunzeln, lieber WalkingGhost. ;-)

Hat nur leider mit dem Thema hier überhaupt nix zu tun, also lass doch bitte das argumentum ad hominem, ja? %-|

So ziemlich jede Aussage in deinem Post ist wenig durchdacht, herabsetzend und schlicht und ergreifend auch ein bisschen blöd. Das fängt bei "Trotteln" an und hört bei "Intelligenz" auf. Woher diese Arroganz?

Das hat nichts mit Arroganz zu tun, sondern ist das Fazit am Ende einer längeren Kette von Erfahrungen, weil ich sowohl die Azubi- als auch die Studentenperspektive kenne. Logischerweise interessiert es im Berufsleben niemanden mehr, ob du Abi hast oder nicht, und genauso wirst du behandelt. Von den Vollzeitstudenten meines Berufszweiges, die als Praktikanten bei uns waren, kenne ich kaum was anderes als abgehobenes und herablassendes Verhalten. Umgekehrt maßen sich Nicht-Akademiker völlig illusorische Urteile über den Stellenwert eines Studiums an, ohne auch nur ansatzweise den zeitlichen Aufwand und die inhaltlichen Anforderungen zu kennen. Das Tollste, was ich zuletzt gehört habe, war: Der zweijährige Fachwirt (IHK) (Teilzeit, also umgerecht 60 ECTS-Punkte) entspräche dem akademischen Bachelor (mind. 180 ECTS-Punkte). Was ich aber ganz besonders hasse, ist, wenn jemand von seinem überüberübernächsten Abschluss fantasiert (also Fachwirt (IHK) noch nicht in der Tasche, aber Master im Blick, da Bachelor angeblich nix wert). Deswegen darf man meine Aussage so verstehen: Wer das Potenzial hat, der sollte früher oder später auch studieren, da man anderenfalls im Berufsleben ziemlich schnell von solchen Schmeißfliegen intellektuell gegängelt wird.

Hast du dich schon mal mit dem Thema "Intelligenz" ernsthaft auseinander gesetzt?

Zufälligerweise ja.

WXalkin&gGhosxt


Und einen übermäßig ambitionierten Karrieristen ohne herausragende Intelligenz als Trottel zu bezeichnen, ist denke ich keine Schande. Denn im Berufsleben werden Weiterbildungsmöglichkeiten oftmals nicht nach Vorbildung und Leistung, sondern nach Nase und Ellenbogen vergeben. Da privat einen Bachelor und Master nachzuholen, grenzt an ein Lebenswerk (ca. 8-9 Jahre im Teilzeitstudium) und kostet einen fünfstelligen Betrag.

NEor-di!84


Naja, ich würde immer hinterfragen ob ein Studium wirklich sein muss. Je nach Bereich kann man auch ohne gutes Geld verdienen und je nach Bereich gibt es immer noch andere Möglichkeiten der Weiter- und Fortbildung.

Von welchem Job genau reden wir denn hier eigentlich ?

C|omxran


Du hast durch die allg. Hochschulreife bewiesen, dass du in der Lage bist, dich zu bilden und dir Spezialistenwissen anzueignen. Das heißt nicht, dass du das an einer Uni auch tun musst.

Ich würde sagen, dass Fachabitur und eine ordentliche Berufserfahrung mit gutem Ausbildungsabschluss durchaus geeignet sind, sein Leben darauf aufzubauen. Du kannst dort deine Fähigkeiten praxisnah einbringen und auch ausbauen und musst dies nicht zwingend auf einer akademischen Ebene tun. Viel wichtiger ist es, dass du es überhaupt tust. Stillstand ist im jungen Alter kein guter Rat und ggf. tun sich auch in deinem Beruf oder in der Firma Möglichkeiten der Qualifizierung und Weiterbildung auf - diese solltest du dann auch unbedingt wahrnehmen, denn in 10 Jahren wird es dir zunehmend schwerer fallen, dich stärker zu etablieren.

Mich würde auch interessieren, um welchen Beruf es geht. Selbst wenn du "nur" Bürokauffrau mit Fachabi wärst, gäbe es je nach Arbeitgeber auf dieser Basis Möglichkeiten des Weiterkommens - zur Not auch unter Wechsel des Arbeitgebers.

Aktuell habe ich einen Job, der mich sehr erfüllt und mir ausreichend Verantwortung gibt und die Möglichkeit, mich mit der Zeit hochzuarbeiten

Ist das eine gefühlte Möglichkeit, oder eine ganz konkrete? Sprich mit deinem Arbeitgeber und Vorgesetzten über diese Qualifizierungsmöglichkeiten, zeige Interesse und Einsatz. Nicht erst "später". Wenn du da Chancen ergreifen kannst, bleib im Beruf, denn ...

die ganze Familie möchte, dass ich studiere

... das ist so ziemlich der schlechteste Grund, studieren zu gehen. :-)

C'omraxn


Also ich wöllte nicht, dass die, bei denen es von der Intelligenz ursprünglich mal nur zum Lageristen gereicht hat, irgendwann meine Vorgesetzten sind.

Also wenn Führungstitel aufgrund des akademischen Grades vergeben würden, dann würde ich generell an der Beförderungs- und Personalpolitik des Arbeitgebers zweifeln. Hier zählen Berufserfahrung, breite Unternehmenskenntnisse, Führungsbefähigung, Engagement. Intelligenz ist nicht einmal der wichtigste Aspekt in der Personalführung, eher bei fachlicher Verantwortung. Auf der anderen Seite gibt es viele Akademiker, die für Personalführung mangels Offenheit/Empathie überhaupt nicht geeignet sind.

WMalklingGzhoxst


@ Comran

Also wenn Führungstitel aufgrund des akademischen Grades vergeben würden, dann würde ich generell an der Beförderungs- und Personalpolitik des Arbeitgebers zweifeln. Hier zählen Berufserfahrung, breite Unternehmenskenntnisse, Führungsbefähigung, Engagement. Intelligenz ist nicht einmal der wichtigste Aspekt in der Personalführung, eher bei fachlicher Verantwortung. Auf der anderen Seite gibt es viele Akademiker, die für Personalführung mangels Offenheit/Empathie überhaupt nicht geeignet sind.

Das sehe ich prinzipiell genauso, aber für gewisse Positionen ist ein Studium zunächst mal die Grundvoraussetzung. Und nehmen wir mal das Beispiel öffentlicher Dienst in den neuen Bundesländern: Hier hat man immer noch die Restbestände an Mitarbeitern, die nach der Wiedervereinigung einfach auf irgendwelche Posten gesetzt wurden, egal, ob sie formal die fachliche Qualifikation dafür erfüllt haben. Und das betrifft eben auch Führungspositionen. Weiterbildungen und entsprechende Positionen werden da eher nach Nase vergeben als nach sachlichen Erwägungen, weil man ja am eigenen Machterhalt interessiert ist. Gleichzeitig gibt es kaum staatliche Förderung für privat finanzierte Weiterbildungsmaßnahmen öffentlicher Bediensteter, weil deren Arbeitgeber angeblich genug Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen würde, während in der Privatwirtschaft bis zu 80 % der Kosten erstattet werden. Mir wurde vor vielen Jahren mal eine Kollegin ohne Abitur für eine Weiterbildungsmaßnahme vorgezogen, die sie bis heute nicht angetreten hat. Ich kam noch nicht mal auf die Warteliste und meine ehemalige Amtsleiterin (eine typische Petra Hinz, nur dass sie ihren nicht vorhandenen akademischen Abschluss nicht vorgetäuscht hat), sagte mir, ich solle mit über 30 noch mal anfragen. Im Nachhinein kann ich über so viel Willkür nur froh sein, da ich die Zeit bis dahin entsprechend genutzt habe. Davon abgesehen verdient man im mittleren Dienst auch nicht wirklich so viel, dass man sich ohne Aufstieg langfristig damit arrangieren kann.

N*orxdi84


Na gibt ja nicht nur den öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft kann man auch ohne Studium in gewisse mittlere Leitungspositionen kommen. Klar muss man dafür auch was leisten aber es geht. Deswegen kam von mir ja auch die Frage worüber wir hier genau reden. ;-)

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