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Problem mit Menschenkontakt?

tUee_tax1


Bei Link müsst ihr die Klammer am Ende entfernen

Ansonsten

teeta1

haben deine Eltern sich auch nie vor dir umarmt, berührt oder geküsst?

evtl. ist das eine der Ursachen!?

das du es nicht vorgelebt gekriegt hast. :)D

Doch das haben sie. Von daher glaube ich nicht so, dass das die Ursache ist.

-Ovi?etnaKmes}inx-


Glaube das Thema ist sehr komplex und kein Fall gleich, ähnlich, aber dennoch immer individuell. Denn bekuschelt wurde ich als Kind väterlicherseits sehr viel. Und ein Bedürfnis danach hatte ich auch, also daran mangelte es mir zumindest nicht. Auch heute kuschel ich mit einem Partner sehr viel, Nähe ist mir da sehr wichtig.

sdo5fiLa34-f39 j~ahre alt


jedoch find ich es auch ziemlich ekelig, wenn man in der Bahn sitzt und zwei Sitze vor einem sich ein paar das halbe Gesicht ableckt. Ich glaube allerdings, dass wir da nicht die Einzigen sind.

teeta1

eben

finde ich auch eklig

%:|

Doch das haben sie. Von daher glaube ich nicht so, dass das die Ursache ist.

teeta1

sehr interessant danke :)^

auch dir danke -vietnamesin- sehr interessant das zu wissen als info :)z :)^

ARBC0x1


Hallo zusammen,

ich habe mir jetzt den Faden nochmal genauer durchgelesen.

@ teeta1

Auch hab ich Tests zur schizoiden Persönlichkeitsstörung gemacht

Eine schizoide Persönlichkeit trifft wahrscheinlich schon zu. Die Frage ist, bis zu welchem Grad. Die meisten Personen haben einen zweiten Persönlichkeitstil. Das sollte man bei Dir als nächstes versuchen herauszufinden, was Dich sonst noch beeinflusst.

würde gerne mit denen mehr unternehmen und auch öfter gute Laune dabei haben, aber ich habe das Gefühl, dass mich irgendwas dabei immer blockiert.

Das passive unterlassen: Das ist wohl das "Nie skript" des Schitzoiden. Glaubenssatz: ich kann niemals das bekommen was ich will.

Wer den Stil etwickelt hatte meist Eltern die mit sich selbst und ihren Problemen beschäftigt waren- Du schreibst dann ja auch:

Irgendwann hat mein Vater angefangen zu trinken und ist dadurch in ein Loch gefallen

Gefühle stehen beim Schizoiden hinten an. Das kenne ich gut. Einen meiner beiden Persönlichkeitsstile würde ich auch so nennen. Früher war es bei mir schlimmer. Emotional bin ich heute viel weiter als früher. Meine Kindheit war übrigens nicht kalt. Meine Mutter war aber zu extrem mit ihren Gefühlen. Ein direkter Gefühlsmensch, statt Denken meistens. Ich glaube ich habe mich dann emotional innerlich abgeschaltet und zurückgezogen.

da ich noch nie eine Beziehung hatte

Bei Dir wohl auch so, dass wegen der fehlenden Gefühle und der schizoiden Passivität kein stärkerer Anreiz da ist.

Dann sind da noch zwei Punkte:

Ich fühle mich in Menschenmengen unheimlich unwohl,

Da hast Du ein schlechtes Gefühl in den Situationen verinnerlicht, das da nicht sein sollte. Irgendwann hast Du vermutlich peinliche Erfahrungen mit anderen Menschen gemacht oder in Gesellschaft anderer. Bei mir hat mein Mutter immer für die Peinlichkeit gesorgt. Mir ging es früher auch so. Da ist es auch klar dass Du keine Lust hast in der Öffentlichkeit um eine Beziehung zu bemühen.

Der zweite Punkt ist das Nahekommen des Partners, das Gesicht ablecken.

jedoch find ich es auch ziemlich ekelig, wenn man in der Bahn sitzt und zwei Sitze vor einem sich ein paar das halbe Gesicht ableckt.

Mir ging das früher auch so dass ich die Hygiene zu perfekt interpretiert habe. Klar sind überall Bakterien und man nimmt bestimmt so einiges auf wenn man überall herumschleckt. Mir wurde das als kleines Kind von vielleicht 5-7 Jahren auch einmal so klar. Ich habe dann vieles gemieden, wo ich mir was holen oder mich anstecken könnte. Ich möchte klar sagen, das widerspricht jemandem näher zu kommen. So war es dann auch dass sich kaum mehr jemand findet, dem man als Partner oder Partnerin möchte. Alle haben irgend was, wo einen stört und man sucht immer weiter. Das waren früher Annahmen aus Deiner Kindheit als Du es noch nicht besser wusstest, die immer noch für Dich gelten. Andere Menschen kommen auch mit einer oberflächigeren Hygiene klar. Im Grunde langt sich jeder einmal ins Gesicht und fasst sich danach an den Mund. In der Partnerschaft habe ich umdenken müssen. Ich sehe eine Partnerin ehr so wie einen Teil von mir selber. Man muss den oder die andere innerlich in sich aufnehmen können (verinnerlichen) Da darf man sich auch nicht abstoßen. Ich sehe es so. Die Natur hat Deinen Geist in einen Körper gesetzt, den konntest Du Dir bei deiner Geburt auch nicht raussuchen. Es hätte genauso auch der Körper deiner Partnerin sein können. Den hättest Du dann genauso akzeptiert. Vielleicht hilft Dir das etwas. Wenn ich als Mensch Tiere esse, in mich aufnehme, dann sollte mir ein anderer Mensch eigentlich näher stehen. Alles eine Gewöhnungssache, die jeder für sich poisitiv lösen muss, wenn er unbeschwert mit jemandem zusammen sein will und das geniesen.

Übrigens glaube ich. Anzukommen und eine Heimat im Leben finden, einen Platz im Leben, den man so empfindet hängt mit der gefühlsmäßigen Verbundenheit in einer Beziehung zusammen. Ich tue mich damit auch schwer, und versuche daran zu arbeiten. Das ist für mich einer der Gründe, warum es eine echte emotionale Beziehung sein soll und kein Ersatz dafür.

@ sofia34-39 jahre alt

Wie ich das mit dem Körperkontakt sehe und den Gefühlen die notwendig sind, habe ich gerade bei teeta1 geschrieben.

Vielleicht hat einer Deiner Persönlichkeitsstile doch einen zwanghaften Anteil. Ich habe ihn als zweiten Persönlichkeitsstil und hätte es von mir früher nicht gedacht. Es kommt fast nur der zwanghafte Stil in Frage, da du mit anderen (Menschenmengen) keine Probleme hast. Also die Einstellung verinnerlicht, Andere sind ok.

Auf jeden Fall scheint es bei Dir nicht so extrem zu sein wie bei teeta1. Es bleibt dann wohl die Einstellung, dass Du unterbewußt von Dir denkst "Ich bin nicht ok"

Jemand der den Stil entwickelt musste ein braver Junge oder Mädchen sein. Bei mir war es übrigens die Oma, bei der ich mit einer angepassten Art gut ankam und die das immer schätzte und wollte an mir. Innerlich war ich nicht unbedingt so. ich musste mich da immer verbiegen. ich bin aber sicher, das ich das da her habe. Wenn man für vorbildliches Verhalten gelobt wird. (Steht alles so in meinem Buch "Persönlichkeitstile" ) Pflichtbewußt, verantwortlich. Wenn jemand das Verhalten kritisiert fühlt sich der zwanghafte nicht ok. Auf sein Denken kann man ihn immer ansprechen ohne Probleme.

Die Eltern betonten Leistung. Antreiberbotschaft. Sei perfekt. Sei kein Kind. Fühle nicht. (Freude und sexuelle Gefühle) Sei nicht nahe, geniese nicht. Das Kind tut sein Bestes um gut zu sein.

tXee/ta1


@ ABC01

Kannst du mir vielleicht näher erläutern, was du damit meinst, zwei Persönlichkeitsstile zu haben? Ist der eine eher positiv fröhlich und der andere negativ abweisend oder wie kann ich das verstehen?

Bei Dir wohl auch so, dass wegen der fehlenden Gefühle und der schizoiden Passivität kein stärkerer Anreiz da ist.

Um ehrlich zu sein hätte ich schon irgendwie gerne eine Beziehung, nur ist das halt mit den Problemen die ich habe einfach unmöglich eine zu bekommen und diese dann auch zu halten (mal ganz davon abgesehen, dass es anscheinend kein Interesse für mich gibt).

Jedoch trifft bis auf diesen einen Punkt bei mir alles so zu wie du es gesagt hast.

A[BmC01


Hallo teeta1,

es geht um das Buch "Persönlichkeitsstile" (leider gerade vergriffen) Ich habe es aber und lese sehr viel darin. Das Buch ist wirklich einmalig gut.

Die Seiten 93 bis 100. Bei google books ist 95 bis 97 lesbar

Jeder Mensch mit extremerer Persönlichkeit hat typischerweise einen Überlebens und Leistungstil. Ich kenne keine andere Quelle die das in ähnlicher Form oder besser beschreibt. Auch im ganzen Internet nicht.

[[http://www.buecher.de/shop/buecher/persoenlichkeitsstile/joines-vann-s--stewart-ian/products_products/detail/prod_id/23326508/]]

Google Books hat mittlerweile das falsche Cover. Aber man konnte immer recht viel lesen dort

[[https://books.google.de/books?id=boR_AnNn9GoC&pg=PA266&lpg=PA266&dq=pers%C3%B6nlichkeitsstile+buch&source=bl&ots=CKUEROLeek&sig=ceMC0zdymC7_Liz9xJYPLy-qlq4&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiHkdnjh_nOAhVjC8AKHUfmDYc4ChDoAQhMMAM#v=onepage&q=pers%C3%B6nlichkeitsstile%20buch&f=false]]

AuBC0{1


Der direkte Link zu google books funktioniert igendwie nicht

in google suchen : persönlichkeitsstile buch

dann unter der Suchmaske, bei der Auswahl "mehr" Bücher auswählen

Der sechste Link ist dann: Persönlichkeitsstile - Seite 266

Den klicken, dann kommt man in das Buch als Leseprobe bei google books quasi

Wer so sachlich geschriebene Bücher lesen kann, sollte sich das Buch unbedingt beschaffen. zur Zeit wohl nur gebraucht zu bekommen. Teils gar nicht so billig. Ist es aber wert.

AhBC0x1


möchte ich noch schreiben:

Kannst du mir vielleicht näher erläutern, was du damit meinst, zwei Persönlichkeitsstile zu haben? Ist der eine eher positiv fröhlich und der andere negativ abweisend oder wie kann ich das verstehen?

Das Skriptverhalten oder der Persönlichkeitsstil wird zum Teil je nach Situation ausgelöst. (getriggert). Man ist nicht immer gleich. Man befindet sich dann in einem der Stile oder wohl keinem Muster (normal sein). Bei mir ist es vielleicht so, wenn ich einen schizoiden Tag habe. Das ist dann wie eintauchen in Hypnose. Da kann ich gut geistig was machen. z.B. lesen und mit dem Kopf (geistig) in das Buch einzutauchen. Ich packe es dann aber kaum nach draußen zu gehen und dort aktiv etwas zu tun. Es braucht dann einige Zeit bis ich mich umstelle. Das entscheidet sich teilweise schon morgens, wie ich in den Tag starte. Ich bin selber immer noch dabei für mich herauszufinden, wie es genau funktioniert und was es ist.

Dann gibt es da noch Lebensmuster, Lebensfallen, oder einen generellen Lebensplan, der auch aus der Kindheit stammen kann und den man nach wie vor verfolgt.

Ich kann nur sagen, dass ich das Buch "Lebenstile" sehr realistisch finde. Da ist nichts aus der Luft gegriffen und ich bin eigentlich recht kritisch wenn es um korrekte Inhalte geht.

EHhemali;ger Nu5tzeer (#1590071)


@ ABC01

es geht um das Buch "Persönlichkeitsstile" (leider gerade vergriffen) Ich habe es aber und lese sehr viel darin. Das Buch ist wirklich einmalig gut.

Die Seiten 93 bis 100. Bei google books ist 95 bis 97 lesbar

Jeder Mensch mit extremerer Persönlichkeit hat typischerweise einen Überlebens und Leistungstil. Ich kenne keine andere Quelle die das in ähnlicher Form oder besser beschreibt. Auch im ganzen Internet nicht.

Ich habe mir dieses Buch mal vor ca. drei Jahren gekauft (als es noch nicht vergriffen war und eher so wirkte auf mich, als wenn es kaum Leser dafür gibt) und mir gefällt es auch ausgesprochen gut. Das Konzept ist sehr eingängig und mir war wichtig, dass es um grundsätzliche Persönlichkeitsausprägungen (Persönlichkeitsstile) geht ohne sich dabei nur auf die "Extreme", die besonders stark ausgeprägten Stile, die zu Störungen mit sich selbst bzw. der Umwelt führen und erhebliche Kosten verursachen, zu konzentrieren.

Nur könnte ich mich nicht so genau in zwei Stile einordnen ... ich habe ein bisschen was hiervon und ein bisschen was davon quasi.

A8BC01


Hallo Zuschauer,

Nur könnte ich mich nicht so genau in zwei Stile einordnen ...

geht mir teilweise auch so, dass ich mitunter das Gefühl mehrerer Stile habe. Das einorden in die Stile ist nicht so einfach. Im Buch steht auch dass mancher mehr als zwei Stile hat. Sogar das korrekt gebundene Personen Spuren der Stile haben. Ich meine, dass ich auch mal eine Phase mit antisozialem Anteil hatte. Nicht kriminell aber schon Elemente davon. Und noch was, wenn man anfängt sich zu verändern , dann verändern sich eigentlich auch die Stile. Da steht auch ein bischen was im Buch wenn ich mich richtig erinnere. Das Buch hat eine enorme Menge an Inhalt. Immer wieder findet man etwas neues. Meine Überlegung ist, das man nicht drumherum kommt die Bindungsprobleme auszuheilen (Ich bin ok, andere sind ok, verinnerlicht) Wenn man das schafft sollten eigentlich alle Stile verblassen, zumindest einiges davon.

Bei mir ist es so, dass ich bei einigen Personen in der Firma mittlerweile Haupt- Stile unterscheiden kann. Das hilft mir auch mich einzuorden, durch Vergleich. Wir haben einige extreme Charakteure in der Abteilung. Hätte ich früher nie gedacht.

Was denkst Du hast Du für Stile? Wenn Du das Buch recht gut findest müsste Denken an erster Stelle kommen (offene Tür) das wäre dann zwanghaft oder paranoide als ein Stil. Einige paranoide Spuren konnte ich bei mir auch schon entdecken, wenn man besonders scharf denkt. In der Technik manchmal notwendig. Ansonsten finde ich mich nicht weiter paranoide.

ERhemalixger dNutzeYr (#59x0071)


Hallo ABC01,

Im Buch steht auch dass mancher mehr als zwei Stile hat. Sogar das korrekt gebundene Personen Spuren der Stile haben.

Ich wüßte mal gerne, ob ein optimal gesunder Mensch alle Stile fast genau gleichstark in sich entwickelt hat, sodass sie sich gegenseitig harmonisieren und die Nachteile des einzelnen Stils ausgleichen.

Ich meine, dass ich auch mal eine Phase mit antisozialem Anteil hatte. Nicht kriminell aber schon Elemente davon.

Das finde ich interessant, weil ich das von mir auch kenne. Aber ich bin mir nicht sicher, ob antisozial der dazugehörige Stil dahinter ist. Dafür ist es bei mir zu sehr spielerischer Natur, z.B. mag ich es in bestimmten Situationen andere einzuschüchtern, zu verunsichern oder "Verfolger" auszutricksen und Regeln zu umgehen, die ich unsinnig finde und die meinen Interessen im Weg stehen und finde das innerlich amüsant, aber nur solange es nicht auf eine zu ernste (und destruktive) Ebene geht. Echte kriminelle Ambitionen, bei denen man die Strafverfolgungsbehörden und Konkurrenten im Geschäft "austricksen" müsste usw., reizen mich in der Realität nicht.

Was denkst Du hast Du für Stile? Wenn Du das Buch recht gut findest müsste Denken an erster Stelle kommen (offene Tür) das wäre dann zwanghaft oder paranoide als ein Stil.

Ich schätze, dass ich eine Mischung aus zwanghaft-paranoid und schizoid als Hauptstile habe. Und vielleicht ein bisschen antisozial (s.o.). Probleme damit zu entspannen und zu "spielen", die zwanghafte Charaktere typischerweise haben, habe ich nicht. Ich kann für mich sehr verspielt-humorvoll sein, in Gedanken sowieso; unter Menschen kommt es drauf an wie die Wellenlänge so ist.

Sehr innerlich tiefenentspannt bin ich, wenn ich alleine bin und andere Menschen sehr weit weg sind. Aber ich mag auch die ein oder andere Gesellschaft von ein, zwei Menschen oder Gruppen, in denen man etwas miteinander macht (z.B. Sportgruppen) ohne gleich verbindlich verpflichtet zu werden zu persönlicherem Kontakt. Da spielt aber sicher auch Introversion eine große Rolle.

Was ich manchmal schwierig finde ist, dass es so gegensätzlich daherkommende Facetten in der eigenen Persönlichkeit gibt. Ich weiß nicht, ob das schlicht davon abhängt und dieses Empfinden auslöst, inwiefern gerade der primär aktive Stil gewechselt hat. Immerhin bringt es Abwechslung und man bliebt nicht immer derselbe; aber die Kernpersönlichkeit bleibt natürlich konstant.

Könnte auch teils hieran liegen:

Und noch was, wenn man anfängt sich zu verändern , dann verändern sich eigentlich auch die Stile. Da steht auch ein bischen was im Buch wenn ich mich richtig erinnere.

Hm ich denke man kann neue Persönlichkeitsfacetten (hinter denen ein jeweiliger Stil steht bzw. die Elemente eines Stils sind) an sich "entdecken" und (weiter)entwickeln, wenn man "mal anders handelt, als man es sonst machen würde" und nicht mit dem Ansatz "ich bin so und so" agiert im Kern.

Ob das im Buch stand, weiß ich auch nicht. Das Buch hat wirklich einen sehr hohen "Wiederlesewert".

Meine Überlegung ist, das man nicht drumherum kommt die Bindungsprobleme auszuheilen (Ich bin ok, andere sind ok, verinnerlicht) Wenn man das schafft sollten eigentlich alle Stile verblassen, zumindest einiges davon.

Als Grundhaltung ist "ich bin ok, die anderen sind ok" sicher am besten. Wobei ich situativ auch die Haltung "ich bin ok, du bist definitiv nicht ok" ok finde. Ungünstig finde ich "ich bin nicht ok, die anderen sind ok (oder: die anderen sind auch nicht ok)".

Einige paranoide Spuren konnte ich bei mir auch schon entdecken, wenn man besonders scharf denkt. In der Technik manchmal notwendig. Ansonsten finde ich mich nicht weiter paranoide.

Ich merke das bei mir mehr an anderen Sachen, die zum Teil lästig weil energiefressend sind. Z.B. das unbewusste i.d.R. vollautomatische Scannen anderer auf bestimmte Triggerfaktoren und die Sensibilität für Grenzüberschreitungen und Impulse, die der andere in sich hat, aber vielleicht ja nie ausagiert hätte, hätte man ihn nicht so behandelt als hätte er nicht nur den Impuls, sondern den festen Vorsatz, diesen auszuagieren. Letzteres ist eine Mischung aus paraonid und schizoid, denke ich.

ATBCx01


Hallo zuschauer,

Ich wüßte mal gerne, ob ein optimal gesunder Mensch alle Stile fast genau gleichstark in sich entwickelt hat, sodass sie sich gegenseitig harmonisieren und die Nachteile des einzelnen Stils ausgleichen.

Ein gesunder Mensch zeigt das spezielle Verhalten nicht unbedingt. Er hat die Stile nicht entwickelt. Er trixt eben andere nicht aus, so wie es der Antisoziale tut, oder ist nicht so misstrauisch wie der Paranoide.

Im Buch steht eigentlich immer im Prinzip, dass das Verhalten der Stile eine gelernte Strategie oder Reaktion des Kindes ist.

Auf Seite 84 unten und S 85 oben steht z.B. beim Schizoiden: Die Eltern schienen überfordert und das Kind entschied sich keine Ansprüche zu stellen, in der Hoffnung dass die Eltern O.K. würden und sich wieder um es kümmern können. Das verinnerlicht das Kind und geht dann immer so durch das Leben. Auch als Erwachsener immer noch nach den Entscheidungen aus der Kindheit handeln.

Dann steht da noch auf Seite 85: In der oralen Phase geht es um die Entwicklung von Grundvertrauen und darin sich sicher an andere zu binden. Kreative Tagträumer (Schizos) haben diese Aufgabe nicht vollendet und müssen das in der Gegenwart nachholen. Ihre Lösung bestand darin sich zurückzuziehen und ihre Bedürfnisse in der Fantasie zu erfüllen.

So eine Strategie entwickelt ein "gesunder" gar nicht. Beim Kind ist das immer die Notlösung auf ein Problem im Elternhaus oder engsten Umkreis.

Es kommt dabei auch zur Abschaltung von bestimmten Gefühlen. Bei mir kann ich mich erinnern, dass ich mich irgendwann nicht mehr freuen konnte. Das Gefühl der Freude war weg. Ich war noch recht klein damals. Vielleicht so 7 Jahre alt. Zuvor war es ein starkes Gefühl. Und daran erinnere mich heute noch! so viele Jahre später.

Nachteile der Stile gleichen sich aus, wenn zwanghafte Anteile einen Antisozialen Anteil bremsen, danit dieser nicht zu extrem (kriminell) handelt. Auf S 95 im Buch quasi so beschrieben.

Mein Chef ist antisozial. Ein anderer Stil bremst ihn aber soweit, dass er in der Firma nicht vollens beliebig handelt gegen alle Regeln. Trotzdem scheißt er sich trotz Betriebrat nicht im Mindesten mir gegenüber immer weiterzumachen.

mag ich es in bestimmten Situationen andere einzuschüchtern, zu verunsichern oder "Verfolger" auszutricksen und Regeln zu umgehen, die ich unsinnig finde und die meinen Interessen im Weg stehen und finde das innerlich amüsant,

Klingt nach antisozial: Wunsch nach Stimulation, "Drama pur" steht im Buch irgendwo. Braucht mein Chef auch. Spaßig kann man ihn immer ansprechen. Ansonsten wenn er denkt das ist nötig, austrixen, Regeln umgehen und jetzt ganz wichtig !!! Lügen. Antisoziale lügen direkt wenn es notwendig ist ohne mit einer Wimper zu zucken. Wenn mein Chef merkt dass er verlieren wird, lügt er von einer Sekunde auf die andere wie er es gerade braucht. Auch wenn ich dabei bin und die Wahrheit kenne. Auch beim Zielgespräch an den Abteilungsleiter hin hat er in meiner Anwesenheit schon direkt (frechstens) gelogen über meine Leistungen. Er hat einmal gesagt, mein Geschäftsmodell ist lügen und betrügen. Da hat er tatsächlich nicht gelogen. Er hat privat noch eine Firma. Ich hoffe das hilft Dir beim einschätzen, ob Du Antisoziale Muster hast. Man verhält sich nicht immer in einem Muster. Situationen lösen aber Muster- Verhalten aus. Mein passiv agressiver Kollege reagiert dann in dieser negativstischen Art, wenn er Grenzen verletzt sieht. Das tut er sonst nicht unbedingt.

I

ch schätze, dass ich eine Mischung aus zwanghaft-paranoid und schizoid als Hauptstile habe. Und vielleicht ein bisschen antisozial (s.o.). Probleme damit zu entspannen und zu "spielen", die zwanghafte Charaktere typischerweise haben, habe ich nicht. Ich kann für mich sehr verspielt-humorvoll sein, in Gedanken sowieso; unter Menschen kommt es drauf an wie die Wellenlänge so ist.

Da sind wir vermutlich sehr ähnlich, auch was Du sonst noch schreibst mit entspannen oder Sportgruppen. Habe ich auch keine Probleme.

Ich mache aber keinen Mannschaftssport wie Fußball. Das ist nicht meine Sache. Ich bin dann ach öfters mal abwesend. Ich meine, dass ich das in einen inneren schizoiden Modus falle. Wenn er langweilig wird, schalte ich von der Außenwelt in die gedankliche Innenwelt. Z.B. bei anstehen und warten an der Kasse ist das so wie in Selbsthypnose fallen. Gedanklich abwesend.

neue Persönlichkeitsfacetten

und

sehr hohen "Wiederlesewert"

Ja, fast mit Erschrecken habe ich vor kurzem gelesen (Seite 226 unten), dass Zwanghafte eine innere Feindseligkeit gegenüber anderen haben, die sie nicht rauslassen (unterdrücken). Ich habe es an mir schon öfters bemerkt. Jetzt ist es mir bewußt, dass da immer mal wieder so ein Gefühl dabei war. Das Buch ist wirklich unglaublich gut.

Als Grundhaltung ist "ich bin ok, die anderen sind ok" sicher am besten. Wobei ich situativ auch die Haltung "ich bin ok, du bist definitiv nicht ok" ok finde. Ungünstig finde ich "ich bin nicht ok, die anderen sind ok (oder: die anderen sind auch nicht ok)".

Die Grundhaltung: "Ich bin ok, die anderen sind ok" braucht man grundsätzlich. Sonst könnte man mit niemand mehr eine gute Bindung eingehen. Es würde niemand mehr geben dafür, wenn man andere als nicht ok definiert oder sich selber. Man verhält sich dann z.B. unsicher in Bindungen.

Es ist tatsächlich nur eine Grundhaltung. Viele Menschen sind ja tatsächlich auch nicht ok. Wenn sie sich z.B. nach negativen Mustern (Stilen) verhalten dann sind sie tatsächlich nicht ok und machen auch Beziehungen (Bindungen) mit Gesunden kaputt. Das ist dann aber die Erfahrung des gesunden Erwachsenen, dass er seine allgemeine innere OK Einstellung grundsätzlich nicht ändert, aber angemessen auf ein "nicht ok" von anderen reagiert.

Übrigens habe ich noch ein Buch: Sozialpsychologie, da steht drin, dass bei einer älteren Umfrage nur etwas über die Hälfte korrekt gebunden war. Dann kannst Du Dir vorstellen wie viele Leute Bindungsprobleme haben. Vor kurzem habe ich gelesen, dass Deutschland die unfreundlichste Bevölkerung in der Welt hat. Das wirkt sich natürlich auch auf die Kindergesundheit aus.

anderen Sachen, die zum Teil lästig weil energiefressend

Mischung aus paraonid und schizoid,

Ich beobachte andere eigentlich nicht so, dass ich schaue ob da Potential da ist, dass mir unangenehm werden könnte und auch gleich schon vorsorge dass es sich nichts entladen kann. So in etwa habe ich Deine Beschreibung verstanden. Das wäre schon paranoide.

Da bin ich ehr zu naiv gegenüber andern. Ein Zeichen schon eines gewissen Vertrauens in andere.

Einer meiner ex Kollegen hat übrigens paranoide Zuge. Ich komme gut aus mit ihm. Zwanghaft und Paranoide haben die gleiche ware- Sequenz. Ich blättere im Buch ... D,F,V

Der Kollege unterscheidet sich von der Art massiv zu anderen Personen. Er spricht leise. Ist zurückhaltend. Arbeitet extrem detailiert korrekt. Und arbeitet das alles ab. Nimmt das sehr ernst. Ist immer vorsichtig und erklärt immer genau. Will auf keinen Fall einen Fehler machen. Sehr sachlich. Eigentlich trocken. Findet Mängel an den Arbeiten der anderen, die er im Gespräch mit mir dann mal sagt: Du weist ja ... Das lästern über die Arbeit der Kollegen. Wohnt zuhause. Vor längerer Zeit einmal gesagt, dass es sich ein Aquarium leisten möchte. Das klang so, als ob es für ihn schon etwas aufregenderes wäre. Er möchte auch auf keinen Fall auffallen mit allzu ausgefallenen Hobbies (Was andere über ihn denken können - mein Eindruck)

So... Der Abend ist schon fast wieder gelaufen. Morgen um 5:00 wieder der Wecker ..

tzeetxa1


@ ABC01

Gibt es im Buch auch etwas über schizoide und selbstunsichere Persönlichkeitsstörung? Also als zwei Persönlichkeiten?

E(hemaleiger N\utzer !(:#5900x71)


@ teeta1

Ja gibt es (S. 101-105). Auch über Borderline- und Narzisstische Persönlichkeitsstörungen (Ab S. 197 ff.). Allgemein wird in dem Buch zu Persönlichkeitsstörungen gesagt, dass sie reine Anpassungen sein können (mal stärker, mal weniger stark), aber manche auch Kombinationen sind aus den verschiedenen Persönlichkeitsstilen. (Es gibt sechs "reine" Persönlichkeitsstile: histrionisch, zwanghaft, paranoid, schizoid, passiv aggressiv, antisozial als Grundform). Die Persönlichkeitsstile selbst können von völlig gesund bis völlig dyfunktional (also dann schon im Bereich der Persönlichkeitsstörung) reichen.

Die selbstunsichere/vermeidende Persönlichkeitsstörung wird als Kombination aus schizoidem und paranoiden Persönlichkeitsstil beschrieben (S. 102). Mehr steht dazu aber nicht im Buch; wobei du ja unter den beiden genannten Persönlichkeitsstilen nachlesen könntest, was diese ausmacht und welche Entwicklungschancen es jeweils für diese Stile gibt.

Und es wird auch gesagt, dass jeder grundsätzlich die Verhaltensweisen sämtlicher Persönlichkeitsstile im Repertoire hat, aber jeder individuell verschieden bestimmte Stile in seinen Interaktionen bevorzugt. Und jeder zeigt den Stil, denn er (primär) hat/anwendet, wiederum auf seine Weise. Jeder Stil kann mit jedem Stil kombiniert werden und man kann mehrere Stile zeigen, aber hat i.d.R. zwei bevorzugte Stile, die miteinander kombiniert sind. (Lässt sich alles auf S. 99 f. nachlesen).

@ ABC01

Ein gesunder Mensch zeigt das spezielle Verhalten nicht unbedingt. Er hat die Stile nicht entwickelt. Er trixt eben andere nicht aus, so wie es der Antisoziale tut, oder ist nicht so misstrauisch wie der Paranoide.

Im Buch steht eigentlich immer im Prinzip, dass das Verhalten der Stile eine gelernte Strategie oder Reaktion des Kindes ist.

Ich hatte das im Buch so verstanden, dass jeder einen Stil (eher mindestens zwei Hauptstile) hat, z.B. auf S. 99 am Ende. Aber ein gesunder Mensch dürfte in der Wahl seiner Stile in Interaktionen sicher flexibler sein und dadurch eher in der Lage, angemessen und in seinem Sinne (und umweltverträglicher) mit anderen zu interagieren. Und die Stile dürften weiter bei demjenigen nicht derart stark ausgeprägt sein, dass sie sich ins Negative verkehren und derjenige sich selbst damit im Weg steht.

Was die Bindung angeht:

Meine Eltern kennen sich mit den Bindungsarten aus und beschreiben mich als sicher gebunden (als Baby). Das kommt m.E. auch hin. Sie haben sich trotz gewisser sehr schwieriger anderer naher Mitmenschen Zeit für mich genommen und sich (gut & liebevoll) um mich gekümmert. Bzgl. der Ursachen eines schizoiden Stils trifft auf mich nur zu, dass durch besagte schwierige Mitmenschen im familiären Umfeld meine Eltern manchmal sehr beschäftigt und gestresst waren (und ich den Einwirkungen dieser Personen ebenfalls früh ausgesetzt war).

Das hier trifft insoweit zu, war aber eben kein Dauerzustand:

Auf Seite 84 unten und S 85 oben steht z.B. beim Schizoiden: Die Eltern schienen überfordert und das Kind entschied sich keine Ansprüche zu stellen, in der Hoffnung dass die Eltern O.K. würden und sich wieder um es kümmern können. Das verinnerlicht das Kind und geht dann immer so durch das Leben. Auch als Erwachsener immer noch nach den Entscheidungen aus der Kindheit handeln.

Dann steht da noch auf Seite 85: //In der oralen Phase geht es um die Entwicklung von Grundvertrauen und darin sich sicher an andere zu binden. Kreative Tagträumer (Schizos) haben diese Aufgabe nicht vollendet und müssen das in der Gegenwart nachholen. **Ihre Lösung bestand darin sich zurückzuziehen und ihre Bedürfnisse in der Fantasie zu erfüllen.

... wobei ich auch bis heute dazu neige, Dinge nicht zu unternehmen und nur darüber nachzudenken, sie zu tun. Aber es ist auch nicht oft tatsächlich im Sinne meiner ureigenen Bedürfnisse, wenn ich solche Dinge doch mal umsetze. Ist gemischt vom Ergebnis her. Ich habe durchaus Grundvertrauen, aber andererseits auch wieder nicht.

Es kommt dabei auch zur Abschaltung von bestimmten Gefühlen. Bei mir kann ich mich erinnern, dass ich mich irgendwann nicht mehr freuen konnte. Das Gefühl der Freude war weg. Ich war noch recht klein damals. Vielleicht so 7 Jahre alt. Zuvor war es ein starkes Gefühl. Und daran erinnere mich heute noch! so viele Jahre später.

Du meinst, dass du kaum emotionale Ausschläge auf deiner Gefühlsskala hast? Eben starke/intensive Gefühle hast?... Für mich finde ich das normal, dass man als Kind viel stärker empfindet und das dann verschwindet. Jedenfalls kenne ich das auch so; einen konkreten Zeitpunkt könnte ich aber nicht nennen, das ist so weit weg und ewig her. Mal abgesehen davon, dass ich starke Gefühle auch bei anderen anstrengend bis unangenehm finde.

Nachteile der Stile gleichen sich aus, wenn zwanghafte Anteile einen Antisozialen Anteil bremsen, danit dieser nicht zu extrem (kriminell) handelt. Auf S 95 im Buch quasi so beschrieben.

Bei mir ist der zwanghafte Anteil deutlich größer und eigentlich habe ich in der Regel eher zu viel als zu wenig Hemmungen anderen ernsthaft irgendwas anzutun. Gerade im beruflichen Bereich spielt der antisoziale Teil bei mir keine Rolle. Es sind nur leichte antisoziale Züge, die mal situativ bei mir aufblitzen. Vielleicht auch gerade wegen dem sonst vorherrschenden zwanghaften Anteil, der auch bei diesen antisozialen Zügen immer noch "seine Pfoten mitdrin hat".

Ich bin mit jemanden aufgewachsen und verwandt, der einen großen antisozialen Persönlichkeitsanteil hat. Das zwar manchmal interessant und bereichernd (wie du z.B. sagst, mögen die Spiele sehr gerne, in denen es darum geht den anderen auszutricksen und in einem eher spielerischen Rahmen mochte ich das mit diesem einen Menschen, außerdem mögen die Drama & Action, was manchmal eine Abwechslung sein kann, die ich sonst nicht gehabt und aus eigenem Antrieb aufgesucht hätte, aber auch sehr anstrengend ist auf Dauer, und habe durch ihn auch gelernt, mir antisoziale Verhaltensmuster in sehr überschaubaren Rahmen "anzueignen"), aber alles in allem finde ich die Interaktion mit solchen Persönlichkeiten eher anstrengend und belastend.

In der Interaktion mit anderen war es manchmal vorteilhaft, gegenüber dieser einen Person selbst antisoziale Verhaltensweisen anzuwenden. Außerdem hat jene Person es gut verstanden, sich gegenüber Dritten Respekt zu verschaffen. Das fand ich sehr interessant und habe ich vereinzelt selbst getan, nachdem mein Gegenüber auf alle sachlichen Hinweise, dass er gerade meine Grenzen übertrampelt und viel zu weit geht mir gegenüber, nicht reagiert hat. ... Das war sehr verblüffend und faszinierend, wie schnell der plötzlich "gehorcht" hat. ... Ist aber nicht das, was ich bevorzugt gegenüber anderen anwenden würde. Zumal man ggf. selbst Ärger dadurch bekommt. Wenn, dann sollte man sich nicht erwischen lassen, bereit sein die eigenen Ankündigungen auch durchzuziehen und das quasi nur im Rahmen von Notwehr tun; dann finde ich das auch legitim so zu handeln.

Mein Chef ist antisozial. Ein anderer Stil bremst ihn aber soweit, dass er in der Firma nicht vollens beliebig handelt gegen alle Regeln. Trotzdem scheißt er sich trotz Betriebrat nicht im Mindesten mir gegenüber immer weiterzumache

In einem Ausmaß antisoziale Menschen wie deinen Chef kann ich nicht leiden und finde sie als Chefs auch nicht geeignet (ebenso wie Leute mit deutlich narzisstischen Tendenzen). Das ist kein effektives Arbeiten und entpricht nicht dem, was ich unter einem guten Arbeitsklima verstehe.

und jetzt ganz wichtig !!! Lügen. Antisoziale lügen direkt wenn es notwendig ist ohne mit einer Wimper zu zucken. Wenn mein Chef merkt dass er verlieren wird, lügt er von einer Sekunde auf die andere wie er es gerade braucht.

Ohja, das tun sie wirklich gerne und hat diese eine Person auch getan. Mir hat diese Person auch überraschend freimütig ihre Sicht auf ihre Lügen und ihr manipulatives Verhalten erklärt. Aber sie war z.B. nicht verärgert, sondern gut drauf, wenn ich sie mal wieder dabei erwischt und darauf angesprochen habe, solange ich sie spielerisch darauf angesprochen habe statt vorwurfsvoll.

Aber die Situation mit deinem Chef ist ja ungleich ernster und er schadet dir beruflich massiv, wie du hier mal geschildert hast. Das ist dann schon ein ganz anderes Kaliber.

Ich mache aber keinen Mannschaftssport wie Fußball. Das ist nicht meine Sache. Ich bin dann ach öfters mal abwesend. Ich meine, dass ich das in einen inneren schizoiden Modus falle. Wenn er langweilig wird, schalte ich von der Außenwelt in die gedankliche Innenwelt. Z.B. bei anstehen und warten an der Kasse ist das so wie in Selbsthypnose fallen. Gedanklich abwesend.

So einen Zustand kenne ich sehr gut und passiert mir auch oft. Aber ich habe gemerkt, dass der nochmal anders ist und sehr negativ verstärkt war bei mir, als ich in einer Schilddrüsenunterfunktion war. Jetzt bin ich zwar immer noch schnell (sehr) in Gedanken und abwesend, aber nicht mehr auf ungute Weise; ich kann auch wieder mehr im hier und Jetzt anwesend bleiben ohne daraus so oft "abzudriften". ... Mannschaftssport habe ich schon als Kind gemacht. Deshalb stört mich das in Gedanken sein und parallel mit anderen zu interagieren dabei meistens nicht, außer wenn ich sehr neben mir stehe.

EIhemaligeHr Nutzer \(#5900/71)


Teil 2:

Ja, fast mit Erschrecken habe ich vor kurzem gelesen (Seite 226 unten), dass Zwanghafte eine innere Feindseligkeit gegenüber anderen haben, die sie nicht rauslassen (unterdrücken). Ich habe es an mir schon öfters bemerkt. Jetzt ist es mir bewußt, dass da immer mal wieder so ein Gefühl dabei war.

Ehrlich gesagt ist das etwas, was mich immer gewundert hat bei der Beschreibung der zwanghaften Persönlichkeit, weil ich mir meiner Feindseligkeiten recht bewusst bin und die nicht so indirekt ausagiere, wie es für zwanghafte Charaktere typisch sein soll. ... Aber wenn es dir vorher nicht bewusst war, ist das sicher sehr hilfreich zu wissen und an sich zu erkennen.

Es ist tatsächlich nur eine Grundhaltung. Viele Menschen sind ja tatsächlich auch nicht ok.

Letzteres ist das Problem - ich bin zu lange bei Menschen, die nicht ok waren, davon ausgegangen, dass sie ok sind, was sehr schädlich war.

Das ist dann aber die Erfahrung des gesunden Erwachsenen, dass er seine allgemeine innere OK Einstellung grundsätzlich nicht ändert, aber angemessen auf ein "nicht ok" von anderen reagiert.

Für mich bleibt jemand "nicht ok", wenn er sich so verhalten hat und bei mir "unten durch" ist. Keinen Ahnung, ob das angemessen ist. Die person kann ja mit zig anderen Mitmenschen weiterinteragieren und ist nicht auf mich als sozialen Kontakt angewiesen. Ich beende den Kontakt dann nämlich mindestens innerlich, aber i.d.R. auch nach Außen hin.

Vor kurzem habe ich gelesen, dass Deutschland die unfreundlichste Bevölkerung in der Welt hat. Das wirkt sich natürlich auch auf die Kindergesundheit aus.

Das erscheint mir übertrieben. So schlimm finde ich die dt. Bevölkerung nicht.^^ Außerdem finde ich den hier üblichen räumlich-sozialen Abstand sehr gut; die persönlichen Distanzzonen. Man kann hier gut seine Ruhe haben vor anderen.

Ich beobachte andere eigentlich nicht so, dass ich schaue ob da Potential da ist, dass mir unangenehm werden könnte und auch gleich schon vorsorge dass es sich nichts entladen kann. So in etwa habe ich Deine Beschreibung verstanden. Das wäre schon paranoide.

Da bin ich ehr zu naiv gegenüber andern. Ein Zeichen schon eines gewissen Vertrauens in andere.

Jein, also ich meinte das so, dass ich andere wohl wirklich intuitiv/automatisch zu scannen scheine ohne dass mir das bewusst ist. Man könnte das so ausdrücken, dass ich deren Verhalten mir gegenüber, aber auch im Umgang mit anderen (ganz besonders wenn die sich unbeobachtet fühlen) sehr genau wahrnehme. Ich dachte lange, dass andere Menschen auch so genau das Verhalten ihrer Mitmenschen wahrnehmen und registrieren. Aber denen entgeht so viel. Etwas blöd gesagt: Wenn ich mich nicht gerade in meine eigene Welt ausgeklinkt habe ("in Gedanken sein"), nehme ich andere Menschen (viel zu) deutlich wahr. Deren Anwesenheit alleine schon, ihre Kleidung, typische Gesten, die Stimme. Sehr emotionale Menschen finde ich deshalb u.a. auch so anstrengend. ... Konkret und bewusst wachsam bin cih eigentlich nur, wenn mir meine Intuition bzw. so ein undefinierbares und schwer zu greifendes Gefühl meldet, dass irgendetwas in einer Situation nicht stimmt. Z.B. wenn sich jemand vordergründig freundlich verhält, ich mich aber komisch schlecht in seiner Anwesenheit fühle und hinterher ausgelaugt. Wobei ich das meistens erst hinterher wieder alleine mitbekomme; in Gegenwart von anderen kann ich noch schlechter sagen und mitbekommen, was ich gerade fühle oder wie es mir geht.

Ich habe erst lernen müssen, dass ich diesem Gefühl trauen kann (wenn es nicht wieder untergeht und ich es "vergesse") und es sehr ernst nehmen sollte. Es ist ein Frühwarnsystem, das registriert, wenn der andere es nicht gut mit mir meint (subjektiv aus meiner Sicht und bzgl. meiner Grenzen gewertet) oder sich "nur" inkongruent/unaufrichtig verhält. Mich interessiert auch immer sehr, was jemand wirklich von mir will. Sagen kann derjenige dazu ja viel als Vorwand/Aufhänger und ich nehme es übel, wenn derjenige mich dabei belügt und ich das mitbekommen sollte. Selbst wenn die Lüge eigentlich harmlos ist (z.B. wenn Leute einen kennenlernen möchten, aber nicht direkt danach fragen wollen und dann Vorwände konstruieren unter denen sie mit einem in Kontakt treten können).

Der Kollege unterscheidet sich von der Art massiv zu anderen Personen. Er spricht leise. Ist zurückhaltend. Arbeitet extrem detailiert korrekt. Und arbeitet das alles ab. Nimmt das sehr ernst. Ist immer vorsichtig und erklärt immer genau. Will auf keinen Fall einen Fehler machen. Sehr sachlich. Eigentlich trocken. Findet Mängel an den Arbeiten der anderen, die er im Gespräch mit mir dann mal sagt: Du weist ja ... Das lästern über die Arbeit der Kollegen. Wohnt zuhause. Vor längerer Zeit einmal gesagt, dass es sich ein Aquarium leisten möchte. Das klang so, als ob es für ihn schon etwas aufregenderes wäre.

Leise sprechen tue ich nicht, aber ich rede auch nicht laut. Zurückhaltend trifft definitiv zu und meine Arbeit nehme ich auch ernst und mag es nicht, dabei Fehler zu machen. Die Arbeiten anderer würde ich nur kontrollieren und im Rahmen der fachlichen Bewertung kritisieren (sachlich), wenn mir dies als Dienstaufgabe zugewiesen wäre. Ansonsten interessieret mich eher nicht, was andere Menschen/Kollegen so tun, solange schlechte Arbeit ihrerseits nicht auf mich zurückfällt oder für mehr Arbeit für mich sorgt (z.B., wenn ichich mit denen zusammenarbeiten muss). ... Und Aquarien finde ich nicht aufregend. ;-D ... Aber ich mag wahrscheinlich ähnlich wie dein Kollege, wenn es gewisse Routinen gibt im Alltag und nichts unvorhersehbares passiert (außer das stellt sich als interessant heraus und ist keine Bedrohung; aber erstmal ist es unwillkommen bis es sich einschätzen lässt).

Er möchte auch auf keinen Fall auffallen mit allzu ausgefallenen Hobbies (Was andere über ihn denken können - mein Eindruck)

Hm mir ist angemessen Kleidung und ein gepflegtes Erscheinungsbild wichtig, wobei in einem Gothic-Club anderes als angemessen gilt als in einer Behörde - ich passe mich da jeweils an, weil mir beides gefällt, aber ich würde mir z.B. nicht die Haare schwarz färben und mir eine "Punk-Frisur" zulegen. Mit ausgefallenen Hobbies hätte ich kein Problem, aber ich wüßte nicht, warum ich mit Arbeitskollegen über meine Hobbies oder meinen Musikgeschmack reden sollte. Schon gar nicht, wenn es sehr private Hobbies bzw. Interessen sind, die andere nichts angehen. Wenn der andere das gleiche Hobby hat oder ähnliche Musik mag, bietet sich dagegen ein Gespräch darüber an. Und es kommt auch darauf an, ob diese Informationen theoretisch gegen mich verwendet werden könnten. Gerade auch beruflich. Ansosnten ist mir tendenziell eher egal, was der andere dazu denkt, solange kein gänzlich falscher Eindruck über mich bei ihm entsteht (z.B. weil der sich mit dem Hobby etc. nicht auskennt und etwas ganz anderes darunter assoziiert). ... Ich finde es auch umgekehrt seltsam, wenn andere sehr private Infos über sich in so einem offiziellen Kontext freimütig erzählen, die an der falschen Stelle angelangt, denen schaden würden von ihrem Ruf und ihrer beruflichen Stellung her.

Einer meiner ex Kollegen hat übrigens paranoide Zuge. Ich komme gut aus mit ihm. Zwanghaft und Paranoide haben die gleiche ware- Sequenz. Ich blättere im Buch ... D,F,V

Das kann ich auch so bestätigen; ich komme am besten mit Menschen aus, gerade beruflich, die Anteile von beidem haben. Privat finde ich in flüchtigen Kontakten auch andere Stile interessant, aber nicht auf Dauer.

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