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Mutter verwahrlost

mHarip%osa


Mariposa

die haben das nur umbenannt.

Wer betreut wird, muß bei bestimmten Sachen um Erlaubnis fragen und das empfinde ich als Entmündung.

Plüschbiest

Nein, das ist nicht nur eine Umbenennung - Informationen gibt es genug im www.

Und Dein Empfinden - bei allem Respekt - ist hier nun völlig irrelevant.

Pglüschbiixest


Würdest du das auch so sehen, wenn du unter Betreuung stündest?

Ich selber bin nicht betreut, aber ich kenne mehrere Personen die betreut werden.

Die haben sich freiwillig Hilfe gesucht, sind aber enttäuscht wie es jetzt abläuft.

C%a=ram+alax 2


Ich glaube in dieser Situation spricht die vorhandene Sachlage für sich selbst und sie reicht auch aus, um etwas in die Wege zu leiten.

In Ruhe lassen kann man jemanden:

Wenn dieser völlig autark außerhalb einer Ortschaft im eigenen Haus, auf eigenem Grundstück wohnt und derjenige auch andere in Ruhe lässt.

Sind aber Familienmitglieder mit involviert, wie z.B. der Mann der Frau, evt. nahe wohnende Nachbarn und die Tochter, dann sieht die Sache anders aus. Dem Mann bliebe noch der Auszug, sofern er sich das finanziell leisten kann. Es kann mir keiner erzählen, dass das Treppenhaus nicht bis zum Himmel stinkt und der Mann nicht verzweifelt die nächsten Ausfälle seiner Frau hilflos erwartet.

Ich habe selbst zweimal solche Fälle erlebt, einmal bei einem jungen Menschen und einmal bei einem in mittleren Jahren. Das ist kein Spaß und das, was man selbst nicht macht, da kann man sich sicher sein, das wälzt man auf andere ab, deren Kräfte aber auch begrenzt sind. In beiden Fällen lag eine psychische Beeinträchtigung vor. Einmal fing es nach der Scheidung an, ein andermal weil die Person nur über andere gelebt hat, die eigenen Bedürfnisse über andere befriedigt hat, sie kein eigenes Ich gehabt hat und für jeden manipulierbar gewesen ist. In dem einen Fall konnte man noch helfen, im anderen nicht mehr: Lebenslang Betreuer und betreutes Wohnen in einer entsprechenden Einrichtung. Der Betreuer ist ein guter Freund der betroffenen Person gewesen. Er war der einzige der sich getraut hat diese Verantwortung zu übernehmen, alle anderen wären selbst dabei untergegangen, waren inzwischen selbst in Therapie. Beide haben auch ihre Wohnung vernachlässigt und verwahrlosen lassen bis die Vermieter angerufen haben und erklärt haben das unter den Türen die Fliegen herauskriechen oder es im Treppenhaus bestialisch stinkt.

Bei beiden war das auch keine Demenz und sie waren scheinbar normal gewesen mit einigen psychischen Besonderheiten, die durch einen starken Einschnitt ins Leben völlig außer Kontrolle geraten sind, einmal bis zu völligen Selbstaufgabe und einmal hat man, wie bereits erwähnt noch die Kurve bekommen.

Selbstbestimmung um jeden Preis.

Cwaram-ala 2


Bin zu früh auf "Absenden gekommen". Deshalb die wichtigsten Korrekturen hinterher, im letzten Abschnitt:

Beide Betroffene haben ihre Wohnung vernachlässigt und verwahrlosen lassen, bis die jeweiligen Vermieter angerufen haben und erklärt haben, dass unter den Türen die Fliegen herauskriechen oder es im Treppenhaus bestialisch stinkt.

Bei beiden war das keine Demenz gewesen und sie waren scheinbar normal mit einigen psychischen Besonderheiten, die durch einen starken Lebenseinschnitt völlig außer Kontrolle geraten sind, einmal bis zu völligen Selbstaufgabe und einmal hat man, wie bereits erwähnt, noch die Kurve bekommen.

Selbstbestimmung um jeden Preis, das funktioniert nicht wirklich in einer Gemeinschaft.

D|ieZHauber=fee


Es ist doch offensichtlich, dass diese Frau psychisch schwer krank ist. Allein schon diese ganzen realitätsfernen Wahnvorstellungen sprechen dafür.

Selbst wenn sie nicht akut suizidgefährdet ist, aber durch diese psychische Erkrankung schadet sie ihrer Gesundheit massiv. Soll man so einen Menschen etwa in seinem Müll verrecken lassen?

Meiner Meinung nach gibt es zu einer Zwangseinweisung überhaupt keine menschenwürdige Alternative. Klar müsste man sie dazu "mit Gewalt" aus dem Haus und gegen ihren "Willen" in die Psychiatrie bringen. Aber in ihrem Zustand ist die Frau eben nicht mehr fähig überhaupt noch einen rationalen Willen zu bilden und irgendwelche Entscheidungen für sich zu treffen.

Alles weitere kann man dann ja im Verlauf mit dem behandelnden Psychiater und den Sozialpädagogen der Psychiatrie klären (ggf. dauerhafte Betreuung etc.)

Einzige Alternative dazu wäre: Kontakt abbrechen und sie in ihrem Müllberg verrecken lassen, was dann wohl auch in kürzester Zeit passieren würde.

Da würde ich mich wohl eher für die Zwangseinweisung entscheiden.

Mioxnstxi


Dass eine Zwangseinweisung auch ohne akute Eigen- und Fremdgefährdung möglich ist, habe ich selbst schon mal erlebt. Wir hatten in einem Berliner Altbau ein Hauswartspaar, bei dem die Verwahrlosung offenkundig war. Die Leute wohnten im EG des Seitenflügels (ich wohnte im 1. OG), und das gesamte Haus stank entsetzlich. Es wurde mit der Zeit immer schlimmer, so dass wir irgendwann den Verdacht hatten, in der Wohnung könnte sich eine Leiche befinden. Als ich eines Tages von der Arbeit kam, war man gerade dabei, die Hauswartsleute wegzubringen. Da sie sich (ansonsten total friedlich) wohl massiv dagegen gewehrt hatten, waren sie in Zwangsjacken verpackt. Als ich das Haus betrat, traf mich schier der Schlag: Die Tür zur Hauswartswohnung stand sperrangelweit offen, und ein bestialischer Gestank schlug mir entgegen. Was ich sah, überstieg alles bisher Gesehene. In der Diele der Einzimmerwohnung türmten sich tote Katzen und Tauben, dazwischen Kot, Unmengen riesiger Maden und Müll. Über allem saßen mehrere völlig abgemagerte Katzen und jede Menge Tauben. Den Schäferhund der beiden hatte man wohl schon abgeholt.

Später hörte ich, man habe aus der Wohnung an die 70 Kadaver von Katzen und Tauben sowie rd. 1 Tonne Kot und Müll geholt. Es sah in allen Räumen (Zimmer, Küche, WC und Diele) identisch aus. Das WC war längst unbrauchbar, weil meterhoch mit Tierkadavern vollgestopft. Selbst nach einer radikalen Sanierung über zwei Monate hing der widerliche Gestank noch im ganzen Haus. Die Hauswartsleute sahen wir nie wieder. Ich bin dann ausgezogen. Deshalb weiß ich nicht, wie es ausgegangen ist.

P?lüsLchmbiesxt


Puhh, Tierkadaver ist ja wirklich heftig. %:|

So schlimm wird es bei der Mutter der TE hier wohl nicht sein.

In so einem Fall muss man natürlich eingreifen.

D'ieZa.uberf<ee


Wer versorgt die Mutter eigentlich mit Lebensmitteln? Ich meine mit 160 KG wird sie ja auch extrem übergewichtig sein. Obwohl sie keine Zähne mehr hat und wohl nicht mehr richtig essen kann? Kochen wird sie ja wohl auch nicht mehr zwischen dem ganzen Müll.

w&inter'sonnxe 01


eben....alles beschriebene passt nicht zusammen und die TE meldet sich auch nicht mehr :(v

M/on`stUi


In so einem Fall muss man natürlich eingreifen.

Ja, aber warum? Eine akute Eigen- oder Fremdgefährdung (vom Gestank mal abgesehen) lag doch nicht vor!

fPlow-exrli


Wer versorgt die Mutter eigentlich mit Lebensmitteln? Ich meine mit 160 KG wird sie ja auch extrem übergewichtig sein. Obwohl sie keine Zähne mehr hat und wohl nicht mehr richtig essen kann? Kochen wird sie ja wohl auch nicht mehr zwischen dem ganzen Müll.

Die TE schrieb, dass sie das selbst macht und Nutella und rohe Eier isst.

exuLleE7x2


Im Eingangspost steht,das sie nur noch hin und wieder das Haus verlässt,um Lebensmittel zu kaufen.

fNalco }pelYegrinoidexs


Vielleicht meldet sich die TE nicht mehr, nachdem solche Beiträge wie, laß sie in ihrem eigenen Dreck verrecken, kamen.

P}lüs)chbixest


Ich bin mir sehr sicher, dass die Geschichte stimmt.

Sofern der Herd noch funktioniert, wird sie den auch benutzen.

Und Essen ohne Zähne machen Millionen von Leute jeden Tag.

-)---S<unny-]---


Wenn die üblichen Wege über Beratungen einholen, sozialer Dienst usw nichts bringen dann kann man sich auch dazu entscheiden die Situation zugunsten der hilfsbedürftigen Person "eskalieren" zu lassen.

Wenn die "wunden Punkte" bekannt sind, sie in diesem Fall zum Beispiel zur Gewalttätigkeit neigt... dann kann man diese wunden Punkte nutzen um eine Situation herbei zu führen in der die Polizei einschreiten muss.

Sehen diese dann die Zustände vor Ort kommt sicherlich etwas in Bewegung. Ich denke, bei einer 160kg-Dame ist die Eigengefährdung für die TE ganz gut einschätzbar.

Allerdings muss man damit rechnen, dann erstmal "verschissen" zu haben und kann nur hoffen, dass mit der Therapie auch Einsicht kommt.

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