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Umgang mit Cholerikern

ISsabRellxl


Ich habe es aufgegeben...

...nach vier Jahren.

Lissy, Deine Geschichte deckt sich 100% mit der meinen. Diese Blumengeschichte ist so obertypisch!!!

Das Schlimmste bei uns war, dass er sich nach und nach immer weniger entschuldigt hat, immer seltener die Verantwortung für seine Handlung übernommen hat - bis letztendlich ich IMMER schuld war .... die berühmte Telefongeschichte: In einem seiner "Anfälle" schmiss er das Telefon auf den Boden, es ging zu Bruch, eine halbe Stunde später sagte er zu mir "siehst Du, was Du angerichtet hast?". Also kam zu seiner Cholerik auch noch die Verleugnung hinzu....ich hatte echt keine Chance mehr.

Auch wenn ich emotional die Trennung schon gut verarbeitet habe (viel besser als ich dachte!) so frage ich mich doch öfter noch eines: Warum ist es so schlimm geworden? Inwiefern habe ich mich falsch verhalten so dass er mich letztendlich nur noch als Abladestation/Fußabtreter benutzt hat?

Leider wohnen wir noch zusammen, da ich noch keine Wohnung gefunden habe und er irgendwie nicht "in die Puschen kommt", obwohl wir schon knapp ein halbes Jahr auseinander sind. Sein Benehmen ist teilweise noch skrupelloser als vorher, es artet sogar manchmal in harschen Befehlston aus.

Ich habe ihn gerade heute noch gebeten dies doch zumindest so lange zu lassen bis wir auch räumlich auseinander sind (deswegen kann ich das alles hier auch so offen schreiben, falls er es liest so hört er "nur seine eigene Schand'" :-), doch er meinte nur "Damit Du noch mehr hier kaputtmachen kannst..." - dazu fällt mir dann echt nix mehr ein....

Lizzy, ich denke mal, solange sich Dein Mann noch entschuldigen kann und einsieht, dass es so nicht geht, ist nicht Hopfen und Malz verloren. Vielleicht macht er auch gerade eine schwere Phase durch...

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück!

Liebe Grüße

lsisusy-xk


Irgendwie kommt es mir vor, als wenn er was gewittert hätte.

Ich warte ja seit Tagen auf eine passende Gelegenheit, mit ihm endlich ein Grundsatzgespräch zu führen, um ihm klar zu machen, dass unsere Ehe auf dem Spiel steht. Aber seit Tagen ist er friedlich.

Vielleicht hat es in der Vergangenheit auch solche friedlichen Tage gegeben u. es ist mir nur nicht so aufgefallen, weil ich ja jetzt förmlich drauf lauere, dass was passiert.

Nach all seinen Ausbrüchen kann ich mir fast nicht vorstellen, dass es jetzt so ruhig bleibt. Toll wäre es natürlich!

Liebe Grüße

Lissy

s&o"ra]ya


das freut mich lissy-k :-) ...

warscheinlich ist das ein blöder einfall weil du damit warscheinlich den momentanen 'frieden' aufs spiel setzt, aber wär jetzt vielleicht nicht gerade ein guter zeitpunkt um das gespräch zu suchen? wenn er entspannt ist... wenn er sowieso auf 180 ist ist es bestimmt viel schwieriger ein ruhiges sachliches gespräch zu führen... ???

l2issy--k


Hallo Soraya,

das ist grundsätzlich ne gute Idee von dir - nur fällt es MIR in friedlichen Zeiten schwer, über Probleme zu reden, weil ich nicht mit dem nötigen Druck vorgehen kann.

Bin ich selber verärgert, dann fällt es mir viel leichter, schwierige Dinge auf den Tisch zu knallen, weil es mir in solchen Momenten auch relativ egal ist, ob er dann Schluss macht oder nicht.

Bin ich in Rage, finde ich viel überzeugender die richtigen Worte.

Ziemlich doof, ich weiß. Aber wenn ich jetzt anfangen würde, praktisch so ohne Grund, würde ich vermutlich nur Wischiwaschizeug von mir geben u. ihn nicht so überzeugen können, wie ernst die Lage ist.

Lg

Lissy

s[ian


kenne auch so jemand (fisch ;-D).

Ich glaube das wichtigste ist, sich nicht auf eine Diskussion einzulassen, sondern klar zu sagen :so nicht, mein Freund, das höre ich mir nicht an und den Raum zu verlassen. Klar wird der andere dadurch noch mehr angestachelt, aber es geht ja auch darum dass du deine Nerven schonst... und dir nicht endlose und sinnlose Vorwürfe anhörst.

Dein Mann scheint ernste Probleme mit sich selbst zu haben und das an dir auszulassen. Das ist nicht richtig- er sollte sich in Therapie begeben.

Mit liebevollem Umgang hat sein Verhalten jedenfalls nichts mehr zu tun und du könntest dir klare Sätze überlegen wie du ihm das nächste Mal deutlich machen kannst, das eure Ehe auf dem Spiel steht weil du nicht gewillt ist, seine Ausbrüche weiter hin zu nehmen?

U`nkräuitlxein


Wie kann man einen Menschen zu einer Therapie bewegen...

Wie kann man es schaffen, einen Menschen zu einer Therapie zu bewegen? Wenn er so schon so stur ist, dann kämpft man doch gegen Windmühlenflügel.......

Kann eine Therapie einen Menschen überhaupt positiv verändern?

I2sadbeVlxll


Unkräutlein

Letzteres auf jeden Fall!!! Dazu muß er nur einsehen, dass er ein "Tyrann" ist, das ist dann schon die halbe Miete. Geht er dann in eine Therapie kann ihm geholfen werden zu ergründen warum das so ist und wie er es ändern kann...den meisten fehlt halt der Wille....

LG

Uon#kräutxlein


Therapie

Wie kann ich es schaffen, meinen Mann von einer Therapie zu überzeugen.

Habe schon mehrere Anläufe unternommen, er stellt mich dann immer als verrückt hin.

Auch meine Vorgängerin hat es nicht geschafft.

Er hat aber mal gesagt, daß es sicher ein Fehler war, in seiner alten Ehe keine Therapie gemacht zu haben.

Jetzt will er aber nichts mehr davon wissen. Ich denke mir, er hat Angst, mit Dingen konfrontiert zu werden, die ihm nicht passen und gefallen.

Iasab6elxll


Unkräutlein...

Genau dies:

Habe schon mehrere Anläufe unternommen, er stellt mich dann immer als verrückt hin.

ist mir kenne ich auch nur zu gut.

Entweder sieht jemand ein, dass er was tun muß, oder er schiebt es auf die anderen. Leider ist Letzteres bei Cholerikern (kenne einige) fast immer der Fall :-(.

Aber natürlich kann ich es nicht einfach so sagen, dass es Dein Mann nie tun wird, aber mit "überreden" erreichst Du da nicht viel....

Uonkr+äuztlxein


Man hat das Gefühl ohnmächtig zu sein...

Mit allen meinen gut gemeinten Versuchen, habe ich immer nur den Kürzeren gezogen, mir ging es dann schlecht und er hat sich gefreut, da er ja gesiegt hatte.....

Was sind das nur für Menschen?

Muß jetzt leider ins Bett, habe morgen einen harten Tag vor mir!

Gute Nacht und liebe Grüße

Ijsabeellxl


Ja,

das kenne ich! Ging mir auch immer so, ich konnte mich nachher nur noch wehren, indem ich tagelang nicht mit ihm gesprochen habe - das fand ich wahrscheinlich noch mehr "zum Kotzen" als er :-(.

Wünsche Dir eine Gute Nacht und auch sonst viel Glück!

LG

L6iza6x6


Wenn er nicht von selbst den Handlungsbedarf erkennt

...ist es schwer, wenn nicht sogar nahezu unmöglich ihn von der Notwendigkeit einer Therapie zu überzeugen.

Hab mich ne Weile damit befasst.

Der Hauptgrund ist tatsächlich Angst. Er müsste sich ja selbst eingestehen, dass er Probleme hat.

Die schiebt er aber anderen zu....

Mein Freund hält sich im Moment (gestern) ein wenig zurück.

Hab ihm am WE klar gemacht, dass da wo bisher Liebe war im Moment bei mir nur noch Wut und Frust und Genervtheit sind.

Das ist wohl irgendwie angekommen.

Trotzdem würde er nie eine Therapie machen.

Er ist Perfektionist und will sich keine Schwächen eingestehen. Ausserdem hätte er eine Menge aufzuarbeiten.... und davor hat er soviel Angst, dass es eben nicht wahr ist......

Ich weiss nicht, wie lange ich das noch aushalten kann... :-(

Im Moment suche ich verzweifelt nach meinen Gefühlen, die ich für ihn hatte.... Ich hatte geglaubt es sei die grosse Liebe...

Gestern macht er wieder liebe Sachen und schenkt mir auch was usw.... Aber ich wünsche mir doch nur, dass er mir seine Achtung schenkt :-(

njiceKday1


Re...

....meine Mutter war jahrelang mit einem Choleriker verheiratet, am Ende ist das ganze in Gewalt ausgeartet. Bin leider der Meinung ein solcher Mensch macht keine Therapie ( er sieht gar keinen Grund dazu) und ein solcher Mensch wird sich auch nie ändern !!

LG

l:issy&-k


Meiner ist jetzt schon seit mehreren Tagen friedlich (gestern auch). Und plötzlich erkenne ich, wie schön es mit ihm sein kann. Ich bin total entspannt, es geht bei uns leicht u.heiter zu. Aber das Allerwichtigste: Ich spüre, dass bei mir noch Liebe vorhanden ist.

Ich war mir da in letzter Zeit nicht mehr so sicher u. hab gezweifelt, ob es sich überhaupt lohnt, für diese Ehe noch was zu tun.

Trotzdem bleibe ich dabei: Fällt er wieder in sein altes Muster u. ändert sich auch nach einem tiefgreifenden Gespräch nicht, werde ich mich von ihm zurückziehen u. meine eigenen Wege gehen.

Es ist zwar wieder eine typische Situation eingetreten, aber er hat sich zurückgehalten. Und zwar hab ich vor 6 Wochen nach 9 Jahren die Pille abgesetzt u. es tut sich noch nichts. Jetzt fragte er mich schon zum zweiten Mal innerhalb von 4 Tagen, ob ich keine Angst hätte, schwanger zu sein (öhm, hab ich da was verschlafen....grübel...). Schon bei seiner ersten Frage sagte ich ihm, dass eine Schwangerschaft das letzte wäre, was ich wollte. Daraufhin fing er schon gleich wieder an zu lamentieren u. malte schlimme Szenen aus.

Gestern, als er wieder fragte, antwortete ich im Vorbeigehen ganz locker: "Schatz, es kann sein, dass ich langsam in die Wechseljahre komme u. da kriegt man über Jahre seine Periode unregelmäßig oder gar nicht. Geh also schon mal zur Apotheke u. besorg eine große Kiste mit Schwangerschaftstests, denn die werden wir dann brauchen, wenn du dir jedesmal solche Sorgen machst."

Das kam ihm dann wohl selber so lächerlich vor, dass er das Thema fallen ließ.

Liebe Grüße

Lissy

UVnkräut~lein


lissy-k......

möchte mich mal wieder in dieser Diskusssion zu Wort melden. Ich weiß zwar nicht, ob wir die gleichen Probleme habe, zumindest erkenne ich mich in vielem wieder.

Meine Ehe ist ja schon eigentlich seit langem keine mehr und trotzdem halte ich immer noch daran fest. Wir reden seit Monaten schon nicht mehr miteinander und wenn, dann gibt es ein bei heftige Worte, ich bin wieder die Böse und dann wieder das große Schweigen.

Ich weiß nicht, wie lange ich das alles noch aushalten kann, weíß auch nicht, wie ich es beenden soll. Er wird es nicht beenden, bestenfalls drohen, das weiß ich mittlerweile.

Also liegt die Aktivität etwas zu verändern ganz allein in meiner Hand. Ihn werde ich wohl nicht mehr verändern können, das hat meine Vorgängerin schon erfolglos 25 Jahre versucht und ist dabei vor die Hunde gegangen. Sie ist Alkoholikerin, ich bin zwar eine stärkere Persönlichkeit, aber gegen diesen Mann komme ich einfach nicht an.

Ich hatte immer gehofft, daß eine Therapie uns weiterhelfen würde. Aber er will ja nicht, ich bin ja die Kranke und zwingen kann ich ihn leider nicht.

Bin im Moment mal wieder sehr un´glück, ich möchte so gerne Frieden und Harmonie, aber es gelingt mir nicht, egal, wie ich es anpacke. Nun kommt ja noch hinzu, daß mein Mann auf Sex noch nie so viel Lust hatte und ihn seit fast 2 Jahren total eingestellt hat. Ich habe nun die Vermutung, er ist schwul und borderlinekrank, habe mich darüber ja schon in diesem Forum, in einem anderen Themenbereich ausgelassen!

Weiß einfach nicht mehr weiter. Morge gehe ich zu einem Privatdetektiv und lasse mich beraten. Mal sehen, wie teuer das ist. Brauche ganz einfach Klarheit, dann wird die Lösung für mich auch einfacher. Muß arbeiten, habe heute einen langen Tag.....

Ich umarme Dich und alle anderen!

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