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Ich hab das Gefühl, ich bin nicht ich

M$J8x3 hat die Diskussion gestartet


Ich weiß gar nicht, ob das hier in diesen Bereich passt!?

Es ist auch gar nicht so leicht zu beschreiben.

Irgendwie bin ich grad nicht "ich". Ich stehe irgendwie neben mir und tue Dinge, die ich gar nicht gut finde, bzw. tue Dinge, bei denen ich mich nachher frage: "Das hab ich wirklich getan/gesagt?"

Versteht ihr, was ich meine?

Ich fühle mich auch innerlich irgendwie nervös, unruhig, getrieben, unausgeglichen.

Ich bin in meinem Handeln auch total gehemmt momentan und überlege immer, was ich wie sage, ausdrücke, wie ich mich (in Anwesenheit anderer) verhalten (soll).

Ich bin einfach nicht authentisch, sondern fühle mich so "künstlich".

Kennt jemand von euch dieses Gefühl?

Was hilft, wieder zu einem selbst zu finden?

Antworten
F>izz>lypuyzzly


Ist dir das schon öfter so ergangen oder jetzt erstmalig? Gab es einen Vorfall oder sonstige Veränderungen? Nimmst Du evtl. (neue) Medikamente? Man kann natürlich wieder zu seinem Selbst finden. Dazu sollte man aber die Ursache, den Auslöser erkennen mMn. Magst Du was dazu sagen?

MYJ83


Wir sind vor zwei Monaten umgezogen und ich habe noch nicht so viele Kontakte. Das macht mir schwer zu schaffen. Mir ist oft langweilig und ich sehne mich nach Austausch und Begegnung. Die "alten" Bekannten sind voll eingebunden und finden keine Zeit für Treffen (zumindest ist das die Aussage), neue Kontakte habe ich noch nicht wirklich und außerdem ist grad Urlaubszeit und viele sind weg. Zudem arbeite ich im Homeoffice, da hab ich eben auch keine Gesprächspartner. Könnte das ein Grund sein, vielleicht?

Ich bin glaub ich ein Typ, der sehr viel Bestätigung braucht und diese bekomme ich eben grade nicht so wirklich - glaube ich...

Medikamente nehme ich keine und so ein Gefühl hatte ich in der Tat noch nie...

F}izzlypzuzzly


Ich bin einfach nicht authentisch, sondern fühle mich so "künstlich".

Durch den Umzug stehst Du z Zt ziemlich alleine da. Dadurch wirst Du wahrscheinlich mit deinen Gefühlen, Gedanken und den Gewohnheiten ziemlich stark konfrontiert. Vllt "präsentiert" dir dein Körper, Geist, Seele, Psyche gerade dein eigenes Manko. Deshalb fühlst Du dich wohl so "künstlich". Ich würde mal vorsichtig behaupten, das das was jetzt statt findet eher dazu führen wird/würde, dich authentisch zu fühlen. Anders ausgedrückt, durch die ständigen Ablenkungen hast Du dich in deinem "Selbst" nicht mehr wahrgenommen. Das was dir vorher Sicherheit gab durch die Gewöhnung, macht dir jetzt evtl. Angst, lässt dich unsicher werden. Du hast ja auch geschrieben:

Ich fühle mich auch innerlich irgendwie nervös, unruhig, getrieben, unausgeglichen.

Ich bin in meinem Handeln auch total gehemmt momentan und überlege immer, was ich wie sage, ausdrücke, wie ich mich (in Anwesenheit anderer) verhalten (soll).

Könnte das so für dich passen?

MIJ8p3


Das liegt schonmal nicht so verkehrt |-o

MZJ8x3


Eigentlich wollte ich "klingt" schreiben, aber irgendwie hab ich einfach "liegt" getippt - passt aber auch nicht so schlecht.

F@izzly]puzxzxly


Was könnte denn im Moment mit Sicherheit zu dir passen? Gibt es etwas was dir, wie man so sagt, gerade siedendheiss bewusst wird? Wenn dir nicht nach Antwort zumute ist oder einiges (noch) sehr unklar, lass dir Zeit. Tiefgreifende Veränderungen die sich für jeden anders zeigen, wollen wahrgenommen und beachtet werden. Aus eigener Erfahrung und den daraus resultierenden Veränderungen kann ich dir nur sagen, dass es jetzt eine Chance für dich sein wird/könnte, deinem Leben neue Impulse zu geben.

M5J83


@ Fizzlypuzzly

ich freue mich, dass du dich mir zu zuwendet, aber irgendwie verstehe ich deine Zeilen nicht so gut. Was meinst du mit

Was könnte denn im Moment mit Sicherheit zu dir passen?

?

Und welche neuen Impulse könnten das sein? ich bin ein wenig ratlos |-o

MTJ83


Die Autokorrektur macht mich echt ärgerlich >:(

Es sollte heißen: "Ich freue mich, dass du dich mir so zuwendest..."

Manno

X/ierai(n


Klingt für mich nach einer Depersonalisation.

Ich habe so empfunden als ich damals mit meinen Antidepressiva angefangen habe, deswegen weiß ich das Wort noch.

Das ganze kann ein Symptom von verschiedenen psychischen Erkrankungen sein, oder einfach nur eine stressbedingte Reaktion deines Körpers damit du am Laufen bleibst.

Wenn du dir arge Sorgen darum machst, würde ich tatsächlich mal einen Psychotherapeuten aufsuchen, der kann dann genauer schauen, wo die Ursachen dafür sind.

Und dann kannst du mit ihm zusammen daran arbeiten...

Ich persönlich glaube, dass es davon kommt, dass du ziemlich abgeschottet bist, was vorher ja nicht so war. Natürlich ist es aber schwer Anschluss zu finden... Entweder du lernst also auch alleine zufrieden und stressfrei zu sein, oder vielleicht wirst du Mitglied in einem Verein oder Ähnliches um neuen Anschluss zu finden in der neuen Stadt.

Dass deine alten Freunde die Zeit nicht finden, ist natürlich schade, aber unter der Entfernung leiden Freundschaften oft sehr und enden ODER sie wandeln sich in etwas anderes, was auch schön ist. Sich nurnoch 2-3mal im Jahr zu sehen und sich dann aber wirklich aus tiefstem Herzen zu freuen den andren zu sehen, da kein Druck da ist, das ständig zu machen.

(Was anstrengend ist mit der Fahrerei und weil man ja auch viel privat zu tun hat)

F,izzly%pu`zzly


Was könnte denn im Moment mit Sicherheit zu dir passen?

Danke für deine Nachfrage. Ich versuche mal es deutlicher zu benennen. Bin da nicht immer gut |-o . In deinem ET hast Du einiges über deine Situation geschrieben.

Ich fühle mich auch innerlich irgendwie nervös, unruhig, getrieben, unausgeglichen.

Ist deine innere Situation für dich im Moment deutlicher und schwieriger zu ertragen, oder vermisst Du mehr den Kontakt und Austausch? Ist es eher die Unsicherheit (Angst) in Anwesenheit anderer? War das auch in deinem früheren Bekanntenkreis schon so? Was davon empfindest Du für dich im Moment stärker? Was macht dir am meisten zu schaffen?

M)J83


Was macht mir am meisten zu schaffen?

Ich glaube, ich langweile mich vielleicht einfach sehr.

Das macht mir am meisten zu schaffen.

Ich weiß aber nicht, ob das der Grund ist, warum ich "so neben mir stehe".

Gerade fühle ich mich ganz okay, deswegen kann ich es gar nicht so gut beschreiben. Es sind eben bestimmte Momente, dann wird mir irgendwie schwindelig und schlecht und ich bin irgendwie überdreht, wenn ich dann Leute treffe und will denen dann auch gefallen.

Puh, schwierig irgendwie. Ich kann es so schlecht beschreiben und auch so schlecht einordnen. Wahrscheinlich sind es gerade viele Baustellen in mir und um mich herum. Wenn ich dann mal ausgelassen bin und Leute treffe, will ich vielleicht auch zu viel auf einmal und raste deshalb so aus?!?

Keine Ahnung, ich glaub, es war einfach gut, das jetzt hier mal hinzuschreiben, ich bin selbst noch so unsicher und muss stärker beobachten, in welchen Situationen es mir nicht so gut geht |-o

FKizzlySpuXzxzly


Ich glaube, ich langweile mich vielleicht einfach sehr.

Was ist denn gravierend weg gefallen, dass Du dich langweilst?

es war einfach gut, das jetzt hier mal hinzuschreiben, ich bin selbst noch so unsicher und muss stärker beobachten, in welchen Situationen es mir nicht so gut geht

Ich habe nach wie vor den Eindruck, dass Du in einer für dich wichtigen Phase steckst. Das Erkennen und die daraus resultierenden Veränderungen und Handlungen brauchen Zeit. Jeder Mensch hat da seine eigene. Wenn Du deine Situationen für dich hinterfragst, bist Du mMn auf einem guten Weg. Ich möchte dir den Rat geben, deine Situation(en) anzunehmen, auch wenn es hart werden könnte. Damit meine ich, eigene Lebenslügen genau zu hinterfragen. Evtl. müssen Konsequenzen gezogen werden, was mit den kleinen Schritten im Alltag oftmals anfängt, indem Du das machst was dir gut tut. Vllt nutzt Du ja diesen Faden, um hin und wieder hier einiges anzufragen, dir neue Anregungen (Impulse) holst.

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