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Angst vor fast allem

J^angumaxni hat die Diskussion gestartet


Ich grüße alle hier !

In letzter Zeit entwickle ich Ängste in fast allen Bereichen.

Bspw. meine Eltern oder meine Geschwister könnten bald sterben, ich verliere meine Mietwohnung und werde obdachlos, ich bekomme einen Schlaganfall oder Infarkt, ich werde überfallen oder von jemanden bedroht, abgestochen, mich könnte jemand entführen, hohe Angst vor dem Ausgehen ab 20.00 Uhr (speziell im Winter wenn es dunkler wird), Angst vor Einbrechern (obwohl ich sowieso ziemlich arm bin), man versteht mich falsch, ich mache mich lächerlich, ...

Ist es eine allg. Angststörung?

Antworten
Dqave2x5


Jede Angst die dich in deinem Leben massiv einschränkt ist eine Angststörung.

Eine "schlichte" Lebensangst wäre wenn du Angst vor Spinnen hättest.

Wielange hast du Sie schon und gab es vielleicht dazu einen Auslöser?

Die Beschreibung: Angst vor Infarkt und Schlaganfall hatte ich alles auch schon.

Hatte dann auch tatsächlich 2 Hyperventilitaionsanfälle bekommen, weil es erschreckend anfühlte als würde ich tatsächlich gleich tot umkippen.

Warst du schon beim Doc?

Pbamerxla


Ich würde nicht von Angststörung reden. Du bist einfach zu ängstlich für das Leben. Noch bis vor wenigen Jahrhunderten wärst du an der Angst gestorben, das nennt man natürliche Auslese. Heute gibt es keine natürliche Auslese mehr. Nur deswegen können auch sehr ängstliche Menschen überleben.

Sycqouls? R/aspxs


Schon der Buddhismus lehrt: Wenn wir nicht lernen, unsere Gedanken zu kontrollieren, werden wir von ihnen beherrscht. Das sind ja alles Phantasiebilder, und wer sich ihnen überlässt, kann damit richtig angstkrank werden. Für mich klingt das sehr wie eine ausgeprägte Angststörung, und ich würde damit nicht allein bleiben, sondern mich an die entsprechende medizinische Richtung wenden.

HsypKereion


Hinweis

Noch bis vor wenigen Jahrhunderten wärst du an der Angst gestorben, das nennt man natürliche Auslese. Heute gibt es keine natürliche Auslese mehr. Nur deswegen können auch sehr ängstliche Menschen überleben.

Pamerla

Angst sichert das Überleben und schützt vor Gefahren. Ein unverzichtbares System um uns zu schützen.

Weitere Infos:

[[https://www.dasgehirn.info/denken/emotion/201efurcht-sichert-unser-ueberleben201c Angst sichert unser Überleben]]

Furcht ist deshalb wichtig. Sie bereitet uns darauf vor, diese potentielle Gefahr abzuwehren oder ihr zu entgehen. Das ist eine sehr grundlegende Verhaltensstrategie, die in fast allen Wirbeltieren vorhanden ist und deren Überleben sichert.

[[http://www.angst-verstehen.de/angst-als-grundelement-des-lebens/ Angst als Grundelement des Lebens]]

Das Emotionssystem Angst gehört zur evolutionären Grundausstattung des Menschen. Entwicklungsgeschichtlich stellt die Angst somit eine sehr alte Emotion dar, die uns das Überleben sichert und als normalpsychologisches Phänomen überaus sinnvoll ist. Einem Alarm-System gleich versetzt uns die Angst in die Lage, Gefahren zu erkennen und sie optimal abzuwehren, entweder durch Flucht oder Kampf. Angst ist darüber hinaus auch eine sehr starke Emotion, die innerhalb kurzer Zeit – nicht selten blitzartig – Kräfte mobilisiert, die es uns ermöglichen, über uns hinaus zu wachsen.

Auch wenn wir Angst als unangenehm und belastend empfinden, sie am liebsten überhaupt nicht empfinden möchten, ist sie als biologisches Alarmsignal zweckgerichtet und soll uns helfen, die potenzielle Gefahrensituation sicher zu überstehen. .....

..... Ein völlig angstfreies Leben ist daher nicht nur unrealistisch, sondern in gewissen Situationen sogar lebensgefährlich. Dass wir Angst empfinden können, sichert uns genauso wie Schmerz, Fieber oder Hunger das Überleben.

Pclüs8chbiIehst


Ich denke, an deiner Vermutung könnte was dran sein.

[[https://www.therapie.de/psyche/info/test/angst/generalisierte-angststoerung/]]

E8hemaliger CNutze;r (`#545x421)


Angst sichert das Überleben und schützt vor Gefahren. Ein unverzichtbares System um uns zu schützen.

Ist richtig... wenn Angst aber das Leben regiert und die Lebensqualität einschränkt.. ist sie schädlich und sollte behandelt werden.

Shcqoumls Ra!sps


Hyperion

Das alte Warnsystem schützt uns seltsamerweise heute immer weniger.

Angst ist in bestimmten Situationen sicherlich nach wie vor nützlich und unverzichtbar, kann aber ohne ausreichende Gedanken- und Impulskontrolle überhand nehmen und selbst zur Krankheit werden, wie es ja auch dieses Forum leider sattsam widerspiegelt.

Iesab2exll


Ich vermute, Hyperion bezog sich hauptsächlich auf diese Aussage:

Pamerla schreibt:

Ich würde nicht von Angststörung reden. Du bist einfach zu ängstlich für das Leben. Noch bis vor wenigen Jahrhunderten wärst du an der Angst gestorben, das nennt man natürliche Auslese. Heute gibt es keine natürliche Auslese mehr. Nur deswegen können auch sehr ängstliche Menschen überleben.

I&sYabetlxl


Janumani

Wie äußern sich diese Ängste?

Was genau fühlst Du? Wann hast Du diese Ängste konkret? Ständig? Oder z.B. nachts/vorm Einschlafen? Vermeidest Du dadurch Dinge die Du sonst tun würdest, also nicht nur, dass Du "Angst" hast ab 20 Uhr rauszugehen sondern gehst Du dann tatsächlich nicht? Wieweit schränken diese Ängste Deinen Alltag ein? Wie Dave schon fragt: Gab es einen Auslöser?

o4nod#isxep


Vielleicht kann Dir bei manchen Ängsten das Erlernen eines Kampfsports helfen. Ich sage bewusst nicht Selbstverteidigung, weil da ist zuviel Gerede und Theorie. Es sollte schon praktisch anwendbar sein. Jüngst eilte hier eine eher zart besaitete Frau einer anderen Frau zu Hilfe und legte 3 männliche Angreifer flach. Auch die Kleidung macht viel aus und sollte irgendwie lässig rüberkommen. (Ich weiß, es ist blöd, aber es gibt Gegenden, da ist ein Anzug fehl am Platze.)

Gegen Verlustängste hilft das freilich wenig - da musst Du Dir immer wieder sagen, dass es keinen Grund gibt, zur Zeit Angst um den Verlust geliebter Menschen zu haben. Und wenn irgendwann der Zeitpunkt doch kommen sollte, dann ist dies der unvermeidbare, natürliche Lauf des Lebens und für den Betroffenen vielleicht das Beste in seiner Situation.

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