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Nachts mit den Zähnen knirschen!

- diamgonxd19- hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich schreibe nicht für mich, sondern für einen Freund.

Er knirscht, wenn er im Stress ist, tagsüber ab an an mit den Zähnen. Das eigentliche Problem bei ihm ist aber das Knirschen nachts, da er es da nicht kontrollieren kann.

Er war gestern beim Zahnarzt, und der sagte zu ihm, das seine Zähne schon so weit abgeschliffen sind, dass er in Zukunft nachts eine Schiene tragen muss, wenn er nicht in ein paar Jahren ernsthafte Probleme bekommen will.

Das macht ihm jetzt natürlich sehr zu schaffen.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit meiner Frage im richtigen Forum bin, aber ich denke, Zähne knirschen ist ja auch hauptsächlich ein psychologisches Problem. Deshalb meine Frage:

Kann er irgendetwas tun, um sich das Zähneknirschen nachts abzugewöhnen? Gibt es hier Leute, die selbst knirschen, und seid ihr irgendwie dagegen angekommen?

Ich würde ihm wirklich gerne helfen. Er wird zwar um das Tragen der Schiene nicht herum kommen, aber vielleicht schafft er es, sich das Knirschen wieder abzugewöhnen??

Liebe Grüße,

diamond

Antworten
S)tin ktierx007


Zähneknirschen

Hallo,

also ich knirsche auch mit den Zähnen nachts und trauge auch eine Schiene.

Bei mir liegt es daran, das ich in der Nacht irgendwas am verarbeiten bin oder Streß über den Tag hab oder tierisch innerlich nervös bin.

Hatte mal gedacht es geht wieder ohne Knirschen und hab die Schiene weg gelassen, am nächsten Morgen tat mir der komplette Kiefer weh.

Ich hab leider noch nicht rausgefunden, das Knirschen sein zu lassen und trage beim Schlafen die Schiene.

Gruß

Stinktier007

Z!inja 5


Ich habe auch eine Zeitlang so eine Schiene getragen, bis ich sie durchgeknirscht hatte :-o

Ich könnte mir ansonsten vorstellen, daß Entspannungsübungen wie autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung vor dem Einschlafen helfen könnten. Denn das Tragen dieser Schiene ist nicht wirklich angenehm :-(

Grüße

Zina

A"udr ey-Ai]mee


re

Hallo ,

trage auch so eine Schiene.Die ersten Nächte waren nichts so toll .Aber nach 3 Nächten hatte ich mich daran gewöhnt.Jetzt geniesse ich es ohne NAckenschmerzen auf zu wachen .Und ohne schmerzenden Kiefer .

Klar verarbeitet der Körper b.z.w. die Psyche Nachts unbewusst Sachen .Ich weiss nicht ,ob da Entspannungsübungen helfen .Tagsüber schon .

Ich bin ich Psychotherapie ,von da her weiss ich ,woher es bei mir kommt.

Vielleicht muss er im Beruf ja oft"die Zähne zusammen beissen"?

Ist aber nicht so schlimm mit der Schiene.

Wie bei allen neuen Sachen muss man sich daran gewöhnen und dann ist es ganz normal sie nachst zu tragen .

LG

-&ph|oebxe


Unter Bruxismus versteht man ein außergewöhnlich langes, übermäßig starkes und nicht den natürlichen Kaubewegungen entsprechendes Aufeinanderbringen der Zähne. Es ist eine sogenannte Überschussbelastung, die nicht dem Zerkleinern von Speisen dient, sondern mit leerem Mund stattfindet. Die Zahnhartsubstanz selbst und der Zahnhalteapparat werden auf Grund der langanhaltenden Dauerbelastungen, die in dieser Form beim Kauen nicht erzielt werden, verletzt. Neben Bruxismus am Tage in geistigen Anspannungsphasen tritt er vor allem nachts auf. In der flacheren Schlafphase, dem so genannten REM (= "rapid eye movement")-Schlaf, knirscht oder presst der Betroffene die Zähne mit einer schädigenden Dauerbelastung von 50 bis 70 Sekunden pro Stunde aufeinander.

Häufigkeit

Studien haben gezeigt, dass Bruxismus in der Bevölkerung stark verbreitet ist. Bei jedem zweiten 12 Jährigen sind Veränderungen im Mundraum zu erkennen, die auf derartig erhöhte Muskelbewegungen hindeuten. Fast alle Erwachsenen zeigen Schlifffacetten an den Zähnen, die durch irgendwann durchgeführte Parafunktionen entstanden sind. 80% aller parodontal erkrankter Patienten neigen zu Bruxismus. Ihrem Zähneknirschen bewusst sind sich jedoch nur 10 bis 20 % der Betroffenen, wogegen das Zähnepressen etwas intensiver wahrgenommen wird.

Ursachen

Unter den Zahnärzten herrschte lange Zeit der Glaube, dass das Zähneknirschen durch störende Zahnkontakte beim Kauen ausgelöst werden würde. Nach deren Entfernung hätte der Bruxismus jedoch verschwinden müssen. Dies war leider nicht der Fall. Langsam entwickelte sich die korrekte Theorie, dass die Ursache im zentralen Nervensystem, im Zusammenwirken mit emotionalem Stress, als psychische Abreaktion zu finden sei. Folglich ist es auch möglich, das nächtliche Zähneknirschen als eine Form von Schlafstörung einzuordnen. Kurzzeitige familiäre, berufliche, o.ä. Stressbelastungen können unter anderem durch Bruxismus zum Ausdruck kommen. Aber auch schwerwiegendere psychische Erkrankungen bringen z.T. als Nebenbefund Parafunktionen mit sich. Stetig weitergeführte Untersuchungen deuten auf nicht nur zentralnervöse, sondern auch auf periphere Auslöser wie Parodontopathien hin.

Symptome - Diagnose

Der Betroffene selbst bemerkt das Zähneknirschen selten, da die übermäßigen Belastungen der Zähne meist unbewusst während des Schlafens ausgeführt werden. Erst wenn sich morgens regelmäßige Verspannungen in der Gesichtsmuskulatur zeigen, das Kiefergelenk, das Gesicht, der gesamte Kopf schmerzt, Zähne empfindlicher oder gelockert sind, bzw. im schlimmsten Fall ein Blick in den Spiegel bereits abgewetzte Zahnkronen offenbart, registrieren die Patienten eine Fehlbelastung der Mundregion. Oft nimmt die Kaumuskulatur einen vergrößerten Umfang ein. Zu diesem Zeitpunkt ist das Krankheitsbild in seinem Ausmaß bereits fortgeschritten. Weitaus vorteilhafter ist es, wenn das Zähneknirschen des schlafenden Patienten vom Partner oder anderen Personen wahrgenommen wird. Wird der Patient frühzeitig auf diese orale Problematik aufmerksam gemacht, können häufig schwere Schäden abgewendet werden. Leichte Überanstrengungen der Muskulatur, Kiefergelenksfehlbewegungen ohne Veränderung der natürlichen Struktur und Zähne mit leichten Schlifffacetten sind Symptome, die der Bruxismus im Anfangsstadion mit sich bringt.

Therapie

Eine vom Zahnarzt speziell angefertigte Aufbissschiene

Noch ist leider keine Therapie bekannt, einen unter Bruxismus leidenden Patienten von seinen Fehlfunktionen zu befreien. Andererseits besteht die Möglichkeit, die sich aus dem Knirschen ergebenden Beschwerden zu lindern und Folgeschäden zu vermeiden. Durch den Zahnarzt speziell gefertigte Schienen, mit welchen die Zahnreihen geschützt werden, und ggf. Einschleifen störender Zahnkontakte helfen aber das Ausmaß der Fehlbelastung zu verringern. Der Betroffene sollte nicht nur nachts, sondern auch, wenn möglich, tagsüber die durchsichtige Aufbissschiene tragen. Gymnastische Übungen helfen, die Kaumuskulatur zu entspannen. Wichtig ist aber ebenso, den Patienten auf seine Problematik hinzuweisen, so dass er sich seiner Parafunktionen bewusst wird. Eine Art Kalender, in den der Patient die von ihm registrierten oralen Überaktivitäten notiert, ist oft hilfreich. Auch wenn dies am nächtlichen Zähneknirschen nichts ändert, so lassen sich aber die unbewussten Gewohnheiten während des Tages positiv beeinflussen. Der Betroffene wird sensibler und übernimmt vermehrt bewusste Steuerungen. Stehen eindeutig extreme psychogene Faktoren als Ursache fest, so sollte der Zahnarzt den Patienten vorsichtig motivieren, den Weg zum Psychologen nicht zu scheuen. Der Patient profitiert oft von einer abgestimmten Zusammenarbeit beider medizinischer Fachrichtungen.

Prophylaxe

Wie bereits erwähnt, führt fast ein jeder im Laufe des Lebens Parafunktionen aus. Dass ein gewisses Ausmaß nicht überschritten wird, ist auf Grund des Auftretens im Unterbewusstsein jedoch nicht zu vermeiden. Daher kann dem Zähneknirschen anfänglich nicht vorgebeugt werden.

Prognose

Zeigen sich zu Parafunktionen neigende Patienten stets sensibel und bewusst entgegenwirkend in bezug auf ihre oralen Überaktivitäten, sind schwere Schäden im Mundraum zu vermeiden. Natürlich ist es nicht einfach, diese Aufmerksamkeit ein Leben lang zu praktizieren. Aber die Erfahrungen zeigen: wenn nicht komplexe psychogene Krankheitsbilder den Bruxismus auslösen, ist dies erfolgreich möglich.

-xdiamxondx19-


Hallo,

erstmal danke für eure Beiträge! Vielleicht werd ich einfach nochmal mit ihm darüber reden, ob er sich vorstellen könnte, von was das Knirschen nachts kommt...ich geh ja auch davon aus, es sind Stresssituationen, die er nachts verarbeitet...da er es ja auch tagsüber ab und an macht, wenn er gestresst ist....

@ Audrey:

Mhm, ob es vom Beruf her ist, weiß ich nicht. Er ist jetzt gerade in Ausbildung, war also bis vor 2 Jahren noch Schüler...und er meinte, er hat das schon länger. Aber vielleicht ist auch der Stress bei der Ausbildung ein Faktor, das könnt schon sein.

Mal noch eine Frage: Ich weiß, dass er schon seit einiger Zeit kifft...früher mehr, jetzt nicht mehr so viel. Er wollte es mir damals erst gar nicht sagen, aber jetzt weiß ich es seit einer Weile, wenn die Sprache auf das Thema kommt, weiß ich allerdings nie so genau, wie ich damit umgehen soll...kann solch ein Zähneknirschen auch damit zusammenhängen?

Ist nur eine Vermutung, aber auch ums Kiffen mach ich mir so meine Gedanken, und dann eben natürlich auch, ob das Zähneknirschen oder wie das er z.B. verhältnismäßig viel Schlaf braucht etc. damit zusammenhängen könnten...

Lg, diamond

S?attiRnex_


Hallo!

Ich trage auch so eine Schiene. Ich wusste zwar schon seit meiner Teenie-Zeit davon, dass ich mit den Zähnen knirsche (hat mir meine Mutter gesagt), hab aber nie was dagegen unternommen. Habe lediglich, wenn es mir tagsüber aufgefallen ist, versucht, meine Kiefermuskulatur zu entspannen. Bin dann immer richtig erschrocken, wenn ich mich mal im Spiegel gesehen habe. So richtig verbissen und verkniffen sieht mein Gesicht aus, wenn ich mich beim arbeiten verspanne. Schrecklich. Jetzt vor einigen Wochen habe ich dann gemerkt, dass ich furchtbare Zahnschmerzen habe, und meine Zähne super empfindlich geworden sind. Dachte, meine Zähne seien rettungslos kariös, hatte aber wegen Klausurstress keine Zeit zum Zahnarzt zu gehen. Der sagte mir, dass meine Zähne bis auf einige Risse im Zahnschmelz gesund sind, und die Schmerzen von nächtlichen Zähneknirschen kommen. Seitdem trage ich eine Schiene, und ich fühle mich schon etwas besser. Die akuten Zahnschmerzen sind weg. Ich wache nur immer noch mit verspanntem Kiefer und Nacken auf. Ich hoffe, dass ich das mit der Zeit auch noch weg bekomme.

Mein eigentliches Problem ist mein Freund (31). Der knirscht nämlich auch nachts.... Und das nicht zu knapp. Das ist immer so laut, dass ich aufwache, und überhaupt nicht mehr schlafen kann. Ich motze zwar dann immer rum, dass er damit aufhören soll, aber das hilft auch nicht... ;-) Naja... seit ich so eine Schiene trage, versuche ich ihn dazu zu bewegen, endlich auch mal zum Zahnarzt zu gehen, und sich eine Schiene machen zu lassen. Mein Zahnarzt ist gleich um die Ecke, vielleicht 100 Meter weit weg. Aber er will WENN, dann nur zu seinem Arzt gehen. Aber wenn er alle paar Wochen mal heimfährt, um seine Post zu holen und nach dem Rechten zu sehen, da hat er das natürlich längst vergessen. Und ich muss mir jede Nacht das Knirsch-Konzert anhören... *grummel* Und dann ist er beleidigt, wenn ich ihn in die Seite puffe, damit mal Ruhe is..

So gehts nicht weiter....

AHudr&eyF-Aimxee


re

HAllo ,

er kann ja auch in der Schule Stress haben .Den er unbewusst Nachts verarbeitet .

Mhh ,also mit dem Kiffen ,dazu kann ich nichts sagen .Ich bin zwar schon 37 abr da ich nicht rauche ,hab ich das noch nie probiert .

Mein Knirschen hängt damit nicht zusammen .

LG

m)ari\na.%eifrixg


Huhu,

schau doch mal [[http://zaehneknirschen.com/zahneknirschen-symptome-und-ursachen/ hier]] darüber bin ich gestolpert und es hat mir auch geholfen

beste Grüße

l!e sa\ng rexal


Der Faden ist 7 Jahre alt.

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