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Keine Kraft mehr... woher nehmen?

T~halixna hat die Diskussion gestartet


Hallo,

vorab gesagt: Ich weiß, dass es hier Menschen gibt die schwerstkrank sind, sogar sterben, die ihre Kinder verlieren... Ich weiß, mein Problem ist dagegen nichtig. Ich muss mich nur mal wieder auskotzen..

Es ist nur so dass mich meine Probleme erschlagen. Finanziell, und gesundheitliche (Kann nicht arbeiten wegen Erkrankung) und habe ein wunderbar liebes Kind das wegen besonderem Förderbedarf mehr Betreuung als andere braucht. Und heute habe ich wieder eine Nachricht (finanziell) bekommen die mich so umhaut das ich weiche Knie habe. Gleichzeitig komme ich mit etwas für mein Kind nicht weiter und der Kindsvater interessiert sich so wenig das er sich seit fünf Jahren nicht gemeldet hat.

Ich kann inhaltlich daran nichts ändern. Und ich bekomme langsam so fatalistische Gedanken die ich selbst nicht ertrage. Ich halte nur durch.Auf jedes Glück kommt immer die Quittung. Ich werde langsam aber sicher zu einem totalen Pessimisten. Laut Neurologin /Psychologin bin ich nicht depressiv, sondern meine Reaktion ist "gesund" in Bezug auf die Lebensumstände.

Ich möchte gerne den Kopf oben behalten. Für mein Kind, für andere in meiner Umgebung..ich selbst kann es für mich nicht mehr.Ich fühle mich als Totslversager obwohl mir gesagt wird das ich mein Bestes gebe. Sogar von der Klassenlehrerin meines Sohnes kam das vor kurzem.

Aber ich könnte nur noch schreien. Oder weinen. Oder Wutausbrüche kriegen. Alles nicht gut für mein Kind. Ich kann einfach nicht mehr.

Ach ja: ich habe der viel Hilfe, rein praktisch läuft es. Ich habe eine riesengroße Familie und alle sind hilfsbereit und das auch spontan.

Und ich mag einfach keine Hilfe mehr annehmen. Und werde immer ekliger und gereizter.

Und Kur ist schlecht, mein Sohn braucht sehr feste Abläufe. Zumal ich die Zuzahlung pro Tag nicht leisten könnte.

Danke fürs Lesen. Ich stehe glaube ich heute etwas unter Schock, daher nicht überbewerten bitte.

Was macht Ihr wenn es Euch so geht? Das Schwerste ist das ich keine positiven Perspektiven sehe. Immer nur noch mehr Katastrophe. Ich mag nicht mehr (keine Sorge, nicht suizidal, das würde ich meinem Kind nicht antun)

LG

Thalina

Antworten
F|re@ßsDack


Wenn du wegen einer lebensbedrohlichen Sache in ein Krankenhaus müßtest, müßte es auch gehen. Da könntest du auch nicht sagen, dass es wegen dem Kind nicht geht. Es geht immer, man muß nur wollen.

Ok, die Psychologin sagt, du würdest gesund reagieren aufgrund der Umstände, aber so insgesamt hört es sich doch nicht so gesund an, wenn du sagst, deine Probleme erschlagen dich und du siehtst nur noch schwarz und hast keine Kraft mehr.

Wenn ich das wäre, würde ich so wie es läuft einfach nicht mehr weitermachen, egal, welche Konsequenzen das hätte. Darauf würde ich dann nur antworten: "Ich habe doch gesagt, ich kann nicht mehr!" *:)

B6eniQtaxB.


Wenn eine Kur dafür sorgen könnte, dass die nächsten 3 Jahre gut zu überstehen wären, wäre das ein riesen Vorteil.

Finanzielle Hiobsbotschaften - die finanzielle Seite hat man eigentlich selbst in der Hand.

Man kann nur so viel ausgeben, wie man hat. Und Miete und Strom, ein bestimmter Betrag für den Lebensunterhalt müssen sein.

Wenn über die Strenge geschlagen wurde, helfen Beratungsstellen, vielleicht eine Privatinsolvenz.

Und was soll ich darunter verstehen, man könne keine Hilfe annehmen?

Dann geht es offensichtlich noch nicht so schlecht.... :=o

T6halisna


Leider habe ich wenig in der Hand. Es geht nicht um verschwenderische Lebensführung, Kredite oder Ähnliches. Es ist weit komplizierter. Aber ich möchte das inhaltlich nicht im Internet verbreiten.

Im Gegenteil, ich nehme ja die Hilfe an. Mich macht es nur langsam fertig ständig der zu sein dem geholfen werden muss. Es besteht schon ein Unterschied zwischen mangelnder Bereitschaft sich Hilfe zu holen und einem schlechten Gefühl wenn man immer wieder welche braucht (,und nein, damit meine ich keine Geldgaben. Ich hasse es einfach ständig die zu sein die Hilfe erbittet)

Mag sein, dass andere gerne und leicht ständig auf Hilfe angewiesen sind, ich bin nicht so.

Und ehrlich, deinen Spruch von wegen "dann kanns ja nicht so schlimm sein" ... das kannst Du garantiert super beurteilen. :-X

TbhalLina


Ich war sehr aufgewühlt als ich den Pfad eröffnet habe und weiß, dass es mehr Details bräuchte.Allerdings ging es mir nicht um eine finanzielle Beratung (,die habe ich durchaus) sondern darum einfach mal meine Erschöpfung runterzuschreiben.

Es ist auf keinen Fall so dass ich keine Hilfe annehme. Nur habe ich es satt, ständig daraus angewiesen zu sein.

Die Kur ist erst sinnvoll wenn ich sicher sein kann das mein besonderes Kind in der Zeit gut klar kommt und das ist nicht so vorauszusehen. Aber ja, ich möchte eigentlich gerne. Wenn es jemanden gäbe der mit seinen Besonderheiten auch klar kommt.

Ich verstehe dass es schwer verständlich ist wenn ich nicht offener schreibe. Aber ich danke für Eure Zeilen.

fhuss elI8x8


@ Thalina

Ich lese total gern deine Beiträge und finde sie immer sehr differenziert.

Es ist schwierig dir Tipps zu geben, wenn du nicht sagst, was für eine Krankheit du hast und was dein Sohn hat.

Ist es dir möglich dich beruflich neu zu orientieren? Dann hättest du neben deinem Sohn eine Aufgabe und finanziell würde es vielleicht auch besser aussehen.

Ansonsten: das ist für dich heute einfach ein besch* Tag. Ich kenne das, es gibt Tage, da geht man unter.

Mir hilft es Pläne zu schmieden. Die Tage zu planen. Mich bei einer guten Freundin einfach auszuko***. Wegzugehen, alles beiseite zu legen und mit den Hunden spazieren zu gehen oder mit Freunden ein Feierabendbier trinken. Und putzen :-D Beim Putzen hab ich das Gefühl alles zuhause zu ordnen und somit eine Basis zu haben von hier aus neu zu starten und den Rest zu ordnen. Oder einfach früh ins Bett, um die Tanks aufzuladen und den blöden Tag vorzeitig zu beenden..

Fühl dich gedrückt :)* :)* :)*

Bzenit8aB.


Und ich mag einfach keine Hilfe mehr annehmen. Und werde immer ekliger und gereizter.

Aha, als Leser hier soll ich mir dabei nix denken, so einfach ist das.

Und ehrlich, deinen Spruch von wegen "dann kanns ja nicht so schlimm sein" ... das kannst Du garantiert super beurteilen. :-X

Lies mal Deinen Kram dann durch und veranlasse gleichzeitig, so etwas nicht wahrzunehmen.

Klar, man kann hier auch vorschlagen, was man will, dann stimmt das wieder:

Und ich mag einfach keine Hilfe mehr annehmen. Und werde immer ekliger und gereizter.

Stimmt genau. :-X

TUhalxina


BenitaB

Ich weiß nicht was ich Dir getan habe, aber ich wollte Dir nicht z nahe treten. Denken darf jeder alles. Nur auch richtig lesen ;-) In meinem Ausgansposting schrieb ich dass ich keine Hilfe mehr annehmen *mag* - nicht, dass ich so blöd bin sie nicht mehr anzunehmen. Das kann man so lesen, wenn man es möchte. Klar. Gedanken. sind immer frei.

Vertragen wir uns wieder ;-)

T+hal#ina


@ fussel88

Danke für Deine Liebe Antwort :-) Ich schreibe Dir morgen eine pn, leider bin ich echt müde @:)

P7lüs.chb[iest


[[http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Antragstellung-und-Selbstbeteiligung-bei-Mutter-Kind-Rehamanahme-fuer-Bezieher-von-Arbeitslosengeld-II-1088.html]]

TJhalinxa


Danke Plüschbiest :-)

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