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David´s Psychofaden - Vielen Dank euch fürs Lesen !!

D!ave2v5


Aber wie finde ich denn Leute die es mit mir gut meinen?

Soll ich denn allen erzählen das es mir beschissen geht und ich einsam und alleine bin? Was wenn dann die Personen damit schlichtweg überfordert bin?

Überlege mal es lernt dich jemand kennen und überwindet sich und sagt dir dann: Hallo mein Leben war scheisse, ich habe Angst auf Menschen zuzugehen. Bitte sei mein Freund ich fühle mich so einsam.

Mir würde das etwas Angst machen, mich einengen und eine menge Verantwortung übertragen. (Aus Sicht der geerdeten Person mit stabilen Umfeld). Was wenn ich die Person mitnehme und er geht unter? Was wenn andere mich drauf ansprechen wenn Sie merken da ist jemand total verkrampft und "wirkt" komisch. Die vertraulichen Sachen erzählen? Nee, ihn selber das erzählen lassen? Nee.

Ich glaube kaum das es gut wäre sich vor einer ganzen Gruppe seelisch "nackt" zu präsentieren. Vorallem wenn man diese noch gar nicht kennt und einschätzen kann ob es da auch nicht ne Klatsche geben kann.

Ich habe die leute ziehen lassen die mich wie ein 5. Rad am Wagen behandeln und das sind so ziemlich alle nach und nach. Deswegen stehe ich ja nun ohne Freunde da. So falle ich wenigstens niemand zur Last...

Vereine sind eine gute Sache um Leute kennen zu lernen, nur schaffe ich es aus "sportlichen" Bekanntschaften genauso wenig Freundschaften zu schließen, als wenn ich irgendwo Freundes Freunde kennen lerne.

Ich glaube auch ich klammere dann immer an diese eine Bezugsperson.

Das war früher schon so, als Jugendlicher.

Wenn mir eine Gruppe gefiel und ich mich als "Mitläufer" integrieren konnte, dann lief dennoch immer alles über den einen Bekannten ab. Immer am Wochenende schrieb ich nur gezielt ihn an damit ich wusste wo was geht. Dann kam ich vorbei. Die anderen lernte ich dann auch oft gut kennen, teilweise auch intim mit privaten Angelegenheiten / Details usw.

Aber es kommt keiner dazu mich nach der Nummer zu fragen, ich auch nicht.

Es weitaus einfach ein Mädchen nach nem Flirt nach der Nummer zu fragen, als nem Kerl.

Ich glaube das merken auch viele aus der Gruppe das ich dann immer an der einen Person festhalte.

Aber gut früher gabs sowas nicht wie Whatsappgruppen...

:-/

DEav9e2x5


Heute habe ich mich ein paar Arbeitskollegen anvertraut und bin überraschend auf Verständnis gestoßen.

Alle meinen ich soll mir doch erstmal ein Antideppresiva zu bekommen und auch meinen Kopf mal frei zu haben.

Kriegt man das wirklich einfach so vom Neurologen verschrieben?

Schade Januarblume das wir uns so gut geschrieben hatten, du hast mir viele Denkanstöße gegeben. Aber das mit Facebook verstehe ich nicht, warum willst du mich unbedingt "adden". Wir kommunizieren doch auch hier über das Forum miteinander...

Pwyt2hoTnisxt


Weiss nichtmal wie ich verfahren sollte wenn man kuschelt, wie man sie berührt und was man macht.

Schon mal darüber nachgedacht, zu einer Kuschelparty zu gehen? Die gibt's in größeren Städten und Menschen treffen sich, um schlicht miteinander zu kuscheln. Riesenvorteil: wenig Reden und Erklären, viel Berührung. Und ein langsames Begegnen, dann aber intensiv. Und weil ohne Sex auch auf der Ebene, die du dir wünschst. Was man macht? Fang doch damit an, das nachzumachen, was dein Gegenüber macht. Und dann: alles wo und wie du gekuschelt wirst und was dir gut tut, kannst du ja auch an deinem Gegenüber ausprobieren. Das braucht null Vorbereitung. Ein richtig/falsch gibt's da eh nicht, wenn man sich langsam rantastet. Ich kann mir vorstellen, die Erfahrungen dort werden angenehmer als bei der Selbsthilfegruppe für/gegen soziale Phobie.

Alle meinen ich soll mir doch erstmal ein Antideppresiva zu bekommen und auch meinen Kopf mal frei zu haben.

Kriegt man das wirklich einfach so vom Neurologen verschrieben?

Du gehst hin (Neurologe oder Psychiater), schilderst deinen Sachverhalt, nimmst vielleicht noch was von der Behandlung des Psychotherapeuten mit (Diagnosen, Krankenschein mit einer ICD-Kennung oder was du halt schriftlich hast), und der Psychiater wird das auf diesen Eindrücken einschätzen. Wenn jeder ein AD bekommen könnte, wäre es nicht verschreibungspflichtig. Er/sie wird dich auch aufklären über potentielle Nebenwirkungen (die können sehr vielfältig und abschreckend sein) und die Zeit, die es braucht, bis das Medikament wirkt (üblicherweise mehrere Wochen). Vorher kann ein Gentest eine Orientierung geben, auf welche Gruppen von Antidepressiva du eher ansprichst und auf welche nicht (Überwinden der Blut/Hirn-Schranke). Sonst wird durchprobiert.

Mich wundert, dass dich dein Psychotherapeut noch nicht auf diese Möglichkeit hingewiesen hat.

Dcav2e25


Weil mein Therapeut meint ich bräuchte kein Antidepressiva und ich würde wie viele mich nur in eine Sucht stürzen.

Aber das verstehe ich genauso wenig - kann ich beim nächsten Treffen auf die Bescheinigung bestätigen?

Sonst rufe ich einfach die Tage bei der örtlichen Psychatrie an. Ist mir echt egal, mit meinem emotionalen Kopfchaos brauch ich momentan nicht neue Menschen kennen lernen. Das kann so wie es momentan läuft nicht gut enden.

Lcot)ush347


Hallo David!

Ich kenne das auch . Könnte fast meine Geschichte sein. Mein Vater hat auch viel getrunken damals und ich habe alles abgekriegt . Nur hat meine Mutter nich dabei zugesehen. Sie konnte selbst nicht mehr und war mit ihrem Latein am Ende. Sie hat mich immer verteidigt.

Eines Tages war ihr Frust so groß, dass sie sich auf die bahnschienen stellte und den Zug entgegen lief. Mein Glück war, dass ein Passant Alarm schlug und die Polizei sie von den Gleisen holte.

Auch ich war mal selbstbewusst als Kind so wie du.

Mein Vater hat riesige Arbeit geleistet mich so zu brechen.

Ich hasse ihn immer noch dafür.

Eine Entschuldigung habe ich nie von ihm gehört für sein Verhalten.

Er hat mir psychischen als auch körperlichen Schaden zugefügt.

Wenn ein Kind immer nur Schläge statt liebe kriegt und immer nur hört wie blöd es sei, dass kann es nie ein selbstbewusster Mensch werden.

Ich bin introvertiert, nicht selbstbewusst, lass mir alles gefallen....

Ich bin dabei was zu ändern nur fällt es mir sehr schwer alleine etwas zu ändern..

Ich wäre gerne das 4 jährige freche Mädchen von früher, was seine Meinung sagt und nicht zurückschreckt, wenn einen die Meinung nicht passt.

Aber wo ist sie hin?!

Suche mir grad schon eine Psychotherapiestelle, aber irgendwie fällt es mir verdammt schwer mich gegenüber Mitmenschen zu öffnen wie soll es denn da dann werden.

Jedenfalls wollte ich nur sagen, dass ich genau nachvollziehen kann, welchen Leidensweg du durchgemacht hast, denn genau fast den gleichen habe ich auch mitgemacht und habe heute noch darunter zu leiden.

Pdythonixst


Weil mein Therapeut meint ich bräuchte kein Antidepressiva und ich würde wie viele mich nur in eine Sucht stürzen.

Dann ist das ja seine Meinung. Ich habe es auch so kennengelernt, dass Psychotherapeuten lieber mit Patienten arbeiten, wenn diese keine AD mehr nehmen. So sind die Wirkungen und Entwicklungen besser zu trennen. Sonst ist ja ungewisser, welche Schwankungen mit den AD kommen und welche durch den Einfluss der Psychotherapie.

Eine der größten Nebenwirkungen von AD: Suizid. Warum? Weil der Patient plötzlich wieder zu Kräften kommt, wo vorher noch Lethargie und Traurigkeit sein Tun bestimmt hat. Nun kommt aber eben aus der Motivation und dem Tatendrang aber eben die "falsche Tat". Nämlich der Plan bleibt gleich (dem Leben ein Ende zu setzen), aber plötzlich findet der Depressive auch wirklich die Kraft, das zu realisieren. Auch aus dem Grund finde ich diese Beratung sehr wichtig, bevor einfach AD verschrieben werden.

Ja, es kann zu Abhängigkeiten von AD kommen (eine andere Nebenwirkung), aber ich hätte genug Vertrauen in Psychiater, dies bei Dosierung und Dauer der Einnahmeempfehlung mit zu berücksichtigen. Und deine Fragen diesbezüglich kannst du ja dem Psychiater stellen.

Aber das verstehe ich genauso wenig - kann ich beim nächsten Treffen auf die Bescheinigung bestätigen?

"Auf einer Bescheinigung des Psychotherapeuten bestehen" meinst du?Warum gleich so fordernd? Du kannst doch ganz sachlich sagen, dass du parallel zu der psychotherapeutischen Behandlung auch die Hilfe eines Psychiaters und damit die medikamentöse Unterstützung suchen möchtest. Und den Psychotherapeuten freundlich aber bestimmt darum bitten, seine Diagnose in einem kurzen Schriftstück zusammenzufassen, damit du das dem Psychiater geben kannst.

Sonst rufe ich einfach die Tage bei der örtlichen Psychatrie an.

Auch der Weg steht dir frei.

L2otus3D47


Hey! So ähnlich ging es mir in meiner Kindheit auch nur das die Geschichte nicht identisch ist.

Mein Vater war ein Alkoholiker und ich er sein Dorn im Auge . Habe Mega gelitten unter seiner Alkoholabhänigkeit. Es war rein gar nicht schön. Ich würde genau so wie du geschlagen. Das hat mich innerlich gebrochen.

Wie kannst du damit abschließen? Mich Beschäftigt das jeden Tag ?

L]otush3J4x7


Komisch jetzt ist der letzte Beitrag doch drin. Sorry ! Bin mit Forums unerfahren 😞

P$lüschObiTest


Foren bitte, Foren. ]:D

Hast du nach dem Absenden versehentlich die Returntaste gedrückt und dann nochmal auf senden geklickt?

D\avek2x5


Abend,

ich werde in 2 Wochen mit meinem Psychologen reden, nicht fordernd aber bittend. Ich habe keine Scheu ihm zu sagen ich habe mir online Erfahrungen eingeholt, das wird ihm wohl nicht ganz passen (ala "was interessiert uns die Meinung von "Unbekannten").

Ich vertraue in menschlich sehr, nur er holt mich nicht auf dem Weg ab wie ich meine es zu brauchen: Hart, ehrlich, direkt.

Er ist der sehr nette Psychologe, alle schätzen seine einfühlsame Art. Gut situiert, führte das schlichte und glückliche Familienleben. Hält nicht viel von großem TamTam, sieht in jedem Patenten einen Menschen der gutes empfangen und senden soll. Wohnt in vornehmer Gegend, alles familienfreundlich, ruhig, schick eingerichtet.

Ich weiss das klingt jetzt ultra bescheuert, vor 1 Jahr als ich auf Psychologensuche war habe ich 1 Verhaltenstherapeuten kennen gelernt. Er ist einer der bekanntesten in der ganzen Region. Mitten in der Stadt, Mitte 50 Jahre alt, Draufgänger-Typ. Jeanshemd, Rayban Brille, alte graue tolle, frisierter Undercut, zotteliger Vollbart. In seiner Wohnung, alles altbacken, urig aber schön aufbereitet, im Schrank alte Sportbelohnungen, viele Bücher von Krimi bis Psychologie. Man sah ihm sofort an, er hatte alles erlebt was er mitnehmen wollte. Ließ keine Chance anbrennen, jemand der sich komplett gefunden hat, jemand mit "der sticht komplett aus allen Massen raus" aber im positiven beeindruckendem Sinne. Er kannte alles, die Clubs der Stadt, alle Bars. Er hatte alles in der Jugend erlebt, bevor er später sich als Unternehmer durchsetzte und als er genug Erfolg und Geld scheffelte, sich nun in seinem Heimartort niedersetzte und sagte - er kann vollend glücklich alt werden. Ich hab unter Tränen damals, wie bei einigen Psychologen von meiner Kindheit und Jugend erzählt und alle anderen beliebäugelten einen. (stimmt das ist sehr schlimm, aber du musst ja nicht so ein "Idiotenleben" führen wie einige erfolgreiche das machen - oder du bist was du eben bist).

Er hingegen war einfach anders - er las mir alles aus dem Gesicht. Es war ein so krasses, komisches Gefühl wie es passierte.

Er wusste sofort warum ich auf manchen Fragen ausgewichen bin und viel mehr wusste er die Antwort bevor ich überhaupt was sagen konnte. Ich weiss noch der Moment als er mir sagte: Du hattest ne richtig beschissene Kindheit, du hattest keine erlebnisreiche Jugend, du hast vorallem nichts erlebt. Ich kenne euch schüchternen Jungs, ihr stellt immer die Draufgänger als Idioten da, die Mädchen absichtlich schlecht behandeln, die eurer Meinung völlig naiv aber ehrgeizig und extrovertiert durchs Leben wandeln.

Und doch seit es ihr die sich am Ende schlecht fühlen - weil ihr das nicht habt was ihr euch am innerlichsten wünscht. In unserer Gesellschaft gibt es heute keine Norm für so bist du richtig und so bist du falsch, was zählt ist das was DU willst. Und wenn du die Antwort nicht wüsstest, dann würdest du wohl nicht hier sitzen und um Hilfe suchen? Stimmts?

War völlig baff, habe dann am Ende nur gesagt ich schaue mir noch 1 Psychologen an, und alle anderen hatten vorher immer gesagt: Überlege nicht zuviel es wird nicht besser, das kriegen wir alles hin.

Und er nur so: Du mach wenn du meinst - wir sehen uns doch wieder. Das was du suchst wird nicht im Sinne der Tiefenpsychologischen Therapie hilfreich sein. (hatte damals keine Ahnung von den Therapieformen)

Nur die Therapie wäre erst in 6 Monaten losgegangen und mir ging es so scheisse, das ich ungelogen selbstbezogen reagierte und einfach das "nächstbeste" gestartet hatte. Es tat unendlich gut schnell alles rauszulassen was sich ansammelte.

Vor 3 Tagen habe ich ihn mit seiner Lebensgefährtin unweit im Park getroffen, ich saß da so mit nem Buch. Sie nahmen am anderen Ende der Parkbank Platz. Ich dachte mir nur, huch den ich doch... just in dem Moment drehte sich er zu mir her und fragte mich: Und wie gehts dir nun? Bist du immernoch so verklemmt?

Habe ihn nur wie ein Uboot angestarrt und dann kurz und bündig erwidert: Alles Gut und ein Lächeln aufgedrückt. Räumte nebenbei mein Zeug ein und meint eich müsse los. Seine bildhübsche Partnerin fummelte an ihrem Handy rum.

Er sagte zu mir noch: Du... das glaube ich dir in einer ironischen Art.

Bin dann los und habe nach 100 Meter nochmal nen kurzen Seitenblick zurückgeworfen und sah ihn leicht grinsend zurück.

Seitdem muss ich die ganze Zeit daran denken.

Er zieht mich in den Bann, was ist das? Er hat genug Patienten und gehört zu den erfolgreichsten Psycho-Gurus in der ganzen Region. Er könnte ja auf mich pfeiffen, ist finanziell nicht abhängig.

Seit dem Vorfall denke ich die ganze Zeit daran, und ich zweifel meine ganze Therapie an die ich bisher gemacht hatte.

%:|

Ppythponi9st


Der eine:

Er ist der sehr nette Psychologe, alle schätzen seine einfühlsame Art. Gut situiert, führte das schlichte und glückliche Familienleben. Hält nicht viel von großem TamTam, sieht in jedem Patenten einen Menschen der gutes empfangen und senden soll. Wohnt in vornehmer Gegend, alles familienfreundlich, ruhig, schick eingerichtet.

Ich halte das für *deine Wahrnehmung* von ihm. Ob er wirklich so ist, ist ne andere Sache. Das ist eigentlich so eine Grundlage, die in Psychotherapien mit zuerst besprochen werden kann. Die eigene Wahrnehmung (ich sehe es so) von "sein" (es ist so) zu unterschieden. Du siehst ihn so, aber vielleicht sehen ihn andere anders.

Dann der andere mit dem Spruch:

"Du hattest ne richtig beschissene Kindheit, du hattest keine erlebnisreiche Jugend, du hast vorallem nichts erlebt. Ich kenne euch schüchternen Jungs, ihr stellt immer die Draufgänger als Idioten da, die Mädchen absichtlich schlecht behandeln, die eurer Meinung völlig naiv aber ehrgeizig und extrovertiert durchs Leben wandeln.

Und doch seit es ihr die sich am Ende schlecht fühlen - weil ihr das nicht habt was ihr euch am innerlichsten wünscht. In unserer Gesellschaft gibt es heute keine Norm für so bist du richtig und so bist du falsch, was zählt ist das was DU willst. Und wenn du die Antwort nicht wüsstest, dann würdest du wohl nicht hier sitzen und um Hilfe suchen? Stimmts?"

Es wäre der erste Psychotherapeut, der nennenswert von sich erzählt (das machen sie normal nicht), dann dein Verhalten auf das von "schüchternen Jungs" verallgemeinert (normal verallgemeinern sie auch nicht) und in seinen Sätzen mit "Du" oder "Wir" argumentiert (machen die normal auch nicht, sondern reden in Ich-Form). Oder der einem Patienten einredet, wie er sich fühlt. Der Ansatz geht höchstens als etwas gezielt Konfrontatives durch - gegen Ängste, die er in dir wahrnimmt und als Test deiner Abwehr.

Er zieht mich in den Bann, was ist das?

Ich würde sagen: Fehlendes Selbstbewusstsein bei dir. Und die Suche nach einem Vorbild und nach fremden Einflüssen (und sei es die Wohnung oder das Umfeld anderer), die dich aktiv heilen. Warum? Weil fehlendes Selbstbewusstsein bei dir. ;-) Das findet in seinem betont selbstüberzeugten Verhalten, dann halt genau das Ziel, was dir vorschwebt. Dazu die Faszination des Unerreichbaren. (Er war nicht so schnell verfügbar, dein anderer schon).

Psychotherapien kenn ich eigentlich anders: die Gespräche lösen Gedanken und Verhaltensänderungen beim Patienten aus. Aber nicht indem ein Holzhammer kommt und sagt "Was zählt ist das was DU willst. Und wenn du die Antwort nicht wüsstest, dann würdest du wohl nicht hier sitzen und um Hilfe suchen? Stimmts?" Vielleicht wollte er deine Abwehr testen. :-)

Lass mich raten: Ist Herr "Graue-Tolle" Verhaltenstherapeut? Ach, stand ja schon drin: "Vor 1 Jahr als ich auf Psychologensuche war habe ich 1 Verhaltenstherapeuten kennen gelernt." Dann hast du jeweils einen Verteter beider Richtungen ja jetzt kennengelernt.

(hatte damals keine Ahnung von den Therapieformen)

Da lohnt es sich, sich ein bisschen einzulesen, und am Anfang mit dem/der PT nicht nur über seine eigenen Probleme zu reden und diese "schnell rauszulassen", sondern mit dem PT über die Form der Therapie zu sprechen und die Mittel, Dauer und Inhalte. Ja, ich weiß, dass das ziemlich viel verlangt ist für jemanden, der sich eigentlich am Boden und niedergeschlagen fühlt.

Bibliothekstipp: "Psychotherapie für Dummies" - da werden die versch. Therapieformen vorgestellt.

Und dann müssen sich PT und Patient halt finden. Sie wählen sich gegenseitig aus und beide können sagen, wenn es nicht passt. Interessant wäre ja, was du nach einigen Sitzungen bei dem Graue-Tolle-Verhaltens-PT sagen würdest. Denn auch diese Faszination kann sich schnell abbauen, wenn erstmal immer die gleichen Muster sichtbar werden. Und dir die Muster dann irgendwann auf den Sack gehen, weil du dich von seinen Aussagen klein und niedergemacht fühlst, aber deine Abwehrreaktion "NEIN! Das stimmt nicht! Eigentlich bin ich nämlich ein ganz toller Hecht! Und das werde ich ihnen auch beweisen!", die er meiner Meinung nach hervorkitzeln will, einfach nicht kommt, weil du die Kraft oder Überzeugung dazu nicht hast. Der Verhaltenstherapeut steht klar für den vermeintlich schnelleren und kurzfristigen Erfolg. Aber er nimmt auch mehr dein aktuellen Verhalten als Grundlage und weniger von deiner Vergangenheit. Für manche fühlt sich das richtig so an, für andere hingegen nicht. Ganz viel Entscheidung liegt bei dir. :)*

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