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Wieder Panikattacken - warum nur?

fHilxou1 hat die Diskussion gestartet


Liebs Forum!

Lange habe ich überlegt, ob ich dazu einen Beitrag schreiben soll. Aber zur Zeit gehts mir echt nicht so gut, also werde ich es einfach versuchen.

Kurz zu mir; ich bin Anfang 30, wohne mit meinem Freund zusammen, den ich sehr liebe und der mich unterstütt, wo er kann. Ich habe einen tollen Job, wechsle jetzt den Arbeitgeber, bin schon ein wenig aufgeregt, aber freue mich auch sehr! Die Probezeit geht bis Dezember, dann habe ich einen unbefristeten Vertrag und mein Schatz und ich wollten mit der Nachwuchs Produzieren beginnen ;-) x:)

Also eigentlich ist alles gut- bis auf die Panik, die mich nun seit Mai wieder heimsucht.

Ich habe schon viel Therapieerfahrung hinter mir (Mobbing in der Schule, daraufhin Anorexie -> zwei Klinikaufenthalte) Vor sechs Jahren dann nochmal stationär wegen leichter Depression und beinahe täglichen Panikattacken. Die hörten danach dank der Einnahme von Citalopram und der Therapie beinahe vollständig auf.

Und obwohl die Zeit bis heute nicht einfach war (Tod meines Bruders, daraufhin Trennung meiner Eltern, eine schmerzhafte Trennung meinerseits, holpriger Start ins Berufsleben und immer wieder Selbstzweifel), habe ich kaum mehr mit Panik zu kämpfen gehabt, vll 1-2x/ Jahr.

Und nun, wo ich das Gefühl habe, im Leben angekommen zu sein, es im Job läuft, ich den besten Freund der Welt habe - da gerät alles wieder aus den Fugen ???

Das letzte Jahr war gesundheitlich nicht einfach für uns beide, da mein Freund mehrer OPs hatte, lange nicht laufen konnte, dann kam undefinierbarer Schwindel hinzu. Dann bekam ich eine Krebsdiagnose, die sich gottseidank als falsch herausstellte. Aber das hat uns als Paar nur noch mehr zusamengeschweisst. Allerdings habe ich schon bemerkt, das sowas sehr an die Substanz geht und ich die Leichtigkeit des Seins doch sehr vermisse. Irgendwann fing ich (mal wieder) das Grübeln an; war auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, wer bin ich, wo möchte ich hin usw. Diese Gedanken begleiten an mich an Tagen, an denen es mir nicht so toll geht oft. Die erste Panikattacke hatte ich beim tauchen an Pfingsten: Übelkeit, Herzrasen, Schweisausbruch etc.

Seitdem plötzlich auch wieder einfach so, oftmals Nachts: Ich wache mit starker Übelkeit, Herzrasen, innere Unruhe, Brechreiz, schwitzigen Händen und Füßen auf und renne erstmal panisch Richtung Toilette. (Habe auch noch Emetophobie, also Angst vor Erbrechen, weswegen die Übelkeit wohl nur ein Symptom der Angst ist.) Durch bewusstes Atmen etc schaffe ich es mittlerweile ganz gut, die Panik wieder abzuflachen. Allerdings habe ich dann eine permanente Übelkeit, innere Unruhe, ein starkes Gefühl der Bedrohung und kämpfe meist den ganzen folgenden Tag, bis alles wieder gut ist. Nun trat die Panik auch schon einfach so, unvermittelt tagsüber auf (ich war gottseidank zuhause.)

Was will mir meine Psyche wohl damit sagen? Was läuft falsch? Ich habe mich das so oft gefragt, suche Fehler, habe überlegt, ob ich mich in irgendeinem Bereich meines Lebens wohl selbst belüge - ich finde nichts %:|

Anfangs dachte ich, ich warte einfach ab, was von selbst kommt wird auch von selbst wieder verschwinden. Aber dem scheint nicht so zu sein. Um ehrlich zu sein möchte ich ungern schon wieder eine Therapie machen - wüsste auch nicht so recht, was es zu bereden gibt? Ich dachte schon an die erneute Einnahme von Antidepressiva- allerdings ist unser Kinderwunsch ziemlich groß und ich möchte das Kleine nicht unbedingt durch Medikamente gefährden, aber auch das Absetzen der Verhütung nicht nach hinten schieben.

Vielleicht übersehe ich eine dritte oder vierte Möglichkeit. Eventuell hat hier jemand einen guten Ansatz, eine Idee für den Auslöser oder kennt gute Skills.

Ich bin für alles offen und dankbar @:)

Antworten
StweetVhott2ieb200x9


Klingt für mich ein bisschen wie eine unbewusste Angst vor dem Glücklichsein. Vielleicht glaubt dein Unterbewusstsein aus irendeinem Grund, dass du es nicht verdient hast, glücklich zu sein oder möglicherweise willst du es unbewusst nicht sein.

Ich würde mal bei einer Kinesiologin vorbeischauen, mit EMDR kann man da meist viel bewirken. :)

s^ch!neBcke19x85


Hm, ich würde jetzt spontan zu einem erneuten Medikations-Versuch raten. Warum? Weil du momentan (auch das kann sich ändern) nicht so wirklich weißt, was du in einer Therapie besprechen solltest.

Ich sehe z.B. da schon ein paar Trigger für einen Rückfall, die man evtl. nochmal therapeutisch beackern könnte - aber das ist nur mein Gefühl. Wichtig sind deine Gefühle bei der Sache.

Und ja, ich bin schon einige Jahre aus der Therapie raus und wollte Sachen auch immer therapeutisch lösen. Nur: Ich wusste gar nicht, wie man sich "normal" fühlt, da war wohl wirklich das Hirn / der Hirnstoffwechsel nie gesund. Ergo: Richtig gut geht es mir erst, seit ich endlich (das war ein langer Prozess) medikamentös eingestellt bin. Ich wende auch weiter psychohygienische Strategien an, die ich in der Therapie gelernt habe, aber ohne Medis flammen z.B. bei mir (lange Diagnoseliste) suzidale Zwangsgedanken auf, ganz unvermittelt und von mir ungewollt. Ohne Antidepressivum bin ich hoffnungslos, komme nicht aus dem Bett, gehe in die komplette soziale Isolation und schade mir massiv selbst (Bulimie, Binge-Eating, Vernachlässigung von allem usw. usw.).

Solltest du eine erneute Medikation erwägen, suche bitte einen Psychiater auf. Denn Hausärzte sind in diesem Bereich der absolut falsche Ansprechpartner!

Gute Besserung :)*

f(iloxu1


Hallo ihr beiden, vielen Dank für eure Ideen *:)

@ sweethottie

Hm, das klingt leider schon schlüssig und ich habe das früher immer wieder festgestellt, dass es mir leichter fällt traurig zu sein als glücklich...den Grund dafür habe ich allerdings noch nicht gesucht. Ich glaube, es ist eine Mischung aus "wollen" und "dürfen", ich kannte aber jahrelang auch nur das Negative, es ist zwar schwer begreiflich, aber irgendwie habe ich mich dann darin heimisch gefühlt.

Jedenfalls ist das ein interessanter Ansatz, ich werd mir das näher durch den Kopf gehen lassen.

@ schnecke

Mein erster Impuls war letzte Woche schon, mir einen Termin bei einem Psychiater geben zu lassen, oder erstmal vom Hausarzt das Citalopram (hab ich damals super vertragen) nochmal verschreiben lassen.

ABER: wir wollen unbedingt ein Kind, schieben das nun schon seit einem Jahr; wegen unbefristeter Arbeitsverträge, gesundheitlichen Misständen etc. Der Wunsch wird langsam übermächtig und wir kenen so viele Paare, bei denen es ewig gedauert hat, bis sie schwanger wurde. Und die neuesten Studien, die ich finden konnte, sprechen alle von erhöhtem Risisko für Schwangere: Fehlgeburten, Frühchen, Missbildungen etc. Die Listen sind ganz schön lang. ":/

Möchtest Du mir vll Deine Einschätzung bezüglich der triggerneden Punkte sagen??

Ich habe nun eine frühere Therapeutin kontaktiert. Sie ist Psychologin und Heilpraktikerin. Die Dame konnte mir damals ganz gut helfen, auch mit Globuli etc. Vll hat sie noch Kapazitäten frei, dann wäre das ja mal einen Versuch wert.

Ich halte euch auf dem Laufenden. Heute gehts bis jetzt ganz gut, gestern und vorgestern waren leider nicht so toll, ich bin merklich im Hab-Acht Stellung.

M+alik:aj20x00


Hallo liebe filou,

Ich hab die erfahrung gemacht das panikattacken und depressionen nie wirklich weg gehen.

Ich war auch in etlichen therapien klinik usw.

Was mir nur wirklich geholfen hat waren antidepressiva, mein mann und ich haben uns damals auch nachwuchs gewünscht und ich wurde schwanger ich musste mein antidepressiva während der ganzen schwangerschaft nehmen was ich auch getan habe.

Mein neurologe sagte mir damals es wäre beser denn mit jeder panikattacke wird dem kind geschadet und die AD die ich genommen hab waren auch dür schwangere geeignet.

Meine kleine ist jetzt 13 monate alt und ist kerngesund.

Aber ich hatte damals trotzdem große angst und sorgen um mein baby wegen der einnahme

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