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Umgang mit Cholerikern

l,i:ssy-pk


@ Unkräutlein,

es tut mir sehr leid für dich, du klingst so mutlos, so als würde aus einem Luftballon langsam die Luft entweichen.

Ich kenne solche Phasen der stillen Verzweiflung auch, aber im Großen u. Ganzen bin ich doch eher die Kämpfernatur u. mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch gelingt es mir letzten Endes immer, mich aus einer verzwickten Situation zu befreien.

Ehrlich, Unkräutlein, das hört sich alles bei dir völlig aussichtslos an. Ich kenne dieses Gefühl, zu wissen, dass der Kampf verloren ist, andererseits aber nicht den Mut aufzubringen, den endgültigen Schlussstrich zu ziehen. So war es in meiner ersten Ehe. Wir hatten auch gerade vorher ein Haus zusammen gebaut, hatten zwei schulpflichtige Kinder, nach außen wirkte unsere Ehe durchaus glücklich, aber ich war innerlich wie tot.

Ich wusste, dass es keine Besserung mehr geben würde nach 15 Jahren Hoffnung, dachte aber genau wie du jetzt, das kann ich doch nicht machen, ich hab keinen Job, die Kinder sind noch zu jung, wir haben ein Haus mit hoher Belastung, ich KANN diese Ehe nicht beenden.

Und jetzt kommt der Punkt, in dem ich deiner Tochter absolut recht geben muss: Ohne es zu beabsichtigen, lernte ich bei einem Motorradunfall einen Mann kennen (meinen jetzigen) u. verliebte mich Hals über Kopf in ihn.

Und plötzlich war es doch möglich, mich scheiden zu lassen! Alle Einwände, die ich bis dahin vor mir selber hatte, waren auf einmal unwichtig.

Es wurde ein steiniger Weg, denn mein damaliger Mann zog sämtliche Register, angefangen von der Drohung, unser Haus abzufackeln bis hin zu Selbstmorddrohungen. Nach 15 Jahren Ehe lernte ich ihn zum Zeitpunkt der Trennung erst so richtig kennen!

Ob ich danach die richtige Entscheidung getroffen habe, wieder zu heiraten, ist eine andere Sache. Auf jeden Fall bereue ich es bis heute nicht eine Sekunde, die Scheidung damals durchgezogen zu haben!

Ich schick dir mal ne ganze Portion Entschlossenheit rüber!

Lg

Lissy

L izaM6x6


Mensch Unkräutlein...

... lass das nicht weiter mit dir machen.

Du brauchst keinen Neuen, um dich von dem alten zu trennen.

Du brauchst nur den Willen.

Eine neue Beziehung wäre erst gut, wenn die alte abgehakt ist.

Und dann hast du ja Chancen.

Ich hab schon einige Trennungen durch, ich hab auch immer zu lange gewartet.

Einmal auch mit Haus, Finanzierung usw

Aber wenn du erst mal alleine wohnst, wird alles besser.

Nichts ist so wichtig, dass du diese Ehe dafür weiterführst!

Komm in die Socken!

Such dir ne Wohnung, ohne wenn und aber!

Fang ein neues Leben an und vergiss den Typen!

Und dann kannst du dir eine neue, bessere Beziehung aufbauen.

Mein Sorgen Schatz backt momentan übrigens klitzekleine Brötchen und ist sehr lieb....

Da besteht wohl echt noch Hoffnung.

Irgendwas hat er verstanden :-)

Also Unkräutlein:

Du bereust selten, was du getan hast... eher was du nicht getan hast. Du musst nur deinen Mut zusammennehmen.

;-D

l2is9sy-k


Oh Liza66, lass uns die Hand reichen! Der Meine ist momentan auch zur Vernunft gekommen.

Die Welt ist noch zu retten: Auf eine scheinbar nicht zu kittende Beziehung kommen zwei, die noch was wert sind *schnellaufHolzklopf*

Liebe Grüße

Lissy

Lkizwa6x6


Ich freu mich für dich Lizzy

und hoffe für dich, wie für mich, dass es keine Eintagsfliege ist.

LG :-D

U7nkzräutlxein


@Kleio

Ja, warum lohnt es sich für mich um diese Beziehung zu kämpfen? Gute Frage, jetzt habe ich ein Problem!

Angst, vor dem Alleinsein

Angst, was Neues anzufangen

Angst, daß ich was falsch mache

Wenn ich es mir so richtig überlege, ist auch eine gehörige Portion verletzter Stolz dabei. Mein Kopf will es nicht wahrhaben, daß dieser Mann mich nur für seine Zwecke benützt hat, in vernünftigen Momenten weiß ich das auch.

Ich denke, es ist wirklich ein Prozeß den ich durchlaufe. Ich bin ja in diese Ehe reingegangen, ohne den Selbstmord meines ersten Mannes so richtig verarbeitet zu haben. Deshalb war ich ja auch so blauäugig und habe alles aufgegeben, wollte Abstand gewinnen und einen Neuanfang! Nun habe ich hier schon den Abstand zu dieser alten Geschichte gewonnen, aber stecke in dieser Beziehung noch fest, weil ich es anders gewollt habe. Es wird aber täglich besser und ich denke mir, so weh, wie es mal getan hat, tut es nicht mehr.

Mein Job macht mir Spaß, ich bin erfolgreich und beliebt und das ist ja auch schon mal was. Hier erlebe ich auch allerhand. Fahre im Juni nach Monaco, ist ein Preis, den ich im vergangenen Jahr für meine Leistung gewonnen habe, meine Tochter darf mitfahren, da mit Partner! In diesem Jahr ist Dubay ausgeschrieben und ich bin auch wieder vorn und habe also eine gute Chance. Im März waren wir in Hamburg "König der Löwen", auch ein Wettbewerb, in dem ich erfolgreich war.

Ich denke, so ist das Leben. Man kann leider nicht alles haben. Hätte es gern mit meinem Mann geteilt, aber der will mich ja nicht, ist glaube ich, auch neidisch auf meinen Erfolg. Wollte es ja auch immer verhindern und hat es mir auch nicht zugetraut.

Dem bin ich ganz einfach zu selbständig und selbstbewußt und daher unbequem und dann kommt noch alles andere bereits geschriebene hinzu.

Wahrscheinlich brauche ich mal einen richtigen Tritt in den Hintern!

Liebe Grüße!

:-o

Upnkriäutlmeixn


Danke Euch allen!

Ich schick dir mal ne ganze Portion Entschlossenheit rüber!

Lg

Lissy

Habe Kleio geantwortet und ich glaube, diese Antwort sollte auch Dir gehören. Ich hoffe, Du liest Sie mal durch!

Danke Dir für Deine lieben Worte und trinke heute Abend noch ein Glas Entschlossenheit! Lerne jeden Tag dazu und die Schreiberei hier im Forum tut mir gut und gibt mir Kraft!

.-o

Also Unkräutlein:

Du bereust selten, was du getan hast... eher was du nicht getan hast. Du musst nur deinen Mut zusammennehmen.

Liza66

Auch Dir gilt mein Dank für Deine lieben Zeilen. Der Kleio Text und der Lissy-k Antwort-Text gehören auch Dir!

Liebe Grüße

IPsabel<lxl


@ lissy-k:

Hast du denn irgendwas getan, um deine Ehe noch zu retten?

Zum Glück waren/sind wir ja nicht verheiratet, er ist auch nicht der Vater der Kinder. Ich bin vor 4 ½ Jahren zu ihm gezogen (500 km von zu Hause weg).

Klar, ich habe alles getan was mir möglich war.

Es ging ja schon von Anfang an, seit er meiner sicher sein konnte ziemlich heftig los. Er verbot den Kindsvätern anzurufen und fragte mich nicht nach meiner Meinung dazu. Er legte einfach den Hörer auf als ein Arbeitskollege –auf den er sehr eifersüchtig war- mich wegen etwas beruflichen anrief; später riss er sogar den Stecker aus der Dose. Er drückte während ich mit einem Freund aus meiner Heimat am Telefon sprach einfach die Gabel runter…etc., etc…Selbst durfte er aber quasi alles. Entschuldigt hat er sich anfangs noch, aber auch nur dann, wenn er mal wieder was kaputtgeschmissen hatte…

Ich habe es mit viel Liebe versucht, versucht mich zu fügen, versucht ihn zu verstehen, mit ihm zu sprechen – aber er ist die Uneinsicht in Person. Er hatte in ALLEM Recht und selbst wenn er Unrecht hatte und dies sich im Nachhinein rausstellte wurde kein Wort mehr darüber verloren. Ein Mal war auf unserer Einzelkostenrechnung eine Nummer die er nicht kannte. Er behandelte mich wie ein Kind, dass etwas angestellt hatte. Meine Versicherungen, dass ich die Nummer nicht kannte, vor allem, dass ich eh niemanden mit dieser Vorwahl kannte, prallten alle an ihm ab…er behandelte mich als wäre ich ihm fremd gegangen…bis ich auf die Idee kam, diese Nummer doch einfach mal anzurufen: Es war der Anrufbeantworter seines besten Freundes dran!!!!!! Ich hatte auf Lautsprecher gestellt – er regestrierte es und ging aus dem Zimmer. Das war’s.

Ich suchte –und fand auch!- Erklärungen für sein Verhalten. Erkannte, was für Ängste dahinter stehen mussten…doch so lange er es nicht erkennt hat man keine Chance. Auch wenn es sich so anhört: Er ist ja kein schlechter Mensch, er hat durchaus sehr liebenswerte Seiten, er war immer für mich da wenn ich wegen meiner Panik nicht alleine irgendwo hinwollte (Arbeitsamt oder so), egal wie wir uns gestritten hatten…z.B. – doch diese Seiten wiegen das andere irgendwann mal nicht mehr auf….

Ich habe es geschafft mich auch emotional inzwischen von ihm trennen zu können. Endgültig, jetzt würde auch nichts von seiner Seite aus mehr nützen. Ich traue mich auch erst seit kurzem hier offen darüber zu schreiben, da ich endlich keine Angst mehr vor ihm habe. Da ich mich emotional so weit entfernt habe, kann er mir nichts mehr anhaben…(obwohl mich seine Ausbrüche schon manchmal treffen, auch wenn ich weiß, dass er genau deshalb nur die übelsten Dinge zu mir sagt, um mir weh zu tun, um seinen eigenen Schmerz an mir auszutragen).

Sollte er das hier jetzt lesen…*schulterzuck*…ist mir egal. Ich bin nächste Woche hier weg, nur das zählt.

@unkräutlein:

entweder ich habe zu allem ja und amen gesagt, oder es gab Zoff und wochenlanges Schweigen!

Eben.

Und von daher spielen die Abläufe solcher "Auseinandersetzungen" gar nicht so eine große Rolle. Die Rolle die wir dabei spielen ist wichtig: Wir werden als selbstverständlich gesehen, müssen funktionieren und uns fügen….

Man verliert glaube ich total den Blickwinkel für die Normalität des Verhaltens seines Partners,

Allerdings!!!

Ich habe neulich bei Bekannten geschlafen, wir haben ein wenig gefeiert. Ich schlief mit einem Bekannten in einem großen Bett (nicht was Ihr denkt! :-p), ging halt nicht anders, macht ja auch nichts. Da merkte ich irgendwann, dass ich mal auf’s Klo musste. Ich habe mich bis morgens nicht getraut!!! Ich musste immer daran denken, wie mein Ex darauf reagiert hat wenn er mal Schlafprobs hatte und ich noch mal aufstand. Ich WUSSTE genau, dass ich jedes Recht der Welt hatte mal Nachts auf’s Klo zu gehen, doch irgendwo hatte ich eine innere Sperre…..als ich das am Morgen erzählt habe bekam ich nur gesagt ich sei wohl bescheuert (allerdings nicht bös gemeint, sie kennen meine Geschichte), nennt man wohl Folgeschäden… ;-).

Der Psychoterror hier macht mich jedenfalls fertig, der redet kein Wort mit mir, der starrt mich nur an! Das ist vielleicht gemein!

Wieder: Allerdings!

Keiner der es nicht erlebt hat kann sich vorstellen, dass Schweigen neben der Anschreierei der schlimmste Psychoterror ist….

Angst, vor dem Alleinsein

Angst, was Neues anzufangen

Angst, daß ich was falsch mache

Genau diese Ängste habe ich auch – außer der letzten…was kannst Du denn noch falscher für Dich selbst machen als den Zustand in dem Du jetzt bist? Ich habe Angst, klar, ich bin hier so ziemlich allein, meine Familie ist weit weg…und dennoch habe ich seit der Trennung mehr Leute kennen gelernt als in den ganzen 4 Jahren zuvor! Sie wohnen zwar nicht in meiner unmittelbaren Nähe, sind aber dennoch erreichbar (sogar ein supernetter Mann ist dabei *g *). Das SA hier bei uns hat sich doch als sehr hilfreich erwiesen, nächste Woche bekomme ich sogar Besuch von einem Sozialarbeiter der mir ein wenig unter die Arme greifen möchte – was ich tun kann, welche Möglichkeiten ich habe etc.. Er kommt zu mir, weil sie meine Panikerkrankung anerkennen.

Ich habe Angst vor dem Neuen, Angst vor dem Alleine sein – ABER liebes Unkräutlein, das Neue KANN nur besser werden und das Alleine sein bringt wieder eine Ruhe in mein Leben wie ich sie seit 4 ½ Jahren nicht mehr gehabt habe….Versuche mal das Positive an Angst machenden Situationen auszuloten, es findet sich immer was!

Liebe Grüße

PS: übrigens- mein Ex ist Waage!!! Also VÖLLIG "neben" seinem Sternzeichen ;-D

UnnDkräLutlein


@Isabelll

Was geht es mir doch da noch so gut, ich habe keine kleinen Kinder mehr, habe einen Job und sogar noch ein bißchen Geld.

Isabelll! Ich komme mir jetzt ganz klein vor, Du hast mit wesentlich mehr Schwierigkeiten zu kämpfen als ich!

Fühle mich jetzt wie eine Egoistin! Ich drücke Dich ganz, ganz fest und bin in Gedanken bei Dir. Paß auf Dich auf, alles, alles Gute wünsche ich Dir für Deine neue Zukunft!

Liebe Grüße

;-)

IGsabTexlll


Ach was!!!

Man kann Schwierigkeiten die jemand hat nicht aufwiegen gegeneinander.

Schau mal, dafür hast Du es z.B. viel schwerer von Deinem Mann wegzukommen, vor allem wegen der finanziellen Seite. Dies hatte ich nicht.

Klar ist das echt SChei... mit der finanziellen Sache bei mir, ABER im Moment habe ich eher das Gefühl von Erleichterung, ja sogar Glück! Ich muß nicht verhungern, habe ein Dach über dem Kopf und meine FREIHEIT. Ich muß keine Angst mehr haben, wie ist er heute wohl drauf? Wie reagiert er auf dies und jenes? Ich kann tun was ich will. Meine Kinder sind auch groß genug, dass sie aktzeptieren und erkennen können, dass ihre Mama auch noch ein eigenes Leben hat. Wir drei kommen prima aus.

Weißt Du, ich denke ich gehöre inzwischen wieder zu der Hälfte der Menschen, die ein schönes Leben haben.

Und WIE dieses aussieht, darauf habe ich auch mit den geringen finanziellen Möglichkeiten noch Einfluss. :-)

Für mich stellt sich Deine Situation viel schwerer dar.

Warum fährst/fliegst Du nicht einfach mal für 2 Wochen alleine in den Urlaub, nimmst Abstand von allem zum Nachdenken aber vor allem zum Entspannen?

LG

lzissxy-k


Guten Morgen ihr alle,

mein Gott, seid ihr emsig, während ich schlafe :o)

Ich kann momentan wirklich nur Positives berichten (jeder gut gelaufene Tag ist ein Fortschritt). Heute abend fährt er zum ersten Mal seit vielen vielen Monaten mal wieder allein in die Stadt u. will sich einen netten Abend machen. ENDLICH klebt er nicht mehr Abend für Abend an mir wie eine Klette u. "bewacht" mich!

Und ich kann mich in aller Ruhe mal aufs Radl setzen u. zu meinen Eltern u. meiner Tochter fahren u. ein bisschen klönen, ohne auf die Uhr zu gucken.

Denkt bitte nicht, dass ich das hier schreibe, um euch neidisch zu machen!!!!! Ich schreib das nur, damit ihr in eurer momentanen Lage seht, dass es auch positive Dinge gibt!

Wobei mir natürlich klar ist, dass es sich evtl. nur um einen vorübergehenden Zustand handelt, weil mein Mann vielleicht jetzt nur eine Rolle spielt u. sich nicht endlos lange verstellen kann.

Seien wir gespannt!

Isabell: Glückwunsch, dass du es bis hierhin schon geschafft hast! Ich könnte mir auch vorstellen, dass du u. deine Kinder, wenn ihr wieder allein lebt, zur Ruhe kommt. Wie alt sind deine Kids?

Unkräutlein: Nochmal feste Daumendrück, dass dein Selbstbewusstsein ganz schnell wächst u. du den Mut hast, für dich was Gutes zu tun! Ich könnte mir vorstellen (ist jetzt wirklich nur ne Vermutung), dass du dir vielleicht am Selbstmord deines ersten Mannes eine Mitschuld gibst u. zusätzlich darunter leidest.

Auch mir tut es unheimlich gut, hier schreiben zu können u. mich mit euch auszutauschen!

Liebe Grüße

Lissy

Uvnkrqäu^tlxein


@Isabelll

Zitat:

Für mich stellt sich Deine Situation viel schwerer dar.

Warum fährst/fliegst Du nicht einfach mal für 2 Wochen alleine in den Urlaub, nimmst Abstand von allem zum Nachdenken aber vor allem zum Entspannen?

Zitat: Ende

Das geht nicht so einfach. Arbeite ja freiberuflich und im Moment habe ich eine Aktion laufen. Fahre ja im Juni 4 Tage fort, mit meiner Tochter, allerdings mit einer Gruppe, die wie ich, diesen Wettbewerb gewonnen hat. Es sind 12 Leute mit Partner und noch der oberste Boss meiner Firma. Ich stehe in dieser Gruppe auf Platz "9". Das Ziel ist Monaco. Eine Super-Reise, die ich mir allein auch nicht geleistet hätte!

Dann kommen im Anschluß viele Messen, wo ich auch präsent sein muß. Kann mir hier nicht viel erlauben, entweder ich bringe Leistung, oder ich bin sehr schnell weg vom Fenster!

Wenn alles gut läuft, ist es ein Super-Job, aber allerdings auch sehr zeitaufwendig, da meine Termine oft in den Abendstunden liegen.

Diese Stelle war aber trotzdem ein Glückgriff, auch, daß ich damit zurecht komme, denn am Anfang ist es mir nicht leicht gefallen, da alles neu war!

Im Moment kämpfe ich um den Wettbewerb 2005 "Dubay" ist das Ziel. Konzentriere mich im Moment voll und ganz auf meine Arbeit, der Erfolg baut mich auf! Aber wie gesagt, anders wäre es mir lieber, mal sehen, wie es weitergeht!

Ganz liebe Grüße!

??? ? ??? ? ??? ?

@lissy-k

Unkräutlein: Nochmal feste Daumendrück, dass dein Selbstbewusstsein ganz schnell wächst u. du den Mut hast, für dich was Gutes zu tun! Ich könnte mir vorstellen (ist jetzt wirklich nur ne Vermutung), dass du dir vielleicht am Selbstmord deines ersten Mannes eine Mitschuld gibst u. zusätzlich darunter leidest.

Zitat. Ende

Ja, mit Sicherheit hatte und habe ich Schuldgefühle, was den Tod meines ersten Mannes angeht. Da kann einem jeder 1000 mal sagen, daß dieses nicht zutrifft und jeder selbst verantwortlich ist für sein Tun, man überlegt doch, was man hätte besser machen können.

Zitat meiner damaligen Ärztin: Sie waren seine Frau und nicht seine Therapeutin und solche Taten kann man endgültig meistens nicht verhindern. Aber das ist alles nur bla -bla - bla, letzendlich muß man selber sehen, wie man damit fertig wird!

Hier geht es mir schon viel besser, kann wieder leben, was ich am Anfang nicht konnte. War damals wie auf der Flucht, kein Buch, kein Fernseher oder sonstige Dinge, konnten mich ablenken. Mein Kopf war da, aber sonst nichts. Das hat sich hier geändert. Kann allein wieder vor dem Fernseher sitzen, lese auch wieder wenn es meine Zeit erlaubt und auch Blumen und Deko machen wir wieder Spaß!

Meine Kleidung wird wieder heller und freundlicher, obwohl ich immer noch gern schwarz und blau anziehe, trage ich jetzt auch mal wieder hellere Farben.

Alles in allem, scheint auch diese Ehe für mich einen Sinn zu haben, oder zu mindestens wichtig gewesen zu sein, für meinen weiteren Weg. Bin zwar immer noch traurig, da ich nicht verstehen kann und will, warum mein jetziger Mann mich ablehnt, denke auch noch manchmal darüber nach, warum mein erster Mann diesen Weg gewählt hat. Habe ich meinem jetzigen Mann nicht immer wieder die Hand zur Versöhnung gereicht. Aber auch hier, wird sich irgendwann wieder ein Licht für mich auftun, ich wünsche es mir, egal wie!

Einen schönen Tag und liebe Grüße

:-o

ITsapbelll


Mal *hochschieb*

Mir ist es irgendwie noch ein Bedürfniss, von meinem letzten "Cholerikererlebnis" meines Ex zu berichten.... ;-) (mit das Heftigste!)

Zur Vorgeschichte:

Wir hatten so ziemlich von Anfang an mit unserem Vermieter ziemliche Probleme.

Wir zogen im Mai 2002 in das Haus ein. Der Vermieter/Eigentümer lebt in Griechenland und nach Unterschreiben des Mietvertrages flog er sofort wieder dorthin, obwohl er uns zugesagt hatte erst Mal das Haus auf Vordermann zu bringen. Doof wie wir waren hatten wir uns das natürlich nicht schriftlich geben lassen. Wir erfüllten die Abmachungen die wir im Mietvertrag lapidar als "Eigenleistungen" beschrieben hatten (u.a. Abschleifen des Parkettbodens von ca. 45 qm). Von ihm war nichts mehr zu hören.

Im Haus war nichts gestrichen, jede Menge Sperrmüll den wir beseitigen mußten. Im Laufe der ersten Monate stellten wir zu dem noch erhebliche Mängel fest, die Elektrik war ziemlich hinfällig (es flogen die Sicherungen in der Küche raus sobald ich Wasserkocher und Backofen gleichzeitig anhatte und dies bezog sich dann mit auf Wohn- und Essraum, dies als Beispiel). Keines der Fenster ließ sich gut öffnen oder schließen, das Fenster bei meiner Jüngsten flog sogar zweimal fast völlig aus der Fassung....

Wir meldeten diese Mängel (und noch viele andere) und wollten Beseitigung, minderten die Miete. Lange Rede kurzer Sinn: Es kam zu einer Kündigung seinerseits, später zu einer Räumungsklage. Wir waren vor Gericht (jetzt im April), der Vermieter log wie gedruckt.......Er kam damit jedoch nicht durch, es wurde ein Vergleich geschlossen, in dem wir das Haus besenrein zu verlassen hätten, spätestens bis zum Oktober dieses Jahres.

Nun zog ich am 15.05. aus, mein Ex am 01.06.

Soweit die Vorgeschichte.

Am 31.05. war Hausübergabe.

Der Vermieter kam mit einem Zeugen, seinem "dämlichen" Freund (sorry for this, aber der ist echt oberdoof, sagt immer das, was der Vermieter hören will!). Der Vermieter kam ins Haus und fing schon an über nicht mehr vorhandene Glühbirnen zu meckern und das nicht gestrichen wäre.....ich begann ihm ruhig zu sagen, dass "besenrein" bedeute eben nicht zu streichen, zumal wir ja auch in ein völlig ungestrichenes Haus gezogen sein. Er log natürlich wieder, es wäre alles tip-top gewesen - ich war echt teilweise sprachlos über so viel Unverfrorenheit! Wie der gelogen hat, selbst vor uns und wo wir doch auch "unter" uns waren!

Aber zum Thema:

Mein Ex klingte VÖLLIG aus!

Er schrie (gibt es noch eine Steigerung von "Schreien"???) den Vermieter an in einem Maße das ich nicht wiedergeben kann, aber oft genug selbst erlebt habe. Die Nachbarn liefen vor dem Haus zusammen, da die Haustür offen stand. Es war WAHNSINN!, das Ganze mal als nicht Betroffene(r) zu erleben. Ich war erschüttert darüber, was ich mir so lange hatte gefallen lassen!!! Denn erst wenn man es von einer anderen Warte aus miterlebt ist man sich des Ausmaßes bewußt glaube ich.

Mein Ex beschimpfte den Vermieter, "Halt die Schnauze Du Arschloch". Und, was eben auch unsere Beziehung zum Schluß ausmachte: Er verbot dem Vermieter zu diskutieren, meinte "Ich diskutiere mit Dir Arschloch nicht mehr darüber, vor Gericht ist schon alles beschlossen worden, damit fertig! Also halt die Schnauze"...aber mein Ex DURFTE natürlich weiter seine Meinung sagen, nur sobald der Vermieter anfing kam wieder "Halt die Schnauze" und wie gesagt, das Ganze in einem Ausmaß welches den Begriff "Schreien" nicht mehr gleichkommt.

Ich empfand nur noch Erleichterung...wisst Ihr warum??

Weil dies der endgültige Beweis dafür war/ist, dass das Problem ECHT nicht bei mir lag, sondern bei ihm, einzig und alleine. Die letzten Zweifel ich habe was falsch gemacht in mir waren beseitigt....

Mein Ex hat solch ein Bedürfniss nach Kontrolle, dass er alles, was sich ihm in den Weg stellt nur noch vernichten will - egal wer das ist. So sieht es aus. Da hatte ich nie eine Chance.....

Klar ist der Vermieter ein Idiot, ein Schwein sogar. ABER sich so gehen zu lassen, nicht akzeptieren zu können, dass es nun mal solche Menschen gibt!, dazu ist mein Ex nicht fähig, nicht fähig zu akzeptieren, dass andere Menschen sich ihm nicht immer fügen, einfach anders sind als er.....

Klasse war bestimmt der Anblick wie ich nach Hause in meine neue Wohnung fuhr:

Ein alter Audi 80, aus dem Schiebedach ca. 2 meter hoch ein flatternder Ficus, dies im Regen und drinnen eine Frau, lauthals tränenlachend.... ;-D

Liebe Grüße

p$eace^fuxll


hi isabelle... viel glück... (echt coole geschichte ;-) )

peace

lNiss9y-(k


Hach Isabell, das war ja sozusagen ein krönender Abschluss deiner Beziehung!

Ich wünsch dir ganz ganz viel Glück für die Zukunft u. dass du beim Nächsten, so es den denn mal gibt, ein besseres Händchen hast!

Ich hab mich länger nicht gemeldet, weil ich Urlaub u. mir selber mal eine zeitlang PC-Verbot verordnet hatte :o)

Seit jetzt 5 Wochen (seit meinem ernsten Gespräch mit meinem Mann) hat er sich sehr zu seinem Vorteil verändert. Wir waren ja jetzt im Urlaub 2 Wochen ununterbrochen zu Hause zusammen u. er ist total lieb u. voller Antrieb gewesen.

Einen Wermutstropfen allerdings hab ich entdeckt u. ich bin nicht so sicher, ob er das in den Griff kriegt.

In Stresssituationen fällt er spontan aus der Rolle. Stress heißt, wir fahren mit der Bahn in eine 40 km entfernte Stadt u. wissen nicht genau, auf welchen Bahnsteig wir müssen. Da fängt er sofort an, auszuflippen.

Oder Vögel, die an unserer Hausfassade brüten wollen u. alles versauen, lassen sich von ihm nicht verjagen = ausflippen.

Oder ich hab trotz seines früheren "Befehls" die Tür vom Gartenhäuschen offen gelassen (für meine Begriffe musste da mal gelüftet werden) u. dummerweise kommt ein Windzug u. die Tür schlägt komplett auf u. schlägt gegen das Haus = heftig vom Stuhl aufspringen u. maulend dahin rennen.

Ich hab ihm schon vorgeschlagen, in solchen Augenblicken irgendeine lustig aussehende Puppe oder sonstwas am ausgestreckten Arm gegen ihn zu richten (so wie in Filmen die Vampire mit einem Kreuz abgewehrt werden :o))

Alles in allem ist es sehr viel besser geworden, aber so ganz entspannt zurücklehnen kann ich mich (noch) nicht.

Liebe Grüße

Lissy

Izsa:bellxl


Hi Lissy,

ja, ich hoffe auch das nächste Mal ein glücklicheres Händchen zu haben...leider habe ich festgestellt, dass man das nicht unbedingt von Anfang an sieht ob jemand cholerisch ist, mein Ex war ja auch das erste Jahr der "Sanftling" schlechthin. Aber Anzeichen für den Choleriker in ihm erkenne ich jetzt im Nachhinein schon, deshalb halte ich einen zweiten Fehltritt meinerseits für unwahrscheinlich....hoffe ich....

Es ist doch klar, dass es nicht von heute auf morgen mit Deinem Mann besser wird, aber gut ist doch, dass er es einsieht etwas tun zu müssen, das ist doch schon die halbe, wenn nicht gar fast die ganze Miete. "Schlechte Angewohnheiten" (um es mal so auszudrücken) sitzen halt bei uns Menschen sehr, sehr fest.....

Ich drücke Dir feste die Daumen und lass' mal wieder was von Dir hören (lesen) :-).

Liebe Grüße

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