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ruhiger Mensch, keine Gesprächsthemen mit anderen Personen

EOhema@lige>r Nut0zer X(#5x84241) hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

es gibt die Quasselstrippen, die ohne Punkt und Komma reden und es gibt die , die eher immer ruhig dabei sitzen und eher zuhören.

Zu der zweiten Art von Menschen gehöre ich.

Ich weiß nicht wieso, aber ich bin immer die Person , die eher still dabei sitzt und einfach nicht weiß, was sie sagen soll. Es ist nicht so , dass ich nur zuhause sitze und nichts erlebe, sodass ich nichts erzählen könnte. Ich bin viel unterwegs und erlebe auch einiges, habe Freunde und habe keine sozialen Ängste. Bin gerne unter Menschen, aber mein Kopf ist dann einfach aus.

Vor einer Woche war ich auf einer großen Familienfeier. Alle unterhielten sich den ganzen Tag angeregt und ich saß da und wusste einfach nicht was ich zu den Gesprächen dazusteuern kann. Alle kamen von einem zum anderen Thema und ich saß wie unsichtbar dabei und habe mir den Kopf zerbrochen, was ich sagen kann. Wenn mich jemand ansprach, konnte ich ein paar Worte dazusteuern und das war es schon wieder.

Als ich mal ein Date hatte, musste mein Gegenüber viel reden.

Bei meinen Freunden bin ich auch eher die ruhigere, aber die nehmen mich wie ich bin. Mache ich was mit einer Freundin allein, reden wir viel, sind mehrere (auch Fremde) dabei, bin ich die Stille.

Ich habe keine Angst vor anderen. Wenn ich Nachbarn treffe , kann ich auch kurz Smalltalk halten und kann mich dann wieder verabschieden aber auf Dauer kann ich nichts produktives dazusteuern...

Kennt das jemand?

Wie kann man das Reden lernen? Man kann ja nicht nur übers Wetter, oder den letzten Urlaub reden.

Wieso schaltet mein Kopf dann aus? Er ist wirklich leer und ich suche verkrampft mir was zu überlegen.

Antworten
moirix80


Hi, ich kenne das auch. *:)

Es gibt Situationen da geht es mir ähnlich. Je mehr man die Leute kennt und je kleiner der Kreis, desto gelöster wird man. Ich denke es hat etwas mit Vertrauen zu tun. Fremden gegenüber vertraut man noch nicht, da man ihre Reaktionen nicht kennt. Je mehr man über eine Person weiß, z.B. was ihr gefällt, wo sie empfindlich reagiert, welche Interessen sie hat, desto mehr kann man die Reaktionen einschätzen. Dann hat man auch eine Ahnung worüber man sprechen kann und kennt gemeinsame Interessen.

Ich habe mir über die Zeit den Trick angeeignet einfach viele Fragen zu stellen. So muß man selbst wenig sprechen, zeigt aber Interesse und hält den anderen am Reden. Meist ergeben sich so dann auch Themen. Bei mir z.B. beliebt das Thema Urlaub. Wo war diese Person schon, wo möchte sich noch hin und warum. Auch gut z.B. aktuelle Kinofilme und Serien. Je nach deinen Interessen kannst du da schon Themen finden, wo du dann auch etwas leidenschaftlicher einsteigen kannst. @:)

In größeren Gruppen still sein und beobachten finde ich jetzt aber nicht so schlimm. Das mache ich auch und ist halt bei introvertierten Menschen einfach so. Deswegen sollte man sich echt nicht verbiegen oder selbst unter Druck setzen.

mCirsi98x0


Was auch geht ist, wenn man z.B. bemerkt das jemand besonders toll gemachte Haare hat, der Garten super in Schuss ist, jemand tolle Oberarmmuskeln hat ;-) also sich offensichtlich Mühe gegeben hat einfach mal ein Kompliment machen. Da freut man sich drüber.

EMhemaligerj Nutzler (#c590964x)


Vielleicht sind die Gesprächsthemen einfach zu oberflächlich und du schaltest dann ab. :=o

E7hem5alige\r Nutzer J(#584B2x41)


Danke dür eure Antworten.

Ich muss wirklich zugeben, dass ich abschalte , wenn ich andere Leute untereinander plappern höre.

Ich könnte jetzt nicht mehr sagen, welche Gesprächsthemen die Leute um mich herum auf der Feier hatten. Ich war anwesend, habe zugehört, aber verinnerlicht habe ich es nicht.

AeBC0x1


Hallo Mandelbaum,

Ich muss wirklich zugeben, dass ich abschalte , wenn ich andere Leute untereinander plappern höre.

Ich könnte jetzt nicht mehr sagen, welche Gesprächsthemen die Leute um mich herum auf der Feier hatten. Ich war anwesend, habe zugehört, aber verinnerlicht habe ich es nicht.

das kenne ich, das ist introvertiert zu sein. Man ist wie in einer Hypnose in sich selbst und blendet das außen herum aus. Äußerlich abwesend.

Introvertiert sind z.B. Sachtypen, "Denken" an erster Stelle. Gefühle hinten anstehend.

In Diskussionen, Small Talk geht es am Tisch teilweise nur um den Spaß. Um Witze. Die leute unterhalten sich, erzählen Quatsch. Es geht darum dass jemand diese Stimmung mittragen kann. EinenWitz oben draufsetzt, oder eine Geschichte, die die Stimmung noch weiter aufheizt. also extremer. Bei mir in der Firma kann das nur ein Kollege nicht. Er ist passiv agressiv von der Persönlichkeit (Ist wirklich so = eigentlich extrem). Ist sehr introvertiert. Er versucht in so einer runde einen ehr wertvollen sachlichen Beitrag zu bringen, wenn er was dazwischen schmeißt. Das geht voll am Sinn der Runde vorbei und zieht in dem Moment die Stimmung runter. Man merkt, er hat es nicht verstanden um was es geht. Die Runde überhört das im Prinzip und macht weiter Stimmung.

Das was Du beschreibst ist eine schizoide Persönlichkeit. Meist im Internet als Störung bezeichnet. Die Frage ist immer wie stark man betroffen ist. Introvertierte können auch noch passiv agressiv sein, wie ich vorhin schon geschrieben habe. Menschen haben dann meist zwei Persönlichkeitstile. Das Bild ist dann ein ganz anderes als ein Stil für sich. Also meistens ehr nicht mehr so extrem

GyrieEsspu^ddinxg


Wenn man Fragen stellt, ergibt sich oft ein lebhaftes Gespräch, das sich in überraschende Richtungen bewegt. Das ist spannend und macht Spass.

Meine Rezepte / Themen zum Gesprächseinstieg und zur Aufrechterhaltung:

- Lächeln

- W-Fragen + Zuhören

- schöne Assessoires / Kleidung

- ehrliches Kompliment

- das Essen / Trinken

- Musik

- Wart Ihr schon Skifahren / in den Ferien?

- Schon Urlaub geplant?

- was sie/er so in ihrer freizeit macht, hobbys, was sie/er für musik hört.... oder einfach als erstes, wie der tag heute so war, was die Person gemacht hat oder was sie noch vor hat

- Versuche die Interessengebiete bzw. besonders die Hobbys Deines jeweiligen Gesprächspartners herauszufinden, oder frage ihn direkt danach.

- Wo kommst Du her?

- Erzählen, wer ich bin und was ich mache

- gemeinsame Bekannte

- persönliche Erlebnisse

- Was hast Du am Wochenende vor?

- ...

E"hemalige~r NutzTer (x#584241)


Vielen Dank nochmal für die Antworten. Auch wenn der Dank ziemlich spät erst kommt :)

Hat noch jemand eigene Erfahrungen zu berichten oder ein paar Tipps? :)

M~ari|eCDurie


Mir gehts auch so. Eine Zeit lang dachte ich auch, dass ich etwas ändern müsste, aber mittlerweile habe ich die Einstellung: Ich bin einfach so.

Ich kann bei bestimmten Leuten nicht einfach drauf los reden. Gestehe auch, dass ich den Smalltalk bei diesen Menschen auch meist sehr mühsam/anstrengend finde - deswegen schalte auch ich immer ab.

Freunde/Bekannte, die mich so kennen, wissen, dass ich dafür eine sehr gute Zuhörerin bin. ;-D

LSudmillOalexin


Problem is oft Gruppendynamik. Wenn man in eine bestehende Gruppe kommt in der schon heiß diskutiert wird kommt man als stiller mensch nicht zum zug oft

w!intbersMonne 0x1


Vielen Dank nochmal für die Antworten. Auch wenn der Dank ziemlich spät erst kommt :)

Hat noch jemand eigene Erfahrungen zu berichten oder ein paar Tipps? :)

na du hast wirklich ein merkwürdig, sprödes Kommunikationsverhalten. ":/

Meldest dich erst über 10 Tage später...sagst zwar, dass es spät ist , aber kein Wort mehr darüber (wieso, warum) ...o.k. , muss man nicht, aber überlege mal, wieviele Leute da Lust haben wieder ausführlich was zu schreiben.... so gehen Gespräche normaler weise nicht. :|N

Smommersognne80


Hmmm, ich bin auch nicht der große Alleinunterhalter - aber ich fühle mich wohl in Gruppen und rede, diskutiere und vor allem lache gerne mit. Und ja es gibt auch Momente wo ich es einfach genieße zuzuhören ...

Wir haben jemanden in der Familie der so ähnlich ist, wie du dich beschreibst. Ich kenne sie mittlerweile 20 Jahre - und ich muss ehrlich sagen, ich habs aufgegeben. Ich bin ein geduldiger Mensch, versuche jeden zu akzeptieren wie er ist, aber ein Gespräch mit ihr zu führen, ist anstrengend und grenzt an Schwerarbeit!

Egal welches Thema ich anscheide, wie sehr ich mich auch bemühe sie in ein Gespräch zu verwickeln - ständig erhalte ich die einsilbigen Antworten "Ja, nein, vielleicht .... Du glaubst nicht wie mühsam sich das gestalten kann. Es kommt einfach nichts zurück. Wohlgemerkt geht es nicht nur mir so, Familie, Nachbarn - alle würde jetzt mein Schreiben bestätigen.

- Vermeide diese einsilbigen Antworten - dein Gegenüber wird sich nicht ewig bemühen

- Erzähl etwas, du hast doch auch ein Leben, Alltag und Vergangenheit und auch Wünsche, Träume

- Sei offen - und gibt auch etwas preis, so schafft es dein Gesprächspartner auch dich besser kennenzulernen

- Zeige Interesse

- Über manche Gesprächspause kann eine gute Portion Humor hinweghelfen ;-D

Bherbe.rDiOtzkxa


Ich kenne das auch, dass andere zu mir sagen "Na, warum bist du denn so still?" ... obwohl ich mir eigentlich Mühe gebe. Die Tipps, die hier genannt wurden, sind aber schon prima! Dass man Fragen stellt, dass man Interesse an den anderen zeigt. Es gibt ja den wirklich wahren Spruch "Interessiert ist interessant".

Ich erzähle manchmal auch einfach von Beobachtungen aus meinem Alltag. "Da heute in der Stadt..." "Geht dir das auch so, dass du manchmal..." So was. Das hab ich auch schon bei anderen beobachtet, dass sie einfach so erzählen, was sie an dem Tag gemacht haben. Das funktioniert so eigentlich ganz gut.

mBon#d+s#t=ernxe


Wie kann man das Reden lernen?

Meiner Ansicht nach geht es damit los, dass man ja sagt zu dem wie es ist.

Wenn Du etwas mit Deiner Freundin zusammen machst, redet ihr viel. Sobald mehrere Menschen zusammen kommen, bist Du die Stille.

Du bist damit unzufrieden. Deshalb möchtest Du etwas daran ändern.

So ist es.

:)D

CUa^rambalCa 2


Man spricht über das, was einen interessiert. Interessiert einen der Smalltalk in großer Runde nicht, dann hat das auch einen Grund und dem würde ich mal nachgehen. Ist er zu oberflächlich, zu langweilig, zu protzerisch oder einfach nicht interessant, weil es nichts mit einem selbst zu tun hat. Kennt man sich selbst gut, dann kann man auch in Gesprächen etwas beisteuern.

Ich würde auch nicht aus der Geschichte eine Krankheit machen. Ich habe auch einmal eine Freundin gehabt im Alter von elf Jahren. Immer, wenn sie geprochen hat, ist mir aufgefallen, dass ich nach einer Weile nicht mehr zugehört habe. Ich fand das erst einmal merkwürdig an mir und es hat mich irgendwann gestört. Sie war eine richtig nette und ich hatte kaum Interesse an ihrem Leben, wie ich später herausgefunden habe. Sie ist damit auch die einzige Person in meinem Leben gewesen, bei der mir das passiert ist. Ich habe irgendwann die Schule gewechselt und sie Jahre später wiedergesehen. Da war ich selbst reifer und ich habe mich angeregt mit ihr unterhalten können. Ich würde heute ganz klar sagen, das es an uns beiden gelegen hat, dass in den jungen Jahren unser Leben nicht zusammen gepasst hat. Man interessiert sich meist für Menschen, um über den Austausch etwas über sich selbst erfahren zu können. Und mancher Austausch ist dann eher einseitig. Kann auch sein, dass man an einer Gesellschaft eher weniger interessiert ist, als im Kontakt mit einer einzelnen Person. Das kann sich je nach Lebensphase auch wieder ändern. Wie gesagt, ich würde mich selbst fragen woran es liegt.

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