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Angststörung verhindert Ausbildung

BFenetxton


Hallo zusammen und erst mal Danke für Eure Antworten! @:)

Ich versuche das jetzt mal der Reihe nach abzuarbeiten.

Zitrone86

Hast du den Eindruck er fühlt sich "wohl" damit? Dass er eigentlich ein fauler Sack ist und es als Vorwand benutzt nicht arbeiten zu müssen?

Nein, ich denke wirklich nicht, dass er das als Vorwand nutzt. Allerdings glaube ich, dass er nicht genügend kämpft. Er macht immer einen sehr entspannten Eindruck, sobald er wieder zuhause ist. Keine Spur von Niedergeschlagenheit, dass es heute wieder nicht geklappt hat, trotz " guter Vorsätze".

Oder leidet er wirklich darunter und hat durch seine Störung auch im privaten/sozialen Umfeld Probleme?

Das ist wirklich schwer zu sagen. Jetzt wird uns vieles deutlicher. Zum Beispiel die urplötzliche Beendigung der Schule, nachdem eigentlich alles ganz gut lief. Dann ist er ein Stubenhocker. Er mag eigentlich kaum rausgehen, tut er nur auf Initiative anderer.

Baenehtton


Plüschbiest

Ich habe den Eindruck, es geht dir nicht um die Gesundheit des Jungen,

sondern mehr darum dass er endlich den Arsch hoch kriegt.

Würde mich nicht wundern, wenn deine Tochter sich ständig anhören darf,

was sie mit so einem faulem Nichtsnutz will.

Das ist doch Quatsch. :|N

Baenlettoxn


Xirain

Hast du mit ihm mal darüber geredet ob er vielleicht eine tagesklinik besuchen wollen würde?

Herrje, es ist schwer an ihn ranzukommen. Auch über unsere Tochter funktioniert das nicht gut, sie blockt ab und verhält sich loyal zu ihrem Freund. Als wir in der zweiten Ausbildungswoche und nach dem zweiten Attest wegen Magen-Darm vorsichtig anfragten, ob man nicht die Möglichkeit einer psychischen Erkrankung... weiter kamen wir nicht. :-( Die sind beleidigt abgerauscht und waren die nächsten Tage bei der Mama von dem Jungen.

Und sobald die "zickt", kommen die zwei wieder hier her.

Bpenet`txon


Dumal

Hallo erstmal, alter Freund! :)*

Ihr solltet für euch eure Verantwortung klären und entsprechend den Rahmen. Da solltet ihr wirklich in euch gehen und das miteinander besprechen.

Jou, wir besprechen täglich, was wir tun können und drücken den Daumen, dass der Bub das irgendwie gebacken kriegt.

B4enetxton


Freßsack

Ach noch was:

Dann kotzt er halt und geht nach dem Kotzen auf die Arbeit, und wenn er dann zu spät kommt. Er könnte ja auch früher aufstehen und das Kotzen zeitlich mit einplanen.

Finde ich ja auch. :)z Das meinte ich mit "mehr kämpfen".

Aber er mag nicht - oder er kann nicht. Er schafft es manchmal gar nicht aus der Haustüre, manchmal bis zu Bus und manchmal sogar bis zur Arbeit. Aber dann kriegt er seine Attacken und kehrt wieder um.

Damit ist er dann zufrieden und beschäftigt sich den Rest des Tages mit der Game-Box.

X"icraWin


Hast du mit ihm mal darüber geredet ob er vielleicht eine tagesklinik besuchen wollen würde?

Herrje, es ist schwer an ihn ranzukommen. Auch über unsere Tochter funktioniert das nicht gut, sie blockt ab und verhält sich loyal zu ihrem Freund. Als wir in der zweiten Ausbildungswoche und nach dem zweiten Attest wegen Magen-Darm vorsichtig anfragten, ob man nicht die Möglichkeit einer psychischen Erkrankung... weiter kamen wir nicht. :-( Die sind beleidigt abgerauscht und waren die nächsten Tage bei der Mama von dem Jungen.

Und sobald die "zickt", kommen die zwei wieder hier her.

Vielleicht solltet ihr euch dann mal mit seiner Mama und den Kindern zusammensetzen.

Man sollte ihnen auch klar machen, dass es nichts schlimmes ist, wenn man Ängste oder Depressionen hat. Es ist menschlich.

Ich könnte da das Buch "Da gehen doch nur Bekloppte hin" empfehlen.

Es hat mir sehr geholfen zu akzeptieren, dass ich momentan einfach ein bisschen kaputt im Kopf bin und die Therapie brauche um wieder glücklich zu werden, dass Therapeuten einem nichts böses wollen und dass man es selbst in der Hand hat. Man sich selbst ändern kann, aber andere nicht.

Man kann sicherlich, wenn er das möchte, daran arbeiten, wie er in solchen Situationen reagiert.

Mit Panikattacken bis zum Übergeben, kenn ich mich leider zu wenig aus um konstruktive Ideen zu bieten.

Ich hab aber meine Erfahrungen mit Depressionen gemacht und zu viel Druck könnte eher schaden als helfen.

X^iraxin


Damit ist er dann zufrieden und beschäftigt sich den Rest des Tages mit der Game-Box.

Das ist denkbar das blödeste was man machen kann...sich noch weiter verkriechen.

Deswegen denke ich, es würde ihm gut tun eine Tagesklinik zu besuchen.

Die Ärzte dort würden relativ schnell erkennen, ob er Angst hat oder faul ist.

Wenn er dort hingehen würde, hätte er auch keinen Druck von "Arbeit" her, würde aber den ganzen Tag außerhalb von zuhause verbringen.

Er könnte lernen mit sich umzugehen und Erfahrungen austauschen, anstatt virtuelle Zombies zu killen oder so.

ich zocke auch gern, aber nach der Arbeit muss es reichen ;-)

B$eneztton


strawberrycheck

Wurde zu Therapiebeginn eine Diagnose gestellt? Kannst du diese benennen?

Nein. Aber heute Abend kommen die beiden wieder zu uns und dann frage ich ihn mal (vorsichtig).

Was sagt denn eure Tochter als engste vertraute dazu und wie geht es ihr mit der Situation? Was wünscht sie sich an Unterstützung von Euch?

Wie geschrieben. Sie steht voll hinter ihm.

Aber wir haben den Eindruck, dass sie mittlerweile etwas genervt ist. Ihr Leben, ihre Planungen richten sich nun nur nach ihm aus. Aber sie hat selbst diese Woche ihr FSJ in einer Grundschule begonnen und kann sich nicht nur auf ihn konzentrieren.

Fällt es dem Jungen denn sonst eher leicht oder eher schwer soziale Kontakte zu pflegen? Gehen er und eure Tochter viel aus, hat er einen eigenen Freundeskreis oder ist er Stubenhocker? Wie ist es mit anderen Termingebundenen Verpflichtungen. Klappen die oder muss da auch oft wegen Übelkeit und Panik etwas verschoben werden?

Siehe oben. Absolute Stubenhocker. (So im Nachhinein betrachtet denken wir, dass der Junge sie Sicherheit braucht und deswegen keine Lust auf Unternehmungen hat.)

Null Freundeskreis mittlerweile. (deswegen) Auch die Tochter hat keinen mehr. :-(

BMenetktoxn


Ach Xirain, Hi. *:)

Ich schreibe noch grade die Antworten fertig.

Bsenextton


strawberrycheck

Ist die Stelle inzwischen gekündigt oder hat er noch Chancen das hinzubiegen?

Nein, noch nicht gekündigt. Das Unternehmen scheint sehr sozial, aber ich denke, irgendwann wird denen auch der Geduldsfaden reißen. :-/

Und strawberrycheck, danke für Deine total hilfreichen Tipps! @:)

Das mit dem Trennen den der beiden würde schwer werden. Die hängen seit 3 Jahren 24/7 zusammen. Und wenn ich das so schreibe, dann ist das wirklich so.

Erst seit kurzem (Ausbildung Junge und FSJ Tochter) sind die zwei mal ein paar Stunden NICHT zusammen. Ansonsten durchgängig. Einen Alleine gibt's nicht - nur im Zweierpack. %-|

B#enetKton


_Parvati_

Helfen könnt ihr, indem ihr euch nicht so sehr einmischt. Er kann nur sich selbst helfen. Er muss selbst erkennen, das er ein Problem hat, muss sich selbst Hilfe suchen und sollte selbst erkennen, dass er an sich arbeiten muss.

Ich weiß nicht... ohne uns hätte er vielleicht immer noch Magen-Darm und ein Attest nach dem anderen. Er hat es ja mittlerweile eingesehen, aber das kam nicht von ihm selbst.

Ich glaube, es gibt Menschen, die kann man nicht einfach sich selbst überlassen, sondern die brauchen möglichst emphatische Unterstützung. Auch und gerade von Personen, die Lebenserfahrener sind und denen so etwas, woran der Junge jetzt leidet nicht völlig unbekannt ist.

_jPar>vatVi_


Nein. Aber heute Abend kommen die beiden wieder zu uns und dann frage ich ihn mal (vorsichtig).

Du kannst es versuchen, aber ich würde es an deiner Stelle sein lassen. Die Erkrankungen des Freundes deiner Tochter gehen dich nichts an. Ihm wird das wahrscheinlich schon peinlich genug sein und wenn du ihn dann noch nach Diagnosen fragst, macht er womöglich noch mehr dicht. Wenn er oder deine Tochter von sich aus reden wollen oder von dir Hilfe benötigen, dann werden sie schon auf dich zukommen. Du könntest z.B. sowas sagen: "Wenn ihr reden wollt oder Hilfe benötigt, dann habe ich immer ein offenes Ohr für euch und werde euch so gut es geht unterstützen." Mehr würde ich zu dem Thema nicht mehr sagen.

g)atxo


Vielleicht solltet ihr euch dann mal mit seiner Mama und den Kindern zusammensetzen

Nicht nur vielleicht, sondern auf jeden Fall. Ihr solltet da zusammen arbeiten, sonst werden sie immer dahin laufen, wo es ihnen besser passt. Bei dem Jungen kannst du dann die Regeln der Mutter durchsetzen, wenn ihr euch einig seid.

Mit deiner Tochter kannst du klare Absprachen treffen, damit sie ihre Zukunft nicht aus den Augen verliert.

_sParvzatxi_


Ich weiß nicht... ohne uns hätte er vielleicht immer noch Magen-Darm und ein Attest nach dem anderen. Er hat es ja mittlerweile eingesehen, aber das kam nicht von ihm selbst.

Dann hätte er sich eben noch ein Attest nach dem anderen geholt. Spätestens die Ärzte hätten ihn irgendwann darauf hingewiesen einen Psychotherapeuten aufzusuchen.

Ich glaube, es gibt Menschen, die kann man nicht einfach sich selbst überlassen, sondern die brauchen möglichst emphatische Unterstützung.

Mag sein, aber die Unterstützung müssen sie auch selbst wollen und selbst suchen. Es kann auch sein, dass er von euch keine Unterstützung will, sich hingegen aber Ärzten und Therapeuten öffnet.

Ehrlich, ich hatte als Jugendliche das erste Mal psychische Probleme. Meiner Mutter fiel das natürlich auf und hat mich regelrecht dazu genötigt einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Dabei war ich dafür einfach noch nicht bereit (die Therapie ist letztendlich deswegen gescheitert), geschweige denn, dass ich überhaupt mit meiner Mutter über meine Probleme reden wollte. Sie hat mich, wenn auch eher unbewusst so unter Druck gesetzt, dass ich dann erst recht dicht gemacht habe.

Daher kann der Schuss nämlich auch arg nach hinten losgehen, wenn man ständig in den Problemen anderer rumstochert.

B%enettxon


_Parvati_

Dann hätte er sich eben noch ein Attest nach dem anderen geholt. Spätestens die Ärzte hätten ihn irgendwann darauf hingewiesen einen Psychotherapeuten aufzusuchen.

Entschuldige, aber Du schreibst unbedachte Sätze. Es gibt durchaus Ärzte, denen ist jede genauere Untersuchung des Patienten zu viel Mühe und so fragen sie einfach, wie lange man krank geschrieben werden möchte.

Solche Ärzte sprechen sich unter Jugendlichen, die für Schule etc. schnell mal ein Attest brauchen rum.

Du kannst es versuchen, aber ich würde es an deiner Stelle sein lassen. Die Erkrankungen des Freundes deiner Tochter gehen dich nichts an.

Inwiefern geht mich das Wohlergehen des Freundes meiner Tochter, eines Menschen in meinem näheren Umfeld nichts an? Ich bin da anderer Ansicht und auch deswegen wende ich mich an dieses Forum.

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