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David´s Psychofaden - Vielen Dank euch fürs Lesen !!

Dcav0e2x5 hat die Diskussion gestartet


Guten Abend liebe Lesenden,

besten Dank das ihr die Zeit nimmt hier reinzuschauen und mir ein "offenes Ohr" anzubieten. Ich versuche nicht so sehr abzuschweifen, will euch keinen Roman vor die Nase setzen. Aber mir fällt es schon recht schwer überhaupt die Gefühle und Momente kurz zu fassen.

Zu mir: Ich bin David, oder auch gern Dave genannt. Bin 25 Jahre alt, männlich und stehe vor einem sehr großen Scherbenhaufen und bin mit meinen Nerven und Gedanken wahllos überfordert.

Außenstehende Menschen (Familie, Bekanntschaften, Arbeitskollegen) sehen sehr viele "positive Lebenseigenschaften" bei mir, schade nur das ich diese nicht so wertschätzen kann wie es wohl viele tun würden.

Ich habe eine schlichte Schulausbildung genossen, habe die Mittlere Reife gemacht, danach FH-Reife, anschließend eine Berufsausbildung bei einem großen DAX-Unternehmen und konnte durch überzeugende Ausbildungsleistung mich gegenüber 6 anderen Azubis durchsetzen, wofür ich nach Beendigung seither als Fachverkäufer unbefristet arbeite zu einem guten Einstiegsgehalt und bereits jetzt schon sehr gute fachliche Praxiskenntnisse erwerben konnte.

Ich vermute viele von euch werden mir schon dafür einen Zuspruch erteilen.

Nebenbei bin ich nie in eine schiefe Bahn geraten, habe weder Drogen konsumiert, treibe viel Sport und bin immer für Leute und deren Sorgen da. Einige ältere Personen sagen mir immer wieder wie toll und vorbildlich ich doch sei. So auch mein Psychotherapeut, mit welchen ich 1 Jahr schon zusammenarbeite. Sie meinen immer wieder ich wäre ja so reif für mein Alter und ihre Kinder im ähnlichen Alter könnten von mir Lernen.

Aber das hat mich nie berührt, denn es weiss so gut wie niemand warum ich so "geworden" bin.

Denn mein Leben lief nie so wie ich es wünschte.

Als Kleinkind war ich so anders, ich war aufgeschlossen, aufgeweckt, habe mich gezankt und vertragen, war bei jedem Blödsinn dabei und überall mittendrin. Und vorallem rotzfrech und ich habe es so genossen ein kleiner Rabauke zu sein.

Das änderte sich schlagartig als ich 8 Jahre alt geworden bin, da verlor mein Vater seinen langjährigen Job wegen Firmeninsolvenz und er alkoholkrank wurde. Er trank immer mehr und desto eher verlor er alle Hemmungen besonders gegenüber mir. Seinen ach so geliebten Sohn, er hatte ja auch nur diesen einen...

So fing es dann an das er mich immer wieder geschlagen hat wenn ich mal wieder "rotzfrech" laut war, oder zu lange weg war oder weil er schlichtweg mit mir und der Erziehung überfordert war.

Je öfters er mich schlug, desto tiefer branden sich die psychischen Narben. Ich war so geschockt wie sich mein Vater so schnell veränderte. Das er mich schlug obwohl er doch immer meinte er "liebe" mich ja und vorallem war ich so enttäuscht.

Ich habe es nicht verstanden, bis heute nicht. Aber als kleiner Junge wollte ich stark sein und so fraß ich allen Frust und Wut und Trauer in mich rein. Ich habe nie jemanden davon erzählt. Mitschüler, Lehrer, Ärzte... einfach niemanden.

Ich habe mich so geschämt und hatte so Angst was passieren würde wenn ich diese Infos an die Öffentlichkeit weitergebe.

Selbst wenn mich viele besorgt auf die blauen Flecken am Rücken, Fuß und Bauch ansprachen dann habe ich immer gekonnt geflunkert. Ein großer Fehler den ich bis heute bereue... Denn vielleicht hätte das alles nie so kommen müssen wie es passierte. Das ganze ging in etwa 3 - 4 jahrelang. Meine Mutter hat immer nur weggeschaut bzw. nichts unternommen. Sie ist vom alten ländlichen Schlag, und meinte nur sie habe selbst immer wieder zu Spüren bekommen wenn man als Kind nicht "horcht"...

Ich bin mir heute sicher das mich keine Schuld für das Versagen trifft, aber die Narben prägen mich seither ungelogen.

****

Als die Grundschulzeit endete und ich in eine weiterführende Schule (Realschule) kam habe ich zeitgleich sehr viele wichtige "beste Freunde" verloren. Welche die mich emotional auffingen oder mit denen ich die Probleme im Alltag vergessen konnte.

In der neuen Schule war ich dann wieder gezwungen "neue Freunde" zu finden. Das gelang teilweise aber leider häufig auch nicht. Ich merkte auch das ich plötzlich Angst hatte auf neue fremde Menschen zu zugehen.

Die Unterdrückung von meinem Vater hat mir eine große Menge Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein genommen, denn plötzlich hatte ich Angst vor anderen "Jungs". Vorallem gegenüber körperlichen Ausneinandersetzungen die im beginnenden pubertären Alter doch immer wieder eine präsente Rolle spielten. So traute ich mich schon gar nicht mehr das Risiko einzugehen körperlich gedemütigt zu werden und so war ich auch einfach der "Stille" der ruhige Typ.

Also machte ich was ich in der Schulzeit am besten konnte. Lernen, gute Noten Schreiben und mich darauf stützen

Das ging auch einige Jahre gut aber irgendwann wurde ich nach und nach zum Mitläufer oder der "Außenseiter".

Und in der 8 - 10. Klasse war ich dann auch ein Mobbingopfer. Die Klasse teilte sich in 2-3 Gruppierungen auf, eine die nur unter sich sein wollten, eine die andere kleinmachten und mobben, eine fast nahezuh reine Mädelstruppe die auch nur unter sich bleiben wollten und für Jungskram kein Interesse hatten.

Selbst war ich nicht das einzige Mobbingopfer, es traf andere noch weitaus schlimmer, aber ich war als der "ruhige Typ" auch irgendwann fällig. Und wieder habe ich alles in mich reingefressen und mich niemanden anvertraut.

Wenns ganz schlimm war habe allen erzählt das ich Bauchschmerzen habe und mich dann vom Arzt krankschreiben lassen.

Das habe ich dann auch sehr ausgereizt, und konnte mich zuhause durchs Lernen problemlos noch durchkämpfen.

Aber die Schikanen waren da, weniger körperlich eher psychisch. Man bekam dumme Spitznamen, oder sie haben während der Pause einem die Schulsachen weggenommen und versteckt. Oder man wurde im Unterricht mit Müllschnipsel beworfen und blöd angemacht. Das schlimmste war aber an allem das mich außerhalb der Schule soviele ignorierten. Keiner wollte mit einem "Opfer" was zu tun haben, ich hatte vereinzelt Kontakte mit anderen betroffenen gepflegt aber beide sind damals weggezogen. Daher habe ich oft den dummen Fehler gemacht mit den "coolen Typen" doch irgendwie anzubandeln und habe mich häufig bis auf das äußerste verbogen. Habe mich überreden lassen die blödesten "Mutproben" anzunehmen nur um cool anzukommen und dafür dann Ärger zu kassieren. Dann hatten die wieder was zu lachen aber so war das - ich wollte nicht dazugehören. Ich brauchte es. Aber ich war nur der Freak und der Spinner. Für die Jungs aber auch für die Mädels. Mir war das so unangenehm wenn irgendwelche attraktiven Mädchen mir "helfen wollten" wenn sie sahen das es mir nicht gut geht. Ich konnte das mit meinem Lebensstolz nicht vereinbaren das ich so schwach bin das mir sogar Mädchen helfen müssen.

Außerdem dachte ich mir immer: Zieh die letzten 2 Jahre durch und dann haste es eh hinter dir.

Heute würde ich das nicht mehr machen. Ich würde mich sofort wehren, alles melden und sofort die Klasse oder Schule wechseln. Aber es ist zu spät, was passiert ist ist passiert.

Zu Hause bekam ich nie Unterstützung mein Vater meinte immer nur wieso ich so weich sei und das ich mich nicht wundern müsste wenn ich keine Eier zeige. Ich hasse ihn sowieso er hat mir nie was beigebracht. Mal davon abgesehen das er sich bis heute nie einer Schuld mit den Schlägen bewusst ist, war mein Vater einfach NIE für mich da.

Es hätte mir so gut getan (m)einen Vater gehabt zu haben. Will mir gar nicht ausmalen wie mein Leben gewesen wäre wenn ich einen wirklichen Vater um mich hatte der mir Liebe, Zuneigung und vorallem beibringt wie man auch einen Mann wird. Schon allein dessen das ich als kleiner Bub ganz anders war bin ich mir definitiv sicher das meine Eltern mich zu dem "schwachen" und verbogenen Menschen gemacht haben der ich nun bin.

Meine Mutter meinte immer nur alles gut zu reden müssen. Es war so offensichtlich das ich kein Selbstbewusstsein habe und immer wieder daran kaputt gehe. Egal was war - es hieß immer nur dann bist du halt eben anders und du hast doch gute Noten also es wird in Zukunft nur besser.

Davon merke ich bis heute aber nichts. Ich hab immernoch kein Selbstbewusstsein und merke immer wieder wie mich das auch beruflich zurückwirft weil ich mich nie traue aus mir rauszugehen.

Ich hatte immer wieder diverse Freundeskreise dich sich zufällig ergeben haben aber diese verliefen immer wieder im Sande und doch oft war ich doch wieder nur der Mitläufer statt mittendrin.

--- Ende Teil 1 ---

Antworten
D~aveq2x5


Vor paar Jahren nach der FH-Reife habe ich dann den tiefen Fall erlebt. Ich wurde chronisch depressiv, weil alles was ich erreichte nur meinen Eltern gefiel aber ich nie mit mir und dem Rest zufrieden war.

Ich hatte seither keine wirklichen Freunde mehr, fühle mich sehr einsam und schaffe es nicht soziale Bindungen aufzubauen bzw. überhaupt auf Menschen zuzugehen.

Zu schwach ist mein Selbstbewusstsein - Zu prägend die schlechten Erfahrung vom Vater und als Mobbingopfer.

Ich falle immer wieder in alte Verhaltensmuster zurück. Bekomme Angst vor Momenten wenn ich irgendwo eingeladen bin und die Personen nicht kenne.

Ich verschanze mich immer wieder zu Hause alleine an den PC spiele viel Online-Games, habe dort Online-Bekanntschaften aber keine wirklichen greifbare physischen Kontakte.

Aber versucht habe ich einiges, bin Sportvereinen beigertreten, habe mich mit teils fremden Leuten online gechattet und verabredet. Habe öfters mich von Bekanntschaften auf irgendwelche Treffs mitnehmen lassen.

Aber immer wieder ging es nicht gut. Immer wieder falle ich in die Angst zurück Abweisung zu erfahren. Verkrampfe teilweise sehr und halte mich dann auch oft an Gesprächen zurück.

Sollte sich mal ein Hauch an "Freundschaft" durchblicken dann klammere ich mich so sehr an die Personen.

Vorallem jetzt in meinem Alterskreis haben viele enge Beziehungen zu Ihren Freundinnen, da bin ich dann auch immer öfters nur das 5. Rad am Wagen.

Eine Freundin finde ich nicht, nicht weil ich hässlich bin. Sondern weil es nie funktioniert. Ich schaffe es nicht andere "Freunde" zu gewinnen und von mir zu überzeugen. Wie soll ich dann eine Freundin gewinnen?

Ich hatte bisher nur eine Beziehung, da war ich 17 und sie hat sich irgendwie so ergeben weil Sie den ersten Schritt machte und weil ich dann mich auch einfach drauf einließ.

Die Beziehung war entsprechend auch total beschissen, weil wirklich Gefühle hatte ich nicht für Sie und es war einfach nur der Moment wo ich mir sagte: Dann hattest du wenigstens auch mal ne Freundin gehabt.

6 Monate später ging die Beziehung kaputt.

Generell war es immer schon so das mich Mädels anzogen die ich nicht haben konnte, bzw. nichts von mir wollten und sich im Umkehrschluss meistens Mädels in mich verliebten von denen ich nichts wollte.

Jetzt mit 25 weiss ich immernoch nicht wie man überhaupt ein Mädchen richtig behandelt. Da ich ja der eingeschüchterte Typ bin kann ich leider (das wünschte ich mir sehr) auch nie das Ar.....loch sein.

Ich würde mich nie trauen ein Mädel zu begrapschen oder Ihr zu sagen das ich Sie mal vernaschen würde. Das wäre mir so peinlich - auch wenn mich das an meinen Vater erinnert der immer so ähnlich Machohaft gegenüber meiner Mutter oder anderen Frauen ist.

Komischerweise hatte ich nie Probleme damit in den Puff zu gehen oder über Tinder Mädels nur zum reinem poppen zu treffen. Aber ein Mädchen zu verführen kann ich nicht. Weiss nicht wie das geht. Weiss nichtmal wie ich verfahren sollte wenn man kuschelt, wie man sie berührt und was man macht.

Es ist mir einfach so unangenehm auch weil ich mich so sehr unmännlich empfinde.

Bin kein Fels in der Brandung, bin ein Weichei. Woher kommt das wohl...

Weil ich Angst um meine Zukunft habe und ich die letzten Jahre starke Weinkrämpfe, sowie Spuckanfälle und Suizidgedanken bekam, begab ich mich zu einem Therapeuten.

Ich hoffte immer das er mir Antidepressiva verschreibt, zumindest das man mir diese quälenden Gedanken erspart die mir mein Unterbewusstsein vorgibt. Aber er meinte die brauche ich nicht, ich hätte keine psychische Krankheit.

Die Therapie baut sich auf "tiefenpsychologischen" Strukturen auf und mir ist eben die ganze Problematik nun leider noch mehr bewusst als es vorher war.

Irgendwie fühle ich mich nun als Kind welches vor dem Scherbenhaufen stand und man nun noch reingeschubst an.

Ich schneide mich an der ganzen ekelhaften vergangenen Momenten und jetzt geht es mir furchtbar.

Die halbe Therapiezeit ist vorbei, wir haben noch 9 Sitzungen. Aber alles was mein Therapeut mir sagt ist das mein Leben doch einen Sinn hat und ich mich in die richtige Richtung entwickele. Ich werde mutiger, davon spüre ich aber leider nichts.

Wegen der Isolation meinte er ich soll einfach rausgehen und Kontakte suchen. Vereine usw.

Das habe ich ja schon versucht aber gebracht hatte es ja nicht viel.

Irgendwie fühle ich mich unverstanden, wir machen "Hypnosesitzungen" aber mein Unterbewusstsein hat er bisjetzt nicht erreicht - denn ich fühle mich kein bisschen selbstbewusster als vorher.

Sonst reden wir immer darüber was ich so die letzten Wochen erlebt habe. Er sagt ich soll einfach irgendwelche Dates anstreben oder wie gesagt soziale Vereine anstreben. Aber wenn ich das mache und dann wie immer scheitere dann fangen wir einfach andere Dinge an zu behandeln...

Sollte ein Psychologe nicht dabei helfen, meine Vergangenheit aufzuarbeiten und mir seelischen Frieden erschließen?

Meine Innere Stimme sagt mir immer das man die Jahre vom Beginn des Mobbings, ja auch das Trauma vom Vater bis heute nahezu wegstreichen könnte.

Mir fehlen soviele Lebenserfahrungen aus dieser Zeit, ich habe das Gefühl ich kann diese nicht ignorieren. Kann nicht erwachsen werden wenn mir diese fehlen.

Mir fehlt jemand der mir in den Arsch tritt und mich anspornt über meine Grenzen zu gehen.

Ich knall immer wieder in die Angstblockaden zurück und verliere mich immer mehr in meine Depressionen.

Letztens dachte ich ob ich einer Sozialen Phobie-Gruppe beitrete die sich wöchentlich trifft, aber die Menschen die dort waren haben mir die schlimmsten Alpträume beschert.

Sie waren so kaputt, hatten solche Angst über alles und jedem und waren selbst für mich total unnahbar.

Es war wie mit charakterlosen Menschen zu reden. Dann auch hier sehr ältere Menschen die ihr ganzes Leben nur einsam waren.

Ich bin nach der ersten Sitzung mit Tränen rausgerannt und bin nie wieder zurückgekehrt.

Es war zu schlimm das zu sehen, seitdem haben sich die Ängste nur verstärkt auch so zu enden.

So sehr das ich wieder zurzeit an Suizid denke.

Hilfe was soll ich machen?

TeheEpntGropy


Hey, Dave! Ich war bis eben hier nicht im Forum angemeldet, doch Deine Geschichte hat mich so bewegt, dass ich Dir unbedingt ein paar Worte dazu schreiben wollte.

Mann, Du kannst echt stolz auf Dich sein, was Du trotz all der Schikanen und äußeren Gewalteinflüssen erreicht hast! Ich bin jetzt 23 und wurde auch sehr lange gemobbt (5. Klasse bis hinein in die Ausbildung. Scheine ein komisches Kind gewesen zu sein :D) und habe mitunter deswegen kein bisschen von dem erreicht, was Du geschafft hast! Reife Leistung.

Zum Anderen möchte ich Dir sagen, dass ich nach dem, was Du erzähltest, auch glaube, dass Deine Eltern Schuld sind. Eltern sollten sich bewusst dazu entscheiden, Eltern zu werden und auch mit ihrem Leben für diese Entscheidung aufkommen. Da ist nichts mit kurz durchdrehen und dann ist trotzdem alles okay. Nein. Dein Vater und Deine Mutter haben sich beide eigentlich strafbar gemacht, was mir furchtbar Leid für Dich tut. Das darf eigentlich in heutigen Zeiten niemandem passieren. Mein Mitgefühl hast Du! Und ich hoffe, dass Du einen Weg für Dich finden wirst aus dieser traumatösen Vergangenheit in ein neues Leben für Dich starten zu können.

Aber traurig aber wahr, kannst Du an dem was geschah, nichts ändern. Das kann keiner von uns. Alles was Du machen kannst, ist zu versuchen, das Beste aus der Ausgangssituation zu machen. Du hast beschrieben, du fühltest Dich wie ein Kind, das in einen Scherbenhaufen gestoßen worden sei. Bestimmt wusstest Du, dass man Scherben einschmelzen und wunderschöne Gefäße aus Ihnen machen kann. Dumme Metapher, aber Du kannst es schaffen, aus dieser, ich nehm mal an Major-Depression zu entkommen.

Meine beste Freundin sagte mir einst "Glücklich sein ist eine Entscheidung". Wie man sie fällt und ob man sie fällt ist einem selbst überlassen. Aber ich bitte Dich hiermit, nicht aufzugeben.

Auch ich dachte lange, dass es keine Chance gibt, dass dieses Leben sich noch irgendwie als schön entpuppen könnte. Ich wurde vom Gegenteil überzeugt.

Überleg Dir, ob es vielleicht gut für Dich ist, den Kontakt zu Deinen Eltern abzubrechen (bzw. zu pausieren). Versuch Kontakt zu ehemaligen Freunden herzustellen, denn wenn sie deine Freunde waren, sind sie das je nach Lebenseinstellung noch immer. Schärfe Dein Auge für positive Eindrücke, die du vielleicht momentan nicht sehen kannst. Das Leben bietet so viel schönes und gutes. Selbst wenn es einem nur fragmentös dargeboten wird.

Versuche vielleicht einen Psychiater zu finden, dem Du Dich anvertrauen kannst. Freunde von mir schwören auf Gestalttherapeuten (Was auch immer die machen), ich habe mich durch ne längere Zeit stationär wieder hinbekommen (Nicht durch die Therapien, ich musste selbst nachdenken und auf mein Leben klarkommen).

Wenn es extrem wird, ruf Dir nen Krankenwagen und lass Dich direkt auf ne Station bringen, selbst wenns nur kurz ist. Es ist keine Schande, sich im Krankenhaus helfen zu lassen. Was muss, das muss!

Lass Dich einfach nicht hängen, hörst Du? Das Leben ist ne Achterbahnfahrt, eindeutig, aber Du wirst es aus der Misere schaffen.

Lg TheEntropy.

A^pfeglbxaun


Hey Dave,

Deine Geschichte hat mich total bewegt und hat mich zum Teil, selbst an meine Kindheit erinnert.

Erstmal vorab, Respekt das du dein Leben dennoch so hin bekommen hast und einiges geschafft und erreicht hast. Ich weiß du empfindest es nicht so, aber für jemanden der das hier liest, hast du wirklich sehr viel erreicht, sei stolz darauf.

Deine Vergangenheit und deine Kindheit kannst du nicht mehr ändern, aber du kannst es jetzt in die Hand nehmen und selbst entscheiden. Was dir da passiert ist mit deinen Eltern tut mir leid. Aber gut ist schonmal das du dir einen therapeuten gesucht hast und Hilfe annimmst. Nur solltest du vielleicht deinem Therapeuten sagen, was du von ihm erwartest, wenn du das gefühl hast, es bringt dich nicht wirklich voran oder es hilft dir nicht so sehr wie du es erwartest, damit er vielleicht besser auf dich eingehen kann und mit dir gemeinsam, deine für dich wichtigen Punkte nochmal auf arbeitet. Eine Therapie dient zur Selbsthilfe, das sollte dir aber auch bewusst sein. Ich habe selbst zwei Jahre Therapie hinter mir und der Weg war scheisse schwer. Das was dein Vater dir angetan hat war strafbar, das hätte er nicht tun dürfen und das deine Mutter dir nicht geholfen hat und dich geschützt hat, das kann ich auch nicht verstehen und finde ich auch sehr verwerflich. Aber vielleicht solltest du deinen Eltern jetzt mal die Meinung sagen, ihnen sagen das, dass was sie dir angetan haben falsch war, das es dich geprägt hat und du heute wegen ihnen darunter leidest, lass deine Wut da raus wo sie hingehört, nämlich zu deinen Eltern, denn sie sind der Grund und der punkt. Mir hat es geholfen damals, meinen Eltern mal so richtig alles an den Kopf zu knallen. Gal ob sie es hören wollten, verstanden haben oder sonst was, aber mir ging es danach besser. ich habe mich dadurch etwas freier gefühlt. Auch wenn meine Problematik immer wieder durch kommt. Die Vergangenheit kannst du nicht mehr ändern, aber du kannst versuchen das sie dich nicht in die Zukunft weiter begleitet. Geh raus, such dir Freunde, lerne nette Menschen kennen und genieße dein Leben. Am Anfang wird es schwer sein, aber nachher wird es dir besser gehen. Denn bedenke nicht jeder Mensch ist wie deine Eltern.

LG apfelbaun

Dxavve2x5


Hallo TheEntropy und Apfelbaum, sowie JanuarBlume die mir eine sehr tolle PN geschrieben hat.

Tut mir leid das ich erst jetzt antworte, habe heute den ersten Arbeitstag wieder gehabt.

Hatte zuvor 2 Wochen Urlaub und da fiel ich dann halt echt die Tage in ein Tief wieder. Unter der Arbeitswoche bin ich "gott sei Dank" soviel beschäftigt das ich selten die Einsamkeit spüre. Aber während dem Urlaub, aber auch Silvester und Weihnachten und Geburtstag tut die leere, das stille sehr sehr weh.

Ich glaube das meine Suizidgedanken sich auch mehr in Richtung "Hilfeschrei" entwickeln. Denn die Angst vor dem Tod und den verbundenen Schmerzen sind mir selbst viel zu groß.

Aber man sagt ja auch Depressionen verleiten Betroffene selten zu einer "Kurzschlusshandlung" daher macht es die ganze Sache doch schon mulmig und ist wohl in allerlei Fällen ernst zu nehmen.

Ich habe gestern meinem Psychologen den Fred hier verlinkt und er schrieb mir sogar binnen Stunden zurück das er definitiv mit mir noch reden möchte.

Vielleicht sind ihm nun einige Dinge klar geworden, vielleicht habe ich noch die Chance etwas Kraft für die restliche Therapiezeit zu gewinnen.

Mir wurde von der telefonischen Seelsorge die Verhaltenstherapie nahegelegt, ich glaube das könnte der nächste wichtige Schritt sein in eine hoffentlich "bessere" Zukunft. Zumindest sind da die Therapeuten etwas forscher und druckvoller - vielleicht das was ich ja brauche. Einen der mir die "Augen" öffnet und mich auch mal in den Hintern tritt.

Ich spiele auch mit dem Gedanken ein Studium zu machen. Weit weg von zu Hause, um etwas Abstand zu erhalten und eine Chance für einen Neuanfang zu bekommen.

Leider habe ich aber auch hier Versagungsängste. Was wenn ich in einer komplett fremden Stadt ankomme und sich niemand für mich interessiert und ich keinen Anschluss finde. Das wäre sehr sehr schlimm.

Vielleicht aber kann ich auch die Verhaltenstherapie zeitgleich in der neuen Gegend aufnehmen sodass bei meinen ersten Schritten gleich jemand dabei wäre der mich unterstützt.

@ Apfelbaum:

Meinen Eltern die Meinung zu sagen habe ich schon gemacht. Aber wie beschrieben "wollen" sie das nicht nachvollziehen. Meine Mutter ist vom ländlichen Schlag und eine ähnliche "Erziehung" gewohnt. Mein Vater interessierte sich bisher nur dafür das er mich als "Vorzeigesohn" präsentieren kann. Jemand der nicht raucht, der kaum trinkt, der hilfsbereit ist, gebildet und vielleicht eine "Karriere" anstrebt.

Und so ist das auch, er meint ich habe ja immer mal Geld erhalten wenn ich Schulkrams brauchte oder als ich selbst für mein neues Auto 2/3 gespaart habe hat er auch etwas Geld beigesteuert.

Also geholfen hat er schon irgendwo, leider nur nicht emotional wie ich das als Kleinkind bis zum besagten Trauma gewohnt war.

Mir ging es auch danach besser, zumindest empfand ich es auch als mutig an aber... Wenn dann das meiste gegen eine Wand prallt so macht das einfach weniger Sinn.

Aber das mit der neuen Stadt wäre eine Chance, vielleicht begreifen Sie dann was Ihnen fehlt. Mir gibt das bestimmt viel Möglichkeiten "ungezwungen" mich weiter zu entwickeln.

Ich bin selbst gespannt, habe einige verflossene Bekanntschaften gehabt bei den meisten war es einfach so das die sich immens entwickelt und "gefunden" haben als sie nicht mehr in Hotel Mama lebten.

Könnte dann eine Möglichkeit sein in einigen Jahren sich dann mal doch "vernünftig" hinzusetzen.

Die 2 Jahren werden vermutlich schnell vorbeiziehen, daher würde ich gerne aber an den persönlichen Problemen versuchen was zu unternehmen.

Bisher wie gesagt bin ich bei Sportvereinen und sonstigen "sozialen Veranstaltungen" recht wenig erfolgreich gewesen.

Ich kann mir leider selbst aber auch meinem durchaus aufgeschlossenen Psychologen auch nicht beschreiben was genau schief läuft.

Irgendwie habe ich das schleichende Gefühl ich weiss nicht wie ich auf andere Menschen wirke.

Vielleicht denke ich immer das ich ja "alles" recht und gut mache, vielleicht ist das aber auch irgendwo falsch. Vielleicht mache ich viel zu wenig um anderen Menschen ernsthaftes Interesse zu vermitteln. Oder vielleicht wirke ich auch total unnahbar.

Oder ich habe diese unsichtbare Aura aufgrund Angst, vielem Kopfzerbrechen und schlechten Erfahrungen sodass diese andere "verunsichert" oder abschreckt.... vielleicht wirke ich nach außenhin "unbewusst" recht kompliziert / anspruchsvoll.

Aber wie finde ich das raus woran es wirklich liegt? Auf dem Mund gefallen bin ich ja nicht. Meine Arbeitskollegen bewundern meine rhetorischen Fähigkeiten. (oder besser gesagt allgemein das ich soviel labern kann ;-D )

Also es muss irgendwo was sein was mich stigmatisiert was die "großen" Erfolge auslässt.

@ TheEntropy,

das Wort "Gestalttherapeuten habe ich noch nicht gehört. Denk das wird aber umgangsprachlich für eine Verhaltenstherapie sprechen.

Vielleicht habt ihr noch Ideen was ich machen kann. Ich spiele derzeit einen Sprachkurs zu machen, auch weil ich mir sagen lies da findet man einige gleichaltrige + man hat gleich ein Thema zum reden bzw. anknüpfen.

Bin etwas aufgeregt, aber weiss nicht wieviel ich mir davon versprechen soll.

Allerdings fängt das auch erst im September an also sind halt noch einige Wochen bis dahin.. hmm..

Schreibt mir !:)

ScaldJo


Hallo Dave,

ich hatte auch das Muster, dass ich nur Mädels wollte, die mich nicht wollten und umgekehrt. Du hast schon vollkommen recht, die Ursache dafür liegt in deiner Vergangenheit und man kann diese Muster auflösen.

Warum das mit deinen Hypnosesitzungen nicht funktioniert hat, kann ich dir auch nicht sagen, aber Du findest [[http://robert-betz.com/coaches/ hier]] eine Reihe von Therapeuten in deiner Nähe, die es vielleicht können.

Ich würde auch nicht alles auf deinen Vater schieben, der hat zwar Scheisse gebaut, aber du hast entschieden, so zu werden, wie Du geworden bist. Das hast Du als Kind getan, weil Du musstest. Du hattest auch keine andere Wahl, weil Du überleben wolltest. Das war also richtig und mutig, dass Du dich entschieden hast. Aber viele dieser Muster und Überlebensstrategien, die Du dir damals zugelegt hast, müssen heute nicht mehr gültig sein. Wenn Du also gewissermaßen in deine Kinderzeit zurückgehst und dir die Bilder und Schlüsselsituationen noch mal vor Augen führst, dann kannst Du dich umentscheiden, eine andere Entscheidung treffen. Und lass dir gesagt sein, dass unser Frauen-Muster gar nicht so selten ist.

Cvaram^alax 2


Ich habe öfters im Leben gesehen, dass Menschen wegen dem Wegfall von einem Arbeitsplatz, ihr eigenes Selbstwertgefühl verlieren und das sie das so sehr verletzt, dass sie in ihrer Hilflosigkeit entweder Gewalt anwenden oder sie werden lethargisch. Welche Wahl man trifft, im Grunde ist es keine bewusste Wahl, hängt von vielen seelischen Gewohnheiten, Vererbungen und Sichtweisen ab. Eine Arbeit zu haben gibt das Gefühl für sich und andere sorgen zu können, sie gibt das Gefühl der Sicherheit und oftmals auch das Gefühl die Fäden im Leben in der Hand zu halten usw. Fällt das weg, dann bricht für einige Menschen ihre Welt zusammen. Denn diese Eigenschaften sind Grundbedürfnisse. Ich würde das auch als eine totale Überforderung ansehen, was dein Vater hier mit sich erlebt hat. Schlimm, wenn man das miterleben muss und man als Betroffener dem ausgeliefert ist. Noch schlimmer ist es, wenn andere Bezugspersonen das mitdulden.

Vorallem gegenüber körperlichen Ausneinandersetzungen die im beginnenden pubertären Alter doch immer wieder eine präsente Rolle spielten. So traute ich mich schon gar nicht mehr das Risiko einzugehen körperlich gedemütigt zu werden und so war ich auch einfach der "Stille" der ruhige Typ.

Körperliche Auseinandersetzungen sind normal in der Jugend? Das ist für mich nicht der Fall, auch wenn das leider auch heutzutage noch häufiger vorkommt.

Saldo hat es meiner Meinung nach gut ausgedrückt. Man selbst kann sich alles, was man erlebt hat, noch einmal ansehen und es neu durchdenken mit neuen Sichtweisen und Erkenntnissen. Gut heißen kann man gewalttätiges Verhalten nicht, verstehen fällt auch schwer, wenn man nicht nachvollziehen kann, wie unberechenbar Menschen auf ein Gefühl des Mangels/Verlustes reagieren können. Der Vater hat seine Hilflosigkeit auf dich übertragen und er hat dich das spüren lassen. Aber vielleicht geht es dir besser, wenn du mit Hilfe eines guten Therapeuten hier einen Anpack findet. Du sagst die Hälfte der Behandlung wäre vorbei. Das sind noch nicht viele Sitzungen, die du gehabt hast, für das, was du erlebt hast. Manchmal muss man eine Weile weitersuchen, wenn ein Therapeut einem vielleicht nur ein Stück weit weiterhelfen kann. Aber auch kleine Schritte, sind hilfreich. Manches braucht länger. Aber du hast trotz allem, was dir passiert ist, vieles richtig gemacht und bist deinen Weg gegangen, auch wenn jetzt nicht alles gut ist.

Je besser du dich selbst kennen lernst mit deinen Verletzungen und wenn du lernst sie vielleicht anzunehmen und mit der Zeit sie auch verändern kannst, desto besser kannst mit anderen Menschen zurecht kommen und du wirst auch eine Partnerin finden, wenn du soweit bist. Der wichtigste Mensch in deinem Leben, das bist aber du und du stehst an erster Stelle.

LgewiCaxn


Dave25

Leute zu treffen ueber Kurse, Vereine, Veranstaltungen ist grundsaetzlich sicher sinnvoll, aber auch ein bisschen Glueckssache. Lass dich nicht entmutigen von der einen oder anderen negativen Erfahrung! Viel Glueck fuer deinen Sprachkurs!

Zwei Fragen: Gibt es etwas, was dir Freude macht und was du gerne tust, ganz unabhaengig davon, ob man dabei Leute kennenlernen kann? In der Natur spazierengehen, Musik, Sport, Basteln etc.? So etwas kann dir erstens helfen, im Leben was Positives zu sehen, zweitens ist es aber auch so, dass es dir vielleicht einfacher faellt, Leute kennenzulernen, wenn du an den Dingen echt interessiert bist und leidenschaftlich fuer sie, anstatt bloss hinzugehen, um jemanden kennenzulernen.

Zweitens: Was interessiert dich an und ueber andere Leute? Wenn du jemanden kennenlernst, was fuer Fragen wuerdest du gerne stellen, was wuerdest du ueber diesen Menschen gerne wissen? Ich glaube, Interesse ist auch ein guter Schluessel, um mit Leuten in Kontakt zu kommen.

Jetzt mit 25 weiss ich immernoch nicht wie man überhaupt ein Mädchen richtig behandelt. Da ich ja der eingeschüchterte Typ bin kann ich leider (das wünschte ich mir sehr) auch nie das Ar.....loch sein.

Warum wuenschst du dir das? Glaubst du, die Maedchen bzw. Frauen moegen das? Ich glaube, das ist eine Legende. Es gibt ein paar Leute (Maenner wie Frauen), die anscheinend schlecht behandelt werden wollen, vermutlich weil sie irgendwie psychisch verkorkst sind (sind ja viele), aber die meisten wollen glaube ich mit Respekt und Interesse behandelt werden, jedenfalls so lange du dich dafuer nicht verbiegen musst. Sich so zu geben, wie man ist bzw. sich fuehlt, scheint mir nicht das schlechteste Konzept zu sein.

Vielleicht denke ich immer das ich ja "alles" recht und gut mache, vielleicht ist das aber auch irgendwo falsch. Vielleicht mache ich viel zu wenig um anderen Menschen ernsthaftes Interesse zu vermitteln. Oder vielleicht wirke ich auch total unnahbar.

Oder ich habe diese unsichtbare Aura aufgrund Angst, vielem Kopfzerbrechen und schlechten Erfahrungen sodass diese andere "verunsichert" oder abschreckt.... vielleicht wirke ich nach außenhin "unbewusst" recht kompliziert / anspruchsvoll.

Hmmm. Das kann man ueber das Internet schlecht beurteilen. Manche Leute werden verkrampft und man merkt ihnen an, dass sie vor allem gefallen wollen bzw. staendig darueber nachdenken, was "das richtige Verhalten" waere. Vielleicht ist das bei dir der Fall. Vielleicht kaemst du besser an, wenn du unbefangener sein koenntest und dich mehr so zeigen koenntest wie du bist. Ist aber natuerlich schwer, das Gegruebel darueber abzustellen.

T{heEnDtropxy


Hi Dave! :)

Ich finde Deine Pläne wirklich sehr gut und Deine Initiative dazu, etwas neues lernen und tun zu wollen. Eine weitere Sprache zu lernen oder ein Studium zu absolvieren kann Dir echt sehr dabei helfen, neue Kontakte zu knüpfen und stärkt das Selbstwertgefühl ungemein.

Gestalttherapie ist tatsächlich eine Therapieform. Hatte davor auch noch nichts davon gehört. :-D Das Konzept soll allerdings gut sein (ich kann dazu halt leider nichts aus Erfahrung sagen).

Djave2x5


Hallo ihr :)

Danke für eure Worte. Ich fange mal bei @ Saldo an:

Ich glaube auch das es an der Vergangenheit liegt das ich die Zuneigung von Mädels "erstrebe" die abweisend sind.

Ehrlich ausgedrückt hoffe ich nicht, das die von dir vorgeschlagene Therapie mir ausschließlich klar machen soll das ich mich "umorientieren" muss.

Date mich seit paar Tagen mit einem Mädel, genauer gesagt vom Typus die ich nicht so wirklich interessant finde, die widerrum mich aber so toll finden. Entsprechend laufen die "Dates" einfach scheisse, aber mal ehrlich gesagt es auch Ihre Schuld hauptsächlich ist.

Sie würde mich sofort nehmen wenn ich es "wollen" würde, allerdings will ich nicht da keine Gefühle da sind.

Desweiteren glaube ich sehr wohl das hier was dran sein könnte, das sich alte kindliche stigmatisierende "Schutz- und Verhaltensmuster" vorhanden sind. Die heute nicht mehr sein müssen oder der Auslöser dieser Blockaden sind.

Was war denn bei dir die genaue Ursache das du auch dieses "Liebes-Chaos-Phänomen" hattest, und wie lief die Therapie.

Läuft das bei dir nun besser in Sachen Liebe, wenn ja was hat sich nun geändert damit es besser läuft?

@ caramela 2:

Körperliche Auseinandersetzungen sind normal in der Jugend? Das ist für mich nicht der Fall, auch wenn das leider auch heutzutage noch häufiger vorkommt.

Ich habe mich sehr ungeschickt ausgedrückt. Damit meinte ich nicht das man keine Angst vor "Schlägereien" haben darf. Es war auch gar nicht im Sinne von Schlägerei gemeint. Sondern im Sinne von kumpelhafter Rangelei, sportlich, pubertär.

Das man sich zankt und sich auch vertragt. Das man auch von 0 auf 100 aus sich herauskommt und andere zurecht weist wenn einem etwas stark missfällt.

Dank meinem Vater habe ich diese Fähigkeit gänzlich verloren und zog mich bei "andeutenden" Auseinandersetzungen sofort zurück und fraß es in mich rein.

Auch wenn es primitiv und banal klingt, für mich gehört das zum männlichen Charakter das man auch mal auf den Tisch haut und sich nicht nur unterschlagen lässt. Und hier scheitert es halt schon sehr stark. Und mal ehrlich wenn ich mir überlege ich Zank mich mit jemanden und der stottert / murmelt wütend vor sich hin dann würde mich das auch nicht zurechtweisen / betreffen. Da ich singe und es lernen musste Emotionen "zuzulassen" damit es auch wirklich von der Klangfarbe gut klingt (soll ja auch authentisch sein) so weiss ich auch mit "Blockaden" im Kopf geht das nunmal nicht egal wie sehr man sich bemüht-

Warum es bei der Musik gut klappt ist weil ich ja im Prinzip eine Rolle "spiele". Ich drücke etwas aus und vorallem weil ich auch nicht ansatzweise eine "Angst" spüren muss denn wenn ich einen wütenden Song singen würde dann ist es weil es bewusst der Song verlangt und weil es nur so auch Sinn macht. Und wenns mal nicht läuft... wird wieder von vorne angefangen und man hat wieder weitere Chancen.

Im realen Alltag hingegen spiele ich ja keine Rolle, sondern dann sind es meine Gedanken und meine tatsächlichen Gefühle und viel mehr auch wirklche ernste Angelegenheiten. Wenns dann scheisse läuft dann kann ich nicht den Moment nochmals abspielen lassen.

Entweder es passt, und das tut es wenn es vom Herzen kommt und echt ist. Oder es kommt nicht oder nur halbwegs und den Ausdruck den man vermitteln möchte kommt dann auch nicht an.

Und wer sich mit jemand fetzt und innerlich schon die Hemmung bekommt es ganz "rauszulassen" der geht meiner Meinung nach sehr schnell unter. Und Leute die dann immer ausweichen und / oder sich einreden lassen das man besser wäre man beigibt, zu denen habe ich bisher die letzten 18 Jahren gehört und man sieht "Ja" nun wie es mir geht..

Sicher gibt es Mädels die "emotionale, weiche,"-Jungs bevorzugen. Damit meine ich nicht das es ganz anders auch schlecht sein muss. Aber so fühle ich mich einfach nicht wohl.

Ansonsten werde ich mich mal genauer mit dieser Gestaltentherapie beschäftigen. Auf dem ersten Blick sind leider die Therapeuten sehr weit weg von meinem Wohnort. Teilweise 100 km zum nahegelegensten "Gestaltentherapeuten".

Werde aber mal telefonisch aktiv, vielleicht hat einer von denen eine Adresse die näher liegt. Bzw. ne alternative Idee.

@ Lewian:

Leute zu treffen ueber Kurse, Vereine, Veranstaltungen ist grundsaetzlich sicher sinnvoll, aber auch ein bisschen Glueckssache. Lass dich nicht entmutigen von der einen oder anderen negativen Erfahrung! Viel Glueck fuer deinen Sprachkurs!

Hallo Lewian, danke. Ich habe verstanden das man nicht mit all zu großen Erwartungen auf neue Menschen "stürmen" sollte, genau so wenig sollte man den Fokus nicht verlieren. Sich für was begeistern und interessieren. Du hast Recht.

Mal ehrlich ich zahl auch keine 80 € für irgendein Kurs, der mich weder interessiert und nur um neue Leute kennen zu lernen.

Dann könnte ich genauso gut in Discos wildfremde Leute anquatschen und mich über Alkoholgetränke, der Party, die Musik unterhalten. Ich will ja auch was lernen, einen Nutzen durch den Kurs bzw. der Sprachverbesserung haben.

Allerdings könnte halt sein das ich paar interessante Menschen antreffe und dann muss ich es irgendwie versuchen auch Interesse an mir zu wecken.

Jetzt mit 25 weiss ich immernoch nicht wie man überhaupt ein Mädchen richtig behandelt. Da ich ja der eingeschüchterte Typ bin kann ich leider (das wünschte ich mir sehr) auch nie das Ar.....loch sein.

Warum wuenschst du dir das? Glaubst du, die Maedchen bzw. Frauen moegen das? Ich glaube, das ist eine Legende.

Ich glaube nicht das alle Mädchen und Frauen darauf stehen. Mal ehrlich die wirklichen Machos finden doch so gut wie alle intellektuellen geerdeten Menschen peinlich. Aber ich merke doch schon recht das viele Mädels nur den netten Kerl langweilig finden. Allein sexuell setzt für mich das ein ganz anderer Reiz, wenn ein Mädel mir schmutzige Dinge ins Ohr flüstern würde als wenn da ein Mauerblümchen son bisschen kuschelt und schmust und vielleicht nach gefühlt "zig Stunden" mal auch ihre Hand an gewisse Zonen führt.

Da aber vorallem ja der Mann generell derjenige ist der den ersten Schritt machen soll, sehe ich da die "Bringschuld" genauso bei mir wenn nicht sogar mehr. Wie signalisiere ich ihr am besten das ich mit ihr schlafen will?

Richtig ich heiz ihr ein und das hat für mich der Reiz im verruchten, erotischen und dem Feuer was sich ergibt.

Und wenn da die Mädels erstmal nur abwarten und dann selbst nicht so wissen was Sie tun dann ist bei mir schon die Blockade da überhaupt "weiterzugehen".

Könnte ja doch peinlich werden usw...

Sich so zu geben, wie man ist bzw. sich fuehlt, scheint mir nicht das schlechteste Konzept zu sein.

Wenn ich mich so schüchtern gebe wie ich momentan bin dann habe ich schon verloren.

Selbst wenn es so halbverkrampft vom Vorspiel zum Sex käme dann kann für mich der Akt nur noch scheisse werden.

Vielleicht kaemst du besser an, wenn du unbefangener sein koenntest und dich mehr so zeigen koenntest wie du bist. Ist aber natuerlich schwer, das Gegruebel darueber abzustellen

So sehe ich das auch, unbefangen wäre wohl der beste Weg. Aber wie machen mit Blockaden die immer wieder auftauchen? Leute sagen, einfach über den Schatten springen.

Selbst wenn es mir mal gelingt, dann kommt meist nach kurzer Zeit doch wieder Grübeln und Blockaden auf. Denn der neue "ungewohnte" Moment, Weg, Situation, Selbsterkenntnis, Gefühl... oft nicht zu wissen wie man das dann richtig einordnet. :)-

So erstmal 3x tief ein und ausatmen. Fühle mich schon wieder ganz entblösst.

Spaldxo


Was war denn bei dir die genaue Ursache das du auch dieses "Liebes-Chaos-Phänomen" hattest, und wie lief die Therapie.

Die Ursache dafür, dass ich mich nur für Mädchen interessiert habe, die mich nicht wollten und umgekehrt lag weit zurück in meiner Kindheit. Ich habe als 3-jähriger gespürt, dass meine Mutter emotional Hilfe braucht und habe beschlossen, für sie da zu sein. Für ein so kleines Kind ist das natürlich eher eine unbewusste Entscheidung, aber ich habe sie getroffen. Das lässt aber keinen Platz für eine andere Frau. Ab da hat mein Unterbewusstsein alle Frauen für mich ausgeblendet, die mich wollten und ich habe darauf geachtet, welche Frau auf Abstand geht und habe mich an diese gewendet und sie umworben. Ich habe das natürlich nicht gewusst, dass das so war, das habe ich erst mit meiner zweiten Therapie verstanden, als ich schon über 40 war. Aber das Unterbewusstsein steuert alles, da kann der Kopf noch so schlau sein. Keine Chance. In meiner Studienzeit gabe es ein Date nach dem anderen und alle verliefen sie am Ende im Sand. Sobald ich die Mädels herumgekriegt habe, hat mein Unter dicht gemacht und ich habe mich scheisse verhalten, woraufhin sie sich dann natürlich abgewendet haben. Dutzende Male ist das passiert und ich habe es ums Verrecken nicht kapiert, warum.

Mit meiner zweiten Therapie habe ich dann geschafft, ein Bild zu erklären, das immer wieder mal in meinem Kopf in der Erinnerung auftauchte, eine Schlüsselsituation. Ich habe es dann verstanden, wurde von meiner Therapeutin geleitet, eine neue Entscheidung zu treffen und danach haben sich einige Dinge für mich geändert. Nicht die Liebe zu meiner Frau, aber das ist eine andere Geschichte.

Meine Frau wollte mich übrigens anfangs eigentlich nicht und ich wollte sie nicht, von daher haben sich unsere Muster perfekt ergänzt.

Läuft das bei dir nun besser in Sachen Liebe, wenn ja was hat sich nun geändert damit es besser läuft?

Ich bin ja eigentlich schon zu alt, um noch auf der Suche nach einer Frau zu sein. Aber die Beziehung zu meiner Frau ist wesentlich leichter geworden. Wir haben diese Kämpfe nicht mehr und ich bin viel ausgeglichener als früher. Ich halte keine Ausschau nach anderen Frauen mehr und unsere Beziehung hat es praktisch gerettet. Ohne dass ich mich selbst geändert habe, hat es meine Sicht auf die Welt vereinfacht. Das ist so, als würde einem plötzlich bewusst, dass man sich die ganze Zeit neben dem Weg durch den Wald gekämpft hat und dann auf den sonnenbestrahlten Kiesweg tritt.

LAewi;axn


Vielleicht interessiert dich das:

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/151714/]]

D[av<e2O5


Abend,

@ Saldo:

Deine Worte geben mir viel Kraft, ich finde mich in dem was du schreibst doch recht wieder. Nur die Situation mit meiner Mutter die emotional "Hilfe" brauchte, die passt nicht. Aber wie du sagtest, es war dir selbst nicht klar aufgrund des Unterbewusstseins.

Ich glaube es ist eine gute Idee mich hypnotisieren zu lassen und jemand der tief mit mir in die Vergangenheit schaut.

Es ist auch oft so das ich nur noch Bruchfetzen von den negativen Zeiten habe, besonders die 3-4 Jahre die mein Vater mich misshandelt hat. Ich weiss nur noch das ich ihn sehr hasste, das ich beim Arzt war und mein Körper überall blaue Flecken hatte, das ich an einem Abend meinen Kopf mehrmals gegen die Wand schlug wegen Selbsthass und Selbstbestraft.

Alles andere ist aus dem Zeitraum weg, weder Grundschulerinnerungen, noch Tennisverein. Irgendwie alles weg..

Woran erkenne ich einen sehr guten Hypnotiseur? Mein bisheriger Psychologe schafft es nur mich ein wenig entspannen zu lassen, aber weder er noch ich kriege den Zugang zum Tiefenbewusstsein gelegt.

Ich verkrampf auch meist auf dem Weg dahin, weil dieses einfach ruhen, an nichts zu denken fällt mir sehr schwer.

Wenn dann der Atem so sehr abflacht und ich mein Herz pumpern höre kriege ich meistens auch noch Angst es passiert gleich was ;-D

@ Lewian

Vielleicht interessiert dich das:

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/151714/]]

Der Faden ist sehr sehr toll, es geht eigentlich gar nicht ums aufreissen sondern einfach zu machen.

Habe mir alle Regeln durchgelesen und das hat mich sehr sehr motiviert.

Ich werde das mal anwenden sobald ich mich psychisch wieder fit fühle, derzeit ist ein Tief in welchem ich total neben mir stehe im Alltag...

Dsa~ve2x5


Übrigens, ich wollte mich heute mit jemanden treffen ins Kino zu gehen.

Hatte mich echt gefreut, einfach mal auch am wohlverdienten WE wieder rauszukommen und was zu machen.

Leider meinte er heute mittag dann das er länger arbeitet und nicht weiss ob er heute noch will. Das war vor 5 Stunden, um 18 Uhr habe ich ihn angeschrieben wies nun ausschaut und er war nicht mehr online...

Das schlimmste aber finde ich wenn Leute online sind und es gelesen haben und nicht schreiben.

Das trifft mich immer sehr... bin ich zu empfindlich?

Mir hätte einfach eine Antwort gereicht das er nicht kann oder will...

Haben uns über Facebook kennen gelernt weil er noch etwas neu in der Gegend ist und gerne neue Leute kennen lernen möchte. Haben uns auch gut unterhalten bisher über Chats, er ist auch gleich alt wie ich...

Die Initiative ging auch von mir aus mit Kino, weil wir auf das Thema gekommen sind wegen Lieblingsfilme und son kram.

Nebenbei meinte er auch plötzlich das er dann mit Kumpels gekommen wäre.

Eigentlich toll, dann lerne ich gleich noch weitere Leute kennen.

Aber da kam dann auch die Angst hoch zu versagen, was wenn ich dann nur wieder der "Mitläufer" werde...

Jetzt Freitag 22 Uhr sitze ich wieder alleine zu Hause rum. Mit 25 Jahren... Andere sind schon auf dem Weg was lecker Essen, Kino, Stadt, was lecker trinken gehen und vielleich in nen coolen Club zu gehen. Alle genießen ihr wohlverdientes Wochenende und ich? Wurde versetzt ...

Werde jetzt nen Film am PC schauen damit ich etwas Ablenkung habe und damit ich nicht wieder in Tränen ausbreche.

Nach dem arbeiten heute war ich etwas Joggen, wenigstens da kann ich mal meine Sorgen vergessen.

Blöd nur das ich nicht jeden Tag und die Ganze Zeit Sport machen kann...

Schönes Wochenende euch @:)

JranuahrblIume


Sex sollte ja eigentlich was Entspannendes oder Schöne sein ;-) Setz da nicht so viel Druck rein. Rede mit den Mädels ganz offen. Vielleicht kommst du auch sehr steif rüber? Man kann sich verwöhnen, in dem man sich mit Federn streichelt. Es muß nicht gleich aufs Ganze gehen. Aber, wenn es dann doch dazu kommt, versuche zu genießen. Man kann ja eigentlich nicht viel falsch machen.

Allerdings klappt das auch nur bei einem Menschen, den man mit Haut und Haaren mag. Hab dir ja per PN schon geschrieben, dass du dem Mädchen, was du da datest, sagen solltest, dass von deiner Seite aus keine Liebe da ist.

Erst, wenn die richtige Frau kommt, wirst du merken, was Schmetterlinge im bauch sind.

Sei nicht so kritisch mit dir. Hypnose hat auch was mit fallen lassen zu tun. Versuche mit dir ins Reine zu kommen. Die Altlasten mit der Hypnose begraben, und bei Null anfangen. Mobbing tut so weh. Vresuche endlich mit Leuten, die es gut mit dir meinen, Spaß zu erleben. Laß die ziehen, die dich wie ein 5. Rad am Wagen behandeln. Du bist dein eigener Chef. Auch, wenn du schon Vereine besucht hast, versuche nochmal was Neues ;-)

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