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Fühle mich zu zweit unwohl

M(aKtMa>dsen hat die Diskussion gestartet


Kurz zu mir selber: Ich bin selber sehr unsicher und ängstlich (diagnostiziert mit sozialer Phobie) und habe nicht viele Freunde.

Ehrlich gesagt habe ich nur 3 wirkliche Freunde, mit denen ich mit öfters treffe. Wenn wir zu dritt sind, fühle ich mich wirklich wohl, bin locker, kann lachen und es macht mir richtig Spaß. Wenn ich mich aber nur mit einen von ihnen treffe, fühle ich mich nicht so wohl. Ich fühle mich zwar relativ wohl, aber so lachen wie zu dritt kann ich nicht.

Jetzt wollte ich euch fragen, an was das liegen kann? Denn normalerweise sollte ich mich als unsichere Person unwohl in Gruppen fühlen, nur ist dies hier nicht so. Zu zweit habe ich immer so das Gefühl, dass ich unbedibgt mit der Person reden muss, während ich, wenn ich zu dritt in ner Gruppe bin, ich mich ja auch mal auf den anderen verlassen kann, dass der mit dem anderen redet. Ich hoffe, das hat man so verstanden :D

Also, wie kann ich das verändern, dass ich nicht immer das Gefühl haben muss, die Person zu unterhalten und wenn ich kurz abschalte gleich die Sorgen habe, die Person könnte mich langweilig finden etc.

Ich hoffe auf eure Hilfe :)

Antworten
T%heWEnt*ropxy


Morgen. :)

Ja, ich kenn das auch und das hat man verstanden.

An sich ist das ja ne ganz andere Dynamik, wenn man nur zu zweit unterwegs ist. Ich bin auch schüchtern und hatte früher auch immer dieses Gefühl von "Ich muss das Gespräch am Laufen halten, sonst denken alle, ich bin lahm".

Ich weiß nicht genau, wie ich das abgelegt hab, aber ich glaube es war hilfreich für mich zu wissen, dass jeder mal ruhig ist und nichts sagt. Man muss ja niemanden bespaßen um gemocht zu werden. Das wichtigste ist, dass man eben man selbst ist, das mögen Freunde ja an einem. Und wenn man mal schüchtern oder ruhig ist, dann ist das auch in Ordnung. :)

Hoffe, ich konnte Dir in irgendeiner Weise weiterhelfen.

Liebe Grüße!

a+.fi:s4h


Denn normalerweise sollte ich mich als unsichere Person unwohl in Gruppen fühlen, nur ist dies hier nicht so.

Nö, nicht zwingend. Du hast doch gleich eine treffende Erklärung dahinter geschrieben: zu zweit liegt der Fokus viel mehr auf Dir und dem, was Du tust oder lässt.

Ich find es hilfreich, 1. eine "Ausrede" zu haben, warum man sich trifft. Also eine gemeinsame Unternehmung, die nimmt die Aufmerksamkeit etwas ab und man hat im Idealfall etwas zu tun und kann sich etwas von diesem Anspruch, der super Alleinunterhalter sein zu müssen, lösen. 2. sich einfach immer wieder bewusst machen und auch selber sagen, was TheEntropy schon geschrieben hat. Zusätzlich sage ich mir auch immer noch, dass der oder die andere sich ja genauso mit mir trifft, also auch ein Interesse daran hat und dann gefälligst ;-) auch was dazu beitragen kann.

Das löst sich nicht von heute auf morgen, aber wenn man sich immer wieder bewusst daran erinnert und sich vornimmt, diesen Gedanken nicht so viel Raum zu lassen, lernt man das mEn über Zeit langsam auch wirklich immer öfter und mehr so zu fühlen.

MlatM9adsxen


Danke TheEntropy für die Antwort. Hmm, in der Theorie hört sich das gut an, was du schreibst, nur hab ich Zweifel, ob ich das wirklich mit diesem Gedanken unsetzen kann. Trotzdem auf jeden Fall danke. Wie alt warst du denn, als du dieses Problem so abgelegt hast?

PS: Kann man eigentlich auch direkt auf Kommentare antworten? ^^

IKsabexll


Einen Beitrag gelöscht.

E(lyvsxe


Hallo MatMadsen,

das ist eigentlich sehr typisch für eine Soziale Phobie. Die Angst besteht ja darin, im Mittelpunkt zu stehen und sich irgendwie komisch zu verhalten, sodass der andere das merkt. Je größer die Gruppe ist, umso unwahrscheinlicher ist es ja, dass der Fokus auf dir liegt, je weniger Personen da sind, um so mehr fühlst du dich gefordert.

Es nimmt unheimlich Druck raus, wenn man sich sagt, dass der andere ja genauso gut reden könnte. Und überlege mal selber: Magst du es, wenn jemand die ganze Zeit redet wie ein Wasserfall? Mich nervt das eher, wobei man da als Person mit Sozialer Phobie gewissermaßen profitiert, weil man dann selbst weniger sagen muss. Das ist aber auch der einzige Vorteil. Ansonsten fühlt man sich da eher überladen.

Es kommt natürlich auch immer sehr drauf an, mit wem man sich da unterhält und alleine ein Gespräch am laufen halten möchte. Bei mir macht es einen großen Unterschied, ob ich mich von der Person insgesamt gemocht und akzeptiert fühle oder ob ich das Gefühl habe, dass ich demjenigen erst meine kommunikative Art beweisen muss. Bei letzteren ist es sehr schwierig, weil man ja eh immer das Gefühl hat, dass man eben ungeschickt und nicht kommunikativ ist.

Einen wirklichen Tipp kann ich dir nicht geben, aber ich kann dir sagen, dass es sehr vielen Leuten genauso geht und die gleichen Gedanken in deren Köpfen auftauchen.

T\hTeEntOroxpy


Morgen!

Ich war so um die 20 rum. Ich hab da halt angefangen mehr zu reflektieren und mir mehr Gedanken um mich und mein Verhalten zu machen.

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