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"Krankenakte" verhindert therapeutische Hilfe?

dUanuae8O7


Jup, musst du gucken, ne nach Dienstherren und anderen Gegebenheiten ist vieles möglich, da hab ich nicht den Überblick. Hab halt verschiedentlich mitbekommen, dass die Pensionsansprüche ganz oder teilweise verfallen sind und schon allein die Tatsache das man dann von der privaten nicht mehr einfach in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln konnte, hat manche Bekannte vor große Probleme gestellt.

Ich find die Regelung völlig schwachsinnig. Mir als Dienstherr wäre ja jemand lieber der seine Probleme sieht und beizeiten behandeln lässt und damit dann nicht oder nicht ganz ausfällt als jemand der alles wegdrückt und irgendwann komplett ausfällt, aber dafür müsste man wohl eingestehen das wenige Leute ein Arbeitsleben lang physisch und psychisch gesund bleiben. ":/ ":/

m0iniKm.ixa


Mir als Dienstherr wäre ja jemand lieber der seine Probleme sieht und beizeiten behandeln lässt und damit dann nicht oder nicht ganz ausfällt als jemand der alles wegdrückt und irgendwann komplett ausfällt, aber dafür müsste man wohl eingestehen das wenige Leute ein Arbeitsleben lang physisch und psychisch gesund bleiben

Stimmt einerseits. Andererseits denke ich, ist es schon ein Unterschied, ob jemand eine Grundvoraussetzung für einen Beruf kaum oder nur teilweise mitbringt. Und erfahrungsgemäß ist es doch eher so, dass Probleme leider nicht sofort in Angriff genommen sondern sehr lange (und viel zu oft bis zum Zusammenbruch) vor sich her geschoben werden. Siehe auch diesen Beitrag aus dem anderen Faden der TE:

Ich muss dazu sagen, dass ich schon immer eher der ängstliche und leicht zu verunsichernde Typ war und hatte vorher schon jahrelang mit Ängsten zu tun (darunter immer mal wieder Prüfungsängste, Verlustängste, Versagensängste, Zukunftsängste, etc), aber die habe ich immer wieder mehr oder weniger verdrängt gebracht und meist kamen die auch immer nur phasenweise zu bestimmten Zeiten (z.B. in Prüfungsphasen oder dergleichen).

d=an7ae87


Ja, aber es wäre ja nicht so, dass die Leute dann rausfallen sondern sie rutschen so wie sie sind mit rein. Es gibt ja keinen Eignungstest, nur Ausschlußkriterien. Und so schleppen sich viele gerade so bis zur Verbeamtung durch, wissend, dass ein Eintrag ihre Chancen drastisch mindert. Und dann brechen sie zusammen.

Sinnvoller fände ich einen generellen Eignungstest und das am Besten wesentlich früher im Studium.

mnini5mia


Sinnvoller fände ich einen generellen Eignungstest und das am Besten wesentlich früher im Studium.

Da bin ich ganz bei dir. :-) Habe ich mit Anfang 20 selber mal erlebt. Bewerbung auf einen ziemlich belastenden Beruf, und nach der Befragung durch einen Psychologen habe ich dann die Absage bekommen. Klar, war ich zuerst geknickt, aber rückblickend bin ich sehr froh, dass der Mann mich richtig eingeschätzt hatte (ich konnte das nicht) und mir damit einiges an ungutem Input erspart hatte.

cEunctQator


Ja, ich sehe das mit dem Eignungstest ähnlich. Aber das Problem entsteht schon an den großen Unis. Es müsste eine intensivere Studienberatung geben (vielleicht gibt es die inzwischen mancherorts auch), aber zu meiner Studienzeit konnte man froh sein, wenn man überhaupt mal einen Beratungstermin bekam. Und natürlich ist man erstmal von seinem Studienfach überzeugt. Das nächste Problem ergibt sich dann, wenn man ein Lehramtsstudium begonnen und auch erfolgreich abgeschlossen hat, nur für relativ wenige eröffnen sich dann noch neue berufliche Möglichkeiten; dann ist nämlich in vielen Fällen erst einmal die Schule das Hauptberufsfeld. Und man wird in der Regel dahingehend beinflusst, dass die Verbeamtung das große Ziel ist.

dqanaxe87


Ja, ich finde auch das der Eignungstest ziemlich an den Anfang des Studium gehören würde, genauso wie Praktika. Und das man dringend neue Optionen mit dem zweiten Staatsexamen schaffen sollte, damit Absolventen nicht nur an die Schule gebunden sind. Tut ja schon weh so ein komplettes Studium komplett in den Wind zu schießen. :-|

E7hemaliKger Nut(zer D(#57B40x72)


Hey, ich wurde vor wenigen Monaten verbeamtet... Vom Angestelltenverhältnis gleich auf Lebenszeit. Ich hab mir auch so einen Kopf gemacht wegen Amtsarzt, da dieses Jahr gesundheitlich wirklich doof lief. Es steht im Raum, dass ich vielleicht eine ZNS-Erkrankung (Multiple Sklerose, Neuroborreliose etc.) habe. Noch nicht abgeklärt alles. Das sagte ich auch alles der Amtsärztin. Sie tippte bei all meinen Beschwerden auf Verspannungen und ließ die Verbeamtung so durchgehen. Ohne Einschränkungen, ohne die Bitte, das erstmal abklären zu lassen vor ihrem "Urteil". Auch mein Zusatz, dass ich vor ein paar Jahren eine Gesprächstherapie machte, ließ sie unbeachtet. Ich solle mich um Entspannungstechniken bemühen etc. :-) ️ Also es gibt ja dieses Urteil aus 2013, dass eine Verbeamtung nur versagt werden kann, wenn man mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor dem Ruhestand dienstunfähig wird. Und da muss man überlegen. Führt eine Therapie zu 51 % dazu, dass man dienstunfähig wird? Nein. Und so kann man weiterdenken, was seine körperlichen Beschwerden angeht. Bei einem Grad der Behinderung von 50% und einer guten Prognose innerhalb der nächsten 5 Jahre wird man verbeamtet. Habe das auch schon von 30 % gehört (Gleichstellung? Kenne mich da nicht so aus.)

Also, Amtsarzt sollte kein Problem sein. Attest des Therapeuten und gut ist. Sehr wohl ist es aber ein Problem für die PKV. Da muss man eher dran denken als an den Altsarzt. Anwartschaft vor Therapie und dann etwas warten bis zur Therapie ist also ein guter Tipp. Falls das zu spät wäre (auch für Mitlesende) und es gibt ggf. weitere gesundheitliche Probleme, es gibt, wenn man auf Probe verbeamtet wird (nicht als Referendar auf Widerruf!!) eine Öffnungsaktion der PKVen. [[https://www.pkv.de/service/broschueren/verbraucher/oeffnungsaktion-der-pkv-fuer-beamte-und-angehoerige.pdb.pdf]] sagt eigentlich alles. Max. 30 % Risikozuschlag, keine Ausschlüse, das erste Unternehmen, bei dem der Antrag gestellt wird, muss zwingend aufnehmen. Sofern es in dem PDF genannt wird. Beihilfeergänzungstarif wird wahrscheinlich nicht gewährt, aber man kommt in die PKV.

P'laneEten^wind


Ich kenne eine Frau, die beim ersten Amtsarzt nicht verbeamtet wurde, weil sie zum einen übergewictig war und zum anderen eine Psychotherapie gemacht hatte, weil ihr ihr Ex-Freund sehr zugesetzt hatte. Er schlussfolgerte "nicht belastbar." Paar Jahre später war sie bei einem anderen Amtsarzt und es hat ohne Probleme geklappt. Da gehört auch Glück dazu.

EShemalfiger N&utzer r(#5740x72)


Dann war da das erste Mal sicher vor 2013?

PAlsanete(nwixnd


Kann sein, ich weiss es nicht mehr. o:)

SKunflgowerx_73


Paar Jahre später war sie bei einem anderen Amtsarzt und es hat ohne Probleme geklappt. Da gehört auch Glück dazu.

z.T. wird ja auch nur ein best. Zeitraum abgefragt. "Paar Jahre später" lief die Therapie dann bspw. nicht mehr, sondern was schon Jahre beendet. Macht einen Unterschied.

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