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Verd. auf "Psychosomatische Funktionsstörung & Herzangst" Hilfe!

Sqtern{enli:chtx90 hat die Diskussion gestartet


Liebes Forum.

Entschuldigt diesen etwas längeren Text, aber er reduziert alles auf's Wesentliche und ich hoffe, dass ich hier vielleicht Hilfe finden kann - ich klammere mich an jeden Strohhalm zurzeit.

Und zwar ist es so, dass seit Anfang Juni mein Leben im Prinzip aus den Fugen geraten ist und ich will so gerne wieder zurück in mein altes Leben, wo einfach noch alles soweit in Ordnung war (vielleicht auch nicht alles zu 100%, aber ich hatte wenigstens keine Symptome und mir ging es bei weitem nicht so schlecht wie heute).

Alles fing damit an, dass ich Anfang Juni unerklärlicherweise in eine Art Herzangst bzw. Hypochondrie reingerutscht bin. Ich muss dazu sagen, dass ich schon immer eher der ängstliche und leicht zu verunsichernde Typ war und hatte vorher schon jahrelang mit Ängsten zu tun (darunter immer mal wieder Prüfungsängste, Verlustängste, Versagensängste, Zukunftsängste, etc), aber die habe ich immer wieder mehr oder weniger verdrängt gebracht und meist kamen die auch immer nur phasenweise zu bestimmten Zeiten (z.B. in Prüfungsphasen oder dergleichen).

Seit aber seit Anfang Juni diesen Jahres diese unerklärliche Herzangst dazu kam, geht alles rapide bergab. Diese Herzangst kam mit einem Begleitsymptom und zwar verspürte (bzw tue es immer noch hin und wieder) ich immer ein schmerzloses komisches Ziehen in der Brustgegend und kurz darauf spürte ich für 2, 3 Schläge schlang spürbar mein Herz schlagen in der Brust. Danach ließ das wieder ab und ich spürte nichts mehr (normalerweise nehme ich ja auch mein Herz nicht wahr).

Dieses komische Gefühl kam manchmal mehrmals am Tag und jedes Mal machte es mir, sicherlich auch aufgrund der Herzangst, eine Wahnsinns-Angst. Das ging soweit, dass ich Visionen hatte, dass mein Herz unheilbar krank wäre und ich bald ein Spenderherz bräuchte etc. Ich hatte manchmal echt Todesangst.

Ich hielt es nicht länger aus, ging deshalb zum Kardiologen, weil ich mir erhoffte, wenn ich das "OK" bekomme, dass alles in Ordnung wäre, dann wäre dieser ganze Alptraum endlich vorbei und auch die Symptome würden nachlassen. Das OK habe ich bekommen, es sei alles in Ordnung, Belastungs-EKG ohne Befund, Blutwerte OK, bis auf eine minimal leicht erhöhten Schilddrüsenwert (war mir neu, denn das Jahr zuvor waren alle Blutwerte OK), Herzultraschall hat er gleich mehrere gemacht an verschiedenen Tagen, aber jedes Mal war in der Praxis mein Puls und Blutdruck derart erhöht (aus Angst, er sagt mir jetzt dann gleich eine sehr schlimme Diagnose), dass er meinte, er könne durch den hohen Puls eben nicht ganz so gut das Ultraschallbild beurteilen. Scheinbar kann er bei hohem Puls die Herzklappen nicht so gut beurteilen.

Genau das reichte natürlich schon aus, um mich noch mehr in die Angst zu treiben, denn es war eben dieses Jahr im Vergleich zu letztem Jahr, wo ich einen ganz routinemäßigen Sport-Check-Up machen ließ, anders, er konnte mir nicht genauso gut wie letztes Jahr ein definitives "OK" geben - durch den hohen Puls und meine Nervosität konnte er das Herzultraschall nicht ganz so gut machen wie sonst.

Dennoch sagte er auch beim Herzultraschall dass "soweit das jetzt möglich war zu beurteilen" auch alles OK wäre.

Ich erzählte ihm natürlich von diesen komischen Empfindungen, aber da die so schwer zu beschreiben sind, konnte er natürlich auch nicht ganz so viel damit anfangen.

Es wurde daher noch ein Langzeit-EKG gemacht, wo ich jedes Mal, wenn ich etwas mir komisches verspürte, sofort Uhrzeit auf einem Blatt notierte, damit man es später auf dem EKG genau nachschauen könnte, um dann endlich herauszufinden, ob diese Wahrnehmungen vom Herz kommen oder nicht.

Leider wertet mein Kardiologe die Langzeit-EKGs nicht selber aus, sondern gibt sie zur Auswertung an eine andere Herzpraxis. Es kam daher nur das Endergebnis zurück, man ging aber nicht genau auf meine notierten Uhrzeiten ein. Ich sitze also immer noch da und weiß nicht, ob diese Wahrnehmungen wirklich vom Herz kommen (selbst wenn es nur harmlose Extraschläge sind) oder nicht.

Ergebnis waren einige wenige harmlose Extraschläge, sonst wäre alles in Ordnung. Klar beruhigt mich das, aber ich bin diesen Empfindungen immer noch nicht auf die Spur gekommen.

In einem anderen Langzeit-EKG, das ich bei einem Internisten machen ließ, sah es zunächst so aus, als wären meine Sorgen endlich gelöst, denn der Internist hat mich freundlicherweise bei der Auswertung direkt dabei sein lassen. Ich sollte ihm die Uhrzeiten nennen, wann ich was gespürt hatte und er hat direkt am PC mit mir zusammen geschaut und zu keiner Uhrzeit konnte etwas gesehen werden. Ich war sehr erleichtert, aber auch verwirrt, denn ich nehme doch tatsächlich immer etwas wahr.

Einige Zeit später fiel mir jedoch auf, dass diese Auswertung mehr oder weniger für die Katz war, denn die eingestellte Uhrzeit im Langzeit-EKG stimmte nicht mit der tatsächlichen Uhrzeit überein, somit hat er bei meine genannten Uhrzeiten im EKG bei völlig falschen Uhrzeiten geschaut.

Also wieder Beunruhigung und Sorge.

Ich ging schließlich vor ein paar Tagen zu meiner Hausärztin, die auch einen Schwerpunkt auf Naturheilkunde hat, wollte mit ihr die kardiologischen Befunde besprechen und nannte ihr meine ganze Lage. Sie meinte nach Besprechung der kardiologischen Berichte ebenfalls, dass vom Herzen her nix sein könne und schrieb mir nun LASEA Lavendeltabletten und Iberogast auf (sie meinte, dieses komische Gefühl könne vielleicht auch vom Magen oder der Speiseröhre kommen - auch wenn ich diese Vermutung für sehr schwammig halte, denn mit dem Magen habe ich keine Probleme).

In der Diagnose meiner Hausärztin steht nun: Verdacht auf "Psychosomatische Funktionsstörung & Herzangstsyndrom".

Eine weitere Baustelle eröffnet sich nun und noch mehr Sorgen stürzen auf mich: ich bin Gymnasiallehramtsstudent. Werde bald mein Referendariat beginnen zu dessen Beginn ich zum Amtsarzt muss für eine Vor-Verbeamtung. Per Unterschrift muss ich sämtliche Ärzte von ihrer Schweigepflicht befreien und sie dürfen dem Amtsarzt Auskunft geben. Taucht da nun irgendwo etwas auf, was nur in die Nähe von psychischen Erkrankungen geht, war's das mit der Verbeamtung, denn der Staat will sicherstellen, dass die eingestellten Beamte auch bis zum Ende von 67 Jahren durchhalten und nicht vorher schon ausfallen und dann auf Staatskosten arbeitsunfähig sind.

Ich weiß nicht, ob diese Wahrnehmungen psychosomatisch sind - laut Kardiologe ist nichts am Herzen, aber wie ich oben geschrieben habe, ich bin diesen Empfindungen bislang im EKG noch nie richtig auf die Spur gekommen. Entweder stimmte beim einen EKG die Uhrzeit nicht, oder beim anderen bekam ich nur eine Gesamtauswertung hingeklatscht, ohne spezifische Eingehung auf meine genannten Uhrzeiten.

Noch dazu öffnet sich nun eine neue Herz-bezogene Angst: vor vielen Jahren wurde bei meinem allerersten Kardiologenbesuch mal eine "leichte" Mitralklappen-Insuffizienz diagnostiziert, also dass sich eine Herzklappe wohl ganz leicht nicht mehr ganz schließt. Laut diesem Kardiologe sei das völlig unbedeutend, es hätten sehr viele und ich bräuchte mir keine Sorgen machen.

Bei dem jetzigen Kardiologen, der vor kurzem die ganzen Untersuchungen machte, war letztes Jahr diese Insuffzizienz scheinbar nicht mehr vorhanden, ich habe extra danach gefragt, ob er was gesehen hätte und er meinte "Nein". Natürlich war ich erleichtert, aber auch verwirrt - wie kann es sein, dass ein Kardiologe das feststellt, der andere aber wieder nicht? Geht das einfach so weg mit der Zeit?

Und die Tatsache, dass er aufgrund meines hohen Puls nun die Herzklappen nicht optimal beurteilen konnte, treibt mich nun auch wieder um. Was, wenn da doch was ist? Aber ich weiß genau, wenn ich jetzt wieder hingehe, dann ist der Puls und Blutdruck vor Aufregung wieder so hoch!

Zu allem Unglück laß ich vor kurzem im Internet auch noch, dass man bei Herzklappeninsuffizienz keinen hohen Blutdruck haben soll, da das nicht gut wäre. Seit Anfang Juni bin ich aber psychisch in so einer Ausnahmesituation, dass mein Blutdruck im Vergleich zu letztem Jahr um 20 erhöht ist (meistens ist er im 130er Bereich, manchmal auch leicht über 140 und in der Praxis auch schonmal bei 150).

Und psychologische Hilfe kann ich mir nicht holen, denn das müsste ich beim Amtsarzt angeben.

Ich weiß gerade echt nicht mehr weiter - ich bin die ganze Zeit am Fallen in ein unendliches Loch. Ich will, dass diese komischen Wahrnehmungen wieder weg gehen, dass mein Druckgefühl in der Brust weggeht, mein erhöhter Puls - dass ich einfach da weitermachen kann, wo ich Anfang Juni aufgehört habe!! :°(

Was meint ihr dazu?

Antworten
kilein0er_d@rachensterxn


Du hast ganz klassische Hypochondrie.

Du kannst auch noch 100 neue EGKs in jeglicher Form machen, du wirst immer einen Grund finden, warum dich die Auswertung nicht bruhigen kann, weil das und jenes doch nicht so genau begutachtet wurde.

Daher brauchst du dringend eine Therapie, von alleine wird das nicht besser werden!

Wegen deiner Verbeamtung: ich kenne praktisch keinen Lehrer mehr, der verbeamtet wurde, ich denke auf Dauer ist das auch ein Auslaufmodell und man kann auch hervorragend ohne Verbeamtung als Lehrer arbeiten.

Ich frage mich aber auch, ob du dir sicher bist, dass das der richtige Beruf für dich ist?

Als Lehrer muss man psychisch belastbar sein, es ist ein mental sehr anstrengender Job!

Und ich sehe immer mehr Lehrer, die nach 10 Jahren am Ende sind, weil sie das alles nicht bedacht haben...

SJteUrnenlkicht9x0


Hallo, vielen Dank für deine Antwort.

Genau deshalb würde ich ja alles gerne endlich anpacken, damit ich diesem Beruf gewachsen bin.

Aus dem Bundesland wo ich herkomme, wird man bereits vor Antritt des Refs "Verbeamtet", das nennt sich dann "Beamter auf Widerruf". Nach bestandenem Ref ist man für 2 Jahre Beamter auf Probe, danach wird man Beamter auf Lebenszeit.

Klar gibt es viele Lehrer, die im Angestelltenverhältnis sind und nicht verbeamtet sind - wenn man aber die Möglichkeit hat dazu, würde ich sie persönlich ergreifen wollen. Ich bin ein Mensch, der viel Sicherheit braucht und schlecht mit Risiko und Ungewissenheiten umgehen kann und gerade die Sicherheit würde mit der Verbeamtung (neben besserem Gehalt, privater KV, im Vergleich zu angestellten Lehrern) mitkommen.

Ich muss beim Amtsarzt jedenfalls alle jemals gestellten Diagnosen offenlegen, darum bin ich momentan sehr vorsichtig, zu welchen Ärzten ich überhaupt noch gehen soll. Mir macht die momentane Diagnose bezüglich der "Psychosomatischen Funktionsstörung" bereits Sorgen genug. Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob ein normaler Hausarzt so eine Diagnose stellen kann. Müsste so eine Diagnose nach ausführlicher Untersuchung nicht eher von einem Psychiater/Psychologe kommen mit Betonung auf "nach ausführlichen Gesprächen/Untersuchungen"?

Es liegt daher gerade mein Fokus auf "Selbsthilfe", bzw. ich versuche alles menschenmögliche, diesen ganzen Schlamassel selbst wieder in den Griff zu bekommen.

Die Arbeit mit Jugendlichen/Kindern macht mir Spaß - ich habe damals als FSJ in einem Jugendzentrum gearbeitet für ein Jahr und das waren oftmals "schlimmere" Kinder aus Brennpunkten und mit sozial-schwächeren Hintergründen als man die in heutigen normalen Nicht-Brennpunktschulen finden würde.

Welche Möglichkeiten außer Therapie seht ihr noch? Mit der Diagnose "Hypochondrie" hadere ich auch noch etwas. Denn ich habe nicht grundsätzlich Angst vor jeglichen Erkrankungen. Es war seit kurzem einfach nur die Herzangst.

Bejahen würde ich aber eine generelle Tendenz zur Angst im allgemeinen (Prüfungsangst, Zukunftsangst, Angst vor Ungewissem/Veränderungen, etc). Daher würde ich eher in Richtung "Angststörung" tippen. Aber was bringen letztendlich solche Namen - ich möchte da einfach nur wieder raus und so weiter machen wie vorher, wo alles mehr oder weniger im Lot war.

k3lein7eUr_dqrachenxstern


Ich kann dein Dilemma schon verstehen...

Ich hatte nach dem sehr überraschenden Tod meines Lebenspartners mit 35 vor vielen Jahren plötzlich Panikattaken, so ganz klassisch mit Schwindel, Herzrasen, Schweißausbrüchen, Augenflimmern, Durchfall, Atemnot ...

Ich habs einfach "durchgestanden", bin also nicht aus der Situation, sondern hab mir einfach gedacht "mehr als sterben kannst du ja nicht" und das ausgehalten.

Hat genützt, ist ja auch eine Therapieform, nur eben normalerweise mit Unterstützung, aber ich glaub nicht, dass das auf andere Leute übertragbar ist. :)_

Ich hatte schon viel Schlamassel in meinem Leben und mich immer selber wieder rausgezogen, aber das liegt wohl eher an meiner hohen Resilienz und damit ist eben leider nicht jeder gesegnet.

Vielleicht solltest du dich mal zum dem Thema belesen, zumindest so in der Übergangsphase bis zu deiner Beamtung und da schon was rausziehen..

Drück dir die Daumen!

mDinimxia


Welche Möglichkeiten außer Therapie seht ihr noch?

Ehrlich gesagt, keine. Du hast in den letzten Jahren immer wieder erleben müssen, dass dich die Angst in unterschiedlichen Situationen am Wickel hat/hatte. Und dass es dir gelungen ist, sie zumindest immer wieder wegzudrücken. Aber diese Angstanteile sind in dir, und diese Angst wird sich wieder und wieder neue Wege suchen, um auf sich aufmerksam zu machen.

Mit der Diagnose "Hypochondrie" hadere ich auch noch etwas. Denn ich habe nicht grundsätzlich Angst vor jeglichen Erkrankungen. Es war seit kurzem einfach nur die Herzangst.

Hypochondrie ist aber auch nicht nur in dem Zusammenhang "vor jeglicher Erkrankung" zu verstehen. Da gibt es durchaus Unterscheidungen. Und selbst wenn es gegenwärtig "einfach nur" die Herzangst ist: Du vertraust den Untersuchungsergebnissen und den Ärzten nicht. Du hast EKGs hinter dir, ohne Befund, du hast mehrere Ultraschall-Untersuchungen hinter dir, ohne Befund. Du hast keine Begleiterscheinungen, die einen Arzt stutzig machen könnten, lediglich dieses kurzfristige stärkere Klopfen, was ich übrigens auch kenne, und das ich maximal für eine natürliche kurze Fehlfunktion des Körpers einordne.

Daher würde ich eher in Richtung "Angststörung" tippen. Aber was bringen letztendlich solche Namen -

Sie könnten dir helfen, dich mit diesem Thema und den möglichen Hintergründen für so eine Störung zu befassen und somit vielleicht für mehr Klarheit und Akzeptanz sorgen.

ich möchte da einfach nur wieder raus und so weiter machen wie vorher, wo alles mehr oder weniger im Lot war.

Ja, kenne ich auch ;-D , funktioniert nur leider nicht. Denn das würde bedeuten, dass du weiter am Symptom "herumdoktorst", aber nicht der Ursache für deine Ängste auf den Grund gehst.

Mir macht die momentane Diagnose bezüglich der "Psychosomatischen Funktionsstörung" bereits Sorgen genug.

Dann sprich' noch mal mit deinem Arzt, inwieweit seiner Erfahrung nach diese nun aktenkundige Diagnose Auswirkungen auf deine Verbeamtung haben könnte. Ich kann es mir weniger vorstellen, da es kaum Menschen gibt, die nicht schon mal psychosomatisch auf Stress reagiert haben. Man kann es auch so sehen: Du gehst verantwortlich mit deiner Gesundheit um, kümmerst dich, wenn was in Schieflage ist.

Falls es deine finanzielle Lage hergibt, könntest du versuchen, privat einige Therapiesitzungen zu bezahlen. Dann weiß niemand davon, aber du hättest erst mal einen Fachmann an deiner Seite, auch wenn es z. B. nur 1 Sitzung pro Monat wäre.

MZajra2x7


Ich war mal in ähnlicher Situation und bei mir stand auch die Verbeamtung an, in einem Beruf der nur als Beamter ausgeübt werden kann. Ohne Verbeamtung wäre meine ganze Zukunft im Eimer gewesen.

Ich war dann auch als Selbstzahler beim Psychiater, um mir Antidepressiva verschreiben zu lassen. Die hatte ich früher schon genommen und ich wusste sie helfen mir. Damit habe ich meine Herzangst weitestgehend im Griff

Vielleicht könntest du auch eine Therapie selber zahlen ggfls. auch mit medikamentöser Unterstützung.

Dann taucht das bei der Krankenkasse nicht auf und du brauchst den Arzt nicht angeben.

Das machen viele vor der Verbeamtung so.

m\ari{posxa


Aus dem Bundesland wo ich herkomme, wird man bereits vor Antritt des Refs "Verbeamtet", das nennt sich dann "Beamter auf Widerruf". Nach bestandenem Ref ist man für 2 Jahre Beamter auf Probe, danach wird man Beamter auf Lebenszeit.

Mit dem Bestehen des Referendariats endet die Zeit als 'Beamter auf Widerruf'.

Beamter auf Probe wird man nicht automatisch mit Ende der Referendarzeit, sondern erst, wenn man eine Planstelle antritt. Vor der Verbeamtung auf Probe (die in der Regel drei Jahre dauert) findet eine amtsärztliche Untersuchung statt.

Dazu:

Die gesundheitliche Eignung muss behördlich festgestellt werden. Grundlage für diese Entscheidung ist das entsprechende amtsärztliche Gutachten. Der amtsärztlichen Untersuchung muss sich also jeder Lehramtsinhaber bei beabsichtigter Übernahme in das Beamtenverhältnis unterziehen.

Der Besuch beim Amtsarzt sollte in sinnvoller Weise vorbereitet werden.

Vorab sollten Überlegungen zu Vorerkrankungen angestellt werden, um diese bei der Anamnese angeben zu können; benennt man hierbei behandelnde Ärzte, so müssen diese von ihrer Schweigepflicht entbunden werden.

Bei erfolgreich therapierten Krankheiten sollten Gutachten beigebracht werden, welche belegen, dass keine Gefahr einer erneuten Erkrankung besteht; dies gilt insbesondere für Erkrankungen im psychosomatischen Bereich. Nach der Rechtsprechung muss sich der Amtsarzt mit bereits vorhandenen Gutachten auseinandersetzen und darf diese nicht ignorieren.

[[http://phv-nw.de/bildungaktuell/article/4-2015-juni/die_amtsaerztliche_untersuchung_bei_einstellung_in_den_staatlichen_schuldienst Quelle]]

Ich würde dringend dazu raten, die gesundheitlichen Baustellen vor Antritt des Referendariats anzugehen. Die Belastungen und Anforderungen sind sehr groß, vor allem, weil schon nach kurzer Einführungszeit selbstständig bedarfsdeckender Unterricht erteilt werden muss (hängt vom Bundesland und Schulform ab).

BBeni8taB.


Die Diagnose, es sei psychosomatisch ist doch wunderbar. Organisch bist Du gesund.

Und dann einmal gaaaanz logisch denken.

Hier wird quasi den Ärzten, die die EKG's beurteilt haben, sprich, die sich Internisten oder Kardiologen schimpfen, unterstellt, sie können einfach mal genau dieses Herzklopfen nicht wirklich interpretieren. Mit anderen Worten:

Die sind schlicht zu doof, die von Dir angegebenen "Spitzen", wo Du meinst, es wäre quasi der Gau kurz vor dem Exitus, richtig zu beurteilen.

Das ist typisch für Patienten, die nicht glauben wollen, das es psychosomatisch ist und die ein wenig Herzgebubber zu sich meist selbst hochdramatischen Ereignissen machen. Wären sie wirklich herzkrank, würden da ganz andere Zacken im EKG auftauchen.

Ein Kardiologe, lange beschäftigt in Fachzentren mit wirklich herzkranken Menschen, würde also einen gefährlichen Status erkennen.

Das wird aber gedanklich weder eingesehen noch als Tatsache hingenommen.

Ich schrieb schon, dass genau solche Menschen, besonders Lehrer, Polizisten, Krankenschwestern mit g e n a u so was überdimensional in psychosomatischen Kliniken behandelt werden.

Und wenn dies hier alles öfter auftritt, wage ich es zu bezweifeln, dass mit einer ambulanten Therapie überhaupt ein schneller Erfolg erreicht wird.

Dazu braucht es erst mal mindestens 6 Wochen Klinik. Mit täglichem Programm, was auf solche Herzangst ausgelegt ist.

Und ich würde ernsthaft überlegen,ob der stressige Beruf als Lehrerin überhaupt der Richtige ist.

Und selbst wenn man das mit "ich bin ja gesund" beim Amtsarzt hinkriegen würde - was ist danach, wenn es auf die Schulpiste geht und man nicht gelernt hat, anders mit sich umzugehen ???

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